Fast auf den Tag vor genau 12 Jahren habe ich hier im Blog eine kurze Review zu „OMSI 2“, einem sehr realistischen Bus-Simulator veröffentlicht und diese eingeleitet mit: Welcher kleine Junge träumt nicht insgeheim davon, später einmal im öffentlichen Nahverkehr Dienst zu tun, sich von seinen Fahrgästen anschnauzen und zudem noch schlecht bezahlen zu lassen? Oder so ähnlich.
Auf jeden Fall kann ich nun im Jahr 2026 darauf antworten: Schon so einige! Nichtsdestotrotz übt das Thema öffentlicher Nahverkehr nach wie vor eine gewisse Faszination auf mich aus. Und so habe ich mir in den vergangenen Jahren so manchen Zug-Simulator von Dovetail Games ins virtuelle Regal gestellt und mir sogar das merkwürdige Endlos-Projekt „LOTUS“ zugelegt, – auch wenn ich mich nach inzwischen gut und gerne einem Jahrzehnt ernsthaft frage, ob es denn da irgendwann nochmal signifikant voran geht mit der Entwicklung?!
Aber eigentlich ist mir „LOTUS“ inzwischen relativ egal, denn: Nun gibt es schließlich „Running Train“! Bei „Running Train“ handelt es sich um einen realistischen Simulator des beschienten Nahverkehrs im Land der aufgehenden Sonne. Hinter dem, wie ich finde, extrem interessanten Projekt steckt ein einzelner japanischer Solo-Entwickler, was das bisher Erreichte gleich noch um einiges bemerkenswerter macht. Der Simulator ist seit gestern auf Steam im Early-Access und schlägt dort mit gerade einmal 17,50 Euro zu Buche.
Im Rahmen der nachfolgenden Review nehme ich unter die Lupe, was „Running Train“ schon jetzt in der Version 0.9.1 zu bieten hat, welche Inhalte und Features auf dem Weg zum Release, der für das dritte Quartal 2027 angepeilt wird, noch folgen sollen und ob es sich bereits jetzt lohnt, Zeit und Geld in den Titel zu investieren.
Gameplay-Trailer
Review
Im Hauptmenü von „Running Train“ (siehe Screenshot unten) geht es zum Start der Early-Access-Phase noch aufgeräumt-sporadisch zu: Als Spielmodus steht lediglich „Start Driving“ zur Auswahl. Ein „Tutorial“, in dessen Rahmen neue Spieler an die Zugsteuerung herangeführt werden, gibt es noch nicht, auch wenn ein gleichnamiger Menüpunkt existiert. Unter „Edit Train“ wird wohl irgendwann einmal ein Editor vorhanden sein, mit dessen Hilfe die Skins der Züge nach eigenem Gusto verändert und beispielsweise real existierenden japanischen Nahverkehrsunternehmen, wie z.B. JR East, JR West und Tokyo Metro, nachempfunden werden können. Aktuell befindet sich dort lediglich ein Hinweis auf den Speicherplatz der Standard-Skins, die allesamt eher unspektakulär anmuten. Der Menüpunkt „Credits“ ist selbsterklärend und per Klick auf „Exit Game“ landet man binnen Sekundenschnelle wieder auf dem Desktop seines Betriebssystems.
Wer mag, kann die Sprache des Spiels übrigens auch auf Japanisch umstellen, um sich die absolut authentische Erfahrung zu geben. 😉 Ansonsten steht aktuell nur Englisch als Sprache für Interface und sonstige in der Sim enthaltenen Texte zur Auswahl. Weitere Sprachen, darunter auch Deutsch, sollen im Rahmen zukünftiger Updates nach und nach ergänzt werden.
Apropos Betriebssystem: Wichtig zu erwähnen finde ich als überzeugter CachyOS-Nutzer, dass „Running Train“ auch unter Linux läuft – und zwar perfekt und ohne irgendwelche Einschränkungen: Keine nervigen, die Immersion zerstörenden Nachladeruckler, unschönen Freezes und Grafikfehler, wie man sie bei dem ein oder anderen unter Linux leider nicht nativ laufenden PC-Spiel nach wie vor vorfindet. „Running Train“ scheint schon jetzt, in diesem frühen Entwicklungsstadium sehr gut optimiert zu sein!
