InaiMathi ツ

Sonax P-Ball

16. August 2018   •   Review

Feine Mikrokratzer in der Klarlackschicht fallen zwar meist nur bei direkter Sonneneinstrahlung oder LED-Beleuchtung ins Auge, doch wenn man einmal von ihrer Existenz weiß und sich überdies auch noch „Detailing-Enthusiast“ nennt – oder schlicht ein geschultes Auge sein Eigen nennt, welches auf Kratzer und sonstige Makel anspringt wie Bello auf ’nen Knochen -, können einem solche unschönen Kratzerchen durchaus die ein oder andere schlaflose Nacht bereiten. Zum Glück gibt es zahlreiche Mittel und Wege, um nicht gleich zum Profi gehen zu müssen: Neben mindestens einer guten Autopolitur benötigt man in der Regel auch eine Poliermaschine oder zumindest eine ordentliche händische Polierhilfe. Letztere empfiehlt sich insbesondere in Fällen, in denen nicht gleich die gesamte Lackoberfläche poliert werden muss, sondern nur einzelne von Defekten betroffene Bereiche.

Wer beispielsweise lediglich haarfeine Fingernagelkratzer im Bereich rund um die viel genutzten Türgriffe, leichte über die Motorhaube verteilte Steinschlag-Striemen oder auch die ein oder anderen oberflächlichen Klarlack-Schramme am Fahrzeugheck, hervorgerufen durch allzu unachtsames Ein- und/oder Ausladen, ausbessern möchte, kann bedenkenlos auch einfach zu einer praktischen Polierhilfe wie z.B. dem „P-Ball“ des Herstellers Sonax greifen. Mit dem kleinen unscheinbaren Teil habe ich bereits so manchen kleinen Makel behoben bekommen – oder zumindest temporär gut kaschiert.

Es folgt mein kompakt gehaltener Produkttest zum „Sonax P-Ball“ – oder wie ich das Ding vom ersten Tag an nenne: der PokéBall für Autopflege-Enthusiasten.

Review

Zugegeben, das hat Sonax schon geschickt ausgetüftelt! Wer den „Sonax P-Ball“ vor sich im Regal liegen sieht und früher in seiner Jugend öfters mal in die Anime-Serie „Pokémon“ reingeschaut hat, sieht sich unvermittelt mit einem akuten Flashback konfrontiert – zumindest ging es mir so: Die in rot-weiss-schwarzer Optik gehaltene Polierhilfe schaut durch das kleine Sichtfenster der Verpackung aus wie eine Nachbildung eines Pokéballs, mit dessen Hilfe Ash, Misty und Co. seinerzeit die kleinen und großen Taschenmonster eingefangen haben. Auch ausgepackt ist die Ähnlichkeit, bis auf den fehlenden Auslöserknopf des Pokéballs, wirklich verblüffend! 😉

Aber kommen wir zur eigentliche Rezension: Der „P-Ball“ verfügt über einen Plastikgriff, der jederzeit einen guten Halt bietet, wodurch sich das aus einem weichen Schaumstoff gefertigte Polier-Pad, welches wiederum mittels eines Klettverschlusses befestigt ist, gut über die von Defekten heimgesuchte Lackoberfläche bewegen lässt. Leider ist das im Lieferumfang enthaltene Polierpad für meinen Geschmack einen Ticken zu soft ausgefallen. Klar, für den eher weichen Lack unseres Mazda 3 eignet sich das Pad durchaus, feine Kratzer im Klarlack lassen sich dort binnen weniger Minuten auspolieren oder zumindest so weit abschwächen, dass man sie quasi nur noch mit der Lupe erkennen kann. Bei unserer A-Klasse schaut die Sache hingegen ein wenig anders aus: Der Poliervorgang gestaltet sich in diesem Fall aufgrund des härteren Lacks nicht ganz so einfach und verlangt deutlich mehr investierten „Muskelschmalz“. Zumindest habe ich dies subjektiv so empfunden. Hier wäre, wie gesagt, ein dezent härteres Pad wünschenswert gewesen.

Und so lässt sich der „Sonax P-Ball“ einsetzen: Einfach eine qualitativ hochwertige Autopolitur (Sonax legt Käufern hier natürlich die eigenen Produkte nahe, ich für meinen Teil wurde eine Politur aus dem Sortiment des Herstellers Menzerna empfehlen) oder, wenn nur vorübergehend kaschiert werden soll, auch das von mir ebenfalls getestete „Meguiar’s Scrach X 2.0“ (siehe meine Review) auf das saubere Pad geben und in horizontalen und vertikalen Bahnen, nicht jedoch wie auf der Verpackung abgebildet in kreisenden Bewegungen!, über den Lackdefekt polieren. Dabei leichten Druck ausüben, jedoch stets mit viel Gefühl arbeiten, damit der Abtrag je nach Lackbeschaffenheit und verwendeter Politur nicht zu hoch ausfällt. Darüber hinaus darauf Acht geben, nicht bloß mit der Kante des Pads zu polieren, sondern wirklich mit der gesamten Fläche des Pads möglichst gleichmäßig Druck ausüben; dieser sollte idealerweise über die Handfläche kommen, nicht über bloß die Finger oder den Ballen! Hat man es mit schwereren Lackdefekten oder härterem Lack zu tun, von Zeit zu Zeit die alte Politur mit einem sauberen Mikrofasertuch von der Oberfläche abnehmen und gleichermaßen frische Politur aufs Polierpad geben. Niemals mit einem blanken oder mit zu wenig Politur bedeckten Pad ober den Lack gleiten, da dies unter Umständen neue Kratzer verursachen könnte! Im Anschluss sollte der gesamte Bereich mit einer speziellen Finishing-Politur und/oder zumindest einer schützenden Wachsschicht und/oder Versiegelung vor Umwelteinflüssen etc geschützt werden.

Da das Polier-Pad lediglich mit einem Klettverschluss am roten Griff des „Sonax P-Balls“ befestigt ist, lässt es sich nach der Verwendung im Handumdrehen abnehmen und unter fließendem Wasser reinigen. Anschließend gut trocknen lassen und der nächste Lackdefekt kann kommen. (Nein, hoffentlich nicht!) Für den Fall der Fälle gibt es u.a. im Angebot von Amazon auch Ersatz-Pads für den „P-Ball“ zu kaufen.

Die gebotene Verarbeitungsqualität ist alles in allem in Ordnung. Nein, das Teil wird man in vier, fünf Jahren höchst wahrscheinlich nicht mehr im Einsatz haben. Aber das lässt sich angesichts des Anschaffungspreises von aktuell unter zehn Euro definitiv verschmerzen.

Fazit

Alles in allem macht das Arbeiten mit dem „Sonax P-Ball“ durchaus Laune: Das Teil ist schnell bei der Hand, liegt gut in eben dieser und erlaubt es dem Anwender, gleichmäßigen Druck auf die Lackoberfläche auszuüben, was das Polierergebnis – natürlich auch abhängig von der verwendeten Politur – verbessert. Mit dem kleinen PokéBall erreicht man zudem auch Bereiche und Stellen, für die eine große Poliermaschine viel zu unhandlich, zu sperrig wäre oder bei denen Nutzen und Aufwand in keinem Verhältnis stünden.

Wer sich die Handpolitur des Autolacks zutraut, sollte das Teil auf jeden Fall in sein Detailing-Equipment wandern lassen. Man kann damit eigentlich nicht viel falsch machen.

Meguiar’s Ultimate All Wheel Cleaner

14. August 2018   •   Review

Felgenreiniger gibt es auf dem Markt wie den sprichwörtlichen Sand am Meer. Doch wie bei allen Autoreinigungs-Produkten hat man es auch hier mit erheblichen Qualitätsunterschieden zu tun. Während der typische billige Felgenreiniger, wie man ihn oftmals im Grabbelregal schräg gegenüber der Supermarktkasse oder im Baumarkt angeboten bekommt, lediglich oberflächlichen Schmutz wie Bremsstaub etc. entfernen, ansonsten jedoch relativ wenig tun, gibt es auch gleichwohl hochpreisige wie hochwertige Produkte, welche die Reinigung, Pflege und nicht selten auch den Schutz der Felge vor einer allzu zeitigen Neuverschmutzung in…  

Quo vadis, GT Sport?

30. Juli 2018   •   Gaming

Seit nunmehr schon fast neun Monaten drehe ich in „Gran Turismo Sport“, der, wie ich finde (siehe meine Review), ziemlich superben Renn-Simulation aus der kreativen Schmiede von Polyphony Digital, nun bereits meine Runden über die realen wie fiktiven Strecken dieser Welt. Noch nie zuvor habe ich mit einem Rennspiel so dermaßen wie Zeit verbracht und so viel Herzblut in alle Aspekte meiner virtuellen Rennfahrer-Karriere investiert wie in „GT Sport“. Der Titel hat sich einen festen Platz auf der Festplatte meiner PS4 Pro-Konsole erobert – und…  

Meguiar’s Wash Plus+

23. Juli 2018   •   Review

Die wunderbare Welt der Fahrzeugpflege ist eine recht komplexe. Für nahezu alle Arbeitsschritte gibt es mehrere Mittelchen. Eines wirkungsvoller als das andere – zumindest, wenn man den Herstellern Glauben schenken mag. Viele von ihnen decken überdies gleich mehrere Bereiche ab und dienen somit nicht nur der Reinigung und Pflege des vierrädrigen Schmuckstücks, sondern auch der Bequemlichkeit des Anwenders. Nachdem ich neulich mit dem „Chemical Guys Citrus Wash & Gloss“ bereits ein solches höchst praktisches Mehrzweckprodukt unter die Lupe genommen und für gut befunden habe (siehe…  

