Ein kurzes Update für alle, die es interessiert wie mein im Januar diesen Jahres begonnener Linux-Selbstversuch so läuft: Ich habe Bazzite Linux mittlerweile hinter mir gelassen und bin zurück zu Win… – Spaß! 😉 Nein, Bazzite läuft zwar tatsächlich nicht mehr auf meinem Gaming-PC, aber zurück ins Reich von Microslop hat es mich natürlich nicht verschlagen. Stattdessen habe ich mir vor knapp zwei Wochen CachyOS installiert und bin seitdem ganz begeistert!
CachyOS ist eine Linux-Distribution, die auf Arch Linux basiert. Genauer gesagt handelt es sich bei CachyOS um eine Fork von Arch Linux, die enorm auf Performance hin optimiert wird. Wie Bazzite hat CachyOS von Haus aus Treiber für die neuesten Grafikkarten von AMD und Nvidia sowie Gaming-Hardware wie Tastaturen, Mäuse und Controller von Microsoft und Sony im Gepäck. Zudem gibt’s ein Gaming-Paket, das im Anschluss an die Installation des eigentlichen OS nachgezogen werden kann. In diesem enthalten sind Anwendungen wie das MangoHUD, GOverlay, Btop++ und Spiele-Launcher wie Heroic, mit dessen Hilfe sich PC-Spiele aus den Bibliotheken des Epic Games Store, GoG und Amazon Games installieren lassen, sowie optionale Optimierungen für VRam und Co. Steam, für nicht wenige wohl die wichtigste Anwendung überhaupt, muss indes gesondert installiert werden.
PC-Spiele laufen unter CachyOS gefühlt genau so gut wie unter Bazzite. Soll heißen: Die Performance liegt – bei meinem System – in der Regel 10-15 FPS unter der von Windows 11, aber das ist in der Regel zu verschmerzen. Manche Titel laufen auch gleich gut oder sogar besser! Hakt mal was, holt man sich per schnellem Blick in die ProtonDB.com hilfreiche Tipps, wie das rumzickende Spiel zum Laufen zu bekommen ist; in der Regel klappt dies per Custom-Launch-Commands. Alles in allem muss ich ganz ehrlich sagen: Hätte mir jemand vor ein paar Jahren gesagt, dass man in 2026 eigentlich für Windows entwickelte PC-Spiele ohne Weiteres auch unter Linux wird zocken können, hätte ich wahrscheinlich nur gelacht. Aber: CachyOS (und Bazzite) treten den Beweis an, dass genau dies inzwischen annähernd ohne größere Einschränkungen möglich ist, – Proton sei Dank!
Einzig Games, die durch einen Anti-Cheat wie Easy Anti-Cheat, BattlEye oder EA Javelin gegen den Einsatz unerlaubter Software gesichert sind, lassen sich nicht unter CachyOS – und auch unter keiner anderen Linux-Distro – ausführen. Das ist Stand heute bedauerlicherweise einfach so und hinnehmen.
Warum aber bin ich nun von Bazzite zu CachyOS gewechselt?
Ganz einfach: Ich hatte es gelinde gesagt recht schnell ziemlich satt, es mit einer mich an viel zu vielen Stellen bevormundenden Immutable-Distro zu tun zu haben. Immutable bedeutet, dass die wichtigen Core-OS-Parts des Betriebssystems nicht verändert werden können, zumindest nicht so ohne Weiteres. Das klingt auf den ersten Blick praktisch, bringt aber, wie ich schnell feststellen musste, im alltäglichen Einsatz so manche Einschränkungen mit sich. Wenn ich mir schon ein Linux-OS auf die SSD ziehe, dann will ich unter diesem schalten und walten können wie ich das für gut und richtig halte, und wenn dabei dann doch mal etwas zu Bruch geht, ist das keineswegs tragisch und nervig, sondern eine Erfahrung aus der ich Rückschlüsse ziehen und für die Zukunft lernen kann. Deshalb habe ich mich entschieden, Bazzite aufs Abstellgleis zu schieben und stattdessen CachyOS eine Cance zu geben. – Ein Schritt, den ich bis dato nicht bereut habe!
