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Hisense Sero 8 Pro

Hisense Sero 8 Pro - © Hisense

Mein letztes Tablet legte ich mir im Winter 2010/11 zu, und somit zu einer Zeit als das iPad 2 von Apple noch die Krone der Tablet-PCs darstellte. Inzwischen gibt es zig Alternativen auf dem Markt, die nicht nur einiges besser machen als das nach wie vor viel gepriesene iTablet „designed by Apple in California, assembled in China“, sondern zudem auch um einiges preisgünstiger daher kommen. Das Hisense Sero 8 Pro zum Beispiel.

Ich habe das stylische Android-Tablet inzwischen einige Tage lang auf Herz und Nieren testen können und bin am Ende meines Tests zu einem Fazit gelangt, mit dem ich – zugegeben – nicht gerechnet hatte, als mir das Tablet die Tage vom DHL-Boten in die Hand gedrückt wurde.

Hisense Sero 8 Pro
2015, Android-Tablet
Hisense
www.Hisense.de

Beschreibung
„Schlankes Design, starke Leistung – Diesem Anspruch werden die farbenprächtigen Tablets von Hisense gerecht. Inspiriert durch Enthusiasmus entwickelt Hisense Tablets, die nicht nur ein vollkommenes Design besitzen, sondern auch die neuste Technologie mit den innovativsten Features.“ – Quelle

Kritik
Man sagt ja, der erste Eindruck sei mega-wichtig: Und ja, der Hersteller gibt sich alle erdenkliche Mühe, dass das erste Aufeinandertreffen mit seinem neuen Prokrastinations-Helferchen möglichst positiv ausfällt. Das Hisense Sero 8 Pro wurde in einem stylischen, scharzen Umkarton verpackt, ganz so wie man es unter anderem auch von zahlreichen Apple-Produkten wie dem iPhone oder aber dem vergleichbaren iPad her kennt. Die Tablet-Hardware wurde nicht nur einfach so in den Karton gelegt, sondern noch einmal mit Folie umwickelt, damit sich das Display ja keine vorzeitigen Kratzer einfängt. Das mitgelieferte Ladekabel sowie die eher rudimentär gehaltene Bedienungsanleitung wurden in kleinen Papp-Schächtelchen verstaut. Alles sehr aufgeräumt, clean. – Ein top erster Eindruck!

Als ich das Hisense-Tablet dann schließlich aus der Schachtel nahm, fiel mir sofort die unheimlich hochwertig Anmutung des Geräts auf. Die Front ist zur Gänze in Glas gehalten, der Rahmen sowie die Rückseite der Hardware wurden hingegen aus gebürstetem Aluminium gefertigt. Wo andere Hersteller (*hust* HP *hust*) auf eine billige Plastikhülle setzen, brilliert das Hisense Sero 8 Pro mit Wertigkeit. Im Unterschied zu den meisten anderen Tablets auf dem Markt, wurde der Rahmen nicht etwa stumpf abgerundet, wie es vielleicht noch 2010 modern war, sondern industrial-like kantig gestaltet, was meiner Meinung einfach zeitgemäßer wirkt, perfekt zur restlichen Optik der Hardware passt und das Gerät zudem „griffiger“ in der Hand liegen lässt. Der Ein- & Ausschalter sowie eine Mini-USB Ladebuchse, ein Anschluss für (nicht im Lieferumfang enthaltene) Kopfhörer und last but not least ein SD-Karten Slot zur Erweiterung der Speicherkapazität (dazu gleich mehr), befinden sich am oberen Ende des Hisense-Tablets. An der Unterseite wurden dezent zwei Stereo-Lautsprecher in den Rahmen eingearbeitet, die alles in allem ein gutes Klangerlebnis bieten. Ich für meinen Teil würde aber nichtsdestotrotz stets die Audioausgabe über angeschlossene Headphones meiner Wahl vorziehen.

