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Colonia Claudia Ara Agrippinensium

7. September 2012     /     Geocaching

Endlich! Nach über einem Monat voller Rumrätseln, ins Blaue raten und dem ein oder anderen sich bereits ankündigenden Nervenzusammenbruch ist das Team TRGA dem Geheimnis der 1300 endlich auf die Spur gekommen. Geloggt wurde heute Abend in der Abenddämmerung. Es folgt mein Erlebnisbericht zu einem von Kölns wohl anspruchsvollsten Mystery-Caches.

Es war ein sonniger Mittag Anfang August, als wir uns auf den Weg zum KVB-P+R in Köln-Bocklemünd gemacht hatten, um uns einem Geocache anzunehmen, der Brina und mir schon lange unter den Nägeln brannte: 1300. Zugegeben: Im Grunde war es ein ziemlich naives Himmelfahrtskommando, das wir da veranstalteten. Immerhin hatten wir absolut keine Ahnung, was uns erwarten würde. Ja, wir wussten im Grunde nicht einmal, wohin uns der Cache führen würde! Wir stellten den Wagen oben auf dem Parkdeck des P+R Bocklemünd, nur wenige Meter vom alten jüdischen Friedhof an der Venloer Straße, Ecke Militärringstraße entfernt ab und lasen uns in Ruhe die Beschreibung des Mystery-Caches auf Geocaching.com durch.

Um an dieser Stelle nicht den kompletten Text von Geocaching.com kopieren zu müssen, fasse ich hier in aller gebotenen Kürze die wichtigsten Passagen des Rätsels (Stand: 6. September 2012) zusammen:

  • Obwohl der Cache „1300“ getauft wurde, geht es weder um das Jahr noch um das Jahrhundert. Das Gesuchte ist sehr viel älter
  • Das Gesuchte hat vielleicht etwas mit Technik zu tun, vielleicht aber auch nicht…
  • „Nur die Harmonie führt zum Ziel“ – sowohl Körper als auch Geist werden beansprucht
  • Gesucht wird eine Institution, welche, wenn es nach den Stadtchroniken geht, die Tätigkeit als erste in Köln und als drittälteste in ganz Deutschland anbietet.
  • Die vierstellige Jahreszahl der Gründung dieser Institution ergibt die Variablen A, B, C und D…
  • …mit deren Hilfe die Koordinaten des Finals ausgerechnet werden können!

Eigentlich wollten wir zeitnah aus dem Wagen springen, dabei lauthals „Na, das war doch absolut nicht schwer!“ oder alternativ „Was ein rotziger Pipifax!“ brüllen, zu den Final-Koordinaten schlendern und den Cache loggen. Doch, man hätte es sich fast denken können, Pustekuchen! Stattdessen saßen wir gut und gerne zwei Stunden in der brütend heißen Sonne und rätselten wie blöd rum, bemühten dabei immer wieder das, wie es oftmals scheint, allwissende Google, machten uns Unmengen von Notizen, arbeiteten die abstrusesten Ideen aus, verwarfen diese anschließend wieder und und und. Unten kamen ständig Busse und Straßenbahnen an, entließen ihre Fahrgäste und fuhren wieder ab, die Zeit verging sprichwörtlich wie im Flug! Doch irgendwann wurde selbst uns, die wir normalerweise nicht allzu schnell aufgeben, das alles zu viel (und zu heiß!), unsere unermüdlich arbeitenden Hirne rauchten bereits wie Bratwürste in einer nicht eingefetteten Keramikpfanne, so dass wir die Suche abbrachen und uns erstmal einem anderen Cache zuwandten.

In den folgenden Tagen und Wochen kramten wir unsere Notizen zu den ominösen 1300 immer wieder hervor und versuchten auf des Rätsels Lösung zu kommen. Was könnte bloß mit den namensgebenden 1300 gemeint sein? Worum genau handelt es sich überhaupt? Ist es Zufall, dass die bei einem Mystery-Cache für gewöhnlich eher unwichtigen Startkoordinaten inmitten des alten Jüdischen Friedhofs liegen? Vielleicht doch die Holzhammer-Methode auspacken? – Einmal waren wir uns ziemlich sicher, den 1300 auf der Spur zu sein, doch unsere aufkeimende Hoffnung wurde recht schnell von der Besitzerin dieser Walnuss von einem Cache, die wir in der Zwischenzeit mit unseren Vermutungen kontaktiert hatten, zerstreut. Wir wären auf dem vollkommen falschen Fährte, sollten nicht so komplex denken, hieß es. Hm. Drüben in Brinas Blog finden sich ebenfalls ein paar lesenswerte Zeilen zu unseren Lösungsansätzen und der blanken Verzweiflung, der wir ziemlich nahe waren.