Klar, wie Arch Linux, auf dem es basiert, bringt auch CachyOS eine Lernkurve mit, die nicht flach ist. Einiges ist unter CachyOS komplizierter, vieles wird anders gehandhabt als unter Bazzite. Stichworte: Rolling-Release vs Point-Release, diverse Paketmanager, ABS und AUR vs Flatpak und App-Store, und und und. Aber: Ich war und bin nach wie vor Willens, mich da reinzufuchsen und zu lernen! Während Bazzite oft gemeckert hat von wegen fehlende Rechte, ich deswegen Umwege gehen musste (Installationen über rpm-ostree) und vieles dann trotzdem immer noch nicht so funktioniert haben wie es eigentlich sollte (z.B. die beiden Basic-Apps „OpenRGB“ und „CoolerControl“), lässt mich CachyOS Anwendungen einfach installieren und ausführen.
„It just works™“, – wenn man denn weiß, was man tut!
Darüber hinaus bin ich ein großer Fan der wirklich herausragenden Dokumentation von CachyOS: Das CachyOS-Wiki reicht zwar vom Umfang her nicht ganz an jenes von Arch Linux heran, nichtsdestotrotz ist es ein wunderbar kompetentes Nachschlagewerk, das sich jeder Linux-Newb (und selbst jene, die von vornherein wissen, was sie tun) definitiv anschauen sollte. Am besten direkt mit dem Wiki von Arch Linux nebendran, denn vieles von dem, was dort dokumentiert ist, lässt sich 1-zu-1 auch auf CachyOS übertragen.
Mein kleiner Linux-Selbstversuch geht also munter weiter, – und eines steht schon jetzt fest: Microslop Windows sieht mich so schnell nicht wieder!
Es war eines der ersten „Features“ von Linux Bazzite, mit denen ich auf meiner Linux-Reise konfrontiert wurde: die Vergrößerung des Mauszeigers, sobald dieser eine Zeit lang schnell hin und her bewegt wird. Was hab ich gelacht, als der Cursor irgendwann so gigantisch war, dass er große Teile der Arbeitsfläche verdeckt hat – aber hey, immerhin wusste ich nun, wo genau auf dem Monitor er sich befindet. Irgendwann nervte mich das Feature dann doch sehr, so dass ich es ausgeschaltet habe. Wie genau das geht (die…
Vergangene Woche war es soweit: Nach über einem Vierteljahrhundert hieß es Abschied nehmen von Microslop Windows; fortan sind „Bazzite Linux“ und „Fedora Core OS“ die beiden Betriebssysteme meiner Wahl! Auf dem einen wird gezockt, mit dem anderen versuche ich produktiv zu sein. Es war irgendwie befreiend, ein Grund zu feiern! Nicht nur, dass ich nun endlich wieder Herr bin über meinen Computer und alles, was auf ihm geschieht, auch die einigermaßen angespannte Speicherplatz-Situation hat sich wieder etwas entspannt, da Windows nicht mehr länger eine ganze…
Ich habe mir gerade die Nominierungen für den Deutschen Computerspiele Preis 2026 angesehen. Also mal ganz, ganz ehrlich und direkt: Von hiesigen Studios – das von Ubisoft Mainz verantwortete „Anno 117 – Pax Romana“ einmal außen vor gelassen – ist da ja so überhaupt gar nichts bei, was auch nur ansatzweise relevant wäre auf dem Weltmarkt, geschweige denn erfolgreich. Alles so, keine Ahnung, nischige Nischenspiele, von denen ich noch nie gehört habe – und das will schon was heißen! Und wie verzweifelt muss man bitte…
