InaiMathi.de

Wrestling-Deutschland im Herbst 2014

Man kann nun nicht gerade sagen, die WWE würde Deutschland und Österreich im Sturm erobern: Seit ihrer Rückkehr zu Tele 5 und ProSieben Maxx ins deutsche Free-TV haben sich die beiden WWE-Shows “Monday Night RAW” (hierzulande von Tele 5 bedauerlicherweise erst donnerstags ausgestrahlt) und “Friday Night Smackdown” (läuft samstags auf Pro7 Maxx) eine feste Stammzuschauerschaft von rund einer Viertelmillion Fans, respektive knapp 100.000 WWE-Enthusiasten erarbeitet. Mal sind’s ein paar mehr Zuschauer, mal ein paar weniger, die teils bis spät nachts vor der heimischen Glotze ausharren, um den Matches von Cesaro, Randy Orton, Roman Reigns, Dean Ambrose, AJ Lee, Paige und Co. zu frönen. So weit, so fanfreundlich, so überschaubar.

Doch was tun, wenn man einmal etwas besseres zu tun hat, als donnerstagabends vor der Glotze zu hocken und sich auf Tele 5 eine mehrfach von Werbung unterbrochene “RAW”-Wiederholung anzuschauen? Natürlich besteht die Möglichkeit, sich die Sendung per Festplattenreceiver für später aufzunehmen. Weitaus komfortabler ist es jedoch, die beiden Flagship-Shows der WWE einfach online zu schauen. Jetzt wird der ein oder andere sicherlich reingrätschen und mich drauf aufmerksam machen, dass dieses elendige Streaming doch total verpönt ist und illegal und überhaupt und sowieso. Ja, richtig. Zumal man die mit nahezu jedem illegalen Internetstream einhergehende Grundproblematik nur zu gut kennt: Bis erstmal ein funktionierender Stream aufgetrieben ist, vergeht erst einmal eine halbe Ewigkeit. Und wenn man dann wider erwarten doch noch einen gefunden hat, der einem mit seiner Qualität nicht die Tränen in die Augen treibt und gegebenenfalls Krebsgeschwüre wachsen lässt, ist einem die Lust auf Wrestling mittlerweile gründlich vergangen. Seien wir mal ehrlich: Genau so und nicht anders ist es doch gewesen, damals in den dunklen Zeiten, als wir es nicht besser wussten.

Glücklicherweise gibt es für die Generation Internet inzwischen verlässliche Möglichkeiten, sich die Matches aus der WWE absolut legal und in voller Länge online anzuschauen – quasi als Video-on-Demand. Eine halbwegs schnelle Internetleitung einmal vorausgesetzt. Wo? Lustigerweise direkt auf den Websites der ausstrahlenden TV-Sender! Auf Tele5.de und ProSiebenMaxx.de steht jeweils die aktuelle Episode von “RAW” und “Smackdown” eine Woche lang kostenlos zum Abruf bereit. Und zwar ganze Folgen, kein zerstückeltes 5-Minuten-Clip-Hickhack! Sicher, auch hier wird man ab und an mit einem kurzen Werbeblock konfrontiert, immerhin muss sich dieser Service für die Sender ja auch in irgendeiner Weise rentieren, dafür ist die Bildqualität in der Regel super und der Stream läuft stabil durch, ohne nach jedem zweiten Match in die Knie zu gehen. Das ist neu und eine in meinen Augen absolut begrüßenswerte Entwicklung! Früher ging’s halt nicht, da WWE hinter der Bezahlschranke von Sky Deutschland über den Äther ging. Wer will, kann sich “RAW”, “Smackdown” und die WWE-Nachwuchsliga NXT (lauft in Erstausstrahlung auf ProSieben FUN im Pay-TV) zudem auch auf Maxdome ansehen. Allerdings ist der Abruf dort mit Kosten verbunden, entweder durch ein nötiges Abo, oder solchen, die ein Einzelabruf mit sich bringt.

Und was ist mit den Pay-Per-Views? Die laufen seit WrestleMania XXX im vergangenen April auf Maxdome, der Online-Videothek von ProSiebenSat.1, und werden dort ausschließlich über das Web verbreitet. Live sowie als VoD-Wiederholung, jeweils mit Abrufgebühren hin Höhe von bis zu 25 Euro verbunden. Hatte ich im März diesen Jahres, als der Weggang von Sky Deutschland zurück ins Free-TV bekannt wurde, noch befürchtet, der hiesigen Wrestling-Community drohe ein gigantischer Rückschritt in die Wrestling-Steinzeit, kann ich dies inzwischen zumindest ein wenig relativieren: Maxdome liefert bis dato grundsolide Arbeit ab! Die gebotene Qualität des Livestreams ist super, man geht recht zeitnah auf Kundenwünsche ein, nimmt sich Feedback und Kritik zu Herzen und auch sonst wirkt das Angebot auf Maxdome.de äußerst verlockend. Und ja, das alles würde ich genau so schreiben, wenn WWE Deutschland und insbesondere ProSiebenSat.1 nicht zur erlesenen Riege der Partner des von meiner Wenigkeit verantworteten Newsportals WrestlingBluray.de gehören würden! Wer einen schmucken Google Chromecast-Stick (siehe Anleitung auf WBR.de), eine halbwegs aktuelle Videospielkonsole (Xbox One, Xbox 360, PS3 oder eine PlayStation 4) oder eine der von Maxdome offiziell unterstützte Streaming-Boxen sein Eigen nennt, kann sich die Bouts der WWE-Superstars sogar wie früher bei Sky auf dem großen HD-Flatscreen geben. – Meine Freundin und ich haben uns WWE-Großveranstaltungen nun bereits mehrfach via Chromecast sowie neuerdings auch über die Maxdome-App auf unserer PlayStation 4 angeschaut, und können uns nicht beklagen. Zumindest haben wir der investierten PPV-Gebühr bis dato noch nie hinterher getrauert.

Sicherlich ist nicht alles perfekt. Nein, nicht mal ansatzweise. Beispielsweise nervt es mich als Bildungsbürger sehr, dass es Tele 5 und ProSieben Maxx im Jahr 2014 nicht möglich ist, eine separate Tonoption bereitzustellen, mit deren Hilfe ich “RAW”, “Smackdown” und Co. im US-Originalton verfolgen kann. Dasselbe gilt für Maxdome: Auch dort werden die monatlichen Pay-Per-Views live ausschließlich mit dem deutschen Kommentar von Carsten Schaefer, Bernhard Wulff, Sebastian Hackl und Holger Böschen gestreamt. Nichts gegen die vier ambitionierten Herren, die machen das absolut grundsolide. Nur: Ich würde mir halt eben lieber von Michael Cole, JBL und Jerry Lawler ein Ohr ablabern lassen – ganz so, wie das früher auf Sky Sport auch möglich war. Im Falle von Maxdome liegt es wohl an fehlenden Rechten. Doch die ließen sich erwerben, wenn man dies denn wollen würde… naja. Dass “Monday Night RAW” nicht mehr live übertragen wird, davon will ich an dieser Stelle gar nicht erst anfangen. Nur so viel: ein Unding!

