Im Jahr 2026 a.D. wird die Bundesrepublik von einigen Problemen geplagt. Eines davon ist fehlende Kompetenz im Umgang mit dem – wie Angela Merkel es einst nannte – „Neuland“ aka Internet; genauer gesagt mit fehlender Digital- und Medienkompetenz. – Ein aktuelles, hochnotpeinliches Beispiel kommt aus Berlin:
Dort fiel ein Mitarbeiter der Berliner Stadtverwaltung auf eine Phishing-eMail herein, klickte auf einen der in der eMail enthaltenen Links und fand sich daraufhin auf einer Website wieder, auf der er aufgefordert wurde, einen sogenannten Captcha-Test zu lösen. Dieser soll, wie nun bekannt wurde, daraus bestanden haben, einen vorgegebenen Text in ein Command-Line-Tool (ich tippe auf „Ausführen“ oder die „Windows Eingabeaufforderung“) zu kopieren und auszuführen. Was der Mitarbeiter aufgrund mangelnder Kompetenz nicht wusste, bzw. erkannt hat: Bei dem augenscheinlich harmlosen Text handelte es sich um vorgeschriebene Command-Line-Befehle, die dann von besagtem Tool ausgeführt wurden. Und während er auf die Bestätigung der erfolgreichen Lösung des vermeintlichen Captcha-Tests wartete, wurde im Hintergrund in aller Ruhe Schadsoftware auf dem System installiert und von dieser dann sensible Daten vom kompromittierten System entwendet.
Der „Tagesspiegel“ weiß von mehr als 750.000 Dateien aus der Berliner Verwaltung zu berichten, die entwendet worden sein sollen; insgesamt rund 5,7 Terabyte an Daten. Darunter nicht nur dienstliche E-Mail-Postfächer aus hohen Senatsebenen und Gesundheitsdaten Berliner Bürgerinnen und Bürger, sondern darüber hinaus auch Unterlagen zu kritischer Infrastruktur in und um Berlin.
Tjoa.
Unabhängig davon: Eingelullt von „ChatGPT“, „Tiktok“ und dem Traum, ein einflussreicher Influencer zu werden, erreichen die Leistungen deutscher Schüler beim Pisa-Test einen historischen Tiefpunkt.
Läuft, würde ich sagen!