Als ich „Running Train“ vor ein paar Monaten ausführlich getestet hatte, kam ich letzten Endes zu dem Ergebnis, dass es sich bei dem Titel um die gelungenste Zug-Simulation handelt, die mir seit dem guten alten „Microsoft Train Simulator“ untergekommen ist (siehe meine Review). Der Umfang ist okay – jedoch zweifelsohne ausbaufähig -, das eher auf der Arcade-Seite angesiedelte Gameplay macht Laune und die Optik sowie das Sound-Design sind dank der Power der Unreal Engine 5 über jeden Zweifel erhaben. Im Rahmen des ersten großen Updates nimmt sich das Ein-Mann-Entwicklerstudio Novatetsu Games nun einigen der größten Kritikpunkte an.
Wie der Entwickler auf Steam angekündigt hat, ergänzt das für kommenden August in Aussicht gestellte Update unter anderem endlich die bis dato durch Abwesenheit glänzenden Fährgäste, die an Bahnsteigen warten, zu- und aussteigen und auch an anderen Stellen abseits der Züge und Bahnhöfe die Welt von „Running Train“ bevölkern. Darüber hinaus dürfen sich alle Hobby-Zugführer auf automatisierte Fahrgast-Durchsagen (z.B. die nächste Haltestelle und in Richtung welcher Endhaltestelle der Zug unterwegs ist) sowie die in Japan für viele größere Stationen typischen Station-Chimes freuen, welche ertönen, sobald ein Zug am Bahnsteig zum Stehen kommt und seine Türen für den Fahrgastwechsel öffnet.
Außerdem soll es möglich sein, sich – dem offensichtlichen Vorbild „Train Sim World“ folgend – im Führerstand sowie innerhalb des weiteren Zuges frei bewegen zu können. Als Zugführer ist der Spieler somit nicht mehr nur ausschließlich an seinen eigentlichen beengten Arbeitsplatz gekettet, sondern kann bei Interesse auch mal die Beine vertreten und den restlichen Zug „erkunden“.
Wann genau im August mit dem Release des ersten großen Updates für die Zug-Sim „Running Train“ zu rechnen ist, ist indes nicht bekannt. Allzu lange hin dürfte es nicht mehr sein.