Was das verfügbare Fahrmaterial angeht, kann die Sim mit insgesamt vier verschiedenen japanischen Nahverkehrszügen aufwarten. Namentlich sind das die Modelle „HR 1100“, „HR 1500“, „DC 8500“ und „KC 1000“, jeweils in einer zwei-, drei-, vier oder sechsteiligen Konfiguration. Diese lehnen sich optisch und was ihr charakteristisches Fahrverhalten betrifft an real existierende Vorbilder an, wurden jedoch vom verantwortlichen Ein-Mann-Entwicklerstudio Novatetsu Games nicht offiziell lizensiert. Man darf also nicht erwarten, in „Running Train“ Züge von JR East, JR West, der Tokyo Metro oder anderen realen japanischen Nahverkehrs-Transportunternehmen vorzufinden, obgleich zumindest die beiden Modelle „HR 1100“ und „HR 1500“ älteren Zügen der Tokyoter Ringlinien schon recht ähnlich sehen.
Dank der eingangs erwähnten Möglichkeit, mit nur wenig Aufwand eigene Zug-Skins in die Sim importieren zu können, und des für eines der nächsten Updates in Aussicht gestellten Editors lassen sich die fehlenden Lizenzen jedoch verschmerzen und selber Abhilfe schaffen.
Die Early-Access-Version des Simulators kommt mit insgesamt zwei Fahrtstrecken im Gepäck: Zum einen wäre da die „Fukugawa Line“, welche es auf eine Gesamtlänge von 12,2 Kilometer bringt und zwischen den beiden Endhaltestellen Ise und Takahashi verkehrt. Zum anderen die mit 34,2 Kilometern zurückzulegender Schienenstrecke deutlich längere „Sankai Main Line“, welche zwischen Kanamori und Nagara hin und her pendelt. Die hinsichtlich ihrer Fahrtzeit kürzeste Fahrt in der Sim ist in etwa 6 Minuten zu absolvieren, während man sich für die längste indes eine gute Dreiviertelstunde Zeit nehmen sollte. Wie schon die Züge sind auch die Strecken rein fiktiver Natur, was jedoch nicht unbedingt auffällt. Die Gestaltung der gefühlt in einem eher ländlichen Außenbezirk von Tokyo oder einer anderen großen Metropole gelegenen Strecken ist abwechslungsreich, realistisch und „typisch japanisch“. Man hat das Gefühl, wirklich vor Ort zu sein. Beide Linien lassen sich jeweils in beide Richtungen bedienen und wahlweise als Normal- oder Limited-Express-Verbindung. Der Unterschied zwischen den beiden Verbindungsarten: Während normale Züge an sämtlichen Haltestationen entlang der Strecke Halt machen, fahren Limited-Express-Züge auch mal an zwei oder drei aufeinanderfolgenden Stationen durch und lassen einige Streckenabschnitte komplett aus.
Beide Strecken können wahlweise tagsüber oder nachts, im Sommer oder Winter, bei sonnigem oder bewölktem Himmel, Regen, Schnee und sogar bei stürmischem Wetter mit akuter Blitzeisgefahr angegangen werden. Die eingestellte Tageszeit und Witterung wirkt sich durchaus auf die Schwierigkeit der Simulation und somit auf das allgemeine Erlebnis aus: Nachts ist die Sichtbarkeit mancher Signale und einiger Markierungen und Hinweisschilder eingeschränkt, bei Regen und im Winter drehen die Antriebsräder bei zu starker Beschleunigung gerne mal durch und der Bremsweg verlängert sich, da die Effektivität der diversen im Spiel simulierten Bremssysteme nachlässt.
Zusätzlich zu den einstellbaren Witterungsverhältnissen stellt der sogenannte „Hard“-Modus eine besondere Herausforderung dar: Wurde dieser vor Fahrtbeginn aktiviert, sind besonders feinfühlige Anfahr- und Bremsmaneuver vonnöten, um nach Abschluss der Fahrt einen guten Score samt passender Bewertung zu erhalten. Dazu weiter unten ein wenig mehr.
Abschließend zur Streckensituation muss ich sagen, dass beiden Strecken zwar eine Menge Charme versprühen, aber auch innenstädtischer Nahverkehr sicherlich interessant wäre und der Sim demnach eine Ringlinie, wie beispielsweise die Yamanote-Line, welche in zwei Fahrtrichtungen durch die Innenstadt-Bezirke von Tokyo tourt, gut zu Gesicht stehen würde.
Wie auf den Screenshots der Fahrtstreckenauswahl oben zu sehen ist, wird mit immer weiter voranschreitender Entwicklung wohl noch die ein oder andere Fahrtstrecke oder zumindest der ein oder andere Streckenabschnitt nachgereicht werden, – ob nun in Form eines kostenlosen Updates oder als kostenpflichtiges DLC sei mal dahingestellt. Der Entwickler Novatetsu Games hat jedenfalls im Rahmen eines anlässlich des Starts der Early-Access-Phase auf Steam veröffentlichten Q&A-Posts schon mal laut über die Möglichkeit zukünftiger DLCs nachgedacht.
„Running Train“ kann wahlweise mit Maus und Tastatur oder einem Videospiel-Controller wie dem Sony DualSense oder Microslops Xbox-Controller gesteuert werden. Wer es hingegen lieber ein wenig authentischer mag: Auch spezielle Eingabegeräte für Eisenbahn-Fans werden von dem Simulator unterstützt! So bietet der Titel beispielsweise nativen Support für das „Zuiki Mascon“ und „Zuiki Mascon Pro“ (eingeschränkt), sowie für den sogenannten „Densha de GO! Two-Handle Controller“.
Was mich ein wenig stört: Es ist nicht möglich, den Führerstand seines Zuges zu verlassen, bzw. sich überhaupt in der Welt zu bewegen. Anders als etwa im Genre-Primus „Train Sim World“ von Dovetail Games ist es in „Running Train“ nicht möglich, sich etwa vor Fahrtbeginn auf dem Bahnsteig umzuschauen, während – zugegebenermaßen sehr selten vorkommender – längerer Aufenthalte die Beine zu vertreten oder nach hinten in den Zug durchzugehen, um (leider nicht simulierte) Defekte an nicht schließenden Türen zu beheben. Stattdessen bleibt man von Anfang bis Ende der Fahrt in seiner kleinen, engen Kabine sitzen. Lediglich die horizontale und vertikale Ausrichtung der Kamera lässt sich nach eigenem Gutdünken einstellen, – allerdings wird die Position nicht gespeichert, so dass diese Feinjustierung bei jeder Fahrt aufs Neue fällig ist.
Ein weiterer Unterschied zu „TSW“: Die Bedienelemente im Führerstand, der Gashebel, Bremshebel, Richtungswähler, die einzelnen Knöpfe für Licht, Scheibenwischer, Horn usw. sich nicht interaktiv, sie lassen sich nicht mit der Maus bedienen; zumindest ist dies im aktuellen Entwicklungszustand der Sim nicht möglich. Der Nager ist einzig und allein zum Umschauen und zum Einstellen der Cockpit-Kamera da. Bedient werden die Züge in „Running Train“ per Tastatur, bzw. über die diversen Joysticks, Trigger und Buttons eines angeschlossenen Controllers. Sonderlich komplex ist sie nicht, man kommt sowohl mit der Tastatur als auch mit dem Controller gut zurecht.
Ungleich komplexer ist da schon der eigentliche Ablauf der Simulation: Es gilt, jede Strecke von der ersten bis zur letzten Station unter Beachtung der Signale und Einhaltung der auf den einzelnen Streckenabschnitten vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen zu zurückzulegen. Dabei sollte eine Station weder zu früh noch zu spät erreicht werden, denn im Unterschied zur Deutschen Bahn ist man in Japan pünktlich, was auch eine hierzulande quasi nicht mehr bekannte Verfrühung ausschließt. Auch ein Überschießen der vorgesehenen Halteposition oder zu verfrühtes Anhalten am Bahnsteig fließt in Form von Punktabzügen negativ in die Abschlusswertung der Fahrt ein.
Ja, richtig gelesen: Wie etwa im kultigen PlayStation-Klassiker „Densha de Go!“ wird jede unternommene Fahrt genauestens analysiert und ausgewertet. So werden etwa Punkte für Pünktlichkeit, , sanftes Anfahren und Abbremsen, präzises Anhalten im vorgegebenen Halteabschnitt des Bahnsteigs, sowie das grundsätzliche Beachten von Signalen und Geschwindigkeitsbegrenzungen vergeben. Zum Schluss gibt’s dann eine Benotung aus dem Spektrum S bis E, wobei die Note S für „Exzellent!“, A für „Sehr gut!“ und E für „Kurz vor der Kündigung!“ steht. Dies motiviert dazu, bereits absolvierte Strecken und Linien von Zeit zu Zeit erneut in Angriff zu nehmen, um Highscore und Benotung zu verbessern.
Optisch ist der Titel ein absolutes Brett: „Running Train“ basiert auf der Unreal Engine 5 – und das sticht auch sofort ins Auge: Hoch-detaillierte Zug-, Führerstands- und Umgebungs-Modelle, wahnsinnig schön anzusehende Landschaften, klasse ausgestaltete kleine Ortschaften und größere Städte, zudem viele kleine und große Details auch abseits der Gleisanlage. Überhaupt versprüht alles ganz, ganz viel Japan-Flair! Kurz gesagt: Die Art-Direction ist wirklich grandios gut gelungen! Dieser Tage schaffen es nicht mehr allzu viele PC-Spiele, mich in eine Welt „hinein zu ziehen“, so dass ich wirklich das Gefühl habe, mich gerade wirklich durch sie hindurch zu bewegen. „Running Train“ schafft es, denn hier wirkt alles so dermaßen stimmig, dass es mir leicht fällt, mich der Illusion hinzugeben!
Obwohl die installierte Sim weniger als 5GB auf die Waage bringt, ist die Auflösung der Texturen durch die Bank hoch, dynamische Spiegelungen und Schatten, Effekte wie blendendes Sonnenlicht bei tiefstehender Sonne sowie aufwendig in Szene gesetzte Wettereffekte wie wandernde Wolken am Himmel, Regen und Schnee teils spektakulär anzusehen und schmeicheln dem Auge ohne dabei in effekthascherische Gefilde abzugleiten. Insbesondere, wenn in den Grafik-Einstellungen bei „Dynamic Global Illumination“ auf die Option „Nanite High“ oder „Nanite Ultra“ eingestellt wird schaut diese Zug-Sim wirklich herausragend gut aus, aber auch auf Ressourcen-schonenden mittleren Einstellungen verursdacht das Geschehen auf dem Monitor noch lange keinen Augenkrebs! Die beschriebene grafische Opulenz performt übrigens selbst auf schwächeren Systemen noch gut; kein Vergleich mit der Ruckelorgie „TSW“. – Und bei all dem bitte nicht vergessen: Hinter „Running Train“ steckt ein einzelner Entwickler, eine Person!
Dieser Entwickler hat zudem das Kunststück fertig gebracht, den Titel nicht aussehen zu lassen wie „ein weiteres UE5-Spiel“. Den meisten von ihnen sieht man ja bekanntlich schon aus der Entfernung an, welche Spieleengine ihnen zugrunde liegt, – nicht so im Falle von „Running Train“. Die Sim schaut, wie erwähnt, sehr gut aus, aber eben nicht wie ein typisches Unreal-Engine-Erzeugnis, was auch an der oben beschriebenen superben Art-Direction liegen mag.
Kleine Anekdote am Rande: Als ich das erste Mal auf der Steam-Seite von „Running Train“ unterwegs war und mir dort die Screenshots und ein, zwei Videos angeschaut hatte, dachte ich zuerst, ich hätte es mit einer weiteren dieser unsäglichen JR-East-Zug-Simulatoren zu tun, bei denen der Spieler einfach ein Video einer echten Zugfahrt, etwa der berühmten Yamanote-Line, vorgesetzt bekommt, dessen Wiedergabegeschwindigkeit je nach getätigter Eingabe erhöht oder verringert wird. Hochklassige „Simulationen“, wirklich… 😀
Doch, bei all dem vielen Licht gibt es leider auch Schatten: Die Welt, so ansehnlich sie grundsätzlich auch sein mag, wirkt verlassen und menschenleer. Außer ein paar auf den Straßen umher fahrender Autos und dann und wann mal ein (leerer) Gegenzug erinnert nichts daran, dass der Inselstaat Japan mit seinen über 120 Millionen Einwohnern eines der am dichten besiedeltsten Länder der Erde ist. Es fehlen ganz eindeutig herumstreifende Fußgänger, Radfahrer, Menschen an Ampeln, auf Spielplätzen und Feldern, in Treppenhäusern, Hauseingängen und Hinterhöfen. Auch das ein oder andere Flugzeug am Himmel wäre nicht verkehrt.
