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Godzilla [Filmrezension]

Godzilla - © Warner Bros.

Er ist einer von Japans größten Exportschlagern: Godzilla. Die sympathische alles zerstörende Urzeitechse mit dem feurigen Atem hat es inzwischen auf sage und schreibe 30 mehr oder weniger gelungene Filme gebracht, von denen lediglich zwei außerhalb Japans produziert wurden. Nämlich der 1998 vom deutschen Katastrophen-Regisseur Roland Emmerich inszenierte “Godzilla”-Streifen, der bei Hardcore-Fans einen, nun ja, nicht ganz so guten Ruf genießt, sowie die aktuelle vom Hollywood-Studio Warner Bros. gestemmte Verfilmung, die im Mai 2014 in den deutschen Kinos anlief.

Im Land der aufgehenden Sonne wurden “Godzilla” geradezu hingebungsvoll drei Film-Reihen gewidmet: Der erste Zyklus, die sogenannte Showa-Staffel, wurde in den Jahren 1954 bis 1975 realisiert und bringt es auf insgesamt imposante 15 Filme. Den Auftakt machte im Jahr 1954 der vom japanischen Regisseur Ishirō Honda inszenierte Schwarz-Weiss-Film “Godzilla” (org. ゴジラ / Gojira), der bei Fans nach wie vor Kultstatus inne hat und allgemein hin als Meilenstein der Filmgeschichte gilt. Die folgende Hensei-Staffel wurde von 1984 bis 1995 und umfasst immerhin noch sieben “Godzilla”-Abenteuer. Die Millenium-Staffel ist die bis dato letzte der Reihe und nach Meinung vieler Fans – mich eingeschlossen – auch die mit Abstand schwächste. Zwischen 1999 und 2004 wurden insgesamt 6 Streifen über das Treiben der Riesenechse produziert.

Da meine Liebste und ich es im vergangenen Mai aus unerfindlichen Gründen nicht geschafft hatten, uns den neuen “Godzilla” bei Coke, Popcorn und lecker Nachos mit Käse im Cinedom zu geben, haben wir es uns selbstredend nicht nehmen lassen, uns den Streifen direkt am Erscheinungstag auf Blu-Ray ins Regal zu stellen. Eindrücke, die ich während unseres letzten DVD-Abends gesammelt habe, sind in die folgende Filmkritik zu “Godzilla” eingeflossen…

Godzilla
mit Aaron Taylor-Johnson, Bryan Cranston, Elizabeth Olsen und Ken Watanabe
2014, Katastrophenfilm, 123 Minuten
Legendary Pictures / Warner Bros.
www.GodzillaMovie.com

Filmtrailer

Inhalt
“Im Sommer 2014 präsentieren Warner Bros. Pictures und Legendary Pictures die spektakuläre Wiedergeburt des meistverehrten Monsters der Welt: Godzilla. Der Regisseur Gareth Edwards entwickelt die mitreißende Vision menschlicher Tapferkeit und Friedenssehnsucht im Angesicht titanischer Naturgewalten, denen nur der monumentale Godzilla entgegentreten kann, weil die Menschheit ihnen schutzlos ausgeliefert ist.” – Quelle

Kritik
Nee, was war die Enttäuschung groß: Eigentlich hatte ich mir einen trashig-brachialen Action-Kracher featuring den “King of the Monsters” himself, Godzilla, erwartet. Doch als nach zwei elendig langen Stunden dann (endlich!) der Abspann lief, war ich relativ ernüchtert und meine Laune im Keller – haben wir wirklich 18 Euro für so einen seelenlosen Mist ausgegeben?! Dabei hatte alles äußerst vielversprechend begonnen: Das Intro zum Film ist nämlich großartig: kurze Einspieler Footage von japanischen und US-amerikanischen Atomtests aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, dazu bombastisch-pompöse Musikuntermalung – super! Wie überhaupt der gesamte Score.

Gar nicht so super fand ich hingegen die Zusammenstellung des Maincasts: Klar, der u.a. aus der AMC-Hitserie “The Breaking Bad” bekannte Bryan Cranston ließ sich noch verschmerzen. Doch als dann erstmals der von Aaron Taylor-Johnson, einem scheinbar bei der Geburt verschollenen dritten Klitschko-Bruder, verkörperte Protagonist Ford Brody die Bühne betrat, musste ich einen ersten Würgereflex unterdrücken, und es sollte nicht der letzte an diesem Abend bleiben. Dasselbe gilt für Elizabeth Olsen , die als Fords Vorzeigefreundin Elle gecastst wurde. – So im wahrsten Sinne des Wortes blass, so unfassbar austauschbar. Auch an der Vita des Protagonisten hat sich definitiv kein Kreativitätsbolzen ausgetobt: Erst im zarten Kindesalter die Mutter verloren, dann schnappt scheinbar der sich in seine Verschwörungstheorien vergrabene Vater über, der Junge geht als guter Amerikaner natürlich schnurstracks zum Militär und findet schließlich in Elle seine Traumfrau, mit der er inzwischen den viel zitierten American Dream lebt.

Nun gut, hätte ich alles noch verschmerzen können, wenn, ja wenn der restliche Streifen es vermocht hätte, all diese kleinen wie großen Klischee-Dellen irgendwie auszubügeln. Immerhin geht’s ja auch um Godzilla und nicht um Ford Brody, sollte man meinen. Ja, sollte man. Das Problem ist nur, den Machern ist erschreckenderweise das Kunststück gelungen, eine eh schon weitestgehend vorhersehbare Handlung so lieb- und seelenlos dahinplätschern zu lassen, bis dem geneigten Zuschauer gar nichts anderes mehr übrig bleibt, als das Gesehene mit absolutem Desinteresse abzustrafen. Anstatt das namensgebenden Urzeitmonster in den Mittelpunkt der Story zu stellen, dreht sich der gesamte Film eher um Brody und das sowieso an allen Ecken und Enden glorifizierte US-Militär, wie diese dem Viech Hand in Hand quer über den Erdball nachjagen: Brody auf ‘nem US-Flugzeugträger, Brody auf irgendeinem Stützpunkt der US Air Force und schließlich bekam man auch noch einen Ford Brody als todesmutigen Fallschirmspringer in Diensten der USAF zu sehen, wie er mit einer feschen Leuchtfakel am Knöchel gen Erdboden rauscht. Ein echter Teufelskerl eben! Und ja, irgendwo tapste dann auch noch Godzilla rum und versuchte der paarungswilligen M.U.T.O.s Herr zu werden. Hier und da zischte ‘ne Rakete von A nach B. Joa…

Bis es allerdings dazu kam, verging erst einmal eine gefühlte Ewigkeit: Knapp eine Stunde zog ins Land – also knapp die Hälfte der Laufzeit von 123 Minuten -, bis man das erste gigantische Urzeitviech zu Gesicht bekam. Wenig später büchste dann auch noch M.U.T.O. Nummero 2 aus einem Atommüllendlager in der Nähe des Zockerparadieses Las Vegas aus (lustigerweise ohne dass es die dortigen Sicherheitskräfte irgendwie gekümmert hätte – nur einer von einigen unlogischen Momenten, die sich in die Handlung geschlichen haben) und bis Godzilla himself zum ersten Mal ins rechts Licht gerückt wurde, vergingen ebenfalls noch einmal einige Minuten. Der Build-Up war definitiv zu langatmig! Ich hatte ehrlich gesagt pünktlich zur Halbzeit bereits die Schnauze voll und war kurz davor, die Blu-Ray aus der PS4 zu ziehen. Zumal auch echte Spannungsmomente keine aufkommen wollten. Sicher, man konnte sich von vornherein denken, dass Godzilla, der in diesem Streifen, wie zügig deutlich wurde, auf Seiten der Menschen unterwegs ist, am Ende wieder einmal den Tag retten und die Menschheit vor dem nahezu sicheren Untergang durch die M.U.T.O.s und ihre Teufelsbrut bewahren würde. Allerdings verstehe ich nicht, wie man den Fans dann eine solch belanglose, ja tote Rahmenhandlung feat. noch viel belanglosere Charaktere, für die ich mich einen Dreck interessiere, vorsetzen kann? Im Prinzip hätte man den gesamten Film auch als Reisetagebuch von Ford Brody vermarkten können, der in stetig wechselnden Militärvehikeln einer gigantischen Urzeitechse und zwei ebenfalls nicht gerade kleinen Monster-Insekten hinterher hechelt ohne selbst einzugreifen.