Wer mir jetzt mit dem sicherlich gut gemeinten Ratschlagt kommt: Ja, dann schau’ dir die Shows doch auf Seite XYZ.net an, bla, bla, bladiblup… – bitte nicht vergessen: In diesem Post geht’s ausdrücklich um legale Wege, Wrestling im Allgemeinen und WWE im Speziellen zu schauen! ;) Zumal ich ein grundsätzlich gutes Angebot gerne auch mal mit dem ein oder anderen überwiesenen Euro goutiere. Ist im Grunde dasselbe wie bei der Bundesliga: Klar könnt’ ich mir die Spiele des glorreichen 1. FC Köln auch “anderswo” anschauen und das kostenlos, – tue ich aber aus den oben aufgeführten Gründen nicht. Diese teils beinahe schon pervers aufreizend zur Schau gestellte Schnorrermentalität, die hierzulande von nicht gerade wenigen gepflegt wird, geht mir seit jeher tierisch auf den Sack! Sich Die-Hard-Fan eines Vereins oder einer Sportart schimpfen, jedoch nicht bereit sein auch mal etwas für sein passives Hobby zu investieren. Tolle Fans!

Abschließend bleibt festzuhalten: Deutschland im Herbst 2014 ist für Sports-Entertainment-Fetischisten wie mich sicherlich alles andere als ein Schlaraffenland, in dem Milch und Honig fließen. Und bis hierzulande das WWE Network aufschlägt – wenn es denn überhaupt kommt -, wird sich am Status quo aller Voraussicht nach wohl auch nicht allzu viel ändern. Nichtsdestotrotz wurden endlich seriöse Angebote etabliert, die dem geneigten Fan das zeitversetzte, nicht lineare Verfolgen seines Hobbies ermöglichen – aktuell noch mit Abstrichen im Komfort und Angebot, aber immerhin.

Yakkem!

I’m so dermaßen pumped… – 10. Oktober 2014!

AWESOME!

Es wurde höchste Zeit: Nach nunmehr über viereinhalb Jahren in den unendlichen Weiten des Internets war der Zeitpunkt gekommen, InaiMathi.de einem grundlegenden Relaunch zu unterziehen. Ein paar erklärende Worte zur neuen Ausrichtung, wieso, weshalb warum und überhaupt.

Im März 2010 ging InaiMathi.de als privater Blog online, mit dem Ziel mir die Möglichkeit zu geben, meine ausschweifenden Gedanken zu mannigfaltigen Themen, eben all das, was nicht in 140 Zeichen passt, im Web zu virtuellem Papier zu bringen. Auf anfänglichen Cat Content folgten schnell tiefere Texte zu Themen, die mich persönlich bewegt haben und dies nach wie vor tun, mit Herz und Verstand geschriebene Buchrezensionen, Kritiken zu Filmen und Serien und so mancher Text zu aktuellen Games und betagten Spielperlen aus meiner Sammlung. Wenig später kamen i.d.R. längere Erfahrungsberichte zu Geocaching- und Wandertouren hinzu, zudem allerlei zum Thema Gaming und ja, zu so einer Art Online-Portfolio für meine Referenzen aus dem Bereich WD&D mutierte die Seite schließlich auch noch.

Es war nicht zu übersehen: der Blog ging immer mehr in die Breite, platzte spätestens im vergangenen Jahr aus allen Nähten, wurde unübersichtlicher und schreckte mich, wenn ich ehrlich bin, langsam aber sicher immer mehr ab, meiner täglichen Blog-Routine nachzugehen. Und wie das in solchen Fällen allgemein hin so ist, nimmt man sich erst einmal eine Auszeit, beantragt gegebenenfalls eine Kur und macht sich seine Gedanken darüber, wie all das, was in den letzten Monaten (und Jahren) so aus dem Ruder gelaufen ist, wieder in den Griff zu bekommen ist.

Schnell wurde mir klar, was ich zu allererst ändern musste: Aus InaiMathi.de sollte wieder ein Blog werden. Inhalte, die bislang auf mehreren Unterseiten im Portal-Style auf der Seite präsentiert wurden, sollten künftig wieder ganz klassisch untereinander stehen, bei Bedarf von Lesern kommentiert werden können und von einem betont minimalistisch gehaltenen Template in den Vordergrund, in den Fokus gerückt werden. Denn wie heißt es immer so schön: “Content is King”! Dabei sollte es nicht mehr wie zuletzt zwischen verschiedenen Rubriken unterschieden werden – ganz egal, ob nun einfacher Blogpost zum aktuellen Zeitgeschehen, brandneue Review, ein ausladender Wanderbericht oder ein Beitrag zum Thema Fitness – jedes Thema sollte fortan wieder gleichberechtigt sein und  identisch aufbereitet werden. Also setzte ich mich am vergangenen Wochenende hin und zauberte ein neues WordPress-Theme aus dem Ärmel, welches ich bescheidenerweise schlicht AWESOME taufte. Das Ergebnis setzt gerade diesen Post hier in Szene und ich für meinen Teil bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Obwohl dies sicherlich nicht jedem Besucher gleich auf Anhieb auffallen wird, habe ich mich während der Konzeptionsphase sowohl von Apple, als auch von Google und Microsoft inspirieren lassen. Perfekt abgerundete Icon-Ecken von Apples iOS, gepaart mit einem grundsätzlich Microsofts Metro Design-Prinzipien folgenden Layout und dem der Google Font-Library entliehenen, in jeder Hinsicht fantastischen Open-Source-Font – Roboto -, der in gleich zwei Versionen zum Einsatz kommt. Der grundsätzliche Aufbau folgt dabei dem klassischen Blog-Standard: Links eine einspaltige Sidebar, rechtes daneben die Inhalte – Retro-Feeling pur. In der alten Sidebar hatt sich in den letzten Jahren so unfassbar viel Müll angesammelt, dass ich die neue nun radikal verschlankt habe. Im oberen Bereich ein paar einführende Worte zu meiner Person (bei Bedarf gibt’s hier mehr), darunter ein paar wenige Links zu meinen primären Social-Media-Aktivitäten bei Twitter, Facebook und Instagram, anschließend kurz Werbung, eine Suchfunktion und zum Abschluss noch Verlinkungen zu den verschiedenen Themenrubriken des Blogs sowie eine Blogroll. Mehr braucht’s fürs erste nicht.

