In über 300 Ladezyklen einmal um die Welt: Dies ist Autobauer Volkswagen und seinem Langstreckenpiloten Rainer Zietlow im VW ID.Buzz, der elektrifizierten Version des good ol‘ VW Bus gelungen.
Das Abenteuer Weltumrundung begann am 1. Juli 2025 auf dem Hof eines Volkswagen Kundencenters in Hannover, führte durch 92 Länder auf sechs Kontinenten und dauerte insgesamt 445 Tage. Sage und schreibe 99.767 Kilometer hatte der VW ID.Buzz nach Abschluss der Reise auf dem Tacho. Am Ende wurde ein neuer Weltrekord aufgestellt, der sich nun im Guinness Buch der Rekorde wiederfindet. Nie zuvor wurden mehr Länder durchgehend mit einem elektrischen Fahrzeug durchquert! – Wie cool ist das bitte?!
Der genutzte Elektro-Bus war Herstellerangaben zufolge serienmäßig ausgestattet und wurde von Zietlow ohne Modifizierungen gefahren, also exakt so, wie er einst bei Volkswagen vom Band gelaufen ist. Pannen habe es, so VW, während der Rekordfahrt, die das Fahrzeug und seinen Fahrer durch beengte Großstädte, weite Wüsten, durch Gebirgsregionen, tropische Wälder sowie über Ozeane (auf Container-Schiffen) geführt hat, nicht gegeben. Die einzige wirkliche Herausforderung habe im regelmäßigen Aufladen der Batterie des Fahrzeugs gelegen: Im Verlauf der Weltumrundung musste diese mehr als dreihundert mal wieder aufgeladen werden. In jedem durchquerten Land die entsprechende Ladeinfrastruktur ausfindig zu machen, sei herausfordernd gewesen, so Zietlow, die diese in den verschiedenen Regionen der Welt unterschiedlich gut ausgebaut sei.
Interessantes Detail am Rande: Nach über 300 durchgeführten Ladezyklen lag die maximale Restkapazität, der sogenannte State of Health (SoH), der Batterie des Buzz laut TÜV Nord, der nach erfolgreichem Abschluss der Rekord-Weltumrundung eine entsprechende Untersuchung durchgeführt hat, noch bei 95,75 Prozent, was sicherlich nicht gegen die Qualität der verbauten Komponenten spricht.
Dieser neue Weltrekord zeigt einmal mehr auf, dass E-Mobilität gekommen ist um zu bleiben, es ist schlicht und ergreifend die Zukunft.
Nichtsdestotrotz muss ich leider sagen, dass ich persönlich die meisten E-Autos, wie sie aktuell über Deutschlands Straßen surren, unheimlich hässlich finde. Allen voran sind da die deutschen Hersteller zu nennen, die sich bis dato ja was die Optik angeht nicht unerheblich über den Kühlergrill und damit verbundene Karosserie-Elemente definiert haben, scheinen da ihre optische Linie noch immer nicht ganz gefunden zu haben. Aber auch bei Tesla, Kia, BYD und deren pseudo-futuristischen Modellen muss ich sagen: Schön ist definitiv anders!
So einen VW Buzz hingegen würde ich durchaus fahren, wenn mir jemand einen solchen vor das Haus stellen würde. Gut zu wissen ist, dass mit dem Ding sogar eine Weltumrundung möglich wäre – ohne dass die verbaute Batterie am Ende der Reise aus dem letzten Loch pfeift. 😉