Bis zuletzt hatte ich zugegebenermaßen noch ein Fünkchen Hoffnung, gegen Ende hin durch einen spektakulären Endkampf zwischen Godzilla und den M.U.T.O.s für die bisher definitiv verschwendete Lebenszeit entschädigt zu werden. Zehn Minuten vor Beginn der Credits ging’s dann tatsächlich zur Sache: Godzilla vs. die M.U.T.O.s live in Los Angeles! Infolge dessen brach ein Wolkenkratzer in sich zusammen und an anderenorts wurde eine ganze Wohnanlage plattgemacht. Das ganze in Szene gesetzt von wirklich sehenswerten CGI-Effekten und einer zum Großteil ebenfalls gerenderten Szenerie, die mich mit ihrem staubverhangenen Himmel frappierend an 9/11 erinnert hat und zugegebenermaßen für den ein oder anderen Anflug von Gänsehaut gut war. Schließlich ging’s – Achtung, Spoiler! – dem ersten Viech an den Kragen und lediglich wenige Brüller später packte The King of the Monsters seinen alles zu Asche pulverisierenden Höllenfeueratem aus und schickte schließlich auch noch das zweite Rieseninsekt über den sprichwörtlichen Jordan. Und als wäre es das natürlichste der Welt, dass ein gigantischer Dino-Verschnitt gerade einen noch gigantischeren Insektenverschnitt aus den Latschen gehauen hat, wurde unser aller Lieblings-Monster schließlich von den US-Medien als Retter der Stadt gefeiert. Toll! Ach ja, Herr Brody fand glücklicherweise auch noch seine im zwischenzeitlichen Tumult verloren gegangene Herzallerliebste wieder, womit das platte Happy-End perfekt war – Schnitt auf Schwarz, Abspann.

Pro
+ Godzilla!!!
+ toll inszenierte Anfangssequenz
+ teils wirklich nette Kulissen
+ Godzilla und die Mutos schauen großartig aus
+ hörenswerter Soundtrack
Contra
– seelenlos
– lieblos zusammengewürfelter Cast
– belanglose Rahmenhandlung
– überwiegend farblose Charaktere ohne Tiefgang
– kaum Spannungsmomente
– zu abruptes Ende; Film wirkt “unrund”
– übertriebene Glorifizierung des US-Militärs

Fazit
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt von einem von nicht gerade wenigen Leuten gefeierten Blockbuster so dermaßen enttäuscht war wie dieser Tage von “Godzilla”. Hatte mir schlichtweg etwas grundsätzlich anderes erwartet: Zum Beispiel eine relevante, wendungsreiche Handlung und Charaktere, deren Schicksal mit nicht von Minute eins an komplett Latte ist. Weit weniger unangebrachte Glorifizierung irgendwelcher Streitkräft – und ja, einen Ticken mehr Action, sprich ein handfester Battle zwischen Godzilla und den Riesen-Insekten, der über das obligatorische Umschubsen zum Hochhäusern und Einreißen der ein oder anderen Hängebrücke hinausgeht, hätte ich ebenfalls mit Kusshand genommen. “Godzilla” ist ein seelenloser Blender, der lediglich von seinem zugkräftigen Namen lebt, und für mich persönlich eine der größten Enttäuschungen des Jahres 2014. Der Streifen kommt in keinster Weise an die japanischen Original-Filme heran, die zwar legiglich in der Low-Budget-Sparte realisiert wurden, dafür jedoch mit etwas aufwarten können, was der Hollywood-Version von “Godzilla” fehlt: Seele und Charme! Erschreckend, dass mit “Godzilla 2″ und “Godzilla 3″ bereits zwei Sequels in Planung sind…

Reality Check 0:2

1. FC Köln - © 1. FC KölnIch muss hier grad mal reingrätschen: Der 1. FC Köln hat heute Nachmittag zuhause im RheinEnergieStadion mit 0:2 gegen die Bayern verloren – und einige so: WTF?!, Versager, was ein Grottenkick, kann doch nicht sein, Luschen, Stöger raus!! und so weiter und so bekloppt. Mir scheint, einige angebliche Effzeh-Fans haben den Knall nicht gehört.

Zur Erinnerung: Der FC Bayern München ist dieser eine Verein aus dem Süden der Republik, der schon mal im Februar die Meisterschaft feiert, mit vier, fünf Törchen Unterschied gegen etablierte Spitzenmannschaften oder den Tabellenzweiten gewinnt und zuletzt unseren Mitaufsteiger Paderborn eine 0:4-Heimniederlage beigebracht hat. Auch der ach so große HSV kam gegen eine gefühlte C-Elf der Bayern über ein müdes 0:0-Remis nicht hinaus. Ich brauche an dieser Stelle niemandem erzählen, dass die Bayern mit ihren technisch grandiosen und mit allen Wassern gewaschenen Weltstars ein unangenehm zu spielender Gegner sind. Allein der Name FC Bayern lässt der versammelten Liga-Konkurrenz das Blut in den Adern gefrieren – und so spielen sie dann meist auch, zumindest wenn sie nicht gerade Dortmund, Leprakusen, Schlake 04 oder von mir aus auch M’gladbach heißen.

Unser sympathischer 1. FC Köln hingegen… nun ja, er befindet sich nach wie vor im Wiederaufbau, ist von einstigen glorreichen Zeiten, als auf die Geißböcke allgemein hin als “das weiße Balatt vom Rhein” oder “das Real Madrid des Westens” referiert wurde, meilenweit Lichtjahre entfernt. Seien wir realistisch: Wir nennen einen besseren Zweitligakader unser Eigen und sind genau das: ein Aufsteiger, der mit aller Macht die Klasse halten will und dies zwecks finanzieller Gesundung tunlichst muss. Das ausgegebene Ziel für diese Spielzeit ist der Klassenerhalt. Nicht mehr und nicht weniger. Dies wurde vom Verein so kommuniziert und daran sollte man sich am Ende von Spieltag 34 messen lassen. Dass nun vereinzelte, in meinen Augen relativ fehlgeleitete Anhänger des Effzehs hingegen und das heutige Spiel gegen den FCB als “grottig”, “rotziger Kick” oder sonst wie betiteln, zeigt einmal mehr, dass einige hier nach wie vor in einer Vergangenheit leben, in der der 1. FC Köln mehr war als eben besagte bessere Zweitliga-Mannschaft.

Nach dem zwischenzeitlichen vierten Tabellenplatz, der nach gerade einmal zwei oder drei Spieltagen nicht sonderlich schwer zu erreichen war und quasi null Aussagekraft über die wahren Kraftverhältnisse in der Liga hatte, scheinen einige Unverbesserliche schon wieder vom Europapokal oder der Champions League zu träumen. – Und ich hab’s so satt! Ich will als FC-Fan nicht mehr blöd von der Seite angequatscht werden, ob ich denn die CL-Final-Tickets schon gebucht habe. Ich will nicht, dass unser Sportdirektor Jörg “Schmaddi” Schmadtke sich im Doppelpass-Interview mit Wontorra leicht spöttische Fragen hinsichtlich der vom Effzeh angeblich angepeilten Europa-League-Teilnahme gefallen lassen muss. Ich hab die Schnauze voll von bestimmten Fangruppen, die die Realität einfach mal links liegen lassen und ein Team niedermachen, das bis zum Umfallen gekämpft hat gegen einen Gegner, den nicht wenige als übermächtig und eine der besten Mannschaften der Welt ansehen!

Ganz egal ob in Kommentarspalten, Fan-Foren oder privaten Blogs: Irgendwo findet sich immer eine fehlgeleitete Meinungsäußerung à la “Scheiß Spiel, Brecko raus! Der kann nix. Und Risse hinterher! Wo war eigentlich Gerhardt?! EY!” – Ganz ehrlich: Ich kann so etwas nicht ernstnehmen. Konnte ich noch nie. Das jahrelange Mitlesen in so manchem FC-Forum hat mich enorm abgestumpft. Läuft’s gut, ist alles in Butter, nur hier und da findet sich halt immer mal wieder was, um Kritik anzubringen, und sei diese noch so ungerechtfertigt. Läuft’s hingegen mal nicht so wie gewünscht, wird gleich die nächst beste Sau durchs Dorf getrieben und den Profis pauschal die Skills abgesprochen. Aber man ist ja Fan. Man geht, wie in unserer Vereinshymne vor jeder Partie gesungen, zusammen “durch Feuer” – und das in guten wie in schlechten Zeiten. – Ganz ehrlich: Davon merke ich bei so manchem Fan nichts. Stattdessen wird dumpf draufgehauen, immer dieselben schwachsinnigen Vorschläge gebracht, wie es denn hundert-, nein tausendprozentig besser liefe, nur um letzten Endes zu dem Schluss zu kommen, dass man doch am besten einen gewissen Lukas Podolski zurückholen solle, der ja sowieso Messias-like im Alleingang die Meisterschale nach Köln holen würde. – Klar. Und im kommenden Jahr dann die Champions League und den Weltpokal noch obendrauf. Sicher. Wir reden hier übrigens den Lukas Podolski, der sich zwar Weltmeister schimpfen darf, bei Arsenal jedoch quasi nicht mehr stattfindet und nur noch durch irgendwelche Social-Media-Aktivitäten von sich reden macht.

Ganz ehrlich: Was soll das, liebe Mit-Fans?

Um noch einmal auf den heutigen “Grottenkick” gegen die Bayern zurückzukommen: Hatte allen Ernstes jemand gedacht, unsere Taktik wäre eine andere als hinten reinstellen, Bälle auf Gedeih und Verderb rausschlagen und zu versuchen, die paar Chancen zu nutzen, die sich uns gegen einen in jeder Beziehung übermächtigen Gegner wie den FC Bayern bieten werden? Really? Der 1. FC Köln der Saison 2014/15 gewinnt vielleicht auf der PlayStation in FIFA 15 ein Match gegen die Bayern. Und auch da nur mit viel Fortune und Beistand vom digitalen Fußballgott.

Während gefühlte 90 Prozent der nun wieder mal fröhlich rumkrakelenden Kritiker ein “unfassbar schlechtes Spiel” gesehen haben wollen, sehe ich die Sache ein wenig anders, nämlich realistisch: Der 1. FC Köln hat gegen die Über-Bayern eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass da ein Team auf dem Rasen steht. Kein wild zusammengewürfelter Haufen, wie das in den letzten Erstliga-Jahren meistens der Fall gewesen ist. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die Engagement gezeigt hat, die nach dem Führungstreffer der Bayern nicht eingebrochen ist, die sich nicht aufgegeben, sondern dagegengehalten hat, sich in der zweiten Halbzeit sogar aufgebäumt und ihrerseits Chancen kreiert hat – von denen bedauerlicherweise keine verwandelt werden konnte, aber das Problem ist hinlänglich bekannt. Wären wir abgewichster vorm gegnerischen Kasten, hätte dieses Spiel anders ausgehen und vielleicht sogar in einem Unentschieden enden können. Wie sind die beiden Tore für den FCB überhaupt entstanden? Ein individueller Fehler von Halfar (unterstützt vom dezenten Abpraller am Arm seines Bayern-Gegenspielers) und ein reingestolpertes Eigentor, ebenfalls powered by Daniel Halfar. Wirklich klar herausgespielt war imho keines der Tore – trotz der drückenden Überlegenheit des Rekordmeisters!

Sicher hätte man den ein oder anderen Klärungsversuch präziser spielen können, anstatt den Ball einfach nur blindlinks aus dem Strafraum zu dreschen, woraufhin er meist wieder beim Gegenspieler gelandet ist. Klar hätte man die paar Konter, die sich zwischenzeitlich dann doch ergeben haben, souveräner ausspielen können, vielleicht sogar müssen. Aber mein Gott, gegen den FC Bayern und somit eine Mannschaft, die uns in jeder Hinsicht haushoch überlegen ist, kann man schon mal ins Schwitzen geraten. Wie gesagt: Unser Kader ist im Grunde eine bessere Zweitliga-Mannschaft, und das meine ich keineswegs abwertend! Es ist einfach ein nicht von der Hand zu weisender Fakt: Die wenigsten unserer Profis haben Bundesliga-Erfahrung vorzuweisen. Einige kamen mal für ein paar Minuten von der Bank (z.B. Ujah in Mainz, Risse in Leverkusen), aber das war es dann auch. Ok, wir haben noch einen Paddy Helmes auf der Payroll, nur spielt der aktuell mal wieder nicht, da verletzt. Dass man dann gegen den großen FC Bayern München vor lauter Achtgeben, ja keinen Fehler zu begehen, das ein oder andere Mal neben den Ball tritt, ins Schwimmen kommt und dadurch weitere Fehlerketten provoziert, die über kurz oder lang zum Torerfolg für den Gegner führen, ist selbstverständlich und meiner Meinung nach absolut nachvollzieh- und verzeihbar! Wer nach einem solchen Spiel hingeht und einfach mal fröhlich auf Brecko Ujah Matuschyk sein Hassobjekt No.1 eindrischt, tut dies allerhöchstens aus einer niederen Emotion heraus, ohne sich jedoch tiefgreifend mit den Gründen befasst zu haben. Viele stellen kalte Fakten über alles, vergessen dabei jedoch, dass es sich bei den Spielern auf dem Platz nach wie vor um Menschen handelt. Menschen mit Gefühlen, Fehlern sowie einer individuellen Tagesform, die ebenfalls ausschlaggebend sein kann für einen Sieg oder eine Niederlage.

Meiner Meinung nach braucht sich niemand, aber auch wirklich niemand schämen, gegen den FC Bayern München 0:2 verloren zu haben. Wir als Aufsteiger haben den Bayern alles abverlangt und dem ein oder anderen Bazi war der Frust ob der Stärke unseres Abwehrriegels deutlich anzumerken. Sicher wäre ein Unentschieden schöner gewesen, noch geiler – wenn auch unrealistisch – hätte auf der Kicker-Stecktabelle natürlich ein Sieg ausgeschaut, wie vor ein paar Jahren geschehen, als der Effzeh einen 0:2-Rückstand noch sensationell drehen und letzten Endes mit 3:2 als Sieger vom Platz gehen konnte. Dennoch: der dickste Brocke der Hinrunde hat uns die Tordifferenz lediglich dezent verhagelt. Von jetzt an geht’s wieder gegen tendenziell machbarere Gegner und wenn Peter Stöger und sein Team unseren Jungs vor jedem Spiel ein wenig Zielwasser in die Kabine stellen (wird sich doch wohl irgendwo auftreiben lassen?!), mache ich mir hinsichtlich der Mission Klassenerhalt gar keine großen Sorgen.

Come on, FC!

Wrestling-Deutschland im Herbst 2014

Man kann nun nicht gerade sagen, die WWE würde Deutschland und Österreich im Sturm erobern: Seit ihrer Rückkehr zu Tele 5 und ProSieben Maxx ins deutsche Free-TV haben sich die beiden WWE-Shows “Monday Night RAW” (hierzulande von Tele 5 bedauerlicherweise erst donnerstags ausgestrahlt) und “Friday Night Smackdown” (läuft samstags auf Pro7 Maxx) eine feste Stammzuschauerschaft von rund einer Viertelmillion Fans, respektive knapp 100.000 WWE-Enthusiasten erarbeitet. Mal sind’s ein paar mehr Zuschauer, mal ein paar weniger, die teils bis spät nachts vor der heimischen Glotze ausharren, um den Matches von Cesaro, Randy Orton, Roman Reigns, Dean Ambrose, AJ Lee, Paige und Co. zu frönen. So weit, so fanfreundlich, so überschaubar.

Doch was tun, wenn man einmal etwas besseres zu tun hat, als donnerstagabends vor der Glotze zu hocken und sich auf Tele 5 eine mehrfach von Werbung unterbrochene “RAW”-Wiederholung anzuschauen? Natürlich besteht die Möglichkeit, sich die Sendung per Festplattenreceiver für später aufzunehmen. Weitaus komfortabler ist es jedoch, die beiden Flagship-Shows der WWE einfach online zu schauen. Jetzt wird der ein oder andere sicherlich reingrätschen und mich drauf aufmerksam machen, dass dieses elendige Streaming doch total verpönt ist und illegal und überhaupt und sowieso. Ja, richtig. Zumal man die mit nahezu jedem illegalen Internetstream einhergehende Grundproblematik nur zu gut kennt: Bis erstmal ein funktionierender Stream aufgetrieben ist, vergeht erst einmal eine halbe Ewigkeit. Und wenn man dann wider erwarten doch noch einen gefunden hat, der einem mit seiner Qualität nicht die Tränen in die Augen treibt und gegebenenfalls Krebsgeschwüre wachsen lässt, ist einem die Lust auf Wrestling mittlerweile gründlich vergangen. Seien wir mal ehrlich: Genau so und nicht anders ist es doch gewesen, damals in den dunklen Zeiten, als wir es nicht besser wussten.

Glücklicherweise gibt es für die Generation Internet inzwischen verlässliche Möglichkeiten, sich die Matches aus der WWE absolut legal und in voller Länge online anzuschauen – quasi als Video-on-Demand. Eine halbwegs schnelle Internetleitung einmal vorausgesetzt. Wo? Lustigerweise direkt auf den Websites der ausstrahlenden TV-Sender! Auf Tele5.de und ProSiebenMaxx.de steht jeweils die aktuelle Episode von “RAW” und “Smackdown” eine Woche lang kostenlos zum Abruf bereit. Und zwar ganze Folgen, kein zerstückeltes 5-Minuten-Clip-Hickhack! Sicher, auch hier wird man ab und an mit einem kurzen Werbeblock konfrontiert, immerhin muss sich dieser Service für die Sender ja auch in irgendeiner Weise rentieren, dafür ist die Bildqualität in der Regel super und der Stream läuft stabil durch, ohne nach jedem zweiten Match in die Knie zu gehen. Das ist neu und eine in meinen Augen absolut begrüßenswerte Entwicklung! Früher ging’s halt nicht, da WWE hinter der Bezahlschranke von Sky Deutschland über den Äther ging. Wer will, kann sich “RAW”, “Smackdown” und die WWE-Nachwuchsliga NXT (lauft in Erstausstrahlung auf ProSieben FUN im Pay-TV) zudem auch auf Maxdome ansehen. Allerdings ist der Abruf dort mit Kosten verbunden, entweder durch ein nötiges Abo, oder solchen, die ein Einzelabruf mit sich bringt.

Und was ist mit den Pay-Per-Views? Die laufen seit WrestleMania XXX im vergangenen April auf Maxdome, der Online-Videothek von ProSiebenSat.1, und werden dort ausschließlich über das Web verbreitet. Live sowie als VoD-Wiederholung, jeweils mit Abrufgebühren hin Höhe von bis zu 25 Euro verbunden. Hatte ich im März diesen Jahres, als der Weggang von Sky Deutschland zurück ins Free-TV bekannt wurde, noch befürchtet, der hiesigen Wrestling-Community drohe ein gigantischer Rückschritt in die Wrestling-Steinzeit, kann ich dies inzwischen zumindest ein wenig relativieren: Maxdome liefert bis dato grundsolide Arbeit ab! Die gebotene Qualität des Livestreams ist super, man geht recht zeitnah auf Kundenwünsche ein, nimmt sich Feedback und Kritik zu Herzen und auch sonst wirkt das Angebot auf Maxdome.de äußerst verlockend. Und ja, das alles würde ich genau so schreiben, wenn WWE Deutschland und insbesondere ProSiebenSat.1 nicht zur erlesenen Riege der Partner des von meiner Wenigkeit verantworteten Newsportals WrestlingBluray.de gehören würden! Wer einen schmucken Google Chromecast-Stick (siehe Anleitung auf WBR.de), eine halbwegs aktuelle Videospielkonsole (Xbox One, Xbox 360, PS3 oder eine PlayStation 4) oder eine der von Maxdome offiziell unterstützte Streaming-Boxen sein Eigen nennt, kann sich die Bouts der WWE-Superstars sogar wie früher bei Sky auf dem großen HD-Flatscreen geben. – Meine Freundin und ich haben uns WWE-Großveranstaltungen nun bereits mehrfach via Chromecast sowie neuerdings auch über die Maxdome-App auf unserer PlayStation 4 angeschaut, und können uns nicht beklagen. Zumindest haben wir der investierten PPV-Gebühr bis dato noch nie hinterher getrauert.

Sicherlich ist nicht alles perfekt. Nein, nicht mal ansatzweise. Beispielsweise nervt es mich als Bildungsbürger sehr, dass es Tele 5 und ProSieben Maxx im Jahr 2014 nicht möglich ist, eine separate Tonoption bereitzustellen, mit deren Hilfe ich “RAW”, “Smackdown” und Co. im US-Originalton verfolgen kann. Dasselbe gilt für Maxdome: Auch dort werden die monatlichen Pay-Per-Views live ausschließlich mit dem deutschen Kommentar von Carsten Schaefer, Bernhard Wulff, Sebastian Hackl und Holger Böschen gestreamt. Nichts gegen die vier ambitionierten Herren, die machen das absolut grundsolide. Nur: Ich würde mir halt eben lieber von Michael Cole, JBL und Jerry Lawler ein Ohr ablabern lassen – ganz so, wie das früher auf Sky Sport auch möglich war. Im Falle von Maxdome liegt es wohl an fehlenden Rechten. Doch die ließen sich erwerben, wenn man dies denn wollen würde… naja. Dass “Monday Night RAW” nicht mehr live übertragen wird, davon will ich an dieser Stelle gar nicht erst anfangen. Nur so viel: ein Unding!

Wer mir jetzt mit dem sicherlich gut gemeinten Ratschlagt kommt: Ja, dann schau’ dir die Shows doch auf Seite XYZ.net an, bla, bla, bladiblup… – bitte nicht vergessen: In diesem Post geht’s ausdrücklich um legale Wege, Wrestling im Allgemeinen und WWE im Speziellen zu schauen! ;) Zumal ich ein grundsätzlich gutes Angebot gerne auch mal mit dem ein oder anderen überwiesenen Euro goutiere. Ist im Grunde dasselbe wie bei der Bundesliga: Klar könnt’ ich mir die Spiele des glorreichen 1. FC Köln auch “anderswo” anschauen und das kostenlos, – tue ich aber aus den oben aufgeführten Gründen nicht. Diese teils beinahe schon pervers aufreizend zur Schau gestellte Schnorrermentalität, die hierzulande von nicht gerade wenigen gepflegt wird, geht mir seit jeher tierisch auf den Sack! Sich Die-Hard-Fan eines Vereins oder einer Sportart schimpfen, jedoch nicht bereit sein auch mal etwas für sein passives Hobby zu investieren. Tolle Fans!

Abschließend bleibt festzuhalten: Deutschland im Herbst 2014 ist für Sports-Entertainment-Fetischisten wie mich sicherlich alles andere als ein Schlaraffenland, in dem Milch und Honig fließen. Und bis hierzulande das WWE Network aufschlägt – wenn es denn überhaupt kommt -, wird sich am Status quo aller Voraussicht nach wohl auch nicht allzu viel ändern. Nichtsdestotrotz wurden endlich seriöse Angebote etabliert, die dem geneigten Fan das zeitversetzte, nicht lineare Verfolgen seines Hobbies ermöglichen – aktuell noch mit Abstrichen im Komfort und Angebot, aber immerhin.

Yakkem!

I’m so dermaßen pumped… – 10. Oktober 2014!

AWESOME!

Es wurde höchste Zeit: Nach nunmehr über viereinhalb Jahren in den unendlichen Weiten des Internets war der Zeitpunkt gekommen, InaiMathi.de einem grundlegenden Relaunch zu unterziehen. Ein paar erklärende Worte zur neuen Ausrichtung, wieso, weshalb warum und überhaupt.