Wie erwähnt, liegt das Teil unglaublich gut in der Hand. Es ist zudem lediglich 6,35mm dünn und bringt es nur auf ein Fliegengewicht von gerade einmal 336 Gramm. Somit steht auch längeren eBook-Sessions nichts mehr im Wege. Nicht erschrecken: Bei durchgehender Nutzung, insbesondere in den Sommermonaten, erhitzt sich die Rückseite des Tablets leicht, was damit zusammenhängt, dass die Wärme im Inneren über das Aluminium nach außen abgeleitet wird. Eine clevere Designlösung, die von zahlreichen Tablets auf dem Markt, darunter auch das Apple’sche iPad, so genutzt wird. Aufdringliches Branding sucht man übrigens vergebens: Lediglich auf der Rückseite findet sich ein dezentes Hisense-Logo, das den stilistisch tollen Gesamteindruck nicht sinderlich in Mitleidenschaft zieht.

Die Einrichtung des Hisense Sero 8 Pro ging in wenigen Schritten vonstatten, so dass ich wenig später von meinem neuen Homescreen begrüßt wurde, – oder sollte ich besser sagen: angestrahlt? Das Display mit seinen knapp 8 Inches (7,85 Inches, um genau zu sein) ist wirklich brillant: strahlend hell (bei Bedarf natürlich auch dimmbar), großartige Farben und eine über jeden Zweifel erhabene „Retina“-Auflösung von 2048×1536 Pixel bei 326 PPI, die es dem menschlichen Auge quasi unmöglich machen, noch einzelne Pixel zu erspähen, was in einer ungleich schärferen Darstellung von Fotos, Videos, Spielen und zum Teil auch Webseiten resultiert. Großartig finde ich zudem, dass das Hisense Sero 8 Pro auf ein Seitenverhältnis von good ol‘ 4/3 setzt. Bei diesen unsäglichen, langgezogenen 16/9-Tablets, die von ihren Käufern dann teilweise auch noch hochkant gehalten werden, was imho immens lächerlich ausschaut, könnte ich regelmäßig kotzen… ;) Ein Seitenverhältnis von 4/3 ist wie ich finde nach wie vor das absolute Non-Plus-Ultra für einen Tablet-PC! Noch einmal zurück zum Display: Da es sich bei diesem um ein Hochglanz-Display handelt, fallen etwaige Fingerabdrücke oder sonstige Verschmutzungen natürlich sofort auf. Auch der Umstand, dass es nicht entspiegelt wurde, mindert den ansonsten sehr guten Gesamteindruck ein wenig. Aber wirklich nur marginal, da man sich mit beiden Gegebenheiten arrangieren kann.

Im Hisense Sero 8 Pro verrichtet ein schneller Rockchip 1,8GHz Quad-Core Prozessor seinen Dienst. Zudem kommt das Tablet mit 2GB DDR3 SD-RAM und einer 16GB Festplatte daher. Während der verbaute Prozessor sowie der Arbeitsspeicher flottes Surfen und die ein oder andere Gaming-Session ermöglichen – jeweils beeindruckend flüssig ohne nennenswerte Ruckler -, kann der interne Speicherplatz lediglich als absolute Notlösung angesehen werden. 16GB sind in der heutigen Zeit einfach nicht mehr zeitgemäß, wenn man bedenkt, dass einige Apps schon mal mit gut und gerne 1GB und mehr um die Ecke kommen! Zum Glück lässt sich die Speicherkapazität per SD-Speicherkarte beliebig erweitern. Bei meinem damaligen iPad ging dies noch nicht, was ich immer bisschen verflucht habe.

Mit einer Kamera kann das Tablet natürlich auch aufwarten, eigentlich sogar mit gleich zwei, wenn man die minderwertige Front-Cam mit ihrer Steinzeit-Auflösung von lediglich 2 Megapixeln mitzählt. Wer mit seinem Hisense Sero 8 Pro tatsächlich Fotos knipsen will (ich muss ja immer über Touristen schmunzeln, die mit ihren iPads samt herunterhängenden Hüllen vor irgendwelchen Sehenswürdigkeiten stehen, aber naja…), sollte dies bevorzugt mit der 8MP-Cam auf der Rückseite tun. Die gebotene Qualität ist dabei ausgesprochen solide!

