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InaiMathi Blog

Blue Light of Death :(

PlayStation Logo„Eine Ersatzkonsole? Ham‘ wa nicht. Aber Sie können ihre defekte PS4 gerne einschicken, sich Ihr Geld zurück überweisen lassen, sich nochmal ganz hinten in der Schlange anstellen und einfach eine neue bestellen!“ – Was sich liest wie ein schlechter, auf barth’schem Niveau angesiedelter Scherz, meint Amazon.de tatsächlich ernst. Kundenservice aus der Hölle at it’s best! Was um Gottes Willen ist passiert?!

Nun, gestern wurde nach knapp zweimonatiger Wartezeit meine PlayStation 4 geliefert. Ursprünglich wurde mir der 24. Dezember 2013 als Liefertermin angegeben, dass sie schon ein paar Tage früher bei mir eingetroffen ist, hat mich erstmal ziemlich überrascht. Abends ging’s also ans Auspacken, Aufstellen und Einrichten. Wobei… nein, zum Hochfahren und Einrichten kam es erst gar nicht, denn wie sich ein paar Minuten nach dem ersten enthusiastischen Aufreißen des Kartons herausgestellt hat, wurde mir von Amazon.de, bzw. von Sony eine defekte, fehlerbehaftete PlayStation 4 geliefert, die wie viele andere auch am ominösen „Blue Light of Death“-Syndrom – kurz BLoD – leidet. In meinem speziellen Fall fährt die PS4-Konsole gar nicht erst hoch, sondern bleibt nach dem Einschalten in so einer Art Dauerschleife hängen. Via HDMI wird kein Bild ausgegeben und auch der Ton kommt am TV-Gerät nicht an. Stattdessen bietet mir meine PS4 ein hübsch anzusehendes Lichtspiel, denn der schmale seitliche Leuchtstreifen will gar nicht mehr aufhören zu pulsieren!

Eventuelle im Web aufgetauchte Lösungsansätze, wonach ein kleines Metallteil am HDMI-Ausgang für den Defekt verantwortlich ist, treffen auf meine Konsole nicht zu. Ich kann da schlicht und ergreifend nichts „runterdrücken“ oder wieder „gerade biegen“, bis das Bildsignal plötzlich dann doch übertragen wird. Und ehrlich gesagt, kann das auch nicht allen Ernstes die Lösung für das Problem sein, das schon in den USA tausende Releaseday-Käufer heimgesucht hat und nun auch in Europa um sich greift.

Wie man an den vielen hundert negativen 1-Sterne-Rezensionen bei Amazon.de (die überwältigende Mehrheit von ihnen von bestätigten Käufern verfasst) mit Leichtigkeit erkennen kann, bin ich nicht der einzige, der in den vergangenen Tagen nach langer Wartezeit eine defekte PS4 geliefert bekommen hat und sich nun über die Unfähigkeit von Amazon.de und Sony wundert, einen anständigen Support anzubieten. Ich empfinde es als ausgesprochen kundenunfreundlich, einem Käufer, der ein fehlerhaften, kaputtes Produkt geliefert bekommen hat, kein Ersatzgerät anbieten zu können, sondern ihm zuzumuten, den Weg der Retoure in Anspruch zu nehmen, sich den Kaufpreis zurück überweisen zu lassen und sich anschließend nochmals gaaaanz hinten in der laaaaaaaangen Warteschlange anstellen zu müssen. Das ist unterirdisch. Nein, mehr als das! Alternativ hat Sony für die Horden von frustrierten Kunden die folgende Website ins Leben gerufen, über die man seine PlayStation 4 – und weitere Sony-Hardware – zur Reparatur abholen lassen kann. Diese wird jedoch nicht von Sony selbst, sondern über ein externes Unternehmen, die TVS Repair & Logistic GmbH mit Sitz in Sindelfingen (!), abgewickelt. Kommt für mich nicht in Frage: Wenn ich einen nicht gerade billigen Elektronikartikel von einem namhaften Hersteller – wie Sony nach wie vor einer ist – bestelle, dann setze ich voraus, dass sich dieser bei der Lieferung in einem tadellosen Zustand befindet und eben nicht schon defekt bei mir eintrifft, so dass ich sofort am ersten Tag gezwungen bin, die mir zustehende Herstellergarantie in Anspruch zu nehmen.

Mir bleibt somit nichts anderes übrig als den harten Weg zu gehen. Soll heißen: Die PlayStation 4 zurückschicken, mir von Amazon.de mein Geld zurückerstatten zu lassen und mich anderswo nach einer PS4-Konsole umzusehen. Fest steht: Rechtzeitig bis zum Fest werde ich wohl keine mehr auftreiben können. Zumindest nicht zu einem vernünftigen Preis. Die ganzen unfassbar dreisten Abzocker-Angebote von Privaten Verkäufern bei Amazon.de und eBay.de mal ganz weit außen vor gelassen.

Angesichts des Launch-Debakels sollte Sony vielleicht seine Tagline überdenken. Von wegen „Greatness Awaits“… – „Sadness Awaits“, „Brickness Awaits“ oder auch „Blueness Awaits“ würden Stand jetzt besser passen. Vielleicht war der Wechsel ins PlayStation-Lager letzten Endes doch keine so gute Idee…

Meine Fr****, bin ich mittlerweile frustriert!

— InaiMathi, am 18. Dezember 2013
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