Im März 2010 ging InaiMathi.de als privater Blog online, mit dem Ziel mir die Möglichkeit zu geben, meine ausschweifenden Gedanken zu mannigfaltigen Themen, eben all das, was nicht in 140 Zeichen passt, im Web zu virtuellem Papier zu bringen. Auf anfänglichen Cat Content folgten schnell tiefere Texte zu Themen, die mich persönlich bewegt haben und dies nach wie vor tun, mit Herz und Verstand geschriebene Buchrezensionen, Kritiken zu Filmen und Serien und so mancher Text zu aktuellen Games und betagten Spielperlen aus meiner Sammlung. Wenig später kamen i.d.R. längere Erfahrungsberichte zu Geocaching- und Wandertouren hinzu, zudem allerlei zum Thema Gaming und ja, zu so einer Art Online-Portfolio für meine Referenzen aus dem Bereich WD&D mutierte die Seite schließlich auch noch.

Es war nicht zu übersehen: der Blog ging immer mehr in die Breite, platzte spätestens im vergangenen Jahr aus allen Nähten, wurde unübersichtlicher und schreckte mich, wenn ich ehrlich bin, langsam aber sicher immer mehr ab, meiner täglichen Blog-Routine nachzugehen. Und wie das in solchen Fällen allgemein hin so ist, nimmt man sich erst einmal eine Auszeit, beantragt gegebenenfalls eine Kur und macht sich seine Gedanken darüber, wie all das, was in den letzten Monaten (und Jahren) so aus dem Ruder gelaufen ist, wieder in den Griff zu bekommen ist.

Schnell wurde mir klar, was ich zu allererst ändern musste: Aus InaiMathi.de sollte wieder ein Blog werden. Inhalte, die bislang auf mehreren Unterseiten im Portal-Style auf der Seite präsentiert wurden, sollten künftig wieder ganz klassisch untereinander stehen, bei Bedarf von Lesern kommentiert werden können und von einem betont minimalistisch gehaltenen Template in den Vordergrund, in den Fokus gerückt werden. Denn wie heißt es immer so schön: “Content is King”! Dabei sollte es nicht mehr wie zuletzt zwischen verschiedenen Rubriken unterschieden werden – ganz egal, ob nun einfacher Blogpost zum aktuellen Zeitgeschehen, brandneue Review, ein ausladender Wanderbericht oder ein Beitrag zum Thema Fitness – jedes Thema sollte fortan wieder gleichberechtigt sein und  identisch aufbereitet werden. Also setzte ich mich am vergangenen Wochenende hin und zauberte ein neues WordPress-Theme aus dem Ärmel, welches ich bescheidenerweise schlicht AWESOME taufte. Das Ergebnis setzt gerade diesen Post hier in Szene und ich für meinen Teil bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Obwohl dies sicherlich nicht jedem Besucher gleich auf Anhieb auffallen wird, habe ich mich während der Konzeptionsphase sowohl von Apple, als auch von Google und Microsoft inspirieren lassen. Perfekt abgerundete Icon-Ecken von Apples iOS, gepaart mit einem grundsätzlich Microsofts Metro Design-Prinzipien folgenden Layout und dem der Google Font-Library entliehenen, in jeder Hinsicht fantastischen Open-Source-Font – Roboto -, der in gleich zwei Versionen zum Einsatz kommt. Der grundsätzliche Aufbau folgt dabei dem klassischen Blog-Standard: Links eine einspaltige Sidebar, rechtes daneben die Inhalte – Retro-Feeling pur. In der alten Sidebar hatt sich in den letzten Jahren so unfassbar viel Müll angesammelt, dass ich die neue nun radikal verschlankt habe. Im oberen Bereich ein paar einführende Worte zu meiner Person (bei Bedarf gibt’s hier mehr), darunter ein paar wenige Links zu meinen primären Social-Media-Aktivitäten bei Twitter, Facebook und Instagram, anschließend kurz Werbung, eine Suchfunktion und zum Abschluss noch Verlinkungen zu den verschiedenen Themenrubriken des Blogs sowie eine Blogroll. Mehr braucht’s fürs erste nicht.

Mir persönlich reichen seit jeher die simpelsten Dinge aus, um kreativ zu sein. Man lege mir ein Blatt totes Holz (aka Papier) und einen gespitzten Bleistift bereit, dazu ein Glas kühlen Ananassaft – mehr braucht’s nicht. Das neue AWESOME-Theme führt mir jedes einzelne Mal, wenn ich meinen Blog ansurfe, exakt dies vor Augen: Minimalismus. Simplizität. Einfachheit. Raum um kreativ zu sein. Viel Raum für neue spannende Ideen. Ich liebe den neuen frischen AWESOME-Look – wahrlich ein Fortschritt gegenüber dem alten, letztlich dann doch äußerst beengten Layout, welches meinen Blog nun die letzten gut und gerne viereinhalb Jahre in Szene gesetzt hatte. Und da das Internet bekanntlich niemals still steht, wird sich auch InaiMathi.de peu á peu weiterentwickeln, so viel steht fest. Es ist seit jeher ein große Leidenschaft von mir, meine diversen Web-Projekte – aktuell sind dies InaiMathi.de und WrestlingBluRay.de – unter der Haube zu tunen, hier und da an der Optik zu schrauben und sie kontinuierlich zu verbessern, mit neuen Features zu versehen und schlicht und ergreifend auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, was – zumindest in meinem Fall – über ein regelmäßiges Updaten des WordPress-CMS hinaus geht.

Was könnt ihr, meine Leser, in Zukunft vom neuen InaiMathi.de erwarten? Nun, inhaltlich habe ich nicht vor, irgendetwas zu ändern. Weiterhin wird an dieser Stelle viel eigene Meinung zu vielfältigen Themengebieten kundgetan werden. Hier und da eine fundierte Review zu interessanten Produkten, ab kommendem Frühjahr wieder regelmäßige Wander- und Geocaching-Berichte, Posts über meine chronischen Videospiel-Leidenschaft, Neues aus Pauls Hundeleben und einiges mehr.

In diesem Sinne: Herzlich willkommen auf InaiMathi v3.0!

Microsoft kauft Mojang

MicrosoftJa, richtig gelesen: Der US-Software-Gigant Microsoft übernimmt angeblich für kolportierte 2,5 Milliarden US-Dollar das schwedische Entwicklerstudio Mojang, die Macher des populären Sandbox-Games “Minecraft”. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 2,5 Mrd. US-Dollar für ein Studio, das außer einem kreativen Blöckchenspiel sonst nicht allzu viel hervorgebracht hat. Klar geht’s auch um die Man- und Women-Power im Hintergrund, allen voran Markus ‘Notch’ Persson, der nun höchst wahrscheinlich irgendeinen total wichtigen Posten in irgendeiner Microsoft-Abteilung einnehmen dürfte, um ein derzeit beim Massenmarkt noch total irrelevantes Microsoft-Produkt (Windows, Xbox One?) durch Einbringen seines unvorstellbaren Erfahrungsschatzes auf Erfolg zu trimmen. Vorausgesetzt, er bleibt im Falle einer Übernahme überhaupt an Bord. Aber mein Gott, alles in allem eine unfassbare Summe für einen Independent-Entwickler, der seine Franchises bislang auf nahezu allen Plattformen – außer einigen von Microsoft – vertrieben hat.

Was könnte Microsoft mit Mojang anstellen? Es scheint mir relativ unwahrscheinlich, dass mit der wohl die Tage offiziell gemachten Übernahme alle bisherigen Fremdplattformen fallengelassen werden. Zur Erinnerung: Von Mojangs Vorzeigetitel “Minecraft” gibt’s derzeit Versionen für Xbox 360, PlayStation 3, Android-Smartphones, Apple iPhone, die PlayStation 4 sowie für Microsofts eigene Next-Gen-Konsole Xbox One und den good ol’ Computer/Mac. Außerdem entwickelt das Mojang-Team noch ein Tactical Card Game namens “Scrolls”, nur kommt dieses was seine Popularität angeht bei weitem nicht an das firmeneigene Erstlingswerk “Minecraft” heran und findet stattdessen eher in der Nische statt – wenn überhaupt.