Mir persönlich reichen seit jeher die simpelsten Dinge aus, um kreativ zu sein. Man lege mir ein Blatt totes Holz (aka Papier) und einen gespitzten Bleistift bereit, dazu ein Glas kühlen Ananassaft – mehr braucht’s nicht. Das neue AWESOME-Theme führt mir jedes einzelne Mal, wenn ich meinen Blog ansurfe, exakt dies vor Augen: Minimalismus. Simplizität. Einfachheit. Raum um kreativ zu sein. Viel Raum für neue spannende Ideen. Ich liebe den neuen frischen AWESOME-Look – wahrlich ein Fortschritt gegenüber dem alten, letztlich dann doch äußerst beengten Layout, welches meinen Blog nun die letzten gut und gerne viereinhalb Jahre in Szene gesetzt hatte. Und da das Internet bekanntlich niemals still steht, wird sich auch InaiMathi.de peu á peu weiterentwickeln, so viel steht fest. Es ist seit jeher ein große Leidenschaft von mir, meine diversen Web-Projekte – aktuell sind dies InaiMathi.de und WrestlingBluRay.de – unter der Haube zu tunen, hier und da an der Optik zu schrauben und sie kontinuierlich zu verbessern, mit neuen Features zu versehen und schlicht und ergreifend auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, was – zumindest in meinem Fall – über ein regelmäßiges Updaten des WordPress-CMS hinaus geht.

Was könnt ihr, meine Leser, in Zukunft vom neuen InaiMathi.de erwarten? Nun, inhaltlich habe ich nicht vor, irgendetwas zu ändern. Weiterhin wird an dieser Stelle viel eigene Meinung zu vielfältigen Themengebieten kundgetan werden. Hier und da eine fundierte Review zu interessanten Produkten, ab kommendem Frühjahr wieder regelmäßige Wander- und Geocaching-Berichte, Posts über meine chronischen Videospiel-Leidenschaft, Neues aus Pauls Hundeleben und einiges mehr.

In diesem Sinne: Herzlich willkommen auf InaiMathi v3.0!

Microsoft kauft Mojang

MicrosoftJa, richtig gelesen: Der US-Software-Gigant Microsoft übernimmt angeblich für kolportierte 2,5 Milliarden US-Dollar das schwedische Entwicklerstudio Mojang, die Macher des populären Sandbox-Games “Minecraft”. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 2,5 Mrd. US-Dollar für ein Studio, das außer einem kreativen Blöckchenspiel sonst nicht allzu viel hervorgebracht hat. Klar geht’s auch um die Man- und Women-Power im Hintergrund, allen voran Markus ‘Notch’ Persson, der nun höchst wahrscheinlich irgendeinen total wichtigen Posten in irgendeiner Microsoft-Abteilung einnehmen dürfte, um ein derzeit beim Massenmarkt noch total irrelevantes Microsoft-Produkt (Windows, Xbox One?) durch Einbringen seines unvorstellbaren Erfahrungsschatzes auf Erfolg zu trimmen. Vorausgesetzt, er bleibt im Falle einer Übernahme überhaupt an Bord. Aber mein Gott, alles in allem eine unfassbare Summe für einen Independent-Entwickler, der seine Franchises bislang auf nahezu allen Plattformen – außer einigen von Microsoft – vertrieben hat.

Was könnte Microsoft mit Mojang anstellen? Es scheint mir relativ unwahrscheinlich, dass mit der wohl die Tage offiziell gemachten Übernahme alle bisherigen Fremdplattformen fallengelassen werden. Zur Erinnerung: Von Mojangs Vorzeigetitel “Minecraft” gibt’s derzeit Versionen für Xbox 360, PlayStation 3, Android-Smartphones, Apple iPhone, die PlayStation 4 sowie für Microsofts eigene Next-Gen-Konsole Xbox One und den good ol’ Computer/Mac. Außerdem entwickelt das Mojang-Team noch ein Tactical Card Game namens “Scrolls”, nur kommt dieses was seine Popularität angeht bei weitem nicht an das firmeneigene Erstlingswerk “Minecraft” heran und findet stattdessen eher in der Nische statt – wenn überhaupt.


Dass es irgendwann eine Fortsetzung zu “Minecraft” geben wird, steht ganz außer Frage. Dass Microsoft von nun an eine gewisse Exklusivität für seine eigenen Plattformen (Xbox, Windows und Windows Phone) anstreben wird, ebenfalls. Wie die ausschauen wird, keine Ahnung. Nur: Wie um alles in der Welt wollen die Redmonder den kolportierten Kaufpreis von zweieinhalb Milliarden US-Dollar jemals wieder einspielen? Der Deal muss schließlich wirtschaftlich irgendwie Sinn machen. Glaubt Microsoft allen Ernstes, die “Minecraft”-Fanboys und -Girls finden den Software-Giganten nun plötzlich total sympathisch, rennen ihnen nur wegen einem einzigen Titel die Türe Microsoft Stores ein, legen sich künftig stylische Surface-Tablets zu und stellen sich die bis dato tendenziell eher links liegen gelassene Xbox One ins Wohnzimmer? Eher nicht. Und doch dürfte exakt dies die Intention hinter der Übernahme sein.

Überhaupt kommt die Übernahme von Mojang recht überraschend, wie ich finde. Insbesondere ausgerechnet durch Microsoft. Und vor allem wenn man bedenkt, wie kritisch “Minecraft”-Schöpfer ‘Notch” einst über Microsoft und dessen Xbox One-Videospielkonsole hergezogen und wie er auf Twitter quasi aus dem Nichts einen ernsten Shitstorm gegen Microsofts Flagship-Produkt Windows 8 losgetreten hat, indem er angekündigt hat, dass es wohl keine eigene Windows-8-Version geben wird, einzig und allein, um Leute von einem Wechsel auf das neueste Windows-OS abzuhalten. Aber gut, mal ehrlich: Wer könnte bei einem solchen immensen Betrag auch allen ernstes ‘Nein’ sagen?!

Dennoch alles in allem ein in meinen Augen höchst merkwürdiger Deal, der da in der Luft liegt und höchstwahrscheinlich bereits nächste Woche Montag offiziell gemacht werden wird.

Wenn Microsoft gerade in Shopping-Laune ist, warum hat man dann ausgerechnet Mojang ins Visier genommen und nicht ein lohnenswerteres Übernahmeziel wie z.B. Electronic Arts mit all seinen Sub-Studios und Franchises oder von mir aus auch den Hardware-Konkurrenten Nintendo, der dieser Tage bekanntlich händeringend nach dem Sinn seines Daseins sucht? Gut, für letzteren hätten die Redmonder wohl noch einmal die Portokasse bemühen müssen. Naja, wie dem auch sei…

Microsofts Wege sind wie schon so oft unergründlich.

Update, 15. September 2014
Offiziell: Microsoft kauft Mojang & Minecraft für 2,5 Mrd. Dollar!

Paul

The Kingdom of Awesomeness hat einen neuen Einwohner: Paul. Hinter diesem unscheinbaren, aber nichtsdestotrotz grundsoliden Namen verbirgt sich ein quirliger Russmo (Kreuzung eines Jack-Russel-Terriers mit einem klassischen Mops), der vor gerade einmal neun Wochen im Norden von NRW das Licht der Welt erblickt hat und am gestrigen Samstag bei uns eingezogen ist. Meine Freundin ist schon seit jeher ein riesiger Mops-Fan, und obwohl ich diesen Geschöpfen einst nicht allzu viel abgewinnen konnte, bin ich von Paul hellauf begeistert. Ist er nicht unfassbar unfassbar f*ckin’ awesome?!

Paul - © www.InaiMathi.de

Wir haben uns bewusst für einen Russmo entschieden, um ein Statement zu setzen gegen diese ganzen Verzüchtungen, die da inzwischen getreu dem fragwürdigen Motto “Noch kugelrunder, noch weniger Ausdauer und quasi null Lebensqualität” herangezogen werden. Der Russmo hingegen soll, so der Gedanke hinter der Kreuzung, die Optik sowie das grundlegend gutmütige Wesen eines Mops besitzen, gepaart mit der allgemein hin aktiven, quirligen Art eines Jack-Russel-Terriers, was nicht nur dem Halter mehr Freude an seinem Vierbeiner bringen, sondern eben diesem auch ein lebenswerteres Dasein bescheren soll. Zudem besitzt der Russmo eine deutlich sichtbare Schnauze und nicht dieses eingequetschte Etwas (Stichwort: Atemprobleme), ist um einiges fitter, weniger anfällig für Krankheiten und grundsätzlich aufgeweckter unterwegs als der klassische überzüchtete Mops.

Und obwohl Paul noch keine 48 Stunden bei uns residiert, kann ich schon jetzt beinahe alle aufgeführten Punkte bestätigen. Zuhause in den heimischen vier Wänden erinnert er durch und durch an einen Mops: Er ist gemütlich, verspielt, unfassbar zutraulich und mit einer nicht von der Hand zu weisenden Intelligenz gesegnet, die nur Möpse ihr Eigen nennen. Zudem besteht er auf ausgiebige Streicheleinheiten, die sich gar nicht lang genug hinziehen können. Doch kaum geht’s vor die Tür, ist der kleine Racker quasi nicht wiederzuerkennen: Gemütlich Gassi-gehen ist (noch) nicht drin, stattdessen springt er kreuz und quer vor, hinter und neben uns herum – dass er dabei nicht auch noch Purzelbäume schlägt, ist ein wahres Wunder -, hopst durchs hohe Gras und in Pfützen hinein, will spielen ohne Ende und legt kurze Sprints hin, die so manchen “normalen” Mops-Welpen definitiv aus der Puste bringen würden. Man merkt, da kommen die Terrier-Gene durch!

Natürlich ist dies auf Dauer kein Zustand. Und so sind wir seit Pauls Einzug dran, dem “Youngster” ordentliche Manieren beizubringen, was bis dato – natürlich – noch nicht allzu gut geklappt hat. Doch wir bleiben dran und sind uns sicher, dass Paul uns in den kommenden Wochen, Monaten und hoffentlich vielen, vielen Jahren, in denen er an unserer Seite die große weite Welt entdecken wird, zu einem grandiosen Familienhund, stolzen Wappentier und Aushängeschild unseres kleinen Reichs heranwachsen wird. – Wobei, all dies ist er eigentlich schon, seit er das erste Mal unbeholfen durch unser Wohnzimmer getapst ist.

Promi Big Brother 2014

Promi Big Brother - © Sat.1 / EndemolAlle Jahre wieder machen sich Deutschlands Promis, beziehungsweise Menschen des mehr oder weniger öffentlichen Lebens, die sich für unheimlich relevant halten, im Fernsehen lächerlich. Erfolgte dies in den vergangenen Jahren in der Regel im Rahmen von “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” auf RTL, so hat seit vergangenem Jahr auch Sat.1 eine Resterampe für die hiesigen Pseudo-Stars und -Sternchen im Programm: Promi Big Brother. Wie schon im vergangenen Jahr möchte ich auch diesmal wieder eine Einschätzung zur aktuellen “Promi Big Brother”-Staffel abgeben und darüber hinaus einen Tipp wagen, wer denn unter Umständen beim Finale am 29. August 2014 noch nicht ausgezogen ist – ob nun freiwillig oder nicht, sei einmal dahingestellt.

Nach der von allen Seiten auf Sat.1 und die Produktionsfirma Endemol eingeprasselten Kritik an der ersten “Promi BB”-Staffel hat sich am Format einiges geändert: Zum einen wird es wieder in Köln produziert und zwar auf jenem alt-ehrwürdigen Produktionsgelände der MMC-Studios, auf dem schon die zahllosen Normalo-Staffeln für RTL 2 produziert wurden. Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn wurden wegrationalisiert. Der eine war einfach fehl am Platz, die andere fand ich zumindest recht witzig, allerdings wurden von ihr wohl mehr potenzielle Zuschauer verschreckt, als Sat.1 lieb sein kann, von daher kann ich diesen Schritt durchaus nachvollziehen. Während Cindy lediglich noch einmal pro Sendung kurz ihre Meinung zum aktuellen Geschehen im Haus beisteuern darf, wird die eigentliche Live-Show von Jochen Schropp (u.a. “X-Factor” auf VOX) moderiert…

Mag sein, dass der sich aufgrund seiner Anti-RTL-Haltung bei einigen Leuten einen Namen gemacht hat und dementsprechend gut ankommt. Ich für meinen Teil kann den ja mal so gar nicht ab und sehe ihn bisher als austauschbare Moderationsattrappe. In der Regel furchtbar hölzern runtergeratterte Moderationstexte der Kategorie Belanglosigkeit meets Dschungelcamp, null (echte) Emotionen, bei gleichzeitig aufgesetztem Dauergrinsen und eine alles in allem künstliche Art schrecken mich persönlich einfach nur ab und ich bin jedes Mal froh, wenn’s zurück in den Container geht. Und das soll schon was heißen!

Womit wir bei der diesjährigen Kandidatenriege angelangt wären. Fassen wir einfach mal zusammen, wer oder was sich da dieses Jahr alles so für prominent hält: Als da wären ein RTL-Junggeselle aus Leidenschaft, ‘ne unscheinbare TV-Kommissarin, der Wendler (nein, nicht DER Wender, nur der aus dem Dschungel), angeheirateter verarmter Adel, ein ehemaliger “Wer wird Millionär?”-Kandidat, ein nach Brasilien ausgewanderter Sexsüchtiger, eine Frau deren größte Lebensleistung es bis dato gewesen zu sein scheint, sich auf einem Zuschneidetisch für Teppiche nageln zu lassen, dann noch die Ex vom Stefan, ein verwirrtes One-Hit-Wonder, eine selbsternannte “Fachidioten” der Bildungsrichtung Jura, eine frühere deutsche Pornodarstellerin mit Hang zu Nacktgesang und dann wäre da noch Liz Baffoe.

Eines muss man den Machern ja lassen: Im Vergleich zum Vorjahr hat man sich auch bei der Qualität des Casts deutlich gesteigert. Nachdem Promi-Big-Brother 2013 zeitweise was von ‘nem Celebrity Rehab Project hatte, erinnert die aktuelle Staffel von der Kandidatenauswahl her an ein durchschnittliches RTL-Dschungelcamp, feat. die obligatorische Camp-Muddi, ein Haufen notorischer Langeweiler, einige verwirrte Menschen und Möchtegerns, paar Titten und was tendenziell Schmutziges für en Timeslot nach 23 Uhr. – In der Tat: top, Sat.1! – Nichtsdestotrotz fällt es mir echt schwer zu sagen, welcher der diesjährigen Promi-Verschnitt mich am wenigsten tangiert. Da unterbietet quasi einer den anderen.

Als er sich noch Politiker und Richter Gnadenlos schimpfte, lag ich mit ihm nicht unbedingt auf einer Wellenlänge. Doch ganz ehrlich: Seit der Schill einen auf “Nach mir die Sintflut!” macht und auch im Trailer komplett unverblümt hat raushängen lassen, dass er es sich auf seiner heimischen Matratze regelmäßig mit zwei wohlproportionierten, rassigen Brasilianerinnen gutgehen lässt, wird er mir zunehmend sympathisch – zumindest für die noch vor ihm und uns liegenden zwei Wochen. Auch Hubert “Sternenhimmel” Kah hat was, so vom Unterhaltungsfaktor her. Allerdings sollte man bei aller Gags, die über ihn gemacht wurden – und sicherlich noch gemacht werden – nicht vergessen, dass der Mann wohl ernsthaft krank war und vielleicht noch immer ist, weshalb ich nicht verstehe, dass er von Sat.1 überhaupt durchgewunken wurde. Sicher, dank ihm sind quasi in jeder Tageszusammenfassung witzige Szenen garantiert – aber kann man dies wirklich verantworten? Nun, scheinbar kann man das.

Ansonsten gab’s bisher haufenweise geistigen Dünnpfiff zu hören. Eine Ex-Porno-Ische, die nicht auf ihren einstigen Job reduziert werden will, jedoch gefühlt bei jeder sich ihr bietenden Gelegenheit drüber redet, ‘nen Dildo als Luxusgegensand mit im Haus hat und nach wie vor Geld mit Titten und blanker Muschi verdient – und mal ehrlich: Ich denke mal, nur die wenigsten schauen sich ihre Gigs an, weil sie Mias Songs so unheimlich geil finden. Dann das Teppichluder: Die hat ebenfalls gefühlt exakt ein Gesprächsthema im Gepäck, nämlich von wem sie sich wo und wie genau hat vögeln lassen. Und zu guter Letzt wäre da noch Jura-Studentin Ela. Ich will ihr an dieser Stelle definitiv nichts unterstellen, aber nicht erst seit Schills offensichtlicher Testfrage (die sie übrigens nicht beantworten konnte, obwohl exakt dieser Fall ihr als angehende Juristin alles andere als unbekannt sein dürfte) drängt sich mir das ungute Gefühl auf, dass sie ihre Uni, geschweige denn deren Hörsäle noch nicht allzu oft von innen gesehen hat. Ein Haufen Blender unter sich! Ansonsten geht mir die Frage nicht aus dem Kopf: Warum genau ist eigentlich Alexandra ins Haus gegangen – also, außer wegen der Kohle? Die anderen Kandidaten finde ich entweder stinklangweilig oder belanglos – oder gleich beides, so dass ich mir eine detailliert ausformulierte Meinung zu ihnen einfach mal spare, und stattdessen zu meinem Final-Tipp komme. – Welche drei Promi-Prachtexemplare schaffen es ins große Finale um 100.000 Euro am 29. August – und vor allen Dingen: Wie konnte es so weit kommen?

Ich denke letzten Endes werden Claudia, Ronald und… hm…… Paul den Sieg unter sich ausmachen. Die Effenberg ist – Hand aufs Herz – der einzige wirkliche “Promi” im Haus (zumindest war sie mal mit einem zusammen und wird auch jetzt noch mit einer recht hohen Medienpräsenz bedacht), gefolgt vom Schill, der als ehemaliger stellvertretender Bürgermeister der Stadt Hamburg und Gründer der nach ihm benannten Partei ebenfalls vielen Menschen hierzulande noch ein Begriff sein dürfte. Klar, aufgrund seiner verschrobenen Art wird er nicht jedermanns Sache sein und könnte sogar zum Hassobjekt der gesamten Staffel avancieren. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass er es recht weit schaffen dürfte. Außerdem mag ich seine provokante Art, wie er seine Mitbewohner auflaufen lässt und seine grundsätzliche Einstellung, dass er “Promi Big Brother” als großes Psychologie-Experiment sieht, wie er noch vor dem Einzug kund getan hat. Tja, und Bachelor-Paule, der kommt einfach so extrem schwiegermuttertauglich rüber, dass er es mit Leichtigkeit bis ins Finale schaffen wird, sollte er sich nicht irgendetwas unbedachtes zu schulden kommen lassen. Horden von die Wahlwiederholungstaste ihres Mobiltelefons malträtierenden Hausfrauen und Single-Mamas werden schon dafür sorgen.

Mein Final-Tipp lautet demnach: Claudia, Ronald und Paul.

WWE Supercard [Review]

WWE Supercard - © 2K Sports

Für das deutsche Wrestlingportal www.WrestlingBluRay.de, für das ich schreibe, habe ich die Tage eine Review zu “WWE Supercard”, einem neuen Sammelkartenspiel von 2K Games für iOS- und Android-Smartphones, online gestellt. Wer mit dem Thema Wrestling – genauer World Wrestling Entertainment (Monday Night RAW, Smackdown, NXT, etcpp) – etwas anfangen und sich zudem für CCGs wie “Magic – The Gathering”, “Warhammer 40k” oder auch “Yu-Gi-Oh!” begeistern kann, sollte definitiv einen Blick riskieren!

Hier geht’s zur Review auf WrestlingBluRay.de…

Gaming-Highlights im Herbst: Project C.A.R.S., NBA 2K15 & WWE 2K15

PlayStation LogoMal ehrlich: Ich bin schon ein wenig enttäuscht von meiner PlayStation 4. Nachdem das kleine sexy Biest vor gut einem Jahr auf der Electronic Entertainment Expo (E3) und Gamescom noch als das so ziemlich beste Gadget seit der Erfindung der elektrischen Eieruhr angepriesen wurde und sich mein Hype-Level auf einem entsprechend abgehobenen Niveau bewegte, hat sich inzwischen Ernüchterung breit gemacht – und ich bin mir ziemlich sicher, dass es da nicht nur mir so geht.

Klar, die PS4 ist eine wirklich großartige Videospielkonsole und eine Bereicherung für jedes Wohnzimmer, keine Frage. Allerdings habe ich dieser Tage nach wie vor nicht wirklich viele Gründe, die Kiste einzuschalten. Mit der PS4-exklusiven Remastered-Edition des gut und gerne anderthalb Jahre alten PS3-Systemsellers “The Last of Us” kam vor knall zwei Wochen mal wieder ein ziemlich guter hinzu, jedoch war der innerhalb weniger Abende durchgezockt und mit dem ersten Replay will ich mir noch ein Weilchen Zeit lassen. Somit ist es inzwischen nur noch “NBA 2K14″, das mich Abend für Abend den DualShock 4 malträtieren lässt. Ich empfinde es als unfassbar ernüchternd, wie wenige wirklich spielens- und somit auch kaufenswerte Games bis dato für PS4 veröffentlicht wurden. Im Prinzip herrscht in allen beiden Next-Gen-Regalen nach wie vor gähnende Leere, die wirklichen Spieleperlen, die ein jeder Gamer, der was auf sich hält, in seiner Sammlung wissen sollte, kann man an einer hand abzählen. Ein klares Zeichen für meine bereits im November letzten Jahres geäußerte These, dass die Konsole viel zu früh – zumindest früher als von Sony und Microsoft ursprünglich geplant – auf den Markt geworfen wurde. Dies gilt übrigens auch für Microsoft und dessen Xbox One.

Einen nicht von der Hand zu weisenden Vorteil hat der aktuelle Mangel an echten Blockbuster-Games natürlich: Mehr Moneten bleiben am Monatsende über für andere, vielleicht sogar sinnigere Anschaffungen. Die Frage ist lediglich: Will man das? Und vor allen Dingen: Wofür habe ich Anfang des Jahres über 500 Euro für eine neue Konsole ausgegeben und habe zwei BLoD-Attacken überlegt, wenn ich mir die Anschaffung eigentlich hätte sparen können? Doch wie es aussieht, werden Sony und Konsorten im nahenden Herbst einen Blitzkrieg Frontalangriff auf mein Bankkonto starten: Mit “NBA 2K15″, “WWE 2K15″ und dem wie es scheint in nahezu allen Belangen, die mir als Vollblut-Racher wichtig sind, augenscheinlich superben “Project C.A.R.S.” von Slightly Mad Studios werden im Oktober und November gleich drei potenzielle Release-Day-Buys auf den Markt geschmissen, die sich – so viel ist sicher – bis ins Frühjahr 2015 einen heißen Kampf um mein liebendes Gamer-Herz liefern werden.

Während ich davon ausgehe, dass “NBA 2K15″ (Release: 10. Oktober 2014) sich in etwa auf dem hohen Niveau des Vorgängers bewegen, alles in allem jedoch eher einem Vollpreis-Update feat. viel Feintuning der Spielmechaniken und selbstredend auf den neuesten Stand der Dinge gebrachte Team-Roster und Player-Stats gleichkommen wird, – also erneut für hunderte Spielstunden und zahlreiche NBA-Meisterschaften mit den Utah Jazz gut sein dürfte, erwarte ich von den beiden anderen Games, nicht mehr und nicht weniger als dass sie sich an die Spitze ihres jeweiligen Genres setzen und alsbald in meiner persönlichen Videogames Top-25-Liste auftauchen werden.

“WWE 2K15″ (Release: 30. Oktober 2014), dürfte zu dem mit großem Abstand optisch beeindruckendste Wrestling-Videospiel aller Zeiten avancieren. Da vom grundlegend überarbeiteten Gameplay jedoch bis dato noch nichts vorgestellt wurde und Optik bekanntlich nicht alles ist, bin ich mir noch nicht wirklich sicher, wie viel Zeit ich mit John Cena, CM Punk, Roman Reigns, Dean Ambrose, Dolph Ziggler, den sexy Diven und Co. letzten Endes totschlagen werde. Bin jedoch recht optimistisch, dass 2K Sports das Ding nach der Übernahme von Yukes zu einer echten Spielspaßgranate vom Schlage eines “NBA 2K14″ hochgezüchtet hat. Insbesondere der gepimpte, erstmals storygetriebene Karriere-Modus von “WWE 2K15″ hat es mir angetan. Ich persönlich würde es begrüßen, wenn die Präsentation des Games in etwa in dieselbe Richtung ginge, die schon Electronic Arts mit “EA Sports UFC 2014″ eingeschlagen hat. Auch die grundlegende Steuerung darf sich gerne an dem MMA-Titel orientieren, auch wenn es einiger Einarbeitungszeit bedarf.

Und zu guter letzt wäre da noch “Project CARS”, “pCARS” (Release: 28. November 2014) oder wie auch immer die hippen Leute da draußen diesen feuchten Traum eines jeden Motorsport-Enthusiasten nennen mögen. Ich verfolge die Entwicklung von “Project CARS” nun bereits seit einigen Jahren und gehöre sogar zu den Backern der ursprünglich angekündigten PC-Version. Anfangs verfolgte ich das Projekt nur beiläufig, da “Forza Motorsport 4″ mir auf der alt-ehrwürdigen Xbox 360 seinerzeit so ziemlich alles bot, was ich mir von einem packenden Konsolen-Rennspiel erwarte. Doch seit mir nach meinem Wechsel ins viel gerühmte PlayStation-Lager langsam aber sicher bewusst wurde, dass Sony es wohl nicht ge***issen bekommen wird, zum Launch der PS4 eine anständige Renn-Simulation im Line-Up zu haben – nein, “DriveClub” ist in meinen Augen keine Sim im eigentlichen Sinne, und “Need For Speed: Rivals”… nun ja, ich hab’s binnen 48 Stunden wieder zu Geld gemacht -, schaute ich mich gezwungenermaßen nach ernstzunehmenden Alternativen um und hoffe, diese nun in diesem höchst ambitionierten Projekt von Slightly Mad Studios gefunden zu haben.

Das britische Entwicklerstudio hat zwar bisher im Grunde nur mit imho tendenziell eher halbgaren Arcade-Racern wie “Need For Speed: SHIFT” und dessen direktem Nachfolger “NFS: SHIFT 2″ auf sich aufmerksam gemacht, allerdings haben die Jungs und Mädels sich für “Project C.A.R.S.” auf die Fahnen geschrieben, die in jeder Hinsicht realistischste Rennsimulation aller Zeiten zu kreieren. Und dieses Vorhaben könnte tatsächlich gelingen, immerhin waren einige Schwergewichte der internationalen Sim-Racer-Community unmittelbar an der Entwicklung des Titels beteiligt, was sich übrigens auch im Namen widerspiegelt: Project Community Assisted Racing Simulator. Während das Xbox-exklusive “Forza 5″, das Sony-exklusive “Gran Tourismo”-Franchise, Codemasters “F1 2014″ und wie sie alle heißen von sich behaupten, waschechte Renn-Simulationen zu sein (was durchaus stimmt, immerhin wird versucht Rennsport zu simulieren), letzten Endes jedoch größtmögliche Zugänglichkeit anstreben, um eine möglichst weit gefächerte Käuferschaft anzusprechen, setzt “pCARS” den Entwicklern zufolge auf schraubengenauen Realismus und ein anspruchsvolles Handling-Modell – was quasi seit Sierras legendären “Grand Prix Legends” (die Älteren werden sich unter Umständen noch entsinnen können…) in dieser Form und Kompromisslosigkeit nicht mehr gesehen wurde.

Ja doch: Während die GamesCom 2014 für mich in vielerlei Hinsicht eine herbe Enttäuschung war – die Sony-Pressekonferenz lief quasi ohne ein echtes Highlight ab, was ich mehr als bedenklich finde -, freue ich mich auf diese drei Spiele ganz besonders. Alle drei sind bei Amazon.de vorbestellt und ich kann’s quasi nicht mehr erwarten, dass mein Konto um ein paar Euronen erleichtert wird. ;)

How-To Guide: Schaltknauf der Mercedes-Benz A-Klasse W169 austauschen

Elch!Als ich am vergangenen Wochenende bei schönstem Sommerwetter mit meinem Renn-Elch die Landstraßen rund um Köln unsicher machte, fiel mir bei einigen Schaltvorgängen auf, dass sich der obere Teil des Schaltknüppels, der so genannte Schaltkauf, leicht locker anfühlte und beim Gangwechsel teilweise sogar ein im Grunde leises, jedoch nichtsdestotrotz deutlich zu vernehmendes Knacken von sich gab. “Locker” übrigens im Sinne von lose wie ein nach Mücken schlagender Kuhschwanz, sondern lediglich nicht mehr ganz so fest sitzend, wie er eigentlich von Werk aus sitzen sollte und bis dato auch gesessen hat. Das Schlimme: Sobald man um einen solch marginalen Makel weiß, kann man ihn nur noch sehr schwer ausblenden – zumindest geht es mir meist so, ich bin da halt Perfektionist – und so kam es, dass ich zuletzt bei nahezu jedem Schaltvorgang darauf achtete – ein Zustand, den ich nicht länger hinnehmen konnte.

Also habe ich mich drangesetzt und versucht, der Ursache auf den Grund zu gehen und den vor sich hinwackelnden und -knackenden Schaltknauf zu reparieren. Und siehe da, nach gerade einmal fünf Minuten saß der Schaltknauf wieder bombenfest und nach einer anschließenden Probefahrt kann ich sagen: die kurze Reparatur hat sich definitiv gelohnt! Wie genau es mir gelungen ist, das Problem aus der Welt zu schaffen und wie es allgemein möglich ist, den Schaltknauf – und im Grunde auch den gesamten Schaltknüppel – der Mercedes-Benz A-Klasse W169 auszuwechseln – wohlgemerkt ohne den kostspieligen Reparaturservice der örtlichen Mercedes-Benz-Niederlassung in Anspruch nehmen zu müssen -, möchte ich im Rahmen dieses kurzen How-To Guides erläutern.

Schaltknauf austauschen
Mercedes-Benz A-Klasse W169
Zeitaufwand: ca. 5 Minuten
Utensilien: keine

Von vornherein sei klargestellt: Die folgende Reparaturanleitung bezieht sich auf meine private Mercedes-Benz A-Klasse W169 Coupé (mit manuellem Schaltgetriebe) Bj. 2006 und hat in meinem Fall reibungslos und zu meiner vollsten Zufriedenheit hingehauen. Ich kann mir zudem vorstellen, dass sich die beschriebenen Arbeitsschritte quasi 1:1 auf ältere A-Modelle von Mercedes-Benz (Baujahr <2004) übertragen lassen. Bei der neuen A-Klasse (Baujahr ab Ende 2012), so wurde mir gesagt, gestaltet sich der Ausbau des Schaltknüppels hingegen ein wenig anders, da Mercedes-Benz inzwischen etwas an der grundlegenden Mechanik/der Montage des Schaltknüppels verändert zu haben scheint, gegebenenfalls also bitte entsprechend Vorsicht walten lassen! Werkzeuge oder sonstige Arbeitsutensilien derweil werden keine benötigt.

1. Schaltknauf & Balg demontieren
Um den Schaltknüppel, bzw. den Schaltknauf austauschen oder – wie in meinem Fall – lediglich wieder festziehen zu können, muss dieser vor Beginn der Arbeiten erst einmal freigelegt werden. Dies geschieht, indem der Balg, die in meinem Fall lederne Verkleidung, abgenommen wird. Um besagten Balg zu demontieren, diesen einfach hochziehen, so dass der Plastikrahmen, welcher direkt auf der Mittelkonsole aufliegt, zum Vorschein kommt. Nun diesen Plastikrahmen vorsichtig an der Vorderseite (der in Richtung Handbremse gelegenen) hochziehen. Da der Rahmen lediglich von zwei Klickverschlüssen an der Mittelkonsole gehalten wird, sollte die Demontage komplett ohne Werkzeug möglich sein, – jedenfalls habe ich keines gebraucht. Falls es doch ein wenig hacken sollte, das Hochhebeln einfach mit Hilfe eines entsprechenden Werkzeugs erledigen.

Nun den gesamten Sack nach oben ziehen und über den Schaltknauf stülpen, so dass unterhalb des Knaufs ein kleiner schwarzer Mannschettendrehring zum Vorschein kommt. Durch diesen ist der Balg am Schaltknauf befestigt. Nachdem er gelöst wurde, kann der gesamte Balg nach unten weggezogen werden, woraufhin der Schaltknauf komplett freiliegen sollte. Diesen nun wie vom Schaltvorgang gewohnt umgreifen und vorsichtig aber mit Kraft nach oben von der Stange abziehen.

2. Schaltknauf auswechseln / neuen Balg anbringen
Ich für meinen Teil haben an dieser Stelle den Schaltknauf gereinigt und ihn anschließend in umgekehrter Reihenfolge der geschilderten Arbeitsschritte wieder montiert. Wichtig hierbei ist das feste Aufdrücken des Knaufes, sowie das stramme Festdrehen der Manschette. Diese sorgt nämlich nicht nur für einen fest anliegenden Balg, sondern zieht darüber hinaus auch den Knauf von unten fest auf die Schaltstange, so dass dieser gar nicht erst in die Versuchung kommen kann, sich wackelnderweise selbstständig zu machen! In meinem Fall sitzt der Knauf mittlerweile wieder bombenfest und das gesamte Fahrerlebnis macht wieder wie früher einen deutlich wertigeren Eindruck. Wer einen gänzlich neuen Schaltknauf montieren will oder gleich den gesamten Schaltknüppel samt Balg austauschen möchte, geht ebenso vor wie oben beschrieben.

Wer seinen Baby-Benz standesgemäß aufwerten will, greift natürlich ausschließlich zu lizensierter Originalware von Mercedes-Benz. Dort schlägt ein neuer Schaltknauf mit Mercedes-Stern (jedoch ohne einen hochwertigen Lederbalg) aber schon mal locker mit 90 Euro plus X zu Buche. Aber mein Gott, Qualität hat nun einmal seinen Preis. Ansonsten könnte man ja auch gleich einen popeligen Citroen oder ‘nen vor sich hin klappernden Ford fahren. ;) Wer hingegen etwas weniger investieren möchte, sollte nach günstigeren Alternativen Ausschau halten. Schnäppchen finden sich in zahlreichen Online-Shops, aber auch bei den üblichen Verdächtigen wie z.B. beim Onlinehändler Amazon.de oder auch bei eBay.de.

Alles in allem eine große Wirkung bei gleichzeitig verschwindend geringem Aufwand. Im Grunde könnte man den gesamten Austausch sogar während einer etwas längeren Ampelphase hinbekommen. Allerdings rate ich dringend davon ab, dies auszuprobieren! – In diesem Sinne: Weiterhin gute Fahrt!

Game Dev Tycoon [Spielerezension]

Game Dev Tycoon - © Headup Games

Nicht erst seit dem phänomenalen Erfolg von “Minecraft” schlägt mein Herz für Independent-Developer! In schöner Regelmäßigkeit, meist jedoch immer dann, wenn ich ein paar Euro zu viel mit mir rumschleppe, tummle ich mich auf GoG.com, HumbleBundle.com und weiteren einschlägigen Indie-Portalen, in der Hoffnung, dass mich ein neuer, launiger Titel ins Auge fällt.

Auf diesem Weg haben zuletzt etwa das grandiose Point’n’Click-Adventure “Kentucky Route Zero” sowie der Survival-Horror-Titel “Lone Survivor – The Director’s Cut”, zwei wirklich fantastische Spaßbringer mit Anspruch und Köpfchen ihren Weg in meine Sammlung gefunden. In eine gänzlich andere Kerbe schlägt “Game Dev Tycoon”, eine Wirtschaftssimulation rund um die Spieleindustrie und ganz nebenbei das Erstlingswerk des britischen Entwicklers Greenheart Games.

Der Titel wurde mir unlängst im Rahmen des Vine-Produkttester-Programms von Amazon.de zur ausführlichen Rezension überlassen, welche ich hiermit zu virtuellem Papier bringe. In diesem Sinne…

Game Dev Tycoon
2014, Wirtschaftssimulation, PC & Mac
Greenheart Games / Headup Games
www.GreenheartGames.com

Spieletrailer

Beschreibung
“‘Game Dev Tycoon’ ist ein Wirtschaftssimulationsspiel für Windows, Mac und Linux. Erleben Sie die Geschichte der Videospielbranche erneut und von innen heraus, indem Sie in den 80ern Ihre eigene Spieleentwicklungsfirma starten. Kreieren Sie die meistverkauften Spiele, erforschen Sie neue Technologien und erfinden Sie neue Spielgenres. Werden Sie der Marktführer mit Fans auf der ganzen Welt!” – Quelle

Kritik
Einmal selbst das Heft in die Hand nehmen und die Welt mit Spielekreationen beglücken, die den eigenen verworrenen Gehirnwindungen entsprungen sind, sich peu a peu in der Branch einen Namen machen und es irgendwann bis auf den Spiele-Olymp schaffen – der von Greenheart Games entwickelte Indie-Titel “Game Dev Tycoon” macht’s möglich.

Der Spieler beginnt als Ich-AG in einer beengten, schäbigen Garage und arbeitet sich Schritt für Schritt seinem ersten Verkaufsschlager entgegen. Angefangen mit simplen Casual-Games, über die erste inhouse entwickelte Spiele-Engine, bis hin zu wirklich aufwendigen Games, deren Entwicklung standesgemäß unheimlich zeitintensiv ist, allerdings bei ein entsprechendem Erfolg auch viel mehr Geld in die Kasse spült. Zwischendurch können von extern angefragte Auftragsarbeiten abgearbeitet werden, durch deren erfolgreiche Absolvierung man seinen finanziellen Spielraum erweitern kann.

Sowohl durch Auftragsarbeiten als auch mittels der Entwicklung neuer erfolgreicher Games werden Technologie-Punkte generiert, welche wiederum in die Erforschung neuer Gameplay-Elemente, Genre und Engine-Komponenten reinvestiert werden können. Wer fleißig in neue Technologien investiert, dabei den Markt und die aktuellen angesagten Spieletrends nicht aus den Augen verliert (der Titel orientiert sich grob an der realen Entwicklung der Spielebranche aus den 1980er Jahren bis in die Gegenwart), baut sich Stück für Stück ein eigenes Spieleimperium auf.

Die Konzeption und Entwicklung eines neuen Games, läuft dabei wie folgt ab: Erst entscheidet man sich für einen Titel (welcher jedoch keinerlei Auswirkung auf den späteren Erfolg oder Misserfolg des Games haben wird), legt Garne sowie die Plattform fest, für die das Spiel entwickelt werden soll, definiert anschließend noch die Zielgruppe – und das war’s schon! Ist die Entwicklung abgeschlossen, wird das Game durch mehrere Spiele-Publikationen bewertet, was grobe Rückschlüsse auf den späteren Verkaufserfolg zulässt. Allerdings kann sich auch ein bei der Presse eigentlich durchgefallener Titel auf Dauer als Verlaufsschlager entpuppen. Wer auf Nummer sicher gehen will, wirft nun noch die Marketing-Abteilung an – und Zack! – vielleicht haben sich all die getätigten Investitionen gelohnt und man weiß vor lauter Gewinn bald nicht mehr wohin mit dem ganzen Zaster!

Man merkt schon: “Game Dev Tycoon” ist keine beinharte Simulation der Branche, sondern arbeitet lediglich die rudimentären Schritte der Spieleentwicklung ab. Das grundsätzliche Gameplay gestaltet sich dabei recht repetitiv, da der wirtschaftliche Erfolg im Grunde lediglich mit dem schnellen Release mehrerer neuer Games erreicht werden kann. Ich persönlich würde den Titel nun keine Stunden am Stück spielen, allerdings ist er immer mal wieder für eine spaßige halbe Stunde oder so gut: Hier eine neue Technologie erforschen, da ein neues Genre ausprobieren, vielleicht noch eine neue Engine schreiben, um zukünftige Spiele besser auf einer bestimmten Plattform vermarkten zu können. Ach ja, dann steht auch noch der Ausbau der Bürofläche an, und vielleicht sollten auch noch neue Mitarbeiter eingestellt werden, um die Entwicklung auf mehrere Schultern verteilen zu können. – Ja doch, das kann durchaus fesseln!

Die Optik des Spiels wirkt zweckmäßig, aber nichtsdestotrotz charmant. Gleiches gilt für die Soundkulisse des Spiels: Diese erinnert irgendwie an die wohligen Klänge älterer “Sim City”-Titel und weiterer typischer Management-Games, sprich: an Fahrstuhlmusik.

Netter Service: Der Spielepackung liegt neben der DVD sogar noch ein extra-Steam-Key bei, welcher auf der Online-Plattform gegen eine digitale Kopie des Games eingetauscht oder an einen Freund weitergegeben werden kann.

Fazit
Alles in allem ist “Game Dev Tycoon” ein wirklich gelungener Indie-Titel, der auf den ersten Blick relativ simpel wirkt, allerdings mit voranschreitender Spieldauer durch seine Komplexität zu überzeugen und begeistern weiß. Ich verbringe immer mal wieder eine halbe Stunde in meinem kleinen kuscheligen Entwicklerstudio und überlege mir neue Kreationen, um peu à peu den Weltmarkt zu erobern. – Für den Preis kann man nicht wirklich was verkehrt machen!