Ganz wichtig jedoch: Es fehlen wartende Menschen auf Bahnsteigen und Fahrgäste im Zug! Aktuell fährt man quasi dauerhaft als Leerfahrt durch die Gegend – und das kann’s ja eigentlich nicht sein in einer Simulation, die den beschienten Nahverkehr abbilden will. Hier muss am dringend nachgebessert werden, selbst wenn die Fahrgastpopulation erst einmal nur aus statischen „2D-Pappaufstellern“ besteht. Alles ist besser als der traurige Status quo!
Wiederum sehr gelungen ist die Soundkulisse: Es ist anzunehmen, dass es sich um Aufnahmen handelt, die der Entwickler während echter Zugfahrten angefertigt hat. Jedenfalls klingen das Surren der Elektro- und das dumpfe Dröhnen der Dieselmotoren verdammt real! Selbes gilt für sich öffnende und wieder schließende Türen, das typische Rattern und Klappern beim Passieren eines Gleisverbindungspunkts und die Wartezeit überbrückende Soundeffekte am Bahnsteig sowie an Bahnübergängen. Mit einem der nächsten Updates könnten bitte noch Sounds für das Überfahren von Weichen und (zu) schnell genommene Kurven ergänzt werden. Leider gibt es keine automatisierten Bahnsteig-Durchsagen, die nochmal für einen Ticken mehr Flair und Authentizität gesorgt hätten. Aber gut, für wen sollten die auch sein, schließlich gibt es ja auch keine Fahrgäste…
Für die kommenden Monate hat Novatetsu Games einige Updates und neue Features in Aussicht gestellt: Noch in 2026 sollen ein Passagier-System in die Sim integtriert und überdies die Möglichkeit geschaffen werden, eine Fahrt auch aus der Sicht eines Fahrgastes heraus antzreten zu können. Zudem soll der Titel in weitere Sprachen übersetzt werden, fest eingeplant sind Stand jetzt Chinesisch und Deutsch. Voraussichtlich erst 2027 wird die Sankai Main Line bis zur neuen Endhaltestelle Hayase, und die Fukugawa Line bis Tenryoko erweitert. Das gesamte befahrbare Streckennetz soll dadurch eine Gesamtlänge von rund 100 Kilometern erreichen.
Fazit
Die vom Solo-Dev-Studio Novatetsu Games entwickelte Zug-Simulation „Running Train“ überzeugt durch ihre wunderbar zugängliche, wie faszinierende Umsetzung des japanischen Schienennahverkehrs. Auf zwei abwechslungsreichen Fahrtstrecken kann sich mit drei für Japan typischen Nahverkehrszug-Modellen nach Herzenslust ausgetobt werden. Ein motivierendes Highscore-System schafft zudem Wiederspielwert. Das zugrundeliegende Grafikgerüst ist dank der Power der Unreal Engine 5 mehr als grundsolide, die erzielte Optik im Genre unübertroffen detailliert und authentisch.
Kritikwürdig sind die menschenleere Welt, fehlende Fahrgäste auf Bahnsteigen und im Zug, sowie hier und da vereinzelte Bugs, die es irgendwie in die Early-Access-Version geschafft haben. Und ja, auch am gebotenen Umfang sollte (und wird) sich noch etwas tun.
„Running Train“ ist schon jetzt herausragender Simulator mit viel Potenzial für die Zukunft, der mir persönlich besser gefällt und weitaus mehr Spaß macht als der x-te „Train Sim World“-Aufguss!