Heute Nachmittag dann das große, und wenn ich ehrlich sein soll auch ein wenig unerwartete Aufatmen: Des Rätsels Lösung war endlich, endlich gefunden! Der Finderlohn geht verdientermaßen an Brina, die in denen vergangenen Wochen immer und immer wieder unermüdlich nach Hinweisen Ausschau gehalten und zum Thema recherchiert hatte, was schlussendlich in der richtigen Lösung resultierte! Flux die errechneten Koordinaten im Geochecker auf GeoCheck.org auf ihre Richtigkeit gecheckt, und schon saßen wir im Auto Richtung Cache. Doch dieses Mal hatten wir im Unterschied zu unserem ersten Versuch die korrekten Koordinaten im Handgepäck, – yeah! Eine kostenlose Parkmöglichkeit in der näheren Umgebung des Zielgebiets war schnell gefunden, so dass wir uns auf den Weg zum Schatz aufmachen konnten…

Man kann nun nicht unbedingt sagen, dass sich die Suche in irgendeiner Weise gelohnt hat, – zumindest nicht aus Sicht eines Schatzsuchers -, denn wie man auf dem obigen Foto trotz der dezenten Unschärfe – sorry! – ganz gut erkennen kann, wird der Geocacher am Ende seiner Suche von einem winzigen, nur wenige Zentimeter großen Nano begrüßt. Von fetter Beute, Geocoins oder gar Tracking-Bugs keine Spur. Und dennoch: Uns beiden hat es eine Menge Spaß gebracht, (Brina eventuell sogar ein Quäntchen mehr als mir…;), diesem wirklich ausgefuchsten (oder vielleicht auch von den Ownern einfach nur sehr komplex und auch ein wenig irreführend formulierten) Rätsel auf die Schliche zu kommen. Hätte uns am Ende dieses Caches anstatt des Nanos eine ausgewachsene Box vom Schlage der randvollen „Waldbibliothek“ oder dem netten Munitionskasten nahe des alten Luftschiffhafen zu Cöln (siehe mein Bericht) erwartet, wäre das Gefühl, tatsächlich etwas geleistet zu haben, sowie die anschließende Befriedigung, die uns beim Loggen ereilt hat, vielleicht sogar noch etwas wohliger ausgefallen als sowieso schon. Aber naja, man kann halt nicht alles haben…

Die 1300 ist ein wirklich ausgesprochen reizender Mystery-Geocache, dem sich jeder engagierte Cacher, der nicht bloß stupide von Punkt A nach Punkt B laufen, sondern auch ein wenig Gehirnschmalz in die Suche mit einbringen will, auf jeden Fall annehmen oder zumindest auf seine ToDo-Liste setzen sollte.

Bitte mehr davon!

Luftschiffhafen zu Cöln

12. August 2012     /     Geocaching

Anfang der Woche verschlug es Brina und mich in den Kölner Stadtteil Bickendorf. Wir hatten uns vorgenommen, uns auf die Suche nach einem kurzen Multi-Cache von nur zwei etappen Länge zu begeben, der von seinem Owner auf den vielversprechenden Namen „Luftschiffhafen Cöln“ getauft wurde. Da Bickendorf im Nordwesten Kölns zu finden ist, und von Esch somit nicht allzu weit entfernt ist, ging die Anfahrt mit dem Wagen in allerhöchstens einer Viertelstunde über die Bühne. Wir parkten, nachdem wir wegen anhaltender Bauarbeiten beim ersten Mal glatt…  

Konsumtempel

7. August 2012     /     Geocaching

Wer vor hat, in Hamm im großen Stil Geld auszugeben, der sollte dem Allee-Center einen Besuch abstatten. Das große Shopping-Center liegt zentral und leicht zu erreichen in der Hammer Innenstadt, schräg gegenüber von der Ritter-Passage und den Einkaufsstraßen in der Altstadt von Hamm und bietet alles, was das konsumfreudige Shopperherz begehrt: Angefangen mit typischen Warenhausketten wie Galeria-Kaufhof, über Elektrofachmärke wie Saturn bis hin zu Boutiquen mit den angesagtesten Modelabels ist hier so ziemlich alles vertraten, was auf dem Gebiet Rang und Namen hat. Diese schiere Auswahl…  

Ekke Nekkepen

6. August 2012     /     Geocaching

Ekke Nekkepen ist der Name einer insbesondere in der norddeutschen Region bekannten Sagengestalt, Gottes des Meeres – und ganz nebenbei auch noch der Name eines lohnenswerten Geocaches im nördlichen Teil von Hamm, der Elefantenstadt am Rande des Ruhrgebiets. Zusammen mit der herzallerliebsten Brina war ich die Tage mal wieder dort und wie bereits an anderer Stelle geschrieben, haben wir die Gelegenheit genutzt, zur Abwechslung auch mal im schönen Hamm ein paar Caches aufzuspüren. Neben zwei Stationen der „Kanaltour“ durch Hamm und Bergkamen, waren das noch…  

Auweilers verträumte Kapelle

30. Juli 2012     /     Geocaching

Die Geschichte Auweilers, einem kleinen urigen Dorf von lediglich ein, zwei Höfen und einer Häusersiedlung Größe nur ein paar hundert Meter von Esch entfernt, ist eng mit der des erheblich einwohnerreicheren – und größeren – Nachbardorfes verwoben. – Dieser Logik weiter folgend, ist es somit nicht sonderlich verwunderlich, dass auch in Auweiler einige lohnenswerte Geocaches zu finden sind. Unter anderem der als Traditional gekennzeichnete Cache „Auweilers Erster“, für den wir uns schließlich auch entschieden haben. Und so machten wir uns letztens, als sich deprimierenden die…  

Stadtpark Pulheim

23. Juli 2012     /     Geocaching

Heute zum ersten Mal seit einer Ewigkeit wieder Geocaching gemacht oder gespielt oder was auch immer. Diesmal jedoch nicht auf eigene Faust, sondern zusammen mit der Freundin. Wir hatten uns als Wiedereingewöhnung einen netten Spot in Pulheim ausgesucht, der uns auf Anhieb sympathisch erschien: und zwar den Pulheimer Stadtpark. Tag 1 – 23. Juli 2012 Wer sich in Köln und Umgebung jetzt nicht so dolle auskennt, muss wissen, Pulheim ist ein kleines verschlafenes Städtchen nordwestlich von Köln, gehört allerdings nicht mehr zu Köln, sondern ist…  

Abblendlicht bei Mercedes-Benz A-Klasse W169 (2007-2009) wechseln

18. Juni 2012     /     How-To Guide

Normalerweise bietet der Mercedes-Service den Austausch einer defekten Glühlampe, sei es nun der normale Scheinwerfer, das Fernlicht, der Nebelscheinwerfer, das Bremslicht etc. für umme, also kostenlos an. Ich schätze mal als Serviceleistung, damit einem als Mercedes-Fahrer von Zeit zu Zeit immer mal wieder vor Augen geführt wird, dass man in einer sogenannten Premium-Marke auf den Straßen unterwegs ist und nicht etwa, nun ja, sagen wir in einem Fiat, Renault oder Opel. Bei unserer MB A-Klasse W169 war letztens das Abblendlicht durchgebrannt und musste ausgetauscht werden….  

Rockstar Games präsentiert: Tischtennis

8. Mai 2012     /     Review     /     "Werbung"

Normalerweise verbinden gestandene Gamer mit dem Entwicklerteam Rockstar Games eher harte Videospiel-Franchises wie „Grand Theft Auto“ (GTA) und allerhöchstens noch Ausreißer wie den Auftakt zur nicht minder brutalen Western-Saga „Red Dead Redemption“ oder auch den interaktiven Film Noire „L.A. Noire“ (uncut) – das war’s. Wer sich jedoch die Mühe macht und ein wenig tiefer im Portfolio des amerikanischen Entwicklerstudios stöbert, stößt mit Sicherheit irgendwann auf einen Titel, den man so nicht erwartet hätte: „Rockstar Games präsentiert: Tischtennis“. Bei dem Spiel handelt es sich, wie sein…  

Alan Wake

22. Januar 2012     /     Review     /     "Werbung"

Die Geschichte von „Alan Wake“ ist eine lange und wendungsreiche: Erstmals angekündigt wurde der „psychological Action-Thriller“, wie der Titel von Publisher Microsoft Game Studios vermarktet wurde, im Jahre 2002, damals noch für allererste Xbox und den PC. Dann wurde es lange Zeit recht still: die Jahre zogen ins Land, von „Alan Wake“ keine Spur. Irgendwann tauchte das finnische Entwicklerstudio Remedy Entertainment, auf dessen Konto unter anderem das vielfach prämierte „Max Payne“-Franchise geht, wieder aus der Versenkung auf, und ließ eine für viele Fans sicherlich schmerzhafte…  

Bayonetta

13. Januar 2012     /     Review     /     "Werbung"

Gut zwei Jahre ist es inzwischen her, dass Sega und Platinum Games / Team Little Angels ein ganz besonderes Videogame auf den Markt gebracht haben, welches sich auf Anhieb den Weg in mein verspieltes Herz geschnetzelt hat: „Bayonetta“. – Es war ungelogen Liebe auf den ersten Blick! Die zugrunde liegenden Spielmechaniken mögen eher simpler Natur sein, die Optik zwar durchaus schön anzusehen, aber eben schon damals nicht das Nonplus-Ultra, und auch die Storyline dürfte dem ein oder anderen eher wirr als sinnig erscheinen – und…  

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