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InaiMathi Blog

Rayman 3 HD

Rayman 3 HD - © Ubisoft

Als „Rayman 3: Hoodlum Havoc HD“ im Jahre 2003 für alle möglichen Plattformen erschien, heimste Entwickler Ubisoft mit dem Game zwar durch die Bank gute, aber eben keine Bestnoten ein, mit denen die Reihe früher durchgängig bedacht wurde. Die Alteren werden sich sicherlich noch entsinnen können. Nachdem knapp zehn Jahre ins Land gezogen waren und mit „Rayman Origins“, nach den eher grausamen „Raving Rabbids“-Ablegern (siehe meine Review), endlich wieder ein neuer Teil der kultigen „Rayman“-Videospielreihe veröffentlicht wurde, machte es nur Sinn, dass Ubisoft ein HD-Remake des Vorgängers nachgeschoben hat, um dieses im nach wie vor grassierenden „Origins“-Hype doch noch einer größeren Käuferschaft zugänglich zu machen.

Als „Rayman 3: Hoodlum Havoc HD“ letztens beim großen Games On Demals-Ausverkauf auf Xbox LIVE für gerade einmal rund 5 Euro angeboten wurde, habe ich natürlich zugeschlagen, um diesen Klassiker, den man als Gamer, der was auf sich hält, einfach gezockt haben muss, endlich meiner Spielesammlung hinzufügen zu können. – Es folgt meine ausführliche Spielekritik zu „Rayman 3 HD“…

Rayman 3: Hoodlum Havoc HD
2012, Jump’n’Run
Ubisoft
www.Ubi.com

Spieletrailer

Beschreibung
„Mächtige Power, mächtige Gegner, mächtiges Chaos! Der neue Super-Rayman ist da! Rayman ist zurück und bestens ausgestattet: Lenkraketen, Eisengreifer, Wirbelfaust, Funky Board und noch viel mehr von diesem coolen Zeug. Entdecke eine superwitzige Welt mit erstklassigen Animationen und einer Kreaturensammlung ohne Gleichen. Spiele wie ein Held, denn nur so kommst du an die vielen Minigames, versteckten Videos und spannenden Geheimnissen.“ – Quelle

Kritik
Nein, ich werde jetzt, ganze zehn Jahre nach dem ursprünglichen Release, keineswegs hingehen und „Rayman 3: Hoodlum Havoc HD“ in demselben ausführlichen Stil rezensieren wie beispielsweise letztens das grandiose „Rayman Origins“ (siehe meine Review). Die diversen Stärken und Schwächen des Spiels dürften hinlänglich bekannt sein. Stattdessen werde ich versuchen, in dieser Review die Qualitäten des HD-Remakes für Xbox 360, Playstation 3, sowie für den PC zu thematisieren und darauf einzugehen, was die Jungs und Mädels von Ubisoft hätten besser portieren können, nein, müssen.

Zuerst einmal: Was unterschiedet die neu aufgelegte HD-Version von „Rayman 3: Hoodlum Havoc“ von der ursprünglichen Fassung? Nun, zu allererst einmal wäre da der offensichtlichste Punkt: die Optik. Diese präsentiert sich durchaus ansehnlich, da mit hoch aufgelösten Texturen versehen, die den Charme des Originals gekonnt in die heutige Zeit transportieren. Zudem wurden der Engine des Spiels ein paar neue Effekte spendiert, wie beispielsweise hier und da ein paar ansehnliche Glanzeffekte, sowie schicke Spiegelungen auf diversen reflektierenden Oberflächen wie Wasser oder poliertem Marmorboden.

Dummerweise hat Ubisoft es tatsächlich geschafft, einige, um nicht zu sagen beinahe alle Schwächen der Originalversion, die schon damals vor zehn Jahren so bemängelt wurden, in die Neuauflage hinüber zu retten: So ist die Kameraführung nach wie vor eine äußerst hakelige Angelegenheit: Oftmals fängt sie das Spielgeschehen nur bedingt sinnvoll ein, so dass so mancher Kampf mangels Übersicht verloren geht oder die ein oder andere Sprungpassage erst nach aufwändigem manuellen Nachjustieren der Kamera überhaupt erst einigermaßen absolviert werden kann, ohne am anvisierten Ziel vorbei ins Leere zu springen. Auch die semi-automatische Aufschaltung der Gegner klappt noch immer eher schlecht als recht: In vier von fünf Fällen visiert Rayman auf Tastendruck nämlich nicht jenen Gegner an, der vor ihm steht, was definitiv Sinn machen würde, sondern in der Regel jenen, der ihm am nahsten ist. Dass sich dieser auch gerne mal in seinem Rücken befindet, was oftmals wilde Kameraschwenks zur Folge hat, stört ihn dabei nicht im geringsten – den Spieler jedoch umso mehr!

Absolut nicht nachvollziehen kann ich, weshalb „Rayman 3: Hoodlum Havoc HD“ nicht nachträglich noch einen launigen Multiplayer-Modus spendiert bekommen hat. In der heutigen Zeit sind Features wie kooperatives Gameplay quasi Standard im Konsolenbereich und ein anständig implementierter KoOp-Modus, der es ermöglicht hätte, sich das Abenteuer gemeinsam mit einem oder mehren Freunden an einer Konsole anzutun zu geben, hätte den Titel in meinen Augen immens aufgewertet.
Stattdessen gibt’s ein paar uninspirierte Arcade-Games der Kategorie „Mal eben vom Praktikanten hingerotzt“, die nach und nach freigeschaltet werden können. Als da wären eine Variante von Pong und Tennis mit Charakteren aus dem „Rayman“-Universum sowie ein kurzer Sidescroller. Alles nicht gerade spektakulär und für mich persönlich kein Kaufgrund.

Pro
+ aufgebohrte HD-Optik ansehnlich
+ Raymans Fähigkeiten wirken aufgesetzt
+ schönes, kreatives Leveldesign
+ freischaltbare Arcade-Games
Contra
– belanglose, wirre Handlung
– Kameraführung teils unübersichtlich
– Steuerung zu ungenau
– stellenweise nerviger Soundtrack
– kein CoOp-Modus

Fazit
„Rayman 3: Hoodlum Havoc“ wurde schon seinerzeit als das schlechteste „Rayman“-Videospiel gehandelt, woran auch die von Ubisoft jüngst rausgehauene HD-Neuauflage nichts ändern konnte. Ein paar hübsche neue Grafikeffekte und höher aufgelöste Texturen vermögen halt eben nicht über all die kleinen wie großen Makel hinwegzutäuschen, die den Titel in seiner Spielbarkeit teilweise ziemlich beschneiden. Wer das Original „Rayman 3“ gemocht hat und sich diesen Klassiker der Videospiel-Geschichte für sein aktuelles System zulegen möchte – bitte. Alle anderen: Finger weg und stattdessen lieber „Rayman Origins“ zocken!

— InaiMathi, am 2. März 2013

Rayman 3 HD

Genre: Jump'n'Run
Release: 2012
Spielzeit: 10 Stunden
Entwicklerstudio: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Wertung
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