Nachdem langjährige Erfolgs-Franchises wie „Call of Duty“ und „Halo“ den Peak ihrer Popularität schon längere Zeit hinter sich haben, ist man in Redmond offenbar auf den Gedanken gekommen, dass das ein oder andere neue Spielefranchise der Xbox-Plattform nicht allzu schlecht zu Gesicht stehen würde. Und so kommt folgende Meldung nicht wirklich überraschend: „Microsoft kündigt Xbox-exklusiven Shooter ‚Triathlon‘ an“. Ebenfalls nicht sonderlich überraschend ist das Genre, in dem das brandneue Xbox-exklusive Franchise angesiedelt ist: Bei „Triathlon“ handelt es sich um einen Extraction-Shooter! Ein durchaus cleverer Move…
Du hast es geschafft: Du hast Microslop Windows erfolgreich hinter dir gelassen und hast nun „Bazzite Linux“ auf deinem Gaming-PC laufen. Gut gemacht! Das ist ein erster richtiger und wichtiger Schritt heraus aus dem Würgegriff der US-Tech-Bros hin zu digitaler Unabhängigkeit, aber ich bin auch ehrlich, wenn ich dir sage: Der Weg ist noch lang! Nichtsdestotrotz sieht du dich nun mit einem brandneuen Betriebssystem konfrontiert und fühlst dich als Linux-Neuling wahrscheinlich wie ich damals ziemlich erschlagen von all den neuen Möglichkeiten, die „Bazzite“ dir bietet….
Seit einigen Monaten schon bin ich begeisterter Linux-User; von „Bazzite Linux“, um genau zu sein. Die allermeisten Spiele, die ich bis dato unter „Bazzite“ ausprobiert habe, liefen völlig problemlos. Lediglich hier und da gab es mal kleinere Schwierigkeiten zu überwinden, beispielsweise bei „The Last of Us – Part II“, die lagen jedoch nicht an Linux, sondern an einem zur damaligen Zeit verbuggten GPU-Treiber. In der Regel ist es unter „Bazzite Linux“ bei kleineren Problemen vollkommen ausreichend, ein wenig an dem von Steam genutzten Kompatibilitäts-Layer namens…
Ein Hinweis für alle, die wie ich den wunderbaren Vivaldi Browser (basiert auf Chromium) nutzen und sich ärgern, dass dieser die für eine bestimmte Website eingestellte Zoom-Stufe nicht speichert. In meinem Fall betraf dies u.a. ein Forum, das ich täglich ansteuere und dessen Template den Sprung ins Jahr 2026 noch nicht so ganz geschafft hat: Insbesondere der Text der Posts wurde in der normalen, nicht-vergrößerten Ansicht schlicht viel zu klein dargestellt. Somit war ich gezwungen, jedes Mal per „STRG +“ bzw. „STRG -“ ein für…
Ich weiß nicht, wann ein neues Videospiel zuletzt so kontrovers diskutiert wurde wie „Marathon“, der neue Extraction-Shooter von Bungie, jenem Studio, das uns erst den legendären Xbox-Shooter „Halo“ gab und zuletzt dank „Destiny“ von sich reden machte. Die einen loben „Marathon“ in den höchsten Tönen, preisen etwa das „beefige“ Game- und Gunplay des Spiels, die anderen können mit der ein wenig an „Mirror’s Edge“ und „Apex Legends“ erinnernden Optik und dem abgespaceten Sci-Fi-Settings nichts oder nur ausgesprochen wenig anfangen – und die allermeisten wiederum lässt…
Vor wenigen Tagen erschien das von manchen mit Spannung erwartete neue Bungie-Videspiel namens „Marathon“, ein Extraction-Shooter der „Halo“-Macher und einer jener Multi-Plattform-Titel, von denen sich der (indirekte) Publisher Sony wohl schon einiges verspricht hinsichtlich der Gewinne, welche durch Verkäufe, insbesondere jedoch durch die zig ins Spiel integrierten Micro-Transactions erzielt werden sollen. Ich habe den Launch-Tag ein bisschen auf Twitch verfolgt und dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, nein, sie haben mich regelrecht angesprungen, so offensichtlich sind sie: Das grundlegende Game- und Gunplay von „Marathon“ könnte…