Foliatec 1025 Sonnenblendstreifen

22. Juli 2018   •   How-To Guide, Review

Gerade in den Sommermonaten kommt es oft vor, dass Autofahrer während der Fahrt durch Sonnenstrahlen geblendet werden und dadurch die ein oder andere nicht selten ungefährliche Situation entsteht. Bevor jemand drauf hinweist: Ja, natürlich bin ich mir bewusst, dass exakt aus diesem Grund die Blendklappen im oberen Bereich der Windschutzscheibe verbaut wurden. Aber wer klappt die schon pro-aktiv herunter? Ich gehöre jedenfalls nicht dazu. Und so habe ich mich die Tage auf die Suche nach einer alternativen Lösung gemacht – und bin bei Foliatec fündig…  

Meguiar’s Endurance Tire Gel

21. Juli 2018   •   Review

Zu einer anständigen Autowäsche gehören für mich neben der Handwäsche (!) des Lacks, der Reinigung und Pflege von aus Plastik gefertigten und/oder mit Chrom überzogenen Anbauteilen, sowie der Säuberung von Front-, Heck- und Seitenscheiben, auch die Reifen. Nein, die Rede ist nicht von den Felgen, die natürlich auch regelmäßig gewaschen und gepflegt werden wollen – zumindest wenn man länger Spaß an ihrer Optik haben möchte -, sondern die eigentlichen Gummis, genauer gesagt deren Flanken. Insbesondere in den warmen Sommermonaten, wenn der Wagen öfters mal auf…  

Chemical Guys Citrus Wash & Gloss

14. Juli 2018   •   Review

Komme gerade vom Waschplatz mit einem augenöffnenden Erlebnis im Gepack, das ich unbedingt zu virtuellem Papier bringen muss! Wie gesagt, ich war mit Kotori am Waschplatz, im Gepäck hatte ich mein Detailing-Equipment, verstaut in der nach wie vor sehr superben Fahrzeugpflege-Tasche von Petzoldt’s. Als Shampoo kam „Chemical Guys – Citrus Wash & Gloss“ zum Einsatz. Zwei ordentliche Spritzer in die beiden Wascheimer, die Grid Guards rein und los ging es! Ziemlich gegen Ende der Wäsche gesellte sich nicht weit entfernt ein BMW 3er dazu. Dessen…  

Meguiar’s Gold Class Carnauba Paste Wax

6. Juli 2018   •   Review

Weiß nicht, wie oft ich es hier im Blog bereits erwähnt habe: Ich bin seit jeher ein großer Befürworter der mit viel Herzblut durchgeführten Fahrzeugpflege per Hand aka Handwäsche. In den warmen Monaten des Jahres wird mein kleiner Mazda 3 Sport mindestens alle zwei Wochen von mir ausgiebigst gewaschen und gepflegt – und zudem regelmäßig mit einer frischen Wachsschicht bedacht, damit der superbe rubinrote Metallic-Lack, der aus der grauen Masse auf Deutschlands Straßen sowieso schon heraussticht wie sonst was, noch einen Ticken besser zur Geltung…  

ATH Duplex Hochleistungs-Endschalldämpfer für Mazda 3 (BM & BN)

5. Juli 2018   •   How-To Guide, Projekt Kotori, Review

Mitte Juni war es soweit: Nach langer Suche und Abwägerei hatte ich mich endlich für einen neuen Sport-Endschalldämpfer für meinen Mazda 3 entschieden. Meine Wahl fiel auf den „ATH Duplex Hochleistungs-Endschalldämpfer“ der saarländischen Tuning-Schmiede ATH-Hinsberger. Diese hat sich im Verlauf der vergangenen 30 Jahren einen guten Ruf unter Mazda-Enthusiasten erarbeitet. Während vergleichbare zugelassene ESD insbesondere durch ihren teils durchlich günstigeren Preis auffallen – als da wären Ulter und eventuell auch noch Friedrich Motorsport -, dafür allerdings was die gebotene Qualität und den Sound anbelangt nicht…  

Motor Airflow-Luftfilter bei Mazda 3 (BM & BN) wechseln

4. Juli 2018   •   How-To Guide

Der Motor Airflow-Filter des Mazda 3 schützt den Motor, indem er die hineinströhmende Luft, bevor sie in den Motorblock gelangt, auf Schadstoffe filtert. Laut der Betriebsanleitung, muss ein Standard-Motor-Luftfilter jährlich oder zirka alle 30.000 Kilometer gewechselt werden. Je nachdem, was zuerst eintritt. Die Wartungs-Intervalle werden auch durch Umwelteinflüsse sowie durch den persönlichen Fahrstil beeinflusst. Ein verdreckter Filter kann u.a. höchst negativ auf den Spritverbrauch durchschlagen und darüber hinaus auch die Standzeit des Motors beinträchtigen. Wer langfristig Ruhe haben will und nicht alljährlich für einen neuen…  

Über InaiMathi ツ   •   Datenschutz   •   Kontakt & Impressum
© 2005 – 2018  InaiMathi.de
Diese Website nutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website wird der Verwendung von Cookies zugestimmt.