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Kfz-Räderwechsel

29. September 2018   •   How-To Guide

How-To GuideJedes Jahr steht er mindestens zweimal an: der Räderwechsel. Viele Autofahrer bringen ihr Kfz zu diesem Anlass in die Werkstatt ihres Vertrauens, verbinden unter Umständen sogar die jährliche Hauptuntersuchung damit. Ich für meinen Teil habe lange so getickt. Ist ja schließlich auch bequem: Wagen am Empfang abgeben, eine halbe Stunde warten, und mit frisch gewechselten Sommer-/Winterschlappen von dannen fahren. – Doch damit ist nun Schluss!

Ich habe diesen Sommer viele Stunden an und mit meinem Mazda 3 Sport aka „Projekt Kotori“ verbracht und einige Dinge in DIY-Manier erledigt, für die ich früher vielleicht noch in Richtung Werkstatt gefahren wäre, so dass ich es inzwischen einfach nicht mehr einsehe, 30 Euro für das Lösen und wieder Anziehen von 20 Radmuttern zu blechen. Ein Räderwechsel in Eigenregie ist nämlich absolut kein Hexenwerk und kann auch von technisch unbedarften Autobesitzern in vergleichsweise kurzer Zeit erledigt werden. Benötigt werden dafür lediglich ein qualitativ hochwertiger Kfz-Wagenheber (mindestens 2 Tonnen Tragkraft bei einem normalen Mittelklassewagen, ggf. Gewicht des eigenen Wagens in Erfahrung bringen und einen geeigneten Wagenheber mit höherer Tragkraft wählen!), einen nicht minder qualitativen Drehmoment-Schlüssel, frischen Thread-Locker um die Radmuttern zu sichern, Anti-Roll-Klötze, sowie eventuell noch eine Breaker-Bar, wenn die Muttern leicht angesetzt haben und aufgrund dessen zu fest sitzen.

Wie genau dabei vorgegangen werden sollte, klärt mein nachfolgender kompakter How-To Guide zum Thema Räderwechsel. Bereits ab dem kommenden Frühjahr, wenn die Winterschlappen wieder runter kommen und die Sommerbereifung aufgezogen wird, rechnet es sich in meinem Fall und ich spare bares Geld, welches dann eventuell anderweitig investiert werden kann.

Disclaimer: Die nachfolgende Anleitung sowie die darin gegebenen Tipps basieren auf eigenen Erfahrungen und wurden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Befolgung ausdrücklich auf eigene Gefahr; ich übernehme keine Haftung für eventuelle Schäden!

Anleitung

1. Wagen sichern & Radmuttern anlösen
Im ersten Arbeitsschritt wird der Wagen gegen unbeabsichtes Wegrollen gesichert. Also: Handbremse anziehen, ersten Gang einlegen und (wenn mit einem Vorderreifen begonnen wird) die beiden hinteren Räder mit unmittelbar vor und hinter dem Reifen platzierten Holzblöcken sichern. Grundsätzlich sollte der Wagen für einen Räderwechsel auf ebenem, stabilem Grund stehen.

Wurde die Sicherung erledigt, können die Radmuttern mithilfe eines Kreuzschlüssels, einer Breaker-Bar oder einer geeigneten Ratsche vorsichtig angelöst werden. Der Wagen steht hierbei noch mit allen vier Rändern auf dem Boden und wurde noch nicht angehoben! Niemals alle vier Räder gleichzeitig anlösen, sondern erst die eine Seite des Fahrzeugs abarbeiten (lies: die Räder wechseln) und dann die gegenüberliegende! Wichtig ist darüber hinaus, die Radmuttern lediglich leicht anzulösen, zirka eine 1/2-Umdrehung weit. Nicht zu sehr lockern, geschweige denn komplett zu entfernen, da in diesem Fall das Rad unter Umständen schon im nicht aufgebockten Zustand vorzeitig von der Radnarbe gleiten könnte!

2. Wagen anheben & aufbocken
Nun wird der Wagen mithilfe eines geeigneten Kfz-Wagenhebers angehoben und umgehend mit entsprechenden Kfz-Unterstellböcken gesichert. Dazu den Hebearm des Wagenheber an der dafür vorgesehenen Stelle an der Unterseite der Fahrzeug-Karosserie ansetzen und hochpumpen. Sollte die entsprechende Stelle nicht eindeutig auszumachen sein, wirft man am besten einen Blick in die Betriebsanleitung des Wagens. Dort wird sie in der Regel klar und deutlich markiert. Auf keinen Fall den Wagenheber direkt am Schweller oder einem anderen wahllos ausgesuchten Karosserieteil ansetzen, ansonsten wird dieser mit ziemlicher Sicherheit beschädigt, da er für die Belastung nicht konzipiert wurde. Anschließend den angehobenen Wagen mit gleichermaßen ausreichend stabilen wie tragfähigen Unterstellböcken absichern, für den Fall, dass der Wagenheber einmal plötzlich nachgeben sollte.

3. Radmuttern abschrauben & Rad wechseln
Im nächsten Schritt werden die Radmuttern mithilfe einer passenden Ratsche oder einem Kreuzschlüssel komplett gelöst und das Rad von der Radnarbenführung gehoben. Dabei sollte man vorsichtig vorgehen, um sich keinen unschönen Katscher im oder eine Delle am Lack einzuhandeln. 😉 Zierliche und/oder schlicht nicht mit ausreichend viel Kraft gesegnete Personen sollten sich eventuell jemanden zur Hilfe holen, um die oftmals recht schwere Reifen-Felge-Kombi demontiert zu bekommen.

