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1. FC Köln – Saisonrückblick 2015/16

18. Mai 2016   •   Blog

Ich weiß schon, warum das mein Verein ist. :)

Germany 0 Points

15. Mai 2016   •   Zitate

Eurovision Song Contest is basically an episode of Glee where Europe decides their political disagreements by having a karaoke contest.

Irgendwer auf Twitter

Böhmermann deckt auf: Bei Schwiegertochter gesucht & Co. werden Menschen vorgeführt!

14. Mai 2016   •   Blog

Na sowas aber auch: Bei „Schwiegertochter gesucht“, der RTL-Kuppelshow mit den verhaltensauffälligen Singles, und vergleichbaren Casting-Formaten werden doch tatsächlich Menschen der Lächerlichkeit preisgegeben! Wer hätte das ahnen können?!

Nein, im Ernst: Grundsätzlich finde ich es natürlich richtig, dass darauf hingewiesen wird wie menschenverachtend Formate wie „Schwiegertochter gesucht“, „Bauer sucht Frau“ (beide RTL), „Schwer verliebt“ (Sat.1) u.a. sind. Das Konzept der genannten Formate fußt alles in allem darauf, oftmals wohl geistig beeinträchtigte Menschen unter dem Deckmantel der Humanität vor laufender Kamera vorzuführen, indem diese als Freak hingestellt, in hochgradig peinliche Situationen geführt oder sonst wie vor einem Millionenpublikum durch den Kakao gezogen werden. Als nicht minder verabscheuungswürdig empfinde ich übrigens all jene Zuschauer, die nichts besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen als sich eben solche Format Woche für Woche anschauen – ganz egal ob nun ehrlichem Interesse geschuldet oder um sich über die Sendung (und ihre Kandidaten; der Übergang ist da bekanntlich fließend) lustig zu machen – und RTL regelmäßig zu Topquoten verhelfen, wodurch sich der Sender in seiner grundlegenden Ausrichtung, der Fokussierung auf überwiegend Trash- und Asi-TV, bestätigt sieht.

Nur: Wozu hat es die #Verafake-Aktion von Jan Böhmermann und seinem Neo Magazin Royale jetzt eigentlich genau gebraucht? Wie es in solchen TV-Formaten in der Regel zu geht und mit welchen Methoden die jeweiligen Produktionsfirmen arbeiten, dürfte seit Jahren schon hinlänglich bekannt sein und wirklich bahnbrechend Neues erfährt der Zuschauer im Rahmen des Beitrags nicht:

  • Dass Kandidaten meist nicht etwa nach seriösen Gesichtspunkten, sondern einzig und allein nach ihrem die Quoten nach oben treibenden „Unterhaltungsfaktor“ gecastet werden, ist bekannt.
  • Dass Kandidaten oftmals Verträge unterschreiben, die nun nicht unbedingt zu ihrem Vorteil sind, ebenso.
  • Dass bestimmte Szenen gestellt oder zumindest von den bei den Dreharbeiten vor Ort anwesenden Redakteuren beeinflusst werden, ist ebenfalls keine wirklich neue Erkenntnis.
  • Dass die Aufwandsentschädigung für das Gros der Kandidaten eher gering ausfällt, da diese ansonsten Konsequenzen „vom Amt“ zu befürchten hätten, dürfte ebenfalls klar sein.

Für den informierten Zuschauer sind die Enthüllungen des Neo-Magazin-Beitrags ein alter Hut, also frage ich nochmals: Wozu hat es diese Enthüllung im Neo Magazin Royale gebraucht?

RTL, in dessen Programm die „Kuppelshow“ seit jeher beheimatet ist, hat inzwischen reagiert und folgendes Statement abgegeben: „Bei der Produktion einer Folge von ‚Schwiegertochter gesucht‘ sind Fehler im Bereich der redaktionellen Sorgfaltspflicht gemacht worden. Dazu stehen wir gemeinsam mit der Produktionsfirma Warner. Die Produktion der aktuellen Staffel wird daher von einem neuen Team realisiert. Gemeinsam mit dem Produzenten sorgen wir dafür, dass sich die Fehler nicht wiederholen.“ – Aha. Na, dann bin ich mal gespannt, ob man „Schwiegertochter gesucht“ noch wiedererkennen wird, wenn das neue Produktionsteam seine Arbeit aufgenommen hat… ;) Wer tatsächlich glaubt, dass sich großartig etwas ändern wird, ist, denke ich zumindest, schwer naiv. Immerhin beruht der Erfolg des Formats alles in allem auf den von Böhmermann und seinem Team völlig zu recht angeprangerten, höchst fragwürdigen Produktionsmethoden. Niemand sägt sich den Ast ab, auf dem er sitzt.

Stört sich eigentlich niemand an der Tatsache, dass es wieder einmal ein gebührenfinanzierter Sender ist, der in einer seiner Sendungen auf das Offensichtliche hinweist?

RB Leipzig: Eine absehbare Erfolgsgeschichte

11. Mai 2016   •   Blog

RasenBallsport Leipzig, die Werbemaßnahme des Brauseherstellers Red Bull, ist am vergangenen Wochenende in die erste Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Die imho viel zu unkritischen deutschen Medien sind ob des Aufstiegs des Konstrukts ganz aus dem Häuschen, nur wir Fans wollen die „Roten Bullen“ noch nicht so ganz willkommen heißen. Liest man sich durch Vereins-Foren und Blogs, so kommt man nicht umhin zu bemerken, dass RB Leipzig bei Fußball-Enthusiasten größtenteils auf Ablehnung stößt.

Nichtsdestotrotz muss man kein Prophet sein, um vorherzusehen, dass die von vorne bis hinten straff durchgeplante Werbemaßnahme hierzulande großen Erfolg haben und sich in der deutschen Eliteklasse etablieren wird. Mit einem finanziell überaus potenten, quasi alleinherrschenden Eigentümer namens Dietrich Mateschitz im Rücken, der von der Red Bull-Konzernzentrale in Österreich schalten und walten kann wie es ihm beliebt, der immer weiter Geld für neue Stars und Sternchen reinpumpen wird und zwar so lange, bis Leipzig um die Meisterschaft mitspielt und diese schließlich auch gewonnen wird, ist das aber auch keine große Kunst. Ich tippe mal auf allerhöchstens drei Jahre, bis das Konstrukt RB Leipzig an diesem Punkt angelangt ist – mit entsprechenden Auswirkungen auf die anderen Konstrukte und deren finanzielle Investitionen. Ein weiterer, wenn nicht sogar der maßgebliche Pfeiler des Erfolgs werden jedoch die Fußball-Fans sein…

Wobei: „Fußball-Fan“ ist hier sicherlich nicht das richtige Wort, „Fußball-Interessierte“ trifft es schon eher. Gemeint sind jedenfalls all jene, die sich nicht über die Maßen mit einem einzelnen Verein identifizieren, aber eben gerne Fußball schauen, bevorzugt Teams, die gerade angesagt sind, die Erfolg haben. Gemeint sind all jene, die derzeit scheinbar überhaupt kein Problem damit haben, dass Red Bull, wie alle anderen BuLi-Konstrukte vom Schlage Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim auch, unverhohlen Wettbewerbsverzerrung betreibt – und zwar zu Lasten der kleinen Vereine, die eben nicht diese finanziellen Möglichkeiten ihr Eigen nennen, die sich noch weitestgehend auf eigene Faust durchschlagen. Diese Art von Fan, die imho hierzulande die Mehrheit stellt, wird mit RB Leipzig auf jeden Fall ihren Spaß haben, denn in der Red Bull Arena – oder wie deren Stadion inzwischen heißt – dürfte mittelfristig ansehnlicher Fußball auf hohem Niveau geboten werden, das man sonst eher von Bayern und Dortmund gewohnt ist. Dem gemeinen Fußball-Interessierten ist es dann auch schnurzpiepegal, wie es um die Eigentümer-Struktur bestellt ist, dass die 50+1 Regelung ad absurdum geführt wird und dass es sich bei RasenBallsport Leipzig noch nicht einmal um einen Verein im klassischen Sinne handelt. „Drauf g’schissen!“, wird es dann wohl heißen.

