Zombies und Untote haben sich auf der größen Leinwand sowie im TV zu wahren Klassikern entwickelt und auch im Gaming-Sektor werden die teilverwesten, wandelnden Leichen – mal rein subjektiv betrachtet – in nahezu jedem dritten Videospiel verwurstet. Und machen wir uns nichts vor: Spätestens mit dem durchschlagenden weltweiten Erfolg von Robert Kirkmans “The Walking Dead” (siehe meine Reviews zum Comic und der ersten TV-Serienstaffel) sind schlurfende, nach menschlichen Gehirnen gierende Untote vollends salonfähig geworden. Zombies galore!
Auf diesen heranrauschenden Schnellzug mit Zwischenstop am Hauptbahnhof Trendiestan wollten auch die bis dato insbesondere auf Playstation Portable-Games spezialisierten japanischen Entwickler von Kadokawa Games, auf deren Konto u.a. solche Perlen wie “Killer Is Dead”, “Project Discovery” und “Three-Way Standoff” gehen, samt ihrem Publisher Warner Bros. Interactive aufspringen: Also schnappten sie sich mitten in der Konzeptionsphase ihres Ende 2012 für Xbox 360, Playstation 3 und die Nintendo Wii veröffentlichten 3rd-Person Shooters “Lollipop Chainsaw” hordenweise Untote, pfropften diese in ein Zielgruppen-optimiertes, lässig-überdrehtes US-Highschool-Szenario und setzten dem geneigten pubertären Gamer mit der hübschen Blondine Juliet Starling darüber hinaus auch noch eine sexy Protagonistin mit überdimensionaler Kettensäge im Anschlag und flauschigen Pom-Poms am Strumpfband vor die Nase, die durchaus zum längeren Hingucken aka Starren einlädt – nun, zumindest wenn man auf eher unbedarfte Cheerleader-Girlies steht.
Wer meine Kritik zum Videospiel “WET”, einem – von seinem Trashfaktor her – ähnlich gelagerten Titel, gelesen hat, wird mitbekommen haben, dass ich mich von den oben aufgelisteten, ähm, “Drohungen” für gewöhnlich nicht abschrecken lasse – ganz im Gegenteil! Trash in Videospielform ist mir durchaus willkommen, solange er es versteht mich gut zu unterhalten. Und so war es klar, dass auch “Lollipop Chainsaw” irgendwann in meinem Amazon-Einkaufswagen landen würde, um dem Titel eine Chance zu geben, mein nach wie vor höchst verspieltes Herz zu erobern. Ob die eingangs beschriebene, im Grunde unfassbar oberflächliche Milchmädchenrechnung der Macher letzten Endes aufgegangen ist und der Titel in Wertungsregionen verstößt, die der durchaus üppigen Oberweite der Dauerlutscher-vernarrten Protagonistin auch nur ansatzweise nahe kommen, klärt meine ausführliche Spielereview zu “Lollipop Chainsaw” für Xbox 360…
Lollipop Chainsaw
2012, 3rd-Person Shooter / Beat’em Up
Kadokawa Games / Warner Bros. Interactive www.LollipopChainsaw.com
Spieletrailer
Beschreibung “‘Lollipop Chainsaw’ erzählt die Geschichte der hübschen Zombie-Jägerin Juliet Starling, die sich auf die Suche nach dem Ursprung eines gefährlichen Zombie-Virus‘ begibt und mit ihrer Furcht einflößenden Kettensäge durch Horden von Untoten kämpft. Doch schon bald wird klar, dass dies erst der Anfang ist und der Kettensägen-schwingenden Cheerleaderin mächtige Zombie-Rock-Lords nach dem Leben trachten.” - Quelle
Kritik
“Gott, ist das eine Scheiße!”, waren mit die ersten Gedanken (und wenn ich mich nicht irre sogar mein entsetzter Ausruf!), nachdem ich den ersten Level von “Lollipop Chainsaw” beendet hatte. Das Game fühlte sich hakelig und altbacken an, die Handlung war dünn wie zig-fach gestreckter Kaffee und überhaupt hatte ich mir das, was mir da vorgesetzt wurde, ja mal grundlegend anders vorgestellt. – Glücklicherweise habe ich den Controller dann doch nicht direkt in die Ecke gefeuert, sondern bin dran stattdessen einfach mal drangeblieben. Und siehe da: Sieht man über all die Unzulänglichkeiten, die unmittelbar der Spieledesignerhölle entsprungen sein könnten, hinweg und schaltet – ganz wichtig! – einfach mal das Hirn aus, ist sind Juliets kettenbesägte Schnetzeltouren durch Zombie Town gar nicht mal so grottig wie ursprünglich angenommen!
Die Jungs und Mädels vom japanischen Entwickerstudio Kadokawa Games sind bekannt für ihre skurilen Charaktere und komplett bescheuerte Storylines aus der Hölle. Da bildet auch ihr neuester Hit “Lollipop Chainsaw” keine Ausnahme: Der Titel dreht sich um die Cheerleaderin Juliet Starling, die nach der Schule insgeheim der Karriere einer aufstrebenden Zombiejägerin nachgeht. Eigentlich wollte sich die hübsche, aber für meinen Geschmack ein wenig zu naive Blondine an ihrem 18. Geburstag mit ihrem Loverboy Nick treffen, doch eine spontan auftauchende Hordie Untoter machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Während des Gerangels wird Nick verletzt und droht ebenfalls zu einem Zombie zu mutieren. Also macht die Gute kurzen Prozess, entledigt Nick mit Hilfe ihrer überdimensionalen Kettensäge, über die sich jeder angehende Lumber Jack freuen würde, seines Körpers und verpasst ihm eine futuramaesque Halskrause, an der sie ihren Freund Nick, bzw. das, was nach der Aktion von ihm übrig geblieben ist, an ihren Gürtel mit sich herumschleppt, während sie nach dem Ursprung der Zombieplage, von der ihre San Romero-High (schöner Tribut, übrigens!) und ihr verträumtes Städtchen heimgesucht werden, ausfindig zu machen und kaltzustellen. Auf ihren Abenteuern bekommen Juliet und Nick immer mal wieder Unterstützung von ihrer Familie, die ebenfalls der professionellen Jagd nach Untoten nachgehen, sowie von einem durchgeknallten Kung-Fu-Lehrer, der glatt einem der Gremlins-Filme entsprungen sein könnte – und darüber hinaus ziemlich geil auf Juliet zu sein scheint. Die Charaktere sind durch die Bank oberflächlich gezeichnet, doch bei solch einem Titel war auch nichts anderes zu erwarten.
Die Kampagne hält sechs verschiedene Welten bereit, von denen es jede auf eine Spielzeit von rund einer Stunde bringt, je nachdem wie oft Juliet ins virtuelle Gras beißt und zu einem der zwar regelmäßig, allerdings teilweise sehr unfair platzierten Speicherpunkte zurücktransportiert wird, was die Spielzeit durchaus mal strecken kann, beispielweise wenn man immer erst ins andere Zimmer latschen muss, um sich seinen aus lauter Frust ob der dämlich platzierten Savepoints weggepfefferten Controller wiederzuholen. Mit einer Gesamtspielzeit von knapp 8 Stunden wird “Lollipop Chainsaw” also nicht gerade einen Award für das längste Videospiel ever einheimsen.
Am Ende eines jeden Levels wartet ganz oldschoolig ein extra-harter Boss darauf, von Juliet auseinandergenommen zu werden, – oder besser gesagt: zersägt zu werden. Jeder von ihnen verlangt eine andere, in den meisten Fällen jedoch ziemlich offensichtliche Taktik, um ihn nach einem mehr oder weniger ausladenden Fight erneut über den Jordan zu schicken. Wurde der Freifahrtsschein nach Nirvana ausgestellt, von Zeit zu Zeit auch mittendrin, wird die Handlung von kurzen Cutscenes weitergesponnen, die von ihrer Machart her der durch und durch überdrehten und wirren Storyline in nichts nachstehen, und Dank der stellenweise wirklich witzigen Kommentare der beiden Protagonisten positiv herausstechen. Zwar nicht brüllend komisch und schon gar keine Schenkelklopfer, sondern vom Humor her eher trocken, aber immerhin.
Leider fällt schnell auf, dass “Lollipop Chainsaw” nicht nur was seine Bossfights anbelagt eher auf dem Oldschool-Gleis unterwegs ist, sondern auch was das Leveldesign betrifft. Jeder einzelne ist im Grunde in mehrere Kampfareale unterteilt, welche von kurzen schlauchähnlichen Verbindungsteilstücken zusammengehalten werden. Sobald Juliet einen von seiner begehbaren Fläche her größeres Areal betritt, kann man quasi seinen Allerwertesten drauf verwetten, dass in den nächsten Sekunden, spätestens jedoch sobald irgendein verlockendes Item wie ein gut sichtbar platziertes Power-Up oder Munition eingesammelt wird, Zombies auftauchen und somit die nächste Metzelorgie beginnt. Erwähnenswerte Überraschungsmomente, bzw. Kämpfe, die sich nicht bereits meilenweit im Voraus ankündigen, gibt es so gut wie keine.
Ab und an wird die Abschlachterei durch nette Retro-Minigames aufgelockert: So muss Juliet in einem frappierend an den Automaten-Klassiker “PacMan” erinnernden Abschnitt, während sie dabei von gigantischen “PacMan”-Klonen gejagd wird, erst mehrere goldene Schlüssel einsammeln, um den Durchgang zum nächsten Abschnitt zu öffnen. Ein anderer Level erinnert stark an das Kultspiel “Tetris”. Cool!
Im krassen Unterschied zu den Retro-Abschnitten gibt es auch solche, die verdammt nervig sein können: die Rede ist von jene Quicktime-Events, an deren Ende Nick in der Regel irgendetwas in die Luft sprengt, um den nächsten Verbindungsschlauchabschnitt freizulegen. Oder so. Natürlich stellt das Tastendrücken auf Kommando niemanden vor eine ersthafte Herausforderung, die abrupte Unterbrechung des Spielflusses wirkt sich trotzdem auf Dauer äußerst negativ auf den beinahe schon meditativen Schnetzel-Flow aus, der sich irgendwann einstellt.
Apropos Power-Ups: Von Zeit zu Zeit läuft Juliet an Marktständen vorbei, an denen sie kurz Halt machen und sich mit neuen Lollipops (füllen die Lebensenergie wieder auf) ausstatten und ihren Munitionsvorrat aufstocken kann. Zusätzlich fungieren diese Stände als Skill-Tree on the Road: Je nachdem, wie zügig, erfolgreich und vor allen Dingen spektakulär Juliet sich durch die heranschlurfenden Monsterhorden schnetzelt, hagelt es am Ende eines jeden Abschnitts mehr oder weniger Coins, mit denen sie sich an den Marktständen mit Items eindecken und ihre Fähigkeiten verbessern kann. So können mit der Zeit Juliets Lebenspunkte geupgraded, die grundlegende Stärke ihrer Angriffe erhöht und darüber hinaus zahlreiche neue Moves und Fähigkeiten freigeschaltet werden, die ihr im Kampf gegen die Untoten von Nutzen sein können.
Je mehr verschiedene Moves Juliet aneinanderreiht, desto spektakulärer fallen ihre Schnetzeleinlagen aus, was sich wiederum in höheren Scores niederschlägt. Spezielle Row-Kills, beispielsweise drei geköpfte Zombies mit nur einem Schwung der Kettensäge, geben nochmals Extra-Coins. Das Spiel bietet viele verschiedene Moves bereits, die alle im Verlauf der Kampagne freigeschaltet werden können. In meinem ersten Playthrough hat sich jedoch herausgestellt, dass man selbst auf dem schweren Schwierigkeitsgrad selten mehr als vier oder fünf verschiedene von ihnen benötigt, um sich ans Levelende durchzusägen. Gefühlt ist das Game einen Tick zu einfach.
Einen Ticken zu einfach haben es sich die Entwickler auch bei der Kreierung der unterschiedlichen Gegnertypen gemacht, denn im Grunde bekommt Juliet es in “Lollipop Chainsaw” lediglich mit fünf verschiedene Zombie-Typen zu tun: Zum einen wären da der stinknormale herumschlurfende Standard-Zombie sowie solche mit Spezial-Fähigkeiten, die beispielsweise bei Kontakt explodieren oder grundsätzlich fliegend unterwegs sind. Außerdem existieren noch stärkere Varianten des erstgenannten Zombies, die immer dann entstehen, wenn Juliet einen überlebenden Mitschüler nicht rechtzeitig retten kann und dieser daraufhin als Untoter wieder aufersteht. Und zu guter letzt wären dann noch die bereits kurz angesprochenen Levelbosse, die allesamt eine grundlegend eigene Herangehensweise erfordern, um sie nach einem harten Kampf wieder unter die Erde zu schicken. – Das ist definitiv zu wenig Variation, zumal die Zombiejägerin es im Verlauf des Spiels überwiegend mit den ersten drei Gegnertypen zu tun bekommt.
Zur Steuerung: Die geht grundsätzlich gut von der Hand. Insbesondere jenen Gamern, die sich bereits das ein oder andere mal durch ein Beat’em Up wie zum Beispiel “Dead or Alive 5″ gezockt haben, dürfte die Controller-Belegung von “Lollipop Chainsaw” kaum Probleme bereiten: Mit A führt Juliet einen niedrigen Kettensägenschwinger aus, der sich insbesondere gegen herankriechende Zombies als sehr effektiv erwiesen hat. Durch einen Druck auf den B-Button führt die Blondine einen lässigen Grasshopper über den Kopf eines Gegners in dessen Rücken aus und mit X teilt sie einen kräftigen Hieb mit ihren Pom-Poms (!) aus, welcher sich vortrefflich zum Stunnen eignet. Gestunnte Zombies bieten anschließend ein gutes Ziel für den mächtigen Kettensägen-Durchzieher, welcher per Druck auf Y ausgeführt wird. Über die Schultertasten kann zwischen verschiedenen Zielen gewechselt werden, ein Druck auf Select-Button öffnet so eine Art Tagebuch, wo bei Bedarf die vergangenen Gespräche nachgeschlagen und weitere Infos zu den unterschiedlichen Zombies und verblichenen Mitschülern abgerufen werden können.
Einziger Wehrmutstropfen in Sachen Steuerung ist die recht ungenaue Kamera. Die kann zwar wie im Genre üblich mit Hilfe des rechten Sticks gedreht werden, doch das ständige Nachjustieren nervt irgendwann nur noch, da entspanntes Zocken ohne entsprechende Korrekturen nahezu unmöglich ist. Stets wird die Sicht auf das Geschehen durch irgendwelche architektonischen Gegebenheiten innerhalb des Levels gestört. Warum beispielsweise zu nahe an der Kamera befindliche Objekte nicht einfach ausgeblendet werden, wird wohl auf ewig ein Geheimnis der Entwickler bleiben.
Der Titel nennt einen netten Comic-Look sein Eigen, der mit einer knalligen Farbgebung sowie einem Touch Cell-Shading kombiniert wurde, was den geneigten Spieler tatsächlich glauben lassen könnte, das Geschehen auf dem TV wäre glatt einem Comichbuch entsprungen. Die Charaktere, allen voran Juliet Starling und ihre Schwestern, glänzen durch ihre detaillierte Ausarbeitung und durchaus hoch aufgelöste Texturen – was man vom rechtlichen Spiel nicht gerade behaupten kann: die Gestaltung der Levels sowie deren Optik wirken karg und altbacken und wurden zudem mit nur wenigen Details wie zerstörbaren Objekten ausgeschmückt, – das hätte John Romero sicher anders zusammengezimmert! Während im ersten Highschool-Level noch genüsslich Schulbänke, Tafeln und sonstiges Schulzeugs zerschreddert werden konnten, wurde auf solche auflockernden Elemente im weiteren Verlauf des Spiels verzichtet. Warum? – Man weiß es nicht.
Auch sonst bewegt sich der Titel eher auf technischem Mittelklasse-Niveau: Viele Animationen, inklusive Juliets Bewegungen während der Kämpfe, wirken stellenweise seltsam abgehakt, ganz so als würden die letzten paar Frames der Animation schlichtweg fehlen. Dazu gesellen sich massenhaft Clippingfehler, etwa wenn Charaktere stur durch Objekte laufen oder eineinander stecken bleiben. Ach, und dass es bei einem Spiel, bei dem man zu 95 Prozent der Zeit mit dem Zersägen vom Zombies beschäftigt ist, nicht möglich ist, diese wirklich gezielt zu zerlegen (erst der rechte Arm, dann das linke Bein, anschließend der Kopf, usw.), ist unbegreiflich! Leichen, also die final erledigten, bleiben übrigens nicht liegen, sondern lösen sich bereits nach nur wenigen Millisekunden, quasi sofort nachdem sie umgekippt sind, in Luft auf. – Unschön und ein echter Tiefschlag für die Atmosphäre!
Abschließend noch ein paar takte zur Soundkulisse des Spiels: Die ist definitiv gut gelungen. Zwar erschallt auch in der deutschen Version die englische Sprachausgabe aus den Lautsprechern, doch die ist dafür durchaus hörenswert! Insbesondere Nicks sarkastische Kommentare und Juliets naive Art überzeugen – natürlich auf ihre trashige Art. Die Musikuntermalung schwankt dagegen zwischen kultig bis grauenhaft. Ein wirklicher Ohrwurm ist nicht dabei, lediglich der Klassiker “Lollipop” von den Chordettes hat sich langfristig in meinen Gehörgängen festgesetzt. Ungefragt!
Pro
+ unzensierter Zombie-Schnetzelspaß!
+ nett anzusehende Charaktere & Comic-Optik…
+ funktionales Skill-System
+ zahlreiche Moves & Kombos
+ diverse Oldschool-Minigames
Contra
- Speicherpunkte teils unfair gesetzt
- …altbackenes, steriles Leveldesign
- hakelige Animationen
- generisches Gameplay
- wirre Story (fast) ohne Sinn und Verstand
- selbst auf ‘Schwer’ noch zu leicht
- ungenaue Steuerung
- Kameraführung oft unübersichtlich
- geringer Wiederspielwert
Fazit
Wer sich auf das absurde Zombie-Highschool-Szenario einlässt und über die technischen Maken sowie das auf Dauer sehr repetitive Gameplay hinweg sieht, bekommt mit “Lollipop Chainsaw” ein paar Stunden mit einer Cheerleaderin spendiert, die durchaus Laune machen. Ein wirklich tiefgreifendes, offenbarendes Spielerlebnis sollte man jedoch nicht erwarten! – Für ausgewiesene Zombie-Jünger und Fans des Genres empfehlenswert!
Für den Fall, dass sich noch jemand an meine höchst eigene 10 Bücher Challenge erinnern sollte: Die is’ gestorben. Naja, zumindest von der Taille abwärts. Denn in den letzten Monaten stellte sich bei mir so eine Art Leseflaute ein, die es erst einmal zu überwinden galt. Das ist mittlerweile geschehen, doch mein ursprüngliches Ziel von zehn gelesenen Büchern bis Ende Juni 2013 ist für mich definitiv nicht mehr zu schaffen. Schade, aber traurige Realität!
Wie dem auch sei, es gibt glücklicherweise von der Lesefront auch Gutes zu berichten: Und zwar habe ich seit langer Zeit endlich mal wieder ein richtig gutes Buch gefunden, das es tatsächlich vermag, mich zu fesseln: “Das Lied der Dunkelheit” (“The Warded Man”)von Peter V. Brett.
Endlich mal wieder ein richtig fesselnder Fantasy-Roman!! Ich liebe ja Fantasy wie sonst was! High-Fantasy muss es gar nicht sein. Das erschlägt mich persönlich meist eher, als dass es mich unterhält. Lieber mal anderthalb Stufen drunter, dafür jedoch auf Dauer zugänglich, auch nach etwas stressigeren Tagen. “Das Lied der Dunkelheit” wird zwar von einigen mit Tolkiens “Der Herr der Ringe” verglichen, ich kann jedoch nach der Lektüre von rund 175 Seiten sagen, dass mir der Vergleich mit dem großen Epos dann doch ein wenig übertrieben scheint: Bretts “Lied der Dunkelheit” liest sich im Gegensatz zu Tolkiens Klassiker angenehm leicht weg, wirkt in seiner Gesamtheit gesehen lockerer und zugänglicher, nicht so knochentrocken, steif und angestaubt – oh, und definitiv nicht so ausgearbeitet wie die weltberühmte Saga um den Einen Ring.
Zwar ist mir schon im ersten Kapitel eine klaffende Logiklücke aufgefallen (Stichwort: Wirkungsradius der Bannkreise), die bei dem ein oder anderen das Lesevergnügen sicher instant hat sterben lassen, und ganz sicher verhindert, dass der Stoff jemals verfilmt werden wird, aber sei’s drum: Endlich mal wieder eine Epos, in das ich mich genüsslich verbeißen kann, ohne Gefahr zu laufen, dass nach dreihundert Seiten, oder so, der ganze Zauber schon wieder abgeklungen ist. Und sollte der Titel sein bisheriges Niveau halten, wovon ich Stand jetzt einfach mal ausgehe, gibt’s bis dato drei weitere ins Deutsche übersetzte Bände, die darauf warten, weggelesen zu werden…
Kleine, tendenziell gewaltbereite Würmer, die sich in 2D-Comic-Landschaften mit Kung-Fu-Moves, Bazookas, Granaten und als springende Schafe getarnte Bomben ganz unverhohlen nach dem Leben trachten – und das immer und immer wieder, quasi bis zum Erbrechen. All jene, deren Leidenschaft für Videospiele schon ein wenig länger zurückreicht, werden sicherlich wissen, was gemeint ist: Nämlich die – wenn man nach der Meinung anderer geht – absolut kultige “Worms”-Reihe vom britischen Entwicklerstudio Team 17.
Kein anderes Videospiel steht für mich so sehr für meine Gaming-Anfänge wie “Worms”! Doch um ehrlich zu sein: Ich für meinen Teil habe nie so recht verstanden, was am zugrunde liegenden Spielprinzip des gezielten Abschlachtens von Comic-Würmern in kunterbunten Arealen fesselnd oder gar kultig sein soll. Naja, wie auch immer… – Dank des Amazon Vine-Programms bekam ich vor kurzem unverhofft die Gelegenheit, “Worms – The Revolution Collection”, den Anfang Mai 2013 veröffentlichten neuesten Ableger des populären Rundenstrategie-Franchise, ausgiebig auf Herz und Nieren zu testen.
Meine dabei gewonnenen Eindrucke habe ich im Rahmen dieser ausführlichen Spielereview der Xbox 360-Fassung von “Worms – The Revolution Collection” festgehalten…
Worms – The Revolution Collection
2013, Rundenstrategiespiel
Team 17 / Warner Bros. Interactive www.Team17.com/worms
Spieletrailer
Beschreibung “‘Worms – The Revolution Collection’ ist das ultimative Bundle für alle Garten-Grenadiere. Das Package beinhaltet das neueste Spiel der Bestseller-Reihe ‘Worms Revolution“ mit allen drei DLC-Packs sowie das Bonusspiel ‘Worms 2 Armageddon’ mit allen fünf DLC-Packs. 15 Jahre Wurmgemetzel verpackt in einer geheimnisvollen Kiste und versiegelt mit einem liebenswerten Touch.” - Quelle
Kritik
Nein, auch nach gefühlten 20 Jahren im Business kann ich nach wie vor nicht einmal ansatzweise nachvollziehen, was so viele Gamer am “Worms”-Franchise finden. Das Spielprinzip des neuesten Ablegers, “Worms – The Revolution Collection”, in deren Rahmen der neueste Teil der Reihe, “Worms Revolution”, sowie der Titel “Worms 2: Armageddon” zusammen mit allen bis dato erschienenen Addons auf eine DVD gepresst und ein weiteres Mal veröffentlicht wurden, ähnelt dem der Vorgänger – aus nachvollziehbaren Gründen – wie ein Ei dem anderen: Auf einem abgesteckten Kampfareal bekriegen sich je zwei Wurm-Teams solange Runde für Runde um den Sieg, bis eine Seite von der anderen komplett ausgemerzt wurde. – Ja, das Spielprinzip von “Worms” war noch nie das komplexeste! ;)
Besagtes Ausmerzen geschieht unter Zuhilfenahme eines wie eh und je beeindruckenden Waffenarsenals, welches – da bin ich mir ziemlich sicher – selbst das Verteidigungsministerium des Vereinigten Staaten neidisch dreinschauen ließe: Neben dem obligatorischen Raketenwerfer, können alle Fraktionen unter anderem auf explosives Dynamit, zahlreiche unterschiedliche Varianten von Handgranaten, diverse Handfeuerwaffen wie der klassische Revolver, Pistole und schnellfeuernde UZIs, sowie eine komplett abrufbereite Bomberstaffel, zielsuchende Rakaten sowie ein lustig durch die Gegend hüpfendes Schaf, welches auf Knopfdruck in die Luft geht – im Sinne von explodiert und alles und jeden um sich herum mit ins Verderben zieht, zurückgreifen. Darüber hinaus kennen die kleinen Würmer zahlreiche Nahkampfangriffe, mit denen sie ihre Gegner kurzerhand über den Jordan schicken können.
Das Levelterrain ist dabei nahezu komplett zerstörbar, was Dank der neuen Physikengine, welche die Entwickler von Team 17 dem Spiel spendiert haben, richtig gut in Szene gesetzt wird. Raketeneinschläge sowie hochgejagte explosive Fässer (ein Klassiker im Videospiel-Genre, der auf gar keinen Fall fehlen durfte!) reißen tiefe Krater in die Landschaft, Feuer frisst Schneisen der Verwüstung durch selbige und Wasser schwappt und fließt physikalisch relativ korrekt durch die Gegend. Technisch gesehen ist das neueste “Worms”-Videospiel auf alle Fälle ein Hingucker!
Als auf Dauer echter Spielspaßdämpfer hat sich im Verlauf der Kampagne jedoch leider die Künstliche Intelligenz (KI) der CPU-Kontrahenten erwiesen: Mal treffen die gegnerischen Würmer selbst die entferntesten Ziele mit an Lässigkeit grenzender Leichtigkeit, ein andermal sprengen sie sich aus keinem nachvollziehbaren Anlass einfach mal selbst in die Luft oder nutzen nicht das komplette Waffenarsenal zu ihren Gunsten aus, was nach jedem errungenen Sieg, und sei er noch so glorreich, einen gewissen herben Nachgeschmack hinterlässt.
Neben der mehrere Missionen umfassenden Einzelspieler-Kampagne, die dem geneigten “Worms”-Fan mit einer Gesamtlänge von rund sechs Stunden fürs erste ausreichend Beschäftigung bieten dürfte, stehen noch einige weitere Modi zur Auswahl: Als da wären neben dem unverzichtbaren, da das Herzstück des Spiels ausmachenden Multiplayer-Modus, in welchem sich bis zu vier Spieler lokal an einer Xbox 360 oder online via Xbox LIVE mit ihren Würmern auf zufällig generierten Schlachtfeld austoben oder aber beispielsweise im durchaus spannenden “Festungs”-Mode gegeneinander antreten können, außerdem noch ein ganz netter “Rätsel”-Modus, in welchem mehrere Szenarien unter Berücksichtigung diverser Vorgaben gemeistert werden müssen. Allerdings: Kein Modus hält mich länger als eine halbe Stunde vor der Konsole. Selbst bei Multiplayer-Duellen ist spätestens nach der dritten Partie Schluss, da sich das grundlegende Spielprinzip mit seinen immer gleichen Abläufen schlicht und ergreifend auf Dauer als ziemlich ermüdend erweist.
Wer es detailverliebt mag, dürfte bei dem Menüpunkt “Anpassung” auf seine Kosten kommen: Hier können parallel zum Voranschreiten der Kampagne peu a peu neue Würmer freigeschaltet werden, eigene Teams zusammengestellt und organisiert sowie darüber hinaus sogar Team-Uniformen für die eigene Wurm-Truppe erstellt werden. Außerdem lassen sich hier grundlegende Spieleinstellungen festlegen, speichern und mit dem eigenen Spielerprofil verknüpfen, um diese nicht für jede neue Partie erneut vornehmen zu müssen.
All jene, die mit ihrem i.d.R. eingebildeten Skill vor ihren Freunden, Bekannten, der Freundin oder der unwissenden Mutti hausieren gehen wollen, dürften die Bestenlisten des Spiels zu schätzen wissen. Hier finden sich Statistiken zum eigenen Spielstil, sowie umfangreiche Online-Ranglisten zur eigenen Performance in den Spielmodi “Deathmatch”, “Festung”, “Klassisch” sowie im “Singleplayer”. Nichts, wo ich persönlich mich länger als nötig aufhalten würde, aber gut, das mag anderen eventuell anders gehen.
“Worms – The Revolution Collection” setzt, wie bereits die Vorgänger, auf eine verspielte, knallbunte Comic-Optik, die – und das ist die zugleich auch eine der wenigen wirklich Neuerungen des Spiels – nun komplett in 3D realisiert daher kommt, allerdings auch weiterhin mit der Beschränkung versehen ist, dass sie lediglich in 2D von der Seite betrachtet werden kann. Quasi um den Charme der Reihe zu wahren! Auch die Würmer kriechen neuerdings dreidimensional durch die Landschaft, was nicht nur bedeutend besser ausschaut als die pixeligen Vorgänger, sondern von den Entwicklern genutzt wurde, um zahlreiche witzige Animationen ins Spiel einzubauen. Da werden Mitglieder gegnerischer Teams aus der Ferne argwöhnisch begutachtet, vor Schadenfreude eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt und ja, sogar John Cenas berühmte “You can’t see me!”-Geste hat es ins Spiel geschafft! Auch die Levels präsentieren sich nun nicht mehr so steril wie noch in den Vorgängern: Wasser wurde komplett in 3D realisiert, Feuer geizt nicht mit Partikeleffekten, überall qualmt, zischt und wuselt es. Definitiv ein Fortschritt!
Von Stagnation lässt sich hingegen bei der Lokalisierung des Spiels sprechen, denn eine solche hat “Worms – The Revolution Collection” bedauerlicherweise nicht erfahren dürfen – zumindest keine vorzeigbare: So wurden lediglich die Bildschirmtexte mehr oder weniger korrekt ins Deutsche übertragen, während die komplette Sprachausgabe des Spiels, soll heißen: alle Tutorial-Tipps, die teils zum Schmunzeln anregenden Kommentare der kleinen Würmer, sowie die Briefings im Vorfeld der Kampagnen-Missionen, auch in der hierzulande erhältlichen Verkaufsversion komplett auf Englisch aus den Lautsprechern ertönt. Natürlich bedarf es nahezu keiner Englisch-Kenntnisse, um sich im Spiel zurecht zu finden und dem Geschehen folgen zu können. Dennoch ist es immer wieder erschreckend, wie wenig sich der ein oder andere Publisher, in diesem Fall Warner Bros. Interactive, um Lokalisationen zu scheren scheint.
Kurz noch ein paar Worte zur weiteren Musikuntermalung des Titels: eher vernachlässigbar trifft es ganz gut. Zu den zum überwiegenden Teil bereits aus den Vorgängern bekannten Waffensounds, an denen – wenn überhaupt – nur marginal gefeilt wurde, gesellt sich zum jeweils ausgewählten Szenario passendes, unheimlich uninspiriert wirkendes Gedudel, – welches einem schon nach wenigen Durchläufen tierisch auf den Sack geht! Langjährigen Fans der Reihe dürfte dieser sich zügig einstellende, unheimlich penetrante Schmerz in beiden Gehörgängen sicherlich bestens bekannt sein.
Bei wem sich nach zur Gänze durchzockter Kampagne sowie nicht enden wollenden Duellen gegen Freunde und Bekannte im Multiplayer auf Xbox LIVE tatsächlich Lust auf noch mehr “Worms”-Action einstellen sollte, dem steht es frei, sich entweder die ebenfalls auf der Spiele-Disc enthaltene Xbox LIVE Arcade-Version von “Worms 2: Armageddon” zu installieren, oder aber im Marketplace neue DLC herunterzuladen. Derzeit stehen für “Worms Revolution” die folgenden, überwiegend kostenpflichtigen Addons zum Download bereit…
“Worms Revolution: Funfair Pack”
“Worms Revolution: Marks Pack”
“Worms Revolution: Medieval Tales Pack”
Pro
+ spaßiger Multiplayer-Modus…
+ hübsche Comic-Grafik
+ Zusatzinhalte mit auf der DVD
Contra
- …langweilige Kampagne
- sporadische KI-Aussetzer
- keine deutsche Sprachausgabe
- nerviges Musikgedudel
Fazit
Die Stärken von “Worms – The Revolution Collection” liegen nach wie vor ganz eindeutig im Multiplayer: Hier macht der Titel durchaus eine Weile lang Spaß, denn nicht geht über das grandios erhabene Gefühl, zusammen mit anderen an einer Konsole auf Würmer-Jagd zu gehen! Die Singleplayer-Kampagne hingegen zieht sich aufgrund des drögen Gameplays wie ausgelutschter Kaugummi und hat darüber hinaus unter phasenweise äußerst schwach agierenden CPU-Kontrahenten zu leiden. – Eingeschworene “Worms”-Enthusiasten dürfen zugreifen, wer sonst noch interessiert ist, hält in ein paar Monaten Ausschau nach einer preisgünstigeren Budget-Version.
Wer kennt das Problem nicht: Spätestens wenn es nach einem harten Winter mit großen Schritten auf den Frühling zugeht, ist die Scheibenwischeranlage der alten Mercedes-Benz A-Klasse W169 nur noch bedingt zu gebrauchen. Neben dem obligatorischen Auswechseln der Scheibenwischer steht für viele Elch-Enthusiasten – wie meine Wenigkeit – die Reinigung der gesamten Scheibenwischeranlage auf dem Programm, um auch in den vor der Tür stehenden Sommermonaten in jeder Verkehrssituation stets den vollen Durchblick zu behalten. Wer in dieser Angelegenheit auf die Dienste seines örtlichen Mercedes-Benz Service-Teams vertraut, berappt dafür in der Regel eine ziemliche Menge Geld. Dass und vor allen Dingen wie es auch günstiger und bedeutend schneller geht, soll dieser How-To Guide aufzeigen!
1. Wischwasserbehälter ausbauen und reinigen
Gleich zu Beginn unserer kleinen Reinigungssession widmen wir uns dem schwersten und zeitaufwendigsten Part der ganzen Aktion: der Reinigung des Wischwasserbehälters. Dieser sollte mindestens einmal im Jahr ausgebaut und grundsolide gesäubert werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, den Behälter auf kleine Haarrisse zu untersuchen, um bei der nächsten Hauptuntersuchung beim TÜV / bei der örtlichen Dekra-Niederlassung Kosten für eine erneute Vorführung zu vermeiden.
Der Behälter für das Wischwasser der Scheibenwischanlage befindet sich bei der Mercedes-Benz A-Klasse W169 – wie bei vielen anderen PKWs auch – im Motorraum. Diesen gilt es also zu öffnen: Dies geschieht, indem der lange rote Hebel im Beinbereich links neben dem Kupplungspedal gezogen, anschließend die Motorhaube nach oben geklappt und mittels der Stange sicher arretiert wird, um im Motorraum hantieren zu können. Der Wischwasserbehälter wurde auf der rechten Seite unmittelbar neben dem Motorblock verbaut und ist gut an seinem für gewöhnlich blauen Verschlussdeckel zu erkennen. Mittels eines Schraubendrehers gilt es nun die drei Schrauben seitlich des Behälters zu lösen, um ihn aus seiner Halterung herausziehen zu können. Nachdem der kleine Wasserschlauch auf der hinteren Seite des Behälters vorsichtig abgezogen wurde, kann der Wischwasserbehälter komplett aus dem Motorraum herausgenommen werden.
Bevor neues Wischwasser samt eines eventuell beigemischten Reinigungskonzentrats eingefüllt werden, gilt es den Behälter gründlich mit klarem Wasser auszuspülen, mit einem sauberen Tuch von innen (und bei Bedarf auch von außen) zu reinigen und ggf. von Kalkablagerungen zu befreien sowie ausgiebig auf kleine Haarrisse zu untersuchen, um bereits erwähnte unangenehme Überraschungen beim TÜV weitestgehend ausschließen zu können, denn: Ein undichter Wasserbehälter wird dort in der Regel nicht so gerne gesehen und oftmals mit einem Abbruch der Untersuchung goutiert. Spürt man wieder erwarten einen kleinen Riss auf, so bedeutet dieser nicht zwangsläufig die kostspielige Anschaffung eines gänzlich neuen Wischwasserbehälters: Mittels eines dehnbaren, wasserdichten Fugenklebers können kleinere Risse im Plastik mühelos ausgebessert werden. Wichtig ist in diesem Fall lediglich, dass das verwandte Füllmittel nicht starr aushärtet, sondern dehnbar bleibt, um sich beim nächsten durchfahrenen Schlagloch nicht bereits den nächsten Riss einzuhandeln und um die eh schon hohe Steifheit des Behälters nicht unnötigerweise noch zusätzlich zu erhöhen. Wurde der Wischwasserbehälter der A-Klasse gereinigt und gegebenenfalls kleinere Risse gekittet, wird er auf demselben Weg wie oben beschrieben wieder eingebaut. Bitte beherzigen: Erst wieder ordnungsgemäß einbauen, dann frisches Wasser einfüllen! ;)
2. Scheibenwischer auswechseln
Als nächstes müssen die alten, über den Winter eingesauten Scheibenwischerblätter dran glauben: Diese gilt es entweder gründlich zu säubern oder am besten gleich durch komplett neue zu ersetzen. Ich persönlich bevorzuge die letztere Variante unter Verwendung der Aerotwin A967S von Bosch. Zum Austauschen der Wischerblätter müssen die Scheibenwischer zuerst von der Scheibe in Richtung Motorhaube weggeklappt werden. Anschließend gilt es die kleinen Klammern auf dem Gelenk des Wischerarms zusammenzudrücken und das alte Wischerblatt unter leichtem Druck seitlich abzuklappen. Ist dies bei beiden Scheibenwischern passiert, wäre ein sehr guter Zeitpunkt die Frontscheibe zu reinigen, damit die neuen Wischer nicht sofort wieder mit altem, noch auf der Scheibe befindlichem Schmutz und Insekten-Rückständen eingesaut werden!
Die neuen Wischblätter werden in exakt der Manier aufgezogen, wie die alten zuvor entfernt wurden: Auf dem Scheibenwischerarm seitlich einfädeln und mit leichtem Druck arretieren. – Fertig! Einige Scheibenwischer, wie beispielsweise auch die von mir favorisierten Aerotwin A967S aus dem Hause Bosch, besitzen kleine Windspoiler, welche die Wischblätter über den Fahrtwind noch zusätzlich auf die Scheibe pressen. Bei solchen Wischern muss zwingend darauf geachtet werden, dass die vom Hersteller auf der Packungsrückseite vorgegebene Einbaurichtung eingehalten wird, um auch in Zukunft ein optimales Wischergebnis zu erziehen!
3. Scheibenwischerdüsen reinigen
Zum Schluss der mit Abstand nervigste Teil der Aktion: das Reinigen der verstopften Spritzwasserdüsen. Diese setzen sich bei der Mercedes-Benz A-Klasse W169 in schöner Regelmäßigkeit zu, was oftmals nicht mal was mit falschem Wischwasser (dem nicht destilliertem) zu tun hat, sondern ein ziemlich nerviges “Feature” der Mercedes-Benz A-Klasse ist, welches konstruktionsbedingt auftritt. Um die beiden zugesetzten Wischwasserdüsen aus ihrer jeweiligen Halterung zu lösen, braucht es unheimlich filigrane Finger – oder aber eine anständige Flachzange. Unter leichtem, aber bestimmten Ziehen in Richtung Scheibe und unter Zuhilfenahme der Zange sollten sie irgendwann aus ihrer Halterung loszulösen sein. Anschließend müssen beide Düsen gründlich gereinigt (im Sinne von: durchgepustet) werden, etwa mittels eines Dampfstrahlers. Bei übermäßigen Kalkablagerungen empfiehlt sich darüber hinaus das mehrstündige Einlegen in leistungsstarken Kalklöser.
Wurden die verstopften Scheibenwischerdüsen gereinigt und von eventuellen Kalkablagerungen befreit, müssen sie wieder korrekt auf die Spritzwasserschläuche aufgesetzt werden. Die jeweils korrekte Richtung wird durch die kleinen Einkerbungen im Plastik vorgegeben. Das passende Gegenstück befindet sich seitlich neben der Düse. Anschließend gilt es, die Düsen wieder in eine Position zu bringen, welche das komplette Benetzen der Frontscheibe mit Wischwasser sicherstellt.
4. Gute Fahrt! Alles in allem ist die Wartung der Scheibenwischanlage der A-Klasse kein allzu aufwendiger Akt und für den durchschnittlich begabten Elch-Fan innerhalb von vielleicht einer halben Stunde erledigt. Ok, vielleicht dauert’s bei dem ein oder anderen auch ein wenig länger, doch das sollte es einem wert sein, denn eine direkt vom Mercedes-Benz Service durchgeführte Wartung schlägt mit einigen Scheinchen und einer für gewöhnlich längeren Wartezeit zu Buche!
Gestern Abend, ich scrollte mich gerade bei Tumblr durch eine nicht enden wollende Flut von Pics der sexy Planeswalkerin Chandra Nalaar und dachte an nichts böses, kam es zum absoluten Supergau: der Speicherplatzbedarf von InaiMathi.de und der angeschlossenen PHP-Datenbank überstieg den von meinem Hoster zur Verfügung gestellte Rahmen, – oder mit anderen Worten: der Server war voll! Nichts ging mehr: Weder konnte ich einen neuen Post veröffentlichen, noch einen alten bearbeiten oder zumindest am Template Änderungen vornehmen. Im Backend meines Hosters wurde ich von der freunlich, aber bestimmt formulierten Aufforderung begrüßt, doch schleunigst dafür zu sorgen, dass die Dateien, die für die “Überfüllung” verantwortlich sind, vom Server verschwinden, sonst werde mir ein weiteres jährliches Upgrade des Speicherplatzes berechnet.
Puh! – Der Abend war quasi gelaufen. Um nicht zu sagen: im Arsch! Denn anstatt mich gemütlich auf die Couch zu flätzen und mich entweder weiter “Bioshock Infinite” hinzugeben (grandioses Spiel übrigens!) oder aber in “Magic – The Gathering 2013″ (das ich als nicht viel weniger grandios empfinde) ein wenig durchs Multiversum zu planeswalken, stand nun die Fehlersuche samt unmittelbar angeschlossener Aufräumarbeiten an. Das Problem, mit dem ich mich konfrontiert sah, war nur: Wo sollte ich anfangen? Was, verdammt nochmal, könnte bitte dafür gesorgt haben, dass die Datenbank meines Webservers von heute auf morgen, quasi über Nacht, zugemüllt wurde ohne dass ich persönlich Hand angelegt hatte?! – Nun, im Prinzip lag es auf eben dieser: die Spam-Kommentare mussten es sein! Seit einigen Wochen sieht sich InaiMathi.de, bzw. meine Wenigkeit mit einem massiven, von seiner allgemeinen Beschissenheit stetig weiter steigenden SPAM-Problem konfrontiert. Tagtäglich trudeln zig hundert SPAM-Kommentare im WordPress-Backend ein, von denen ein Großteil zwar von Akismet abgefangen und wenig später auch gelöscht wird und somit gar nicht erst groß in Erscheinung tritt, allerdings – und jetzt wird’s interessant – nichtsdestotrotz in der Datenbank aufschlagen und diese mit der Zeit immer weiter zumüllen, bis – wie in meinem Fall geschehen – irgendwann nichts mehr geht, bzw. das gebuchte Speicherplatz komplett belegt ist und der Hoster somit auf automatisierter Basis die sprichwörtliche Reißleine zieht.
Da der Support um diese Uhrzeit nicht mehr zu erreichen war und ich mich händeringend um mein durchaus gutes Ranking bei Google sorgte, informierte ich mich, wie ich denn mal innerhalb meiner Datenbanken auf dem Server umschauen kann. Dies ist, im Unterschied zu so manch anderem Webhosting-Anbieter, nämlich nicht von Haus aus möglich, sondern erfordert die Installation, bzw. das aufspielen diverser Tools. – Und diese Tools hätte ich wirklich sehr gerne aufgespielt, allerdings war mir dies aufgrund des komplett zugemüllten Servers nicht möglich. Also schaute ich noch einmal ins Backend meines Blogs und dort in den Kommentarbereich, Unterordner Spam. Und siehe da: über 17.500 SPAM-Kommentare (!) hatten sich dort innerhalb der letzten paar Tage (!!) angesammelt, die alle darauf warteten, von Akismet endgültig ins Nirvana geschickt zu werden. Mit einem simplen Knopfdruck auf “Spam leeren” war dies erledigt – und ich dachte, gelte ebenso für mein Speicherplatz-Problem. – Doch Pustekuchen! Denn wie ich relativ schockiert feststellen musste – nein, mir war dieser Umstand bis dato absolut nicht bewusst -, ist die Löschung eines SPAM-Kommentars im WordPress-backend nicht gleich der Löschung von eben diesem in der Datenbank auf dem Server! Sprich: Während ich über all die Jahre immer weiter gelöscht habe, bzw. von Akismet habe löschen lassen, wurde die Datenbank durch diese vermeintlich gelöschten SPAM-Kommentaren immer weiter zugemüllt, bis schließlich – wie gestern geschehen - nix mehr ging. Noch einmal, und dieses Mal bitte von irgendwo Stift und Papier organisieren, mitschreiben, das Zettelchen anschließend rahmen lassen (oder alternativ bei IKEA einen günstigen Rahmen besorgen; hier bietet sich insbesondere der “Nyttja” an) und übers Stille Örtchen hängen:
Wer denkt es reiche aus, SPAM-Kommentare nur im WP-backend zu löschen, der irrt. Und zwar gewaltig!
Mit irgendeinem WordPress-Update, es muss kurz vor der Einführung der revolutionären Version 3.0 gewesen sein, wurde entschieden, dass das Löschen von SPAM, etc. im Backend nicht mehr länger den Server, bzw. die auf eben diesem betriebene Datenbank betreffen darf, was bedeutet, das im Backend gelöschte SPAM-Kommentare nicht – ich wiederhole – nicht auch automagically aus der Datenbank gelöscht werden. Das gilt übrigens nicht nur für Kommentare, sondern für so ziemlich alles, was über das WP-Backend administriert werden kann: angefangene Posts, die irgendwann “in den Papierkorb” verschoben und später von dort gelöscht wurden, weil man nach einer Schreibflaute einfach nicht mehr wusste, worauf man ursprünglich hinaus wollte, angelegte jedoch (z.B. wegen eines eingeschlichenen Rechtschreibfehlers) nie verwendete Tags, sinnlose Seitenvorlagen und eben gelöschte Kommentare. Dieser ganze Trash (und btw noch weitaus mehr) sammelt sich über all die Wochen, Monate und ggf. auch Jahre in der Datenbank an und sorgt dafür, dass der in Anspruch genommene Speicherplatz immer weiter zunimmt, obwohl am Blog so gut wie keine gravierenden Änderungen vorgenommen werden!
Ich entschied mich für die radikalste Lösung, die mir auf die Schnelle (und in meiner allgemeinen Aufgebrachtheit) so in den Sinn kam: Backup ziehen, dann den Server komplett leerräumen und die Datenbank löschen und anschließend den Blog komplett neu aufsetzen. – Ok ok, ich beschreib’s die Tage noch ein wenig ausführlicher, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht der einzige Blogger bin, der jemals in diese Situation kommen wird. Nachdem dies erledigt war, war ich schon ziemlich nervös, als ich mich daran machte, einen Blick auf meine Serverstatistik zu werfen: Hatte die von mir eilig verordnete Radikalkur Wirkung gezeigt? Und wenn ja, um wie viel hat InaiMathi.de abgespeckt? Würde sich mein Blöckchen in etwa in denselben Regionen bewegen wie meine Wenigkeit vor zweieinhalb Jahren?
Tja, was soll ich sagen? Ja, die Kur hat in der Tat eingeschlagen wie eine Bombe – und dies trotz der Abstinenz von so ziemlich allem, was eine Kur erst so erstrebenswert macht: Lag die Speicherplatzauslastung vor dem Neuaufsetzen des Blogs noch bei +12 Prozent (ich musste also lediglich aus Kulanz meines Hosters nicht draufzahlen; Danke dafür!), bringt es InaiMathi.de aktuell lediglich auf eine Auslastung von knapp 15 Prozent. Mit anderen Worten: Rund 85 Prozent des mir zur Verfügung stehenden Speicherplatzes sind noch – oder besser gesagt: sind wieder frei! Und mit nochmals anderen Worten ausgedrückt: Mehr als 5/6 der Datenbank waren sinnlos mit alten Überbleibseln aus drei Jahren Bloggeschichte sowie mit Haufenweise unerwünschten SPAM-Kommentaren belegt, von denen ich eigentlich dachte, sie mit einem simplen Klick auf “Spam löschen” ein für alle Mal aus der Welt geschafft zu haben. Unfassbar, wie ich finde! Damit dies auch so bleibt, habe ich mir neben der aktuellsten Version von Akismet nun auch ein spezielles WordPress-Plugin organisiert, welches – zumindest bis jetzt – zuverlässig Schutz vor SPAM bietet – und das auf so lächerlich simple Art und Weise, dass ich mich frage, warum ich da nicht schon viel früher drauf gekommen bin und mir meinerseits so ein Plugin geschrieben habe?! Aber wie dem auch sei, die Rede ist von Anti-Spam. Das WP-Plugin war zügig geladen und mit nur zwei, drei Klicks installiert. Unbedingte Empfehlung meinerseits!
Von jetzt an, so habe ich mir fest vorgenommen, werde ich die oben beschriebene Prozedur alle zwei, drei Monate wiederholen. Ein leerer Server samt einer aufgeräumten Datenbank im Rücken sind nicht nur aus irgendwelchen nerdigen Gründen erstrebenswert, sondern sorgen darüber hinaus auch für immens schnellere Ladezeiten der Website/des Blogs/whatever, und schonen natürlich zwangsläufig auch den Geldbeutel. – Von daher: Bitte nachmachen!
Wer meinen Blog verfolgt, ist sicherlich bereits mindestens einmal über ein Statement von mir gestolpert, dass ich bereits seit Jahren ein großer Fan des Sammelkartenspiels “Magic – The Gathering” von Wizards of the Coast sei. Dem ist nach wie vor so! Tja, und nachdem der Arcade-Titel “Magic – The Gathering: Duels of the Planeswalkers 2013″ auf meiner Xbox 360 eingeschlagen ist wie wie eine sprichwörtliche Bombe (siehe dazu meine ausführliche Review), war es im Grunde lediglich eine Frage der Zeit, wann ich mir Nachschub in Form eines Addons organisieren würde.
Von denen existieren derzeit derer vier. Wobei, vielleicht sollte man differenzieren: Dann wären es drei Deck-Addons sowie eine richtige, umfangreiche Erweiterung. Und auf exakt letztere hatte ich es abgesehen! Ein paar flux beim Chinamann auf eBay.de organisierte Microsoft Points später (hoffentlich werden diese unsinnigen Points bald abgeschafft und durch eine zeitgemäße Zahlungsweise ersetzt), reihte sich die erste offizielle Erweiterung für “Magic 2013″ in den Download-Queue meiner Konsole ein.
Was das von Stainless Games entwickelte Addon bietet und ob es letzten Endes seinen Preis von 400 MS Points wert ist, klärt meine ausführliche Spielereview zur “Magic 2013-Erweiterung” für Xbox 360…
Magic 2013-Erweiterung
2012, Sammelkartenspiel
Wizards of the Coast / Microsoft Studios www.Wizards.com/Magic
Spieletrailer
Beschreibung “Die Duels of the Planeswalkers 2013-Erweiterung bietet dir fünf zusätzliche spielbare Decks in den Farben der Gilden aus Rückkehr nach Ravnica sowie fünf weitere knifflige Herausforderungen, zehn zusätzliche Kampagnen-Level für Einzelspieler und vieles mehr. Stelle deine Fähigkeiten als Zauberwirker auf die Probe und besiege die Gilden, um ihre neuen Decks freizuschalten!” - Quelle
Kritik
Im Grunde lässt sich die rste (und schätzungsweise auch einzige) Erweiterung zu “Magic – The Gathering: Duels of the Planeswalkers 2013″ vortrefflich unter der Kategorie “Mehr vom selben” einordnen: Das Addon erweitert das Hauptspiel lediglich um eine komplett neue Einzelspieler-Kampagne, weitere Duelle für den nach einmaligem Durchspielen freigeschalteten bockschweren Rache-Modus, sowie einige neue Herausforderungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade – die meisten davon sind jedoch wie gewohnt extra schwer. Natürlich sind auch zahlreiche neue Karten des 2013er “Magic”-Jahrgangs und mehrere, um genau zu sein fünf Decks enthalten, die darauf warten, im Verlauf der Kampagne, welche den durchschnittlich begabten “Magic – The Gathering”-Spieler nicht allzu lange beschäftigen dürfte und somit tendenziell zu einfach ausgefallen ist, freigeschaltet zu werden. Bei den Decks handelt es sich um gemischte Decks, die im Schwierigkeitsgrad definitiv höher angesiedelt sind, als die aus dem Hauptspiel bekannten.
Ist ja alles schön und gut, doch ganz ehrlich: Selbst für beinahe schon lächerlich günstige 400 Microsoft Points, die grob über den Daumen gepeilt ungefähr einem Gegenwert von knapp 5 Euro entsprechen, hätte ich mir schon ein wenig mehr frischen Content gewünscht!
Mit Ausnahme der eingangs aufgelisteten neuen Kampagne, in der man es mit den Anführern der aus der Magic-Erweiterung “Rückkehr nach Ravnica” bekannten Gilden zu tun bekommt, den optionalen Duellen sowie den Herausforderungen belässt das erste Addon zu “Magic 2013″ das Hauptspiel nahezu unverändert – inklusive aller Bugs und nervtötender Unzulänglichkeiten: Nach wie vor gestalten sich die Ladezeiten zwischen zwei Duellen und während der Navigation durch die verschachtelte Menüstruktur unheimlich zeitintensiv, was bereits in der Review zu “Magic – The Gathering 2013″ als Negativpunkt Nummero 1 angeführt wurde. Auch die hakelige Deckverwaltung wurde eins zu eins übernommen, sprich: eine Möglichkeit für den Spieler, sich sein Deck aus freigespielten Magic-Karten individuell nach eigenem Gusto zusammenzustellen, ist nach wie vor nicht gegeben. Bedenkt man, dass es doch gerade den Reiz eines Sammelkartenspiels ausmacht, seine Kontrahenten mit einem individuell entwickelten Deck in Grund und Boden zu spielen, ist die getroffene Entscheidung der Entwickler, dem geneigten Spieler, pardon, Planeswalker lediglich vorgefertigte Decks an die Hand zu geben, nicht wirklich nachvollziehbar.
Äußerst lieblos mutet darüber hinaus die Präsentation der hinzugestoßenen Kontrahenten in der Kampagne an: War es im ursprünglichen Hauptspiel noch so, dass – mit Ausnahme der Begegnungen – ausnahmslos alle Gegner in Form einer in hübschem 2D animierten Introsequenz kurz vorgestellt und mittels kurzer Biographien in Textform charakterisiert wurden, so wurden diese auflockernden Sequenzen in der vorliegenden “Magic 2013″-Erweiterung vollständig wegrationalisiert, was merklich auf die eh schon dürftige Atmosphäre durchschlägt.
Weiters ist – zumindest für meine Begriffe – nur schwer nachzuvollziehen, aus welchem Grund es die aus den Vorgängern bekannte “Zweiköpfiger Riese”-Kampagne (die eigenes für den Coop-Modus kreierte Kampagne) weiter durch Abwesenheit glänzt. Hier hätte sich vortrefflich die Möglichkeit geboten, jenen Zockern einnachträgliches Geschenk zu machen, die sich gerne gemeinsam mit einem Freund oder Bekannten durch eine Kampagne duellieren möchten. Naja.
Bei abschließender Betrachtung drängt sich einem der ungute Eindruck auf, die erste Erweiterung zu “Magic 2013″ wurde einzig und allein aus dem Grund auf den Markt gebracht, um doppelt abkassieren zu können. Denn: Wer “Magic – The Gathering: Duels of the Planeswalkers 2013″ im Online-Multiplayer auf Xbox LIVE oder anderswo spielt – und das sind nicht wenige – und dort nicht gnadenlos untergehen will, benötigt diese Erweiterung definitiv. Die enthaltenen Sets mit ihren zahlreichen neuen Kreaturen, Artefakten und Zaubern sind den aus dem Hauptspiel bekannten Karten zweifelsohne überlegen.
Pro
+ fünf neue freischaltbare Kartendecks
+ zahlreiche neue Sammelkarten
Contra
- eingeschränkte Deckverwaltung nervt
- nur 10 neue Duelle
- Kampagnen-Missionen teils zu einfach
- Kontrahenten werden nicht vorgestellt
- Coop-Modus für Zweiköpfigen Riesen fehlt
Fazit
Wer “Magic – The Gathering: Duels of the Planeswalkers 2013″ (siehe meine Review)gemocht hat und auf der Suche ist nach neuen Gegnern für die Versoftung seines favorisierten Sammelkartenspiels, bekommt mit der mit 400 Microsoft Points relativ günstigen Erweiterung zu “Magic 2013″ mehr vom selben geboten: neue Gegner, neue Karten, neue freischaltbare Kartendecks. Ein routiniertes Update, welches – wenn man mal ganz ehrlich ist – auch gleich ins Hauptspiel hätte implementiert werden können, was unweigerlich einen faden Beigeschmack der Abzocke mit sich bringt. Wirklich etwas falsch macht man mit dem Kauf des Addons jedoch nicht. Wer “Magic 2013″ online im Multiplayer zockt, braucht die neuen Karten-Decks sowieso, um bis zum Erscheinen des bereits angekündigten Nachfolgers “Magic 2014″ mit den anderen Planeswalkern mithalten zu können!
Seit der letzten Ausgabe der Reihe “Best of Google Search” sind erstaunlicherweise bereits wieder einige Wochen vergangen, in denen sich wieder eine Menge Suchphrasen angesammelt haben, die förmlich händeringend nach einer mal informativen, mal launigen, mal gelangweilten Kommentierung durch mich schreien. In diesem Sinne…
“jacques schulz kabel 1″
Nach langem Rätselraten, was der werte Herr Jacques Schulz nach seinem Ausstieg bei Sky Deutschland mittlerweile so macht, ist nun bekannt: Er kommentiert – quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit – die Rennen der ADAC GT Masters auf Kabel eins. Und nach Ansicht des Saisonauftakts in Oschersleben muss ich sagen: Ich bin nicht beeindruckt! Außerdem: Wenn schon keine Open Wheeler, dann doch bitte die DTM! ;)
“keep racing sky surer”
Die Catchphrase “Keep racing!” hat weder etwas mit dem Pay-TV Sender Sky noch mit Marc Surer zu tun, sondern stammt vielmehr vom langjährigen Sky F1-Kommentator Jacques Schulz, der es über all die Jahre eine schöne Tradition hat werden lassen, eine jede Motorsport-Übertragung, in die er involviert ist, mit diesen Worten zu schließen. Fun Fact: Eine von ihm live kommentierte DEL-Übertragung auf Premiere Sport wurde seinerzeit von ihm mit “Keep skating!” beendet.
“kohlehydrate überdosieren”
Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, anzunehmen, man würde durch Fett immer weiter zunehmen: Fett macht eben nicht fett! Vielmehr sind es insbesondere Kohlenhydrate, beziehungsweise eine Überdosis von Kohlenhydraten, die unweigerlich zu einer verstärkten Gewichtszunahme führt. Mehr zum Thema findet sich in einigen Artikeln hier im Blog. Wer nach der so genannten Low-Carb-Methode abnehmen will, sollte die magische Grenze von 100g Kohlenhydrate, bzw. 13 Broteinheiten am Tag stets im Hinterkopf behalten.
“abblendlicht a klasse auswechseln+preis”
Wie man ein oder beide Abblendlichter bei der Mercedes-Benz A-Klasse austauscht, habe ich an dieser Stelle in aller gebotenen Ausführlichkeit beschrieben. Wer sich für unzureichend geschickt hält oder solche Arbeiten generell lieber vom Mercedes-benz Serviceteam erledigen lässt, muss entsprechende Kosten einkalkulieren: Pro Abblendlicht (wohlgemerkt solche in der billigsten Standardausführung; nicht etwa Halogen, bzw. Xenon) wären dies ca. 12 Euro, zuzüglich dem Arbeitsaufwand, welcher von Mercedes nochmal mit rund 40 Euro je Stunde in Rechnung gestellt wird. Macht unterm Strich rund 65 Euro für das Auswechseln von beiden Abblendlichtern.
“marina weisbands verlag”
Marina Weisband, die ehemalige Parteivorsitzende der Piratenpartei Deutschlands, hat ihr Buch “Wir nennen es Politik – Ideen für eine zeitgemäße Demokratie” beim zum Klett-Cotta Verlag gehörenden Label Tropen veröffentlichen lassen. Meine Rezension findet sich hier.
“können die hungerspiele nach deutschland kommen?”
Wer weiß, vielleicht stehen sie ja schon vor deiner Tür?
“was sind grüne herzen bei feedly?”
Die kleinen grünen Herzen im Feedly Reader (siehe meine ausführliche Produktreview), der kostenlosen Alternative zum altgedienten, jedoch unmittelbar von seiner Einstellung stehenden Goodle Reader, bzw. die Zahl hinter eben diesem gibt an, wie populär ein bestimmter Artikel ist. Wie genau sich der Wert errechnet, ist nicht bekannt. Zumindest mir nicht. Bitte um Erleuchtung. ;)
“borussia dortmind fc köln verhältnis”
Ich weiß nicht, ob man von einer echten Fanfreundschaft im eigentlichen Sinne sprechen kann, allerdings glaube ich angesichts des zum Ende der Winterpause spontan angesetzten Freundschaftsspiels zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund nicht, dass sich beide Mannschaften (und ihre Fan-Gruppierungen) bis aufs Blut hassen. Man möge mich bitte korrigieren, wenn dem doch so sein sollte…
“wwe 13 wie schalte ich ryback frei?!”
Indem du ihn im WWE Shop für 80 Microsoft Points kaufst und anschließend im Roster-Screen auswählst. Wie das geht, steht u.a. hier.
“wie kann ich heruntergeladene bonusinhalte spielen tomb raider xbox?”
Auch in diesem Fall: Über Xbox LIVE runterladen, installieren und das Spiel neu starten. Die zusätzlichen Dungeons, bzw. Gräber finden sich in den ersten Levels des Spiels. Laras Spezialfähigkeit, dieses extra flotte Klettern oder was das war, kann im Skill Tree des Spiels freigeschaltet werden.
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