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InaiMathi Blog

LEGO® Pirates of the Caribbean - Das Videospiel

LEGO® Pirates of the Caribbean - Das Videospiel - © Disney Interactive

Mit „LEGO® Batman – The Videogame“ veröffentlichten TT Games im Jahr 2005 die erste „Verlegoisierung“ einer beliebten Entertainment-Marke in Form eines Videospiels. Bis dato sind zahlreiche weitere Titel erschienen, die beispielsweise „Star Wars“, „Indiana Jones“, die „Der Herr der Ringe“-Trilogie oder auch J.K. Rowlings Zauberschüler Harry Potter mittels vieler kleiner bunter Blöcke made in Dänemark in Szene setzen. Sie alle glänzen mit hervorragenden Verkaufszahlen in allen erdenklichen Altersschichten.

Im Jahr 2011 wurden mit „LEGO® Pirates of the Caribbean – Das Videospiel“ endlich auch Captain Jack Sparrow und seine verfluchte Crew mit einem eigenen Videospiel-Ableger im LEGO-Universum bedacht, welches gleichermaßen jüngeren wie älteren Spielern ermöglicht, Sparrows turbulente Abenteuer aus den ersten vier Blockbuster-Kinofilmen nachzuerleben.

Zwar war ich nie ein großer Fan der bisherigen Klötzchenspiele von TT Games, da ich allerdings mit dem grundsätzlich so angenehm karibischen Szenario durchaus etwas anfangen kann und sowieso seit jeher ein großer Fan von Johnny Depps Vorzeigepiraten bin, war es nur eine Frage der Zeit, bis das Game in meiner Sammlung landen würde. Vergangenen Mittwoch war es dann soweit: Die günstige Classic-Version von „LEGO® Pirates of the Caribbean – Das Videospiel“ war im Rahmen eines gemeinsamen post-weihnachtlichen Shopping-Trips quer durch Köln von meiner Freundin und mir zügig organisiert und wir legten im Koop-Modus los. Es folgt meine ausführliche Review zu dem LEGO-Ableger von „Pirates of the Caribbean“…

LEGO® Pirates of the Caribbean – Das Videospiel
2011, Jump’n’Run
TT Studios / Disney Interactive
www.Disney.de/pirates-of-the-caribbean

Spieletrailer

Beschreibung
„In ‚LEGO Pirates of the Caribbean – Das Videospiel‘ erlebt der Spieler das ganze Abenteuer, die Action und unvergesslichen Momente der Pirates of the Carribean Saga, inklusive des neuen Films Pirates of the Carribean: Fremde Gezeiten. Das alles im unverwechselbaren LEGO-Stil, der den Humor der Lego-Figuren und die fantastischen aus LEGO-Steinen geschaffenen Welten, mit ihren fantasievollen Spielelementen, miteinander vereint. Der Spieler hat die Auswahl aus mehr als 70 spielbaren Charakteren. Dazu gehören unter anderem Captain Barbosa, Davy Jones und natürlich Captain Jack Sparrow, mit denen er die über 20 Welten dieses einmaligen Action-Adventures, mit seinen zum Schreien komischen Zwischensequenzen, erkunden kann.“ – Quelle

LegoKritik
Was erwarte ich als Core-Gamer von einem Titel, welcher schon allein durch seine Aufmachung im typisch kindlichen LEGO-Stil wie ein Spiel ausschaut, das primär für eine etwas jüngere Zielgruppe gedacht ist? Richtig: Am besten nicht allzu viel! Denn es ist im Grunde eben genau das: ein Kinderspiel. Und doch dürften mit „LEGO® Pirates of the Caribbean – Das Videospiel“ auch Zocker fortgeschritteneren Alters ihre Freude haben!

