Nach langem Hin und Her war’s gestern endlich soweit: Ich habe mir ein iPad gekauft. Nein, nicht das vor kurzem vorgestellte iPad 2, das kommt bei uns in good ol’ Europe ja eh erst Ende des Monats raus, sondern das “alte” Model. Das wurde nämlich im Zuge der iPad 2-Ankündigung um schlappe 160 Euro reduziert (jedenfalls beim Saturn auf der Maybachstraße hier in Köln, keine Ahnung, in wie weit andere Händler da mitziehen), und da es noch immer keine Alternativen gibt, dachte ich mir: “Wer da nicht zuschlägt, ist selber schuld”!
Und da isses nun in all seiner Pracht, mein iPad WiFi-32GB:

Der Grund, warum ich mir das aktuelle Model zugelegt habe und eben nicht das iPad 2, ist, dass ich persönlich auf all die Features, die im Rahmen des Apple-Events Mitte der Woche angekündigt wurden, ganz gut verzichten kann: Paar Millimeter dünner und dezent leichter – pff, verbesserte Grafikleistung – brauch’ ich um im Web rumzusurfen und ab und zu vielleicht mal ‘nen Film zu gucken nicht, dasselbe gilt für den schnelleren Apple A5-Prozessor. Auf die beiden integrierten Cams kann ich ebenfalls getrost verzichten!
Nach den ersten zwei Tagen im quasi Dauereinsatz kann ich sagen: Ja, das iPad ist durchaus “magisch”. Klingt jetzt vielleicht ein bisschen unangebracht, das zu sagen, schließlich habe auch ich damals gewettert was das Zeug hält, als Steve Jobs von einem “revolutionären und magischen” Gerät sprach. Aber f*ck, der Mann hatte sowas von Recht! Man konsumiert das Web, Tweets, Filme, Musik etc ganz anders als beispielsweise auf anderer, halbwegs mobiler Hardware wie einem klassischem Laptop oder dem MacBook. Ich weiß nicht, wie ich es treffend beschreiben soll, es “fühlt” sich einfach anders an. Grundlegend! Apropos konsumieren: Ja, das Apple iPad ist ganz klar ein Gerät, mit dem man Inhalte konsumiert. Zur Kreation eben dieser ist es hingegen nicht wirklich geeignet! Das liegt weniger am Soft-Touch-Keyboard, mit dem es sich dann doch bemerkenswert grandios schreiben lässt, sondern viel mehr an der Tatsache, dass komplexe Arbeitsabläufe, die es erfordern, öfters mal zwischen einzelnen Apps oder Browserfenstern hin- und her zu wechseln, sich absolut nicht flüssig durchführen lassen! Das Wechseln von einer App zur anderen dauert – trotz Multitasking, das eigentlich keines ist, sondern lediglich ein Freeze des App.Stat im Hintergrund – Ewigkeiten! Da will einfach kein Workflow entstehen…
Davon mal abgesehen, ist das iPad einfach ein wahr gewordener Traum für jeden, der gern Content konsumiert. Nach ein paar Stunden war alles perfekt auf meinen persönlichen Geschmack eingerichtet, die Must-Have-Apps geladen (Linktipp: www.iPad-Mag.de) und die ersten Filme (“Alice in Wonderland”, “Bank Job”) und iBooks (“Ein Traum von einem Schiff”, “Das Buch ohne Namen”, “Das Buch ohne Staben”) gekauft. Browsen im iTunes- und/oder App-Store ist ebenfalls ein Traum, genau wie die Installation von Apps und der Download von gekauften Filmen oder Serien. Läuft im Grunde alles genau so ab, wie man es von seinem iPhone 4 oder dem iPod Touch gewohnt ist: Reibungslos und unglaublich komfortabel. Negativ aufgefallen ist mir allerdings die Tatsache, dass man viele Apps doppelt kaufen muss, wenn man sie auf dem iPhone und dem iPad nutzen will. Ok, natürlich läuft jede iPhone-App grundsätzlich auch auf dem iPad, aber halt in deutlich geringerer Auflösung. Man kann sie dann zwar per Button aufzoomen, dabei entsteht dann jedoch insbesondere bei grafisch etwas aufwändigeren Spielen ein solch unansehnlicher Pixelbrei, dass man sie eigentlich sofort wieder schließt. Dass deutlich mehr Developer auf die Universal-App-Schiene aufspringen, wäre meiner Meinung nach wünschenswert, und etwas, das Apple mal entschieden vorantreiben sollte!
Gekauft habe ich mir übrigens die WiFi-Version mit 32GB Flashspeicher. “Nur” WiFi, weil Apple in iOS 4.3 (Release am 11. März!) bekanntlich eine neue Hotspot-Sharing-Option eingebaut hat, die es erlaubt, das iPhone 4, und auch nur dieses, als mobilen Hotspot zu konfigurieren, auf den dann andere zugelassene Geräte wie das iPad oder aber natürlich auch ein MacBook, etc. zugreifen können. Grandioses Feature für Unterwegs! Das Suchen nach kostenlosen Hotspots in Bahnhöfen oder Restaurants – oder ungesicherten Wlan-Netzwerken gehört somit ein für alle mal der (jüngeren) Vergangenheit an! :)
Tja, was soll ich noch groß sagen? Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einen solch positiven Artikel über das iPad schreiben würde. Jetzt isses passiert – und ich bereue es kein Stück! Mit dem iPad geht’s mir wie mit meinem iPhone 4: Schon nach dem ersten OS-Boot stand für mich ganz klar fest: “OMG, du wirst das Teil lieben!” Und genau so kam es dann auch. Bin nur ehrlich! ;)
P.S: Sky Fußball Bundesliga und Sky Sport auf dem iPad zu schauen hat einfach nur Stijl! Gerade die App gezogen und ich sag’ euch: Es rockt! :)


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