Dass es irgendwann eine Fortsetzung zu “Minecraft” geben wird, steht ganz außer Frage. Dass Microsoft von nun an eine gewisse Exklusivität für seine eigenen Plattformen (Xbox, Windows und Windows Phone) anstreben wird, ebenfalls. Wie die ausschauen wird, keine Ahnung. Nur: Wie um alles in der Welt wollen die Redmonder den kolportierten Kaufpreis von zweieinhalb Milliarden US-Dollar jemals wieder einspielen? Der Deal muss schließlich wirtschaftlich irgendwie Sinn machen. Glaubt Microsoft allen Ernstes, die “Minecraft”-Fanboys und -Girls finden den Software-Giganten nun plötzlich total sympathisch, rennen ihnen nur wegen einem einzigen Titel die Türe Microsoft Stores ein, legen sich künftig stylische Surface-Tablets zu und stellen sich die bis dato tendenziell eher links liegen gelassene Xbox One ins Wohnzimmer? Eher nicht. Und doch dürfte exakt dies die Intention hinter der Übernahme sein.

Überhaupt kommt die Übernahme von Mojang recht überraschend, wie ich finde. Insbesondere ausgerechnet durch Microsoft. Und vor allem wenn man bedenkt, wie kritisch “Minecraft”-Schöpfer ‘Notch” einst über Microsoft und dessen Xbox One-Videospielkonsole hergezogen und wie er auf Twitter quasi aus dem Nichts einen ernsten Shitstorm gegen Microsofts Flagship-Produkt Windows 8 losgetreten hat, indem er angekündigt hat, dass es wohl keine eigene Windows-8-Version geben wird, einzig und allein, um Leute von einem Wechsel auf das neueste Windows-OS abzuhalten. Aber gut, mal ehrlich: Wer könnte bei einem solchen immensen Betrag auch allen ernstes ‘Nein’ sagen?!

Dennoch alles in allem ein in meinen Augen höchst merkwürdiger Deal, der da in der Luft liegt und höchstwahrscheinlich bereits nächste Woche Montag offiziell gemacht werden wird.

Wenn Microsoft gerade in Shopping-Laune ist, warum hat man dann ausgerechnet Mojang ins Visier genommen und nicht ein lohnenswerteres Übernahmeziel wie z.B. Electronic Arts mit all seinen Sub-Studios und Franchises oder von mir aus auch den Hardware-Konkurrenten Nintendo, der dieser Tage bekanntlich händeringend nach dem Sinn seines Daseins sucht? Gut, für letzteren hätten die Redmonder wohl noch einmal die Portokasse bemühen müssen. Naja, wie dem auch sei…

Microsofts Wege sind wie schon so oft unergründlich.

Update, 15. September 2014
Offiziell: Microsoft kauft Mojang & Minecraft für 2,5 Mrd. Dollar!

Paul

The Kingdom of Awesomeness hat einen neuen Einwohner: Paul. Hinter diesem unscheinbaren, aber nichtsdestotrotz grundsoliden Namen verbirgt sich ein quirliger Russmo (Kreuzung eines Jack-Russel-Terriers mit einem klassischen Mops), der vor gerade einmal neun Wochen im Norden von NRW das Licht der Welt erblickt hat und am gestrigen Samstag bei uns eingezogen ist. Meine Freundin ist schon seit jeher ein riesiger Mops-Fan, und obwohl ich diesen Geschöpfen einst nicht allzu viel abgewinnen konnte, bin ich von Paul hellauf begeistert. Ist er nicht unfassbar unfassbar f*ckin’ awesome?!

Paul - © www.InaiMathi.de

Wir haben uns bewusst für einen Russmo entschieden, um ein Statement zu setzen gegen diese ganzen Verzüchtungen, die da inzwischen getreu dem fragwürdigen Motto “Noch kugelrunder, noch weniger Ausdauer und quasi null Lebensqualität” herangezogen werden. Der Russmo hingegen soll, so der Gedanke hinter der Kreuzung, die Optik sowie das grundlegend gutmütige Wesen eines Mops besitzen, gepaart mit der allgemein hin aktiven, quirligen Art eines Jack-Russel-Terriers, was nicht nur dem Halter mehr Freude an seinem Vierbeiner bringen, sondern eben diesem auch ein lebenswerteres Dasein bescheren soll. Zudem besitzt der Russmo eine deutlich sichtbare Schnauze und nicht dieses eingequetschte Etwas (Stichwort: Atemprobleme), ist um einiges fitter, weniger anfällig für Krankheiten und grundsätzlich aufgeweckter unterwegs als der klassische überzüchtete Mops.

Und obwohl Paul noch keine 48 Stunden bei uns residiert, kann ich schon jetzt beinahe alle aufgeführten Punkte bestätigen. Zuhause in den heimischen vier Wänden erinnert er durch und durch an einen Mops: Er ist gemütlich, verspielt, unfassbar zutraulich und mit einer nicht von der Hand zu weisenden Intelligenz gesegnet, die nur Möpse ihr Eigen nennen. Zudem besteht er auf ausgiebige Streicheleinheiten, die sich gar nicht lang genug hinziehen können. Doch kaum geht’s vor die Tür, ist der kleine Racker quasi nicht wiederzuerkennen: Gemütlich Gassi-gehen ist (noch) nicht drin, stattdessen springt er kreuz und quer vor, hinter und neben uns herum – dass er dabei nicht auch noch Purzelbäume schlägt, ist ein wahres Wunder -, hopst durchs hohe Gras und in Pfützen hinein, will spielen ohne Ende und legt kurze Sprints hin, die so manchen “normalen” Mops-Welpen definitiv aus der Puste bringen würden. Man merkt, da kommen die Terrier-Gene durch!

Natürlich ist dies auf Dauer kein Zustand. Und so sind wir seit Pauls Einzug dran, dem “Youngster” ordentliche Manieren beizubringen, was bis dato – natürlich – noch nicht allzu gut geklappt hat. Doch wir bleiben dran und sind uns sicher, dass Paul uns in den kommenden Wochen, Monaten und hoffentlich vielen, vielen Jahren, in denen er an unserer Seite die große weite Welt entdecken wird, zu einem grandiosen Familienhund, stolzen Wappentier und Aushängeschild unseres kleinen Reichs heranwachsen wird. – Wobei, all dies ist er eigentlich schon, seit er das erste Mal unbeholfen durch unser Wohnzimmer getapst ist.

Promi Big Brother 2014

Promi Big Brother - © Sat.1 / EndemolAlle Jahre wieder machen sich Deutschlands Promis, beziehungsweise Menschen des mehr oder weniger öffentlichen Lebens, die sich für unheimlich relevant halten, im Fernsehen lächerlich. Erfolgte dies in den vergangenen Jahren in der Regel im Rahmen von “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” auf RTL, so hat seit vergangenem Jahr auch Sat.1 eine Resterampe für die hiesigen Pseudo-Stars und -Sternchen im Programm: Promi Big Brother. Wie schon im vergangenen Jahr möchte ich auch diesmal wieder eine Einschätzung zur aktuellen “Promi Big Brother”-Staffel abgeben und darüber hinaus einen Tipp wagen, wer denn unter Umständen beim Finale am 29. August 2014 noch nicht ausgezogen ist – ob nun freiwillig oder nicht, sei einmal dahingestellt.

Nach der von allen Seiten auf Sat.1 und die Produktionsfirma Endemol eingeprasselten Kritik an der ersten “Promi BB”-Staffel hat sich am Format einiges geändert: Zum einen wird es wieder in Köln produziert und zwar auf jenem alt-ehrwürdigen Produktionsgelände der MMC-Studios, auf dem schon die zahllosen Normalo-Staffeln für RTL 2 produziert wurden. Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn wurden wegrationalisiert. Der eine war einfach fehl am Platz, die andere fand ich zumindest recht witzig, allerdings wurden von ihr wohl mehr potenzielle Zuschauer verschreckt, als Sat.1 lieb sein kann, von daher kann ich diesen Schritt durchaus nachvollziehen. Während Cindy lediglich noch einmal pro Sendung kurz ihre Meinung zum aktuellen Geschehen im Haus beisteuern darf, wird die eigentliche Live-Show von Jochen Schropp (u.a. “X-Factor” auf VOX) moderiert…

Mag sein, dass der sich aufgrund seiner Anti-RTL-Haltung bei einigen Leuten einen Namen gemacht hat und dementsprechend gut ankommt. Ich für meinen Teil kann den ja mal so gar nicht ab und sehe ihn bisher als austauschbare Moderationsattrappe. In der Regel furchtbar hölzern runtergeratterte Moderationstexte der Kategorie Belanglosigkeit meets Dschungelcamp, null (echte) Emotionen, bei gleichzeitig aufgesetztem Dauergrinsen und eine alles in allem künstliche Art schrecken mich persönlich einfach nur ab und ich bin jedes Mal froh, wenn’s zurück in den Container geht. Und das soll schon was heißen!

Womit wir bei der diesjährigen Kandidatenriege angelangt wären. Fassen wir einfach mal zusammen, wer oder was sich da dieses Jahr alles so für prominent hält: Als da wären ein RTL-Junggeselle aus Leidenschaft, ‘ne unscheinbare TV-Kommissarin, der Wendler (nein, nicht DER Wender, nur der aus dem Dschungel), angeheirateter verarmter Adel, ein ehemaliger “Wer wird Millionär?”-Kandidat, ein nach Brasilien ausgewanderter Sexsüchtiger, eine Frau deren größte Lebensleistung es bis dato gewesen zu sein scheint, sich auf einem Zuschneidetisch für Teppiche nageln zu lassen, dann noch die Ex vom Stefan, ein verwirrtes One-Hit-Wonder, eine selbsternannte “Fachidioten” der Bildungsrichtung Jura, eine frühere deutsche Pornodarstellerin mit Hang zu Nacktgesang und dann wäre da noch Liz Baffoe.

Eines muss man den Machern ja lassen: Im Vergleich zum Vorjahr hat man sich auch bei der Qualität des Casts deutlich gesteigert. Nachdem Promi-Big-Brother 2013 zeitweise was von ‘nem Celebrity Rehab Project hatte, erinnert die aktuelle Staffel von der Kandidatenauswahl her an ein durchschnittliches RTL-Dschungelcamp, feat. die obligatorische Camp-Muddi, ein Haufen notorischer Langeweiler, einige verwirrte Menschen und Möchtegerns, paar Titten und was tendenziell Schmutziges für en Timeslot nach 23 Uhr. – In der Tat: top, Sat.1! – Nichtsdestotrotz fällt es mir echt schwer zu sagen, welcher der diesjährigen Promi-Verschnitt mich am wenigsten tangiert. Da unterbietet quasi einer den anderen.

Als er sich noch Politiker und Richter Gnadenlos schimpfte, lag ich mit ihm nicht unbedingt auf einer Wellenlänge. Doch ganz ehrlich: Seit der Schill einen auf “Nach mir die Sintflut!” macht und auch im Trailer komplett unverblümt hat raushängen lassen, dass er es sich auf seiner heimischen Matratze regelmäßig mit zwei wohlproportionierten, rassigen Brasilianerinnen gutgehen lässt, wird er mir zunehmend sympathisch – zumindest für die noch vor ihm und uns liegenden zwei Wochen. Auch Hubert “Sternenhimmel” Kah hat was, so vom Unterhaltungsfaktor her. Allerdings sollte man bei aller Gags, die über ihn gemacht wurden – und sicherlich noch gemacht werden – nicht vergessen, dass der Mann wohl ernsthaft krank war und vielleicht noch immer ist, weshalb ich nicht verstehe, dass er von Sat.1 überhaupt durchgewunken wurde. Sicher, dank ihm sind quasi in jeder Tageszusammenfassung witzige Szenen garantiert – aber kann man dies wirklich verantworten? Nun, scheinbar kann man das.

Ansonsten gab’s bisher haufenweise geistigen Dünnpfiff zu hören. Eine Ex-Porno-Ische, die nicht auf ihren einstigen Job reduziert werden will, jedoch gefühlt bei jeder sich ihr bietenden Gelegenheit drüber redet, ‘nen Dildo als Luxusgegensand mit im Haus hat und nach wie vor Geld mit Titten und blanker Muschi verdient – und mal ehrlich: Ich denke mal, nur die wenigsten schauen sich ihre Gigs an, weil sie Mias Songs so unheimlich geil finden. Dann das Teppichluder: Die hat ebenfalls gefühlt exakt ein Gesprächsthema im Gepäck, nämlich von wem sie sich wo und wie genau hat vögeln lassen. Und zu guter Letzt wäre da noch Jura-Studentin Ela. Ich will ihr an dieser Stelle definitiv nichts unterstellen, aber nicht erst seit Schills offensichtlicher Testfrage (die sie übrigens nicht beantworten konnte, obwohl exakt dieser Fall ihr als angehende Juristin alles andere als unbekannt sein dürfte) drängt sich mir das ungute Gefühl auf, dass sie ihre Uni, geschweige denn deren Hörsäle noch nicht allzu oft von innen gesehen hat. Ein Haufen Blender unter sich! Ansonsten geht mir die Frage nicht aus dem Kopf: Warum genau ist eigentlich Alexandra ins Haus gegangen – also, außer wegen der Kohle? Die anderen Kandidaten finde ich entweder stinklangweilig oder belanglos – oder gleich beides, so dass ich mir eine detailliert ausformulierte Meinung zu ihnen einfach mal spare, und stattdessen zu meinem Final-Tipp komme. – Welche drei Promi-Prachtexemplare schaffen es ins große Finale um 100.000 Euro am 29. August – und vor allen Dingen: Wie konnte es so weit kommen?

Ich denke letzten Endes werden Claudia, Ronald und… hm…… Paul den Sieg unter sich ausmachen. Die Effenberg ist – Hand aufs Herz – der einzige wirkliche “Promi” im Haus (zumindest war sie mal mit einem zusammen und wird auch jetzt noch mit einer recht hohen Medienpräsenz bedacht), gefolgt vom Schill, der als ehemaliger stellvertretender Bürgermeister der Stadt Hamburg und Gründer der nach ihm benannten Partei ebenfalls vielen Menschen hierzulande noch ein Begriff sein dürfte. Klar, aufgrund seiner verschrobenen Art wird er nicht jedermanns Sache sein und könnte sogar zum Hassobjekt der gesamten Staffel avancieren. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass er es recht weit schaffen dürfte. Außerdem mag ich seine provokante Art, wie er seine Mitbewohner auflaufen lässt und seine grundsätzliche Einstellung, dass er “Promi Big Brother” als großes Psychologie-Experiment sieht, wie er noch vor dem Einzug kund getan hat. Tja, und Bachelor-Paule, der kommt einfach so extrem schwiegermuttertauglich rüber, dass er es mit Leichtigkeit bis ins Finale schaffen wird, sollte er sich nicht irgendetwas unbedachtes zu schulden kommen lassen. Horden von die Wahlwiederholungstaste ihres Mobiltelefons malträtierenden Hausfrauen und Single-Mamas werden schon dafür sorgen.

Mein Final-Tipp lautet demnach: Claudia, Ronald und Paul.

WWE Supercard [Review]

WWE Supercard - © 2K Sports

Für das deutsche Wrestlingportal www.WrestlingBluRay.de, für das ich schreibe, habe ich die Tage eine Review zu “WWE Supercard”, einem neuen Sammelkartenspiel von 2K Games für iOS- und Android-Smartphones, online gestellt. Wer mit dem Thema Wrestling – genauer World Wrestling Entertainment (Monday Night RAW, Smackdown, NXT, etcpp) – etwas anfangen und sich zudem für CCGs wie “Magic – The Gathering”, “Warhammer 40k” oder auch “Yu-Gi-Oh!” begeistern kann, sollte definitiv einen Blick riskieren!

Hier geht’s zur Review auf WrestlingBluRay.de…

Gaming-Highlights im Herbst: Project C.A.R.S., NBA 2K15 & WWE 2K15

PlayStation LogoMal ehrlich: Ich bin schon ein wenig enttäuscht von meiner PlayStation 4. Nachdem das kleine sexy Biest vor gut einem Jahr auf der Electronic Entertainment Expo (E3) und Gamescom noch als das so ziemlich beste Gadget seit der Erfindung der elektrischen Eieruhr angepriesen wurde und sich mein Hype-Level auf einem entsprechend abgehobenen Niveau bewegte, hat sich inzwischen Ernüchterung breit gemacht – und ich bin mir ziemlich sicher, dass es da nicht nur mir so geht.

Klar, die PS4 ist eine wirklich großartige Videospielkonsole und eine Bereicherung für jedes Wohnzimmer, keine Frage. Allerdings habe ich dieser Tage nach wie vor nicht wirklich viele Gründe, die Kiste einzuschalten. Mit der PS4-exklusiven Remastered-Edition des gut und gerne anderthalb Jahre alten PS3-Systemsellers “The Last of Us” kam vor knall zwei Wochen mal wieder ein ziemlich guter hinzu, jedoch war der innerhalb weniger Abende durchgezockt und mit dem ersten Replay will ich mir noch ein Weilchen Zeit lassen. Somit ist es inzwischen nur noch “NBA 2K14″, das mich Abend für Abend den DualShock 4 malträtieren lässt. Ich empfinde es als unfassbar ernüchternd, wie wenige wirklich spielens- und somit auch kaufenswerte Games bis dato für PS4 veröffentlicht wurden. Im Prinzip herrscht in allen beiden Next-Gen-Regalen nach wie vor gähnende Leere, die wirklichen Spieleperlen, die ein jeder Gamer, der was auf sich hält, in seiner Sammlung wissen sollte, kann man an einer hand abzählen. Ein klares Zeichen für meine bereits im November letzten Jahres geäußerte These, dass die Konsole viel zu früh – zumindest früher als von Sony und Microsoft ursprünglich geplant – auf den Markt geworfen wurde. Dies gilt übrigens auch für Microsoft und dessen Xbox One.

Einen nicht von der Hand zu weisenden Vorteil hat der aktuelle Mangel an echten Blockbuster-Games natürlich: Mehr Moneten bleiben am Monatsende über für andere, vielleicht sogar sinnigere Anschaffungen. Die Frage ist lediglich: Will man das? Und vor allen Dingen: Wofür habe ich Anfang des Jahres über 500 Euro für eine neue Konsole ausgegeben und habe zwei BLoD-Attacken überlegt, wenn ich mir die Anschaffung eigentlich hätte sparen können? Doch wie es aussieht, werden Sony und Konsorten im nahenden Herbst einen Blitzkrieg Frontalangriff auf mein Bankkonto starten: Mit “NBA 2K15″, “WWE 2K15″ und dem wie es scheint in nahezu allen Belangen, die mir als Vollblut-Racher wichtig sind, augenscheinlich superben “Project C.A.R.S.” von Slightly Mad Studios werden im Oktober und November gleich drei potenzielle Release-Day-Buys auf den Markt geschmissen, die sich – so viel ist sicher – bis ins Frühjahr 2015 einen heißen Kampf um mein liebendes Gamer-Herz liefern werden.

Während ich davon ausgehe, dass “NBA 2K15″ (Release: 10. Oktober 2014) sich in etwa auf dem hohen Niveau des Vorgängers bewegen, alles in allem jedoch eher einem Vollpreis-Update feat. viel Feintuning der Spielmechaniken und selbstredend auf den neuesten Stand der Dinge gebrachte Team-Roster und Player-Stats gleichkommen wird, – also erneut für hunderte Spielstunden und zahlreiche NBA-Meisterschaften mit den Utah Jazz gut sein dürfte, erwarte ich von den beiden anderen Games, nicht mehr und nicht weniger als dass sie sich an die Spitze ihres jeweiligen Genres setzen und alsbald in meiner persönlichen Videogames Top-25-Liste auftauchen werden.

“WWE 2K15″ (Release: 30. Oktober 2014), dürfte zu dem mit großem Abstand optisch beeindruckendste Wrestling-Videospiel aller Zeiten avancieren. Da vom grundlegend überarbeiteten Gameplay jedoch bis dato noch nichts vorgestellt wurde und Optik bekanntlich nicht alles ist, bin ich mir noch nicht wirklich sicher, wie viel Zeit ich mit John Cena, CM Punk, Roman Reigns, Dean Ambrose, Dolph Ziggler, den sexy Diven und Co. letzten Endes totschlagen werde. Bin jedoch recht optimistisch, dass 2K Sports das Ding nach der Übernahme von Yukes zu einer echten Spielspaßgranate vom Schlage eines “NBA 2K14″ hochgezüchtet hat. Insbesondere der gepimpte, erstmals storygetriebene Karriere-Modus von “WWE 2K15″ hat es mir angetan. Ich persönlich würde es begrüßen, wenn die Präsentation des Games in etwa in dieselbe Richtung ginge, die schon Electronic Arts mit “EA Sports UFC 2014″ eingeschlagen hat. Auch die grundlegende Steuerung darf sich gerne an dem MMA-Titel orientieren, auch wenn es einiger Einarbeitungszeit bedarf.

Und zu guter letzt wäre da noch “Project CARS”, “pCARS” (Release: 28. November 2014) oder wie auch immer die hippen Leute da draußen diesen feuchten Traum eines jeden Motorsport-Enthusiasten nennen mögen. Ich verfolge die Entwicklung von “Project CARS” nun bereits seit einigen Jahren und gehöre sogar zu den Backern der ursprünglich angekündigten PC-Version. Anfangs verfolgte ich das Projekt nur beiläufig, da “Forza Motorsport 4″ mir auf der alt-ehrwürdigen Xbox 360 seinerzeit so ziemlich alles bot, was ich mir von einem packenden Konsolen-Rennspiel erwarte. Doch seit mir nach meinem Wechsel ins viel gerühmte PlayStation-Lager langsam aber sicher bewusst wurde, dass Sony es wohl nicht ge***issen bekommen wird, zum Launch der PS4 eine anständige Renn-Simulation im Line-Up zu haben – nein, “DriveClub” ist in meinen Augen keine Sim im eigentlichen Sinne, und “Need For Speed: Rivals”… nun ja, ich hab’s binnen 48 Stunden wieder zu Geld gemacht -, schaute ich mich gezwungenermaßen nach ernstzunehmenden Alternativen um und hoffe, diese nun in diesem höchst ambitionierten Projekt von Slightly Mad Studios gefunden zu haben.

Das britische Entwicklerstudio hat zwar bisher im Grunde nur mit imho tendenziell eher halbgaren Arcade-Racern wie “Need For Speed: SHIFT” und dessen direktem Nachfolger “NFS: SHIFT 2″ auf sich aufmerksam gemacht, allerdings haben die Jungs und Mädels sich für “Project C.A.R.S.” auf die Fahnen geschrieben, die in jeder Hinsicht realistischste Rennsimulation aller Zeiten zu kreieren. Und dieses Vorhaben könnte tatsächlich gelingen, immerhin waren einige Schwergewichte der internationalen Sim-Racer-Community unmittelbar an der Entwicklung des Titels beteiligt, was sich übrigens auch im Namen widerspiegelt: Project Community Assisted Racing Simulator. Während das Xbox-exklusive “Forza 5″, das Sony-exklusive “Gran Tourismo”-Franchise, Codemasters “F1 2014″ und wie sie alle heißen von sich behaupten, waschechte Renn-Simulationen zu sein (was durchaus stimmt, immerhin wird versucht Rennsport zu simulieren), letzten Endes jedoch größtmögliche Zugänglichkeit anstreben, um eine möglichst weit gefächerte Käuferschaft anzusprechen, setzt “pCARS” den Entwicklern zufolge auf schraubengenauen Realismus und ein anspruchsvolles Handling-Modell – was quasi seit Sierras legendären “Grand Prix Legends” (die Älteren werden sich unter Umständen noch entsinnen können…) in dieser Form und Kompromisslosigkeit nicht mehr gesehen wurde.

Ja doch: Während die GamesCom 2014 für mich in vielerlei Hinsicht eine herbe Enttäuschung war – die Sony-Pressekonferenz lief quasi ohne ein echtes Highlight ab, was ich mehr als bedenklich finde -, freue ich mich auf diese drei Spiele ganz besonders. Alle drei sind bei Amazon.de vorbestellt und ich kann’s quasi nicht mehr erwarten, dass mein Konto um ein paar Euronen erleichtert wird. ;)