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InaiMathi Blog

Liebe DHL-Paketzusteller…

manchmal häufig habe ich ja einen geradezu irren Hass auf euch und frage mich, ob ein DHL-Bote wohl weiß, was in all den Paketen drin ist, die er erst durch die Gegend kutschiert und anschließend an meiner Haustüre abgibt – im Optimalfall wohlbehalten und noch in einem Stück. Denn: Immer dann, wenn ich eine wichtige Sendung erwarte, lasst ihr euch mit der Zustellung ohne Ende, beinahe schon aufreizend viel Zeit. Quasi nach dem Motto: Ich muss ackern, also soll der mal schön auf sein Amazon-Paket warten.

Ebenfalls sehr beliebt ist eine ausgeklügelte, über all die Jahre hinweg perfektionierte Verwirrtaktik, die hier bei uns im Kölner Norden gerne mal von einigen Hermes-Boten angewandt wird: Ein Paket wird im System als zugestellt markieren, dabei wurde nie geklingelt und das Paket abgegeben, obwohl meine Freundin oder ich oder wir beide zuhause waren. Stattdessen wird mein Paket munter beim Nachbarn ein paar Häuser weiter hinterlegt, allerdings ohne mich durch ein entsprechendes Einwurfschreiben davon in Kenntnis zu setzen, so dass ich mich wohl oder übel gedulden muss, bis sich der entsprechende Nachbar aufrafft und sich mit dem Paket unterm Arm bei mir meldet – wenn er denn dazu in der Lage ist.

Und last but not least wäre da noch die allseits beliebte FSK-18-Abzocke: Amazon.de besteht beim Kauf von u.a. Games und/oder -DVDs, auf deren Cover ein knallrotes FSK-18-Siegel prangt, bekanntlich auf einen entsprechenden Altersnachweis des Empfängers bei gleichzeitig eigenhändiger Übergabe, sprich: Würde ich mir den neuesten Hardcore-P0rno (ok, meist sind es Games) ordern, müsste ich das Päckchen persönlich und unter Vorlage meines Personalausweises in Empfang nehmen. Amazon.de berechnet für diesen für den Boten erhöhten Zeit- und Arbeitsaufwand eine FSK-18-Zustellgebühr in Höhe von fünf Euro – warum genau ich mit dieser bedacht werde, lässt sich allerdings nur erahnen. Denn euch Paketboten scheint diese „persönliche Übergabe“, die besagtem erhöhten Aufwand, für den ich zur Kasse gebeten werde, gleichkäme, nur peripher zu tangieren. Wie oft ist es in den letzten Monaten vorgekommen, dass entsprechende Sendungen einfach in den Briefkasten geworfen, lediglich halb eingeworfen, oder – gleichermaßen dreist wie fahrlässig – gegen die Haustür gelehnt oder auf die Fußmatte gelegt wurden, was jedes einzelne Mal einer Einladung zum Diebstahl durch irgendeine diebische Elster gleichkommt? – Kleiner Tipp: sehr oft.

Und ich frage euch: Was soll das, liebe DHL-Boten?! – Sicher, ich bin mir durchaus bewusst, dass euer Job wahrlich kein Zuckerschlecken ist. Kaum aus dem Depot raus, habt ihr einen immens hohen Zeitdruck im Nacken, was sich in einem entsprechenden Stresspegel niederschlägt und ja, dann wäre da ja noch ein im Prinzip relativ lachhafter Stundenlohn, für den ihr all diese großen und kleinen Päckchen und Pakete kreuz und quer durch Köln und Umgebung chauffiert, und eigentlich wollt ihr ja sowieso nur ab nach Hause, den wohlverdienten Feierabend genießen und ’ne ruhige Kugel schieben. All diese Faktoren, kann ich mir vorstellen, motivieren nicht gerade zu Freundlichkeit und einer korrekten Arbeitseinstellung. Nur wo soll das bitte noch hinführen? Wollt ihr mir meine Pakete künftig im Vorbeifahren im Simpsons-Style durchs geschlossene Küchenfenster zuwerfen?

Mal ehrlich: Einige von euch haben ganz offensichtlich den Job verfehlt! Manchmal wünschte ich, ihr wäret ein bisschen so wie IPS-Ikone Doug Heffernan. Aber neeeiiinnn…

— InaiMathi, am 15. Oktober 2014
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