Nun das neue Winter-/Sommerrad aufstecken – dabei unbedingt die vorgegebene Laufrichtig beachten! – und mithilfe der passenden Radmuttern (oftmals werden bei Stahlfelgen andere Radmuttern verwendet als bei Alu- oder Leichtmetall-Felgen) auf der Narbe sichern. Ggf. die Muttern mit ein wenig mittelstarkem Thread-Locker auf dem Schraubgewinde sichern. Gesichert wird das Rad, indem die Muttern mit einem Kreuzschlüssel so weit handfest angezogen werden, dass es keinerlei Spiel mehr hat, auf der Radnarbe nicht mehr hin und her „schlingern“ kann. Beim Anziehen sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Muttern exakt auf dem Gewinde sitzen und sich ohne Widerstand drehen lassen, damit sie nicht etwa verkantet verschraubt werden! Dabei auf jeden Fall „sternförmig“ vorgehen, sprich: nie eine direkt angrenzende, sondern immer eine gegenüberliegende Mutter als nächstes anziehen. Ganz festgezogen werden die Radmuttern jedoch erst im letzten Arbeitsschritt nach dem Absenken.

4. Wagen absenken & Radmuttern festziehen
Wurde das neue Rad aufgesteckt und – wie oben beschrieben – ausreichend gesichert, können die Kfz-Unterstellböcke entfernt und der Wagenheber schließlich wieder heruntergelassen werden. Im Vorfeld des Räderwechsels sollte man sich auf jeden Fall darüber informieren, mit welchem Drehmoment die Radmuttern angezogen werden müssen, um jederzeit einen sicheren Halt gewährleisten zu können. Auch diese wichtige Info findet sich i.d.R. in der Betriebsanleitung.

Exakt dieses Drehmoment wird nun am Drehmomentschlüssel eingestellt und fixiert. Anschließend den Drehmoment-Schlüssel ansetzen und die Radmuttern eine nach der anderen festziehen. Sobald das eingestellte Drehmoment erreicht wurde, macht das Werkzeug durch ein meist deutlich zu vernehmendes Klicken darauf aufmerksam, was wiederum bedeutet, dass die Radmutter ausreichend fest angezogen wurde. Auch bei diesem Arbeitsschritt sollte stets in einer „sternförmigen“ Reihenfolge vorgegangen werden: Immer eine gegenüberliegende noch nicht festgezogene Radmutter als nächstes nehmen, nie eine seitlich angrenzende!

5. Radmuttern nach 25km nachziehen
Aus Sicherheitsgründen sollte man sämtliche Radmuttern nach zirka 25 gefahrenen Kilometern unter Zuhilfenahme eines Drehmoment-Schlüssels nochmals nachziehen!

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ein Räderwechsel stets von ausgebildetem Fachpersonal erledigt werden sollten! Das bloße Veröffentlichen einer DIY-Anleitung ist ausdrücklich keine Empfehlung meinerseits, einen solchen Räderwechsel in Eigenregie durchzuführen, sondern dient ausschließlich rein informativen Zwecken!

Empfehlungen

Die nachfolgend verlinkten Werkzeuge und sonstigen Hilfsmittel für den Reifenwechsel kann ich weiterempfehlen, da ich sie seit einiger Zeit im Einsatz habe und alles in allem zufrieden bin:

DiRT Rally 2.0

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Vorbestellung ist quasi raus! 😉

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Nigrin Haftgrund & Lackspray

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Kfz-Tuningteile aus Kunststoff für die Montage vorbereiten & lackieren

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Neulich auf YouTube über diesen wirklich großartigen, nerdigen Kanal gestoßen und gleich mal viel zu viel Zeit dort verbracht. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich bekomme sowas von Lust, so ein Modell wie den Mercedes-Benz AMG C63 DTM, der im video oben vorgestellt wird, in Eigenregie zusammenzustecken! Einzig der Preis so eines solchen Lego Technic-Supercars schreckt mich noch ein wenig ab, denn der ist wie in der Realität ziemlich gesalzen, um nicht zu sagen heftig! Ebenfalls sehenswert: Bugatti Chiron und Porsche…  

Dehao Demontage-Werkzeug-Set

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Welcher Autopflege-Enthusiast stand nicht schon mal vor dem Problem, ein lediglich geklipstes Bauteil demontieren zu müssen, allerdings nicht das passende Werkzeug dafür zur Hand zu haben? Sei es, um eine Zierleiste besser aufpolieren/abschliefen/restaurieren zu können, die Verkleidung von A-Säule und Einstiegsbereich zu lösen, um dahinter das Kabel einer installierten Dash-Cam verlegen zu können, oder den Spiegelkappen eine optisch ansprechende Folierung zu spendieren. Auch, wer die Interieur-Beleuchung seines Fahrzeugs von ollen Halogen-Glühbirnen auf moderne LEDs umstellen will oder ein ausgefallenes Leuchtmittel ersetzen muss, steht nicht selten…  

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3. September 2018   •   Review

Wer die Tage mal einen Blick in den Miniblog zu Projekt Kotori geworfen hat, weiß, dass ich mir die Tage diverse Autopflege-Produkte des japanischen Herstellers Soft99 gegönnt habe. Neben einer frischen Dose vom meiner Meinung nach unfassbar superben „Fusso Coat 12M“-Wachs und der nicht minder großartigen Scheibenversiegelung „Glaco Roll-On Large“ (siehe meine Review), lag auch noch eine kleine Flasche des „Soft99 Fukupika Strong Type“-Detailing-Sprays  mit im Paket. Nachdem ich bis dato stets den „Meguiar’s Gold Class Carnauba Paste Wax“ in Kombination mit einem je nach…  

Azuga-Gummifußmatten für Mazda 3 (BM & BN)

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