Bisschen was auszusetzen habe ich hingegen am Android-OS: genutzt wird nämlich nicht das „echte“ Android in seiner Vanilla-Version, sondern eine vom Hersteller Hisense dezent angepasste Fassung samt entsprechendem Forked-User-Interface namens „Vision“. So wurden unter anderem die Icon-Abstände auf dem Homescreen verändert, Widgets lassen sich nicht mehr länger zusammen mit abgelegten Apps auf derselben Seite nutzen und einige Animationen, beispielsweise beim Wischen von einer zur anderen Seite, wurden verändert. Einige Features funktionieren zudem nicht: So war es mir bis dato nicht möglich, vom Lock-Screen aus die Cam zu öffnen, obwohl dies per Tap auf ein kleines Kamera-Icon am unteren rechten Rand möglich sein soll. Auch ist der eigentliche Lock-Screen nicht anpassbar – weder durch Widgets, noch durch einen eigenen Hintergrund -, was schade ist. Aktuell kommt beim Sero 8 Pro Android-OS 4.4 zum Einsatz, ein Update auf 5.2 wird von Hisense noch nicht angeboten, was sich aber schon Bald ändern dürfte.

Nutzt man das Hisense Sero 8 Pro mit voll aufgeladenem Akku, lässt sich das Tablet ungefähr sechs Stunden lang verwenden. Durchs Web surfen ist dabei genau so erlaubt, wie das ein oder andere Video auf YouTube oder Netflix zu schauen oder aber sich die Zeit mit Zocken zu vertreiben. Alles in allem ist die gebotene Akkulaufzeit ok. Natürlich nicht überragend, aber solide.

Fazit
Das Hisense Sero 8 Pro ist ein großartiges Android-Tablet mit vielen Stärken, wie z.B. seinem brillanten Display, der grundlegend qualitativ sehr hochwertigen Optik und Verarbeitung, sowie dem schnellen Prozessor, was das Teil zum praktischen Allrounder für die Couch, den Nachttisch oder eine längere Zugfahrt macht. Seine kleineren, jedoch vorhandenen Schwächen fallen dabei kaum ins Gewicht. Das gebotene Preis-Leistungs-Verhältnis ist außerdem fast unschlagbar: Ein derart großartiges wie stylisches Tablet für weit unter 200 Euro muss man erst einmal finden!

Wertung

One Cap A Month #3: Puma Cap reloaded

Puma Cap - © PumaWelcome zur Juli-Ausgabe von One Cap A Month. Zur Erinnerung: Im Laufe der nächsten mindestens 12 Monate werde ich hier im Blog monatlich eine Cap-Neuerwerbung vorstellen, eine möglichst launige Anekdote beisteuern, weshalb ausgerechnet dieses Exemplar seinen Weg in meine Sammlung geschafft hat, und ein nettes Pic gibt’s zudem noch oben drauf!

Neuzugang im Juli 2015: Puma Cap

Der Sommer drückt mit aller Hitze in die Stadt und sorgt in unserem lauschigen Esch für immer neue Temperatur-Rekorde, – nun ja, zumindest gefühlt. Als ich mich vor ein paar Tagen auf die Suche nach meiner OCAM-Cap für den Monat Juli machte, hatte ich in etwa eine Vorstellung davon, was für eine Cap es sein soll. Entweder sollte sie mit dem glorreichen 1. FC Köln (Trainingsauftakt zur Saison 2015/16), den Chicago Bulls (Sternzeichen Stier) oder aber mit dem Label Adidas (fehlt bislang noch in meiner Sammlung) in Zusammenhang stehen. Geworden ist es letzten Endes jedoch wieder eine Puma-Cap. Und zwar dieselbe, die ich mir bereits im Vormonat gegönnt hatte, nur dieses Mal in der Farbgebung „Peacoat“. Jaja, alles in allem ziemlich unkreativ, ich weiß. Aber hey, ich schieb’s einfach mal auf die derzeitige Temperaturlage, die ein wenig auf meine allgemeine Kreativität durchschlägt… *hust*

Im Grunde kann ich an dieser Stelle nur noch einmal wiederholen, was ich bereits im vergangenen Monat zu virtuellem Papier gebracht habe: Der von mir seit jeher sehr wertgeschätzte Hersteller Puma liefert mit seinen Basic Flat-Brim Caps, deren rote Variante sich in den letzten Wochen zu einer meiner absoluten Favs gemausert hat, absolut hervorragende Qualität. Ich mag die allgemeine Beschaffenheit des Materials, die gebotene Verarbeitungsqualität und auch die schlichte Optik mit der stylischen, erhaben gestalteten Puma-Cat auf der Front, wodurch sie sich zu diversen Outfits kombinieren lässt.