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Der Spieler schlüpft in die Rolle der beliebten Charaktere aus Disneys „Fluch der Karibik“-Filmen und baut und kämpft sich fortan leicht und beschwingt durch die den Filmkulissen nachempfundenen Level. Hier und da müssen von Jack Sparrow und seinen Mannen (und Mädels) Rätsel gelöst und so manche Falle überwunden werden, doch dies sollte selbst etwas jüngere Spieler vor nicht allzu große Probleme stellen. In der Regel muss lediglich ein bestimmtes Objekt in der überschaubaren Spielwelt gefunden und anschließend mit einem nicht so weit entfernt stehenden Objekt oder Charakter kombiniert, bzw. abgegeben werden, um weiterzukommen. Wenn wirklich jeder Charakter seine ihm gegebenen Fähigkeiten einsetzt, ist Suche samt Lösung meist eine Sache von nur ein paar Sekunden.
Ab und an steht auch mal ein Kampf gegen andere LEGO-Figuren an. Diese sind beeindruckend ansehnlich animiert und fallen – standesgemäß – sehr kindgerecht aus: Blut gibt’s nicht und abgetrennte LEGO-Körperteile sind in meinen Augen auch für jüngere Spieler schon noch zumutbar. Jeder Kampf ist grundsätzlich mit ein wenig Button-Mashing zu gewinnen, was in bester Tradition zu den weiteren LEGO-Videospielen steht. Am Ende eines jeden Films, also nach maximal fünf Kapiteln, steht des weiteren ein etwas aufwendiger inszenierter Boss-Fight an, der eigentlich nur zu gewinnen ist, wenn man einer bestimmten Strategie folgt. Doch auch hier gilt: Selbst jüngere Spieler sollten vor nicht allzu gewaltigen Problemen stehen, die entsprechende Taktik herauszufinden. Zumal sich auf Wunsch auch entsprechende Tutorials und Spielhilfen hinzu schalten lassen, die dem geneigten Spieler mit hilfreichen Tipps & Tricks zum aktuellen Spielgeschehen zur Seite stehen.

Unterwegs gilt es, möglichst haufenweise LEGO-Bausteine einzusammeln, die demolierten Objekten wie Schränken, Kisten und sogar Blumen und Palmen entspringen. Sie entsprechen quasi der Währung im Spiel und mehr eingesammelt werden, desto höher fällt in der Regel die Spieler-Beurteilung in der Endabrechnung nach jedem beendeten Level aus, was wiederum weitere Goodies freischaltet. Mittels der einsammelten LEGO-Steine können übrigens bei Bedarf auch weitere Crew-Mitglieder freigeschaltet werden, was den Wiederspielwert des Games jedoch nur marginal steigert.

Die Grafik von „LEGO® Pirates of the Caribbean – Das Videospiel“ ist gelungen. Immer wieder fällt auf, wie sehr die durchaus von realistischen Vorbildern inspirierten Levelgrafiken mit der dann doch äußerst blockigen LEGO-Optik der Spielfiguren harmonieren. Auch wenn der Kontrast zwischen Level und Spielfigur groß ist – passt es und wirkt auch leicht merkwürdige Weise wie aus einem Guss!
Überhaupt: Toll, wie die Entwickler bemüht waren, jedes noch so kleine Detail mit Hilfe von LEGO-Blöcken nachzumodellieren und ins Spiel einzubauen. Jack Sparrow schaut annähernd so aus wie sein von Johnny Depp gespieltes Pendant in den Filmen, und auch Sparrows alte Flamme, sein Schiff die Black Pearl wurde bis ins kleinste Detail nachgebaut – jedenfalls so weit es die LEGO-Bausteine zuließen.
Dass einige Levels von ihrem Grundtenor her für ein Spiel, welches wie bereits erwähnt vorwiegend für eine etwas jüngere Zielgruppe gedacht ist, ein wenig zu düster geraten sind, ist verschmerzbar – zumal es seinerzeit im Kino nicht viel anders war.

Zwischen den einzelnen Levels, von denen es insgesamt zwanzig gibt und die sich wiederum auf die bisherigen vier veröffentlichten „Pirates“-Blockbuster „Fluch der Karibik“, „Pirates of the Caribbean 2 – Dead Man’s Chest“, „Pirates of the Caribbean 3 – Am Ende der Welt“ und „Pirates of the Caribbean 4 – Fremde Gezeiten“ (siehe meine Filmkritik) aufteilen, treiben vorgerenderte Cutscenes die Handlung weiter voran. Diese kurzen Zwischensequenzen sind wirklich, nun ja, niedlich inszeniert und versprühen massig LEGO- und nicht zuletzt Filmflair, was unter anderem auch der offiziell lizensierten „FdK“-Filmmusik von Hans Zimmer und Klaus Badelt zu verdanken ist.
Leider wurde noch keine Vertonung der Hauptcharaktere realisiert, wie es beispielsweise im neuesten „Der Herr der Ringe“-Videogame des Entwicklers TT Games der Fall ist, sondern lediglich ein bestenfalls als rudimentäre Sprache identifizierbares Rumgeblubbere, welches sich aus ein paar gängigen Lauten wie Lachen, Kichern, überraschten Staunen oder Zu Tode betrübt-sein zusammensetzt. Den Entwicklern ist es aber nichtsdestotrotz gelungen, die Geschichte eines jeden Films auch mit diesen relativ begrenzten Mitteln so zu präsentieren, dass eigentlich jeder Spieler, der die vier Blockbuster aus dem Hause Walt Disney Pictures gesehen hat, jederzeit weiß, worum es geht.

Am meisten Spaß macht „LEGO® Pirates of the Caribbean – Das Videospiel“ allerdings im Koop-Modus mit einem echten Mitspieler an seiner Seite, der idealerweise auch noch auf derselben Couch sitzt. Der stete Kampf um die überall in den Levels verteilten LEGO-Steine und das dezente geordnete Chaos während der Lösungsfindung für so manches vermeintliche Rätsel – einfach unbezahlbar!
Allerdings hat der Mehrspielermodus mit ein, zwei fiesen Macken zu kämpfen: Als da wären die zwar nur sporadischen, aber leider sehr spürbaren Framerate-Einbrüche, die insbesondere bei größeren Szenerien immer mal wieder auftreten. Und natürlich das sehr unübersichtliche Bildschirm-Layout: Entfernen sich die kleinen LEGO-Spielfiguren der beiden Spieler zu weit voneinander, so schaltet das Game in einen Splitscreen-Modus um, welcher aufgrund seiner dynamischen Beschaffenheit einiges an Übersichtlichkeit vermissen lässt.

Pro
+ alle vier FdK-Kinofilme spielbar
+ toll erzählte Geschichte
+ knuffige Optik mit LEGO-Charme
+ offiz. Filmmusik versprüht Atmosphäre
+ spaßiger Koop-Modus
+ Wiederspielwert
Contra
– für erwachsene Spieler zu leicht
– kaum nennenswerte Sprachausgabe
– im Multiplayer teils unübersichtlich

Fazit
Alles in allem ist „LEGO® Pirates of the Caribbean – Das Videospiel“ ein sehr schönes, zugängliches Videospiel, an dem junge und alte Fans von Captain Jack Sparrow und seiner Crew, sowie überhaupt all jene, die schon mit den bisherigen LEGO-Games Spaß hatten, ihre Freude haben dürften. Mit rund 12 Stunden Spielzeit geht der Umfang in Ordnung, grafisch lässt sich der Titel – für das, was er ist – echt sehen und das tendenziell zu einfache Gameplay ist angesichts der anvisierten Zielgruppe dann doch irgendwie verschmerzbar. – Einfach mal mitnehmen und Spaß haben!

— InaiMathi, am 5. Januar 2013

LEGO® Pirates of the Caribbean - Das Videospiel

Genre: Jump'n'Run
Release: 2011
Spielzeit: 12 Stunden
Entwicklerstudio: TT Games
Publisher: Disney Interactive
Wertung
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