Oh, fast vergessen: Last but not least wäre da natürlich noch der Standort Leipzig zu nennen. Mateschitz und seine Planer haben sich schon was dabei gedacht, dass sie ihre Werbemaßnahme nicht im fußballerisch total übersättigten Westen Deutschlands angesiedelt haben, sondern im Osten der Republik, wo man sich seit Jahrzehnten schon nach erfolgreichem Bundesliga-Fußball sehnt. Dass denen nun die Bude eingerannt wird, dürfte klar sein.

RasenBallsport Leipzig hat darüber hinaus den nicht zu unterschätzenden Vorteil auf seiner Seite, dass Red Bull als Eigentümer und omnipräsenter Hauptsponsor ja mal so verdammt viel cooler und angesagter ist, als etwa der Chemiefabrikant Bayer vom Autobahnkreuz Köln-Nord, die Unterschichten-Automarke Volkswagen und der biedere, wenngleich auch furchtbar spendable Herr Hopp. Die Energy-Plörre ist für nicht wenige Fußball-Fans fester Bestandteil des Alltags: Nach der Schule/Uni/Arbeit/dem Aufstehen erst mal ’nen Red Bull zischen! Die Markenverbundenheit ist bereits da, weshalb also nicht gleich auch noch Fan der Red Bull Fußball-Werbemaßnahme werden? Man stünde mit ziemlicher Sicherheit schon in ein paar Jahren auf der Seite der Sieger. Und ist es nicht das, was der gemeine „Fußball-Interessierte“ will? Einfach mal eine Meisterschaft, einen Titel zu feiern haben? Warum sind sonst so exorbitant viele Menschen hierzulande Anhänger des FC Bayern München?

Mit dem Aufstieg von RB Leipzig ist die deutsche Fußball-Bundesliga noch ein ganzes Stück weit kommerzieller geworden. Entwicklungen wie man sie beispielsweise in der inzwischen annähernd komplett durchkommerzialisierten englischen Premier League vorfindet, sollten meiner Meinung nach definitiv verhindert werden, dürften jedoch – da sollte man nicht naiv die Augen vor verschließen – schon längst nicht mehr aufzuhalten sein. Bin sehr gespannt, welcher gelangweilte (?) Milliardär sich als nächstes ein Bundesliga-Team zulegen wird, um mit diesem die hiesige Liga aufzumischen – und damit einen weiteren alt-eingesessenen Traditionsverein in Richtung zweite Liga verdrängt.

The Witcher 3: Wild Hunt – Blood & Wine

10. Mai 2016   •   Gaming

Oh welch‘ Freude! „Blood & Wine“, das zweite giganto-große Addon zu „The Witcher 3: WildHunt“, meinem persönlichen Spiel des Jahres 2015, hat endlich von CD Projekt Red einen konkreten Releasetermin spendiert bekommen: In exakt drei Wochen, genauer gesagt am 31. Mai 2016 soll das Addon im PlayStation Store, bei Xbox LIVE und Steam aufschlagen.

Wie einem just veröffentlichten Teaser-Trailer zu „Blood & Wine“ zu entnehmen ist, wird es, wie schon im Falle des ersten Addons zu „The Witcher 3: Wild Hunt“, „Heart of Stone“ (siehe meine Review), neben der digitalen auch wieder eine physische Verkaufsversion geben. Diese wird neben einem Download-Code für „The Witcher 3: Wild Hunt – Blood & Wine“ auch den dritten und vierten Kartensatz des bei Enthusiasten ziemlich populären Sammelkartenspiels „Gwint“ enthalten.

Also für mich ist die boxed Version von „The Witcher 3: Wild Hunt – Blood & Wine“ ein Day-1-Pflichtkauf, da muss ich gar nicht groß überlegen!

Meinungsfreiheit

10. Mai 2016   •   Zitate

Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.

– Voltaire

RB Leipzig und die Wettbewerbsverzerrung

9. Mai 2016   •   Effzeh

Gestern isses also passiert: Red B…, pardon, RasenBallsport Leipzig, das deutsche Fußballkonstrukt des österreichischen Brauseherstellers Red Bull, ist in die erste Fußball-Bundesliga aufgestiegen – als Tabellenzweiter hinter dem direkten Wiederaufsteiger SC Freiburg.

Nicht wenige deutschsprachige Medien wollen nun natürlich vom grassierenden Aufstiegs-Hype um RB Leipzig profitieren und überschlagen sich in beinahe schon perverser Frequenz mit vollkommen unkritischen Artikeln über den neuen „Bayern-Herausforderer No.1“ im Lande. Damit gehen besagte Medien auf direkten Konfrontationskurs zum gefühlten Gros der hiesigen Fußballfans, die mit RB Leipzig in der Regel aus Gründen, auf die ich später eingehen werde, nicht allzu viel anfangen können. Im Rahmen der Anfeindungen, die in Foren und Blogs zu lesen und in den Stadien der Republik zu vernehmen sind, wird, wie ich finde, oft als Argument gebracht, dass RB Leipzig kein Traditionsverein sei und allein aus diesem Grund in der höchsten deutschen Spielklasse nicht allzu viel verloren hätte. – Meiner Meinung nach, ist das ein überaus schwaches Argument, dass da gegen RB Leipzig aufgefahren wird.

Mal ehrlich: Aus welchem Grund bitte sollten nur Traditionsvereine das Recht haben, in der 1. Bundesliga gegen den Ball zu treten? Ich für meinen Teil bin jedenfalls der Meinung: Wenn ein Verein sportlich zu überzeugen weiß und infolge dessen irgendwann in die Bundesliga aufsteigt – und dies ohne die Finanzspritze(n) eines Gönners und/oder Investors geschafft hat -, ist es mir persönlich ziemlich egal, ob dieser 1860, 1948 oder erst 2004 aus der Taufe gehoben wurde. Bestens Beispiel ist doch der kleine Underdog Darmstadt: Die Lilien schleppen zwar auch einen ganzen Batzen Tradition mit sich durch die Gegend, haben sich jedoch rein über die sportliche Leistung für den Wettbewerb Fußball-Bundesliga qualifiziert und nun sogar sensationellerweise den Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht! Und das alles mit einem überschaubaren Etat, dem mit Abstand kleinsten der Liga! So hat das zu sein, das ist Sport und ein Wettkampf wie er sein sollte! Solch einem Verein, seinen Spielern und den Verantwortlichen zolle ich höchsten Respekt!

Brausefabrikant Red Bull betreibt hingegen mit RasenBallsport Leipzig nichts anderes als Wettbewerbsverzerrung: Es begann bereits bei der Gründung im Jahr 2009 (sic!), als man einfach mal die Lizenz eines anderen Vereins unter den Nagel gerissen übernommen hatte, um das Projekt RB Leipzig nicht ganz unten im Niemandsland unter lauter Hobbykickern beginnen zu müssen, ging mit dem Aufstieg in die zweite Liga weiter, als regelmäßig „Spielermaterial“ von einem RB-Konstrukt zum anderen hin und her transferiert wurde (meist von Leipzig nach Salzburg und wieder zurück), und wird bis zum heutigen Tag munter fortgeführt. RB Leipzig für die 50-1 Regel der Deutschen Fußball-Liga ad absurdum, doch weder die DFL-Oberen noch die Medien scheint dies großartig zu stören – keine Ahnung, ob Red Bull mit entsprechenden Werbegeldern für Ruhe sorgt. Jedenfalls ist dies ein absolutes Unding und ein Schlag in die Fresse für Bundesligisten wie meinen geliebten 1. FC Köln, der gänzlich auf eigene Faust, soll heißen ohne finanzstarke Investoren im Rücken durch das nach wie vor schwierige Fahrwasser manövriert, – und das mit einem im Vergleich ziemlich lausigen Team-Etat in Höhe von um die 30 Mio. Euro pro Spielzeit! Ein Betrag, der beim Konstrukt aus Leipzig in nicht mehr allzu ferner Zukunft höchst wahrscheinlich für einen einzigen seiner Spieler draufgehen wird. Im großen Unterschied zu Darmstadt ist Leipzig eben kein kleiner Underdog, der sich nach oben in die erste Liga gekämpft hat, sondern ein Konstrukt, welches von seinem Besitzer Red Bull einen detaillierten Masterplan befolgend nach oben gepusht wurde.

Was etablierte Bundesliga-Konstrukte wie Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim bereits seit Jahren praktizieren, nämlich ihren bei Fußball-Enthusiasten nur auf ausgesprochen überschaubare Gegenliebe stoßenden Werbemaßnahmen kräftig Geld in den Allerwertesten zu pumpen, was meist die entsprechenden Tabellen-Endplatzierungen und eine entsprechende Werbewirkung zur Folge hat, wird vom Red Bull-Konstrukt RasenBallsport Leipzig nun auf die Spitze getrieben. Die geben sich schon seit längerem keine großartige Mühe mehr zu verschleiern, dass man es im Falle von RB Leipzig eben nicht mehr mit einem traditionellen Verein mit entsprechender Struktur zu tun hat, sondern stattdessen mit einem eiskalten Wirtschaftsunternehmen, welches für den Red Bull-Konzern als Werbeträger für seine Energy-Drinks fungiert und ausschließlich aus eben diesem Grund überhaupt existiert. Kommerz in reinster Reinkultur! Da können Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz und seine Mannen noch so viele Millionen in die Förderung von Jugendspielern investieren und ein Trainingszentrum nach dem anderen aus dem Boden stampfen: RasenBallsport Leipzig ist und bleibt eine seelenlose, wettbewerbsverzerrende Werbemaßnahme!

Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass ein jedes Konstrukt, welches sich mit den Jahren in der deutschen Fußball-Bundesliga breit gemacht hat, einem durch sportliche Leistungen und solides Wirtschaften überzeugenden Verein einen Platz in der oberen Tabellenhälfte wegnimmt und dessen Möglichkeiten, von den eigenen sportlichen Erfolgen auch finanziell zu profitieren, drastisch mindert. Diese Entwicklung gilt es im Sinne eines fairen Wettbewerbs und nicht zuletzt des Sports zu verhindern! Zudem halte ich Zustande wie sie z.B. in der englischen Premier League vorherrschen, wo viele Clubs irgendwelchen schwerreichen Menschen aus Fernost oder russischen Tycoons gehören, die diese als ihre „Spielbälle“ ansehen, und Fans nur noch dafür gebraucht werden, die vollkommen überteuerten Ticket- und Merchandise-Preise zu berappen, ansonsten jedoch außen vor bleiben, für nicht sonderlich erstrebenswert!

Wettbewerbsverzerrung sollte das primäre Argument gegen RB Leipzig und andere Werbemaßnahmen sein. Nicht die ach so tolle Tradition, denn diese ist keine Leistung!

Viel Geschrei um Nichts

6. Mai 2016   •   Zitate

Für einen modernen Menschen und Atheisten ist es mittlerweile total unverständlich, welches Geschrei um Religionen, speziell um den Islam, veranstaltet wird.

Da kommen Menschen mit aus dem Mittelalter stammenden Vorstellungen, wie Gesellschaft zu funktionieren hat, daher und eine moderne Gesellschaft, die schon Menschen auf dem Mond hat spazieren gehen lassen, steht Kopf und verzehrt sich daran, wie man es diesen Leuten wohl recht machen kann.

Einfach unglaublich!

Leserkommentar auf RolandTichy.de

Servus TV bleibt (vorerst) auf Sendung

4. Mai 2016   •   Blog

Nachdem es in den vergangenen Tagen geheißen hatte, Servus TV, der TV-Kanal des österreichischen Brauseherstellers Red Bull, würde seinen Sendebetrieb in Kürze einstellen, wurde bei unseren Nachbarn hinter den Alpen inzwischen eine 180-Grad-Wende vollzogen: Servus TV bleibt weiter auf Sendung!

Nein, ich schreibe das nicht, weil ich das Programm von Servus-TV so über die Maßen sehenswert finde und ich nicht wüsste, welchen TV-Kanal ich stattdessen dann und wann zur Hintergrundberieselung laufen lassen sollte. Um ehrlich zu sein, habe ich Servus bisher nicht ein einziges Mal bewusst eingeschaltet. Ich bin mir nicht mal sicher, wo genau im Programmlisting meines Sky-Receivers der „Heimatsender aus dem Hause Red Bull“ überhaupt abgespeichert ist. Ich bin lediglich der Meinung, dass die vollzogene Kehrtwende schlicht und ergreifend ziemlich bemerkenswert ist, denn die knapp 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spartenkanals haben sich diese scheinbar recht teuer erkauft.

Inwiefern teuer erkauft? Nun, wie das Kölner Medienmagazin DWDL.de zu berichten weiß, mussten die Mitarbeiter des Senders u.a. von ihrer jüngst an die Öffentlichkeit gekommenen Forderung einer Betriebsratsgründung Abstand nehmen. Diese binnen weniger Tage vollzogene Willensänderung hätten einige Mitarbeiter ihrem Arbeitgeber sogar schriftlich gegeben, heißt es. Man könnte ein wenig überspitzt sagen: Dietrich Mateschitz, der geflügelte Kaiser von Österreich, hat seine aufmüpfigen Mitarbeiter durch die erpresserische Androhung einer Sendereinstellung zurück auf Linie gebracht. Wäre ja noch schöner, wenn am Ende noch jemand mit Arbeitnehmerrechten und solchem Driss um die Ecke kommt!

Denn, wie allgemein bekannt sein dürfte, im Red Bull-Konzern wird mit harter unternehmerischer Hand von oben „durchentschieden“. Da passen Kinkerlitzchen wie ein Betriebsrat, der die Rechte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auge behält und vertritt, halt eben nicht unbedingt ins Konzept. Zugegeben: Der globale Erfolg der Red Bull-Plörre gibt Mateschitz und Co. sicherlich recht! Und so passt es wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge, dass Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz, der sich wie gesagt nicht allzu gerne in sein weltweites Taurin-Imperium und dessen zahlreiche Auswüchse reinreden lässt, allein aufgrund der aus seiner Sicht sicherlich unfassbaren Anmaßung seiner Mitarbeiter, die Gründung eines Servus TV-Betriebsrats in die Wege leiten zu wollen, bei seinem televisionären Spielzeug einfach mal den Stecker zieht – beziehungsweise öffentlichkeitswirksam androht eben dies zu tun -, um unmissverständlich klarzustellen wer am längeren Hebel sitzt. So nach dem Motto: Wenn ihr nicht so wollt wie ich, dann will ich halt eben nicht mehr!

Am Dienstag hat Mateschitz über die Red Bull-Pressestelle noch mitteilen lassen, dass eine Betriebsratsgründung die Werte des Senders „insbesondere durch die Art und Weise ihres Zustandekommens – anonym, unterstützt von Gewerkschaft und Arbeiterkammer – nachhaltig beschädigt“ hätte. Außerdem sei lineares Fernsehen sowieso auf dem absteigen Ast und den digitalen Inhalten gehöre die Zukunft, weshalb sich der Betrieb eines Free-TV Senders wie Servus TV für den Red Bull-Konzern eh nicht mehr rentieren würde. – Ah ja. Nur passen diese beinahe schon trotzigen Aussagen irgendwie nicht zur nun vollzogenen 180-Grad-Wende.

Ähnlich verhält es sich übrigens auch bei Dietrich Mateschitz‘ aktuellem Lieblingsprojekt, der wettbewerbsverzerrenden Fußball-Werbemaßnahme Red Bull RasenBallsport Leipzig, die, zumindest wenn es nach dem kolportierten Business-Plan von Red Bull geht, in zwei, vielleicht auch erst in drei Jahren nach dem Aufstieg in die deutsche Fußball-Bundesliga um die Champions League-Plätze mitspielen soll. Auch bei von RB Leipzig lässt der Gute sich nur äußerst ungern reinreden: Klatschvieh im Stadion ist bei den Roten Bullen aus dem Osten der Republik natürlich gerne gesehen, aber wehe wenn jemand aktiv Einfluss auf die Geschicke des „Vereins“ nehmen möchte, wie das anderswo, beispielsweise beim glorreichen 1. FC Köln, seit jeher möglich ist. Solchen Fans werden von österreichischen Brausekonzern Steine in den Weg gelegt, ganz so wie das u.a. auch Leverkusen, Wolfsburg und weitere Bundesliga-Konstrukte tun!

Red Bull? Nein, danke!

Wahrheit

1. Mai 2016   •   Zitate

Wer die Wahrheit für sich allein beansprucht, darf getrost belächelt werden.

– Unbekannt

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