Nach wie vor eine großartige Puma-Cap. Im August wird’s aber auf jeden Fall wieder bisschen ausgefallener, so viel kann ich schon jetzt versprechen! ;)

Puma Cap
Puma
Flat-Brim, Snapback, 100 % Baumwoll-Twill
15,00 Euro (Puma.de)

GeissBlog

An dieser Stelle ein kurzer Hinweis, bevor noch jemand auf falsche Gedanken kommt: Mit dem GeissBlog.koeln, einem neuen(?) Newsportal rund um den glorreichen 1. FC Köln, stehe ich weder redaktionell, noch in sonst einer Art und Weise in Verbindung!

Zwar hörte mein einstiger FC-Blog ebenfalls auf den durchaus wohlklingenden, wenngleich etwas gewollten Namen GeissBlog, allerdings endete er auf „.com“ (habe gerade feststellen dürfen, dass der Macher sich diese Domain inzwischen auch gesichert hat…) und war bereits vor gut zwei Jahren, pünktlich zum Beginn der Ära Stöger online. Und somit zu einer Zeit, als an den in nicht allzu ferner Zukunft wohl komplett durchkommerzialisierten GeissBlog.koeln überhaupt noch nicht zu denken war.

P.S: Lesenswerte FC-News abseits des Mainstreams finden sich u.a. auf Effzeh.com.

One Cap A Month #2: Puma Cap

Puma CapWillkommen zur neuesten Ausgabe von One Cap A Month. Im Verlauf der nächsten mindestens 12 Monate werde ich hier im Blog auf InaiMathi.de monatlich eine Basecap-Neuerwerbung vorstellen, eine kurze Anekdote beisteuern, weshalb ausgerechnet dieses Exemplar seinen Weg in meine Sammlung geschafft hat, und ein nettes Pic gibt’s zudem noch oben drauf!

Neuzugang im Juni 2015: Puma Cap

Neulich, beim überfälligen Aufräumen/Ausmisten unseres alten Schuhschranks im Flur, stolperte ich über ein Paar Puma Sport-Sneekers, von dem ich ehrlich gesagt gar nicht (mehr) wusste, dass ich’s mir irgendwann mal – es muss bestimmt drei, vier Jahre her gewesen sein – gegönnt habe. Ich schnappte mir die Schuhe, polierte sie ein wenig auf und freue mich nun, dass ich sie nun neben meinen Adidas und Jordans stehen habe! Die Marke Puma als gefühlte No.3 unter den globalen Sportbrands, ist mir seit jeher ziemlich sympathisch und in guter Erinnerung geblieben, immerhin haben mich T-Shirts und Schuhe des Herstellers während meiner inzwischen schon legendären Radikaldiät 2010/11 begleitet. Also dachte ich mir: Um den überraschenden Fund sowie meine ersten gepurzelten Pfunde 2015 zu feiern, gönne ich mir diesen Monat einfach mal ‚ne schicke Puma-Cap!

Diese hört im Online-Shop auf Puma.de, wo ich sie geordert habe, schlicht auf den Namen Puma Flat-Brim Cap und kommt in einer wie ich finde ziemlich stylischen, aggressiven roten Farbgebung namens „High-Risk-Red“ daher. Auf der Stirnseite prangt der für das Label typische springende Puma. Das Logo ist leicht erhaben gearbeitet und wurde mit weißem Garn gestickt, während die Umrandung des Logos dunkelblau abgesetzt wurde. Auf der Rückseite kommt ein hochwertiger Snapback-Verschluss zum Einsatz. Hochwertig deshalb, weil der aus Plastik gefertigte Verschluss nicht wie bei Caps allgemein hin üblich mit lediglich einer Reihe Noppen aufwartet, sondern stattdessen doppelreihig ausgestattet wurde, was nicht unbedingt sooo üblich ist. Die Puma-Cap wurde aus 100 Prozent Baumwoll-Twill gefertigt, man sollte also aufpassen, dass man mit ihr nicht in einen spontanen Wolkenbruch gerät, sonst könnte es das unter Umständen gewesen sein mit der perfekt sitzenden Passform. ;) Zur äußerst wertigen Anmutung tragen tragen zudem die mit Tapes versehenen Nähte im Inneren der Cap bei, die somit gut vor Schweiß etc geschützt sind.

Apropos Passform: Das Teil trägt sich unfassbar angenehm. Selbst Leute wie ich, die mit einem XL-Kopfumfang von immerhin 63cm durchs Leben gehen, müssen den Verschluss nicht bis zum letzten Noppen ausreizen. In meinem Fall reichen drei Noppen vollkommen aus, oder derer vier, wenn die Cap dann doch mal bisschen enger sitzen soll. Bei anderen Herstellern wie beispielsweise New Era, Mitchell & Ness, K1X oder Flex-Fit, habe ich in der Regel deutlich weniger Spielraum zur Verfügung.

Eine tolle Cap für Individualisten, die es satt haben, im hiesigen öden Einheitsbrei der Nike- und No-Name-Caps mitzuschwimmen.

Puma Cap
Puma
Flat-Brim, Snapback, 100 % Baumwoll-Twill
15,00 Euro (Puma.de)

Guide: The Witcher 3 bleibt beim ersten Ladebildschirm hängen, was ist zu tun?

The Witcher 3 - Wild Hunt - © CD Project RedGestern Abend war es endlich soweit: Nach langer Leidenszeit hielt ich CD Project Reds Meisterwerk „The Witcher 3 – Wild Hunt“ endlich in meinen Händen, legte die BluRay sogleich ins Laufwerk meiner PlayStation 4 ein, um das Game auf der Festplatte der Konsole zu installieren. Meine Vorfreude auf den Titel war riesig! Endlich mal wieder ein grundsolides Action-Rollenspiel, das seinen Namen auch verdient, – „Dragon Age 3″ empfand ich nach durchaus starkem Beginn dann doch eher als eine herbe Enttäuschung. Der Umstand, dass die Wertungen der internationalen Videospielpresse für „The Witcher 3″ fast durchgängig im hohen 90er-Bereich angesiedelt sind, hat sein Übriges dazu beigetragen, meinen persönlichen Hype-Level in den letzten Wochen durch die Decke schießen zu lassen.

Ok, schnell noch den mittlerweile obligatorischen Day-One-Patch aus dem PSN geladen, installiert und das fröhliche Monsterschnetzeln konnte beginnen. Naja, denkste! Mehrmals versuchte ich, ein neues Spiel zu starten, lies immer wieder aufs Neue die beiden ellenlangen Intros über mich ergehen – die lustigerweise nicht abgesprochen, bzw. übersprungen werden können, was in der heutigen Zeit ein absolutes No-Go ist, wie ich finde – und wurde immer wieder von einer nicht enden wollenden Ladepause heimgesucht, die immer genau an dem Punkt einsetzte, wenn das Game vom ziemlich schicken Render-Intro feat. Geralts Herzenszauberin Yennefer in die Spielegrafik wechselt. Im Vorfeld hatte ich mich schlau gemacht, dass „The Witcher 3″ – zumindest auf der PS4 und der Xbox One – mit der ein oder anderen längeren Ladepause zu kämpfen hat. Von bis zu 70 Sekunden war in den jeweiligen Artikeln die Rede gewesen, echte „GTA 5″-Gedächtnis-Ladezeiten. Also dachte ich mir beim ersten Mal nichts weiter dabei, als es nach gut anderthalb Minuten immer noch nicht weiterging und der Ladebalken starr bei geschätzten 10 Prozent verharrte. Nach Minute 5 wurde ich dann aber doch langsam aber sicher argwöhnisch und wechselte ich zurück ins PS4-Dashboard, um das Spiel zu beenden und erneut zu starten. Abermals lies ich die beiden Intros über mich ergehen und erneut sah ich mich mit einem nicht enden wollenden, potthässlichen schwarzen Ladebildschirm konfrontiert.

Also machte ich mich im Web schlau und fand schnell heraus, dass ich bei weitem nicht der einzige bin, bei dem „The Witcher 3″ beim ersten Ladebildschirm rumzickt, beziehungsweise einfach nicht ins Gameplay wechselt. Ich probierte alle möglichen Lösungsvorschläge aus, von Neustart der PS4-Konsole, über eine simple Neuinstallation des Spiels sowie des Patches, bis hin zu abstrusen Ansätzen wie die PlayStation 4 einfach mal hochkant ins Regal zu stellen und ein Stoßgebet gen Himmel zu schicken, dass es denn etwas bewirkt – in meinem Fall hat keiner der Vorschläge etwas gebracht. Also tat ich das, was ich in längst vergangenen PC-Tagen öfters mal tun musste: das Spiel komplett von der Platte fegen und neu installieren. Diesmal jedoch lies ich in weiser Voraussicht den Day-1-Patch (v1.03) weg – und siehe da: Anstatt von einem unendlichen schwarzen Ladebildschirm, wurde ich nun vom lagernden Hexer Geralt von Riva und dessen Weggefährten Vesemir begrüßt! Sobald es mir möglich war, erstellte ich ein neues Savegame und wechselte zurück ins Dashbaord, um den Patch nachträglich doch noch zu installieren. Als ich „The Witcher 3″ wieder startete, wurde der Spielstand blitzschnell und ohne offensichtliche Probleme geladen, und ich konnte mich mit Geralt, Plötze und Co. endlich ins langersehnte Abenteuer stürzen!

Also, was ist zu tun, wenn die PS4-Version von „The Witcher 3 – Wild Hunt“ nicht über den ersten Ladebildschirm hinaus kommt?

  1. „The Witcher 3″ inkl. Patch komplett deinstallieren
  2. Spiel neu installieren
  3. Spiel starten und sobald möglich einen Speicherstand anlegen
  4. Erst danach den Patch installieren
  5. Have fun! :)

Bleibt zu hoffen, dass CD Project Red sich dem beschriebenen Problem zügig annimmt. Ein universeller Lösungsweg scheint auch mein kleiner How-To Guide nicht zu sein.

One Cap A Month #1: Utah Jazz NBA-Cap

Willkommen zur Premierenausgabe von One Cap A Month. Im Verlauf der nächsten mindestens 12 Monate werde ich hier im Blog auf InaiMathi.de monatlich eine Basecap-Neuerwerbung vorstellen, eine kurze Anekdote beisteuern, weshalb ausgerechnet dieses Exemplar seinen Weg in meine Sammlung geschafft hat, und ein nettes Pic gibt’s zudem noch oben drauf!

Neuzugang im Mai 2015: Utah Jazz NBA-Cap

Die NBA-Season 2014/15 neigt sich langsam aber sicher den Finals entgegen, die Playoffs sind bereits in vollem Gange und mein Team, die Utah Jazz, hat sich bereits in die Sommerpause verabschiedet, weil’s insbesondere zu Beginn der Spielzeit einfach zu oft verheerende Blow-Outs hagelte. Das Franchise ist jedoch auf einem guten Weg: Mit Quin Snyder haben sie den besten Headcoach seit einer gefühlten Ewigkeit in ihren Reihen und der Roster ist, wie insbesondere in der zweiten Saisonhälfte vermehrt durchblitzte, mit aufstrebenden Stars wie Gordon Hayward, Derrick Favors, Rudy Gobert und Rookie Dante Exum perspektivisch sehr solide besetzt.

Um meine Liebe zu diesem überaus sympathischen Franchise aus Salt Lake City, Utah für jedermann ersichtlich offen zur Schau zu stellen und vielleicht auch um auf die Tatsache aufmerksam zu machen, dass es auch noch andere interessante Teams gibt, außer den hierzulande seit jeher beliebten Bulls, Lakers, Nets, Heat, Clippers und Cavaliers (eben jenen Teams, die man sich als Fan herauspickt, um stets auf der Seite der Sieger zu stehen), musste es im Mai einfach eine Retro Jazz-Basecap sein!

Die NBA Flat-Brim-Cap aus dem Hause Mitchell & Ness schaut wie ich finde mit dem fetten Retro-Jazz-Logo auf der Front und ihrem Mix aus seriösem Grau und der edlen Kontrastfarbe Lila ziemlich stylisch aus, trägt sich dank ihres stufenlos verstellbaren Leather-Strapback-Verschlusses ultrabequem und macht einfach mehr her, als all das, was im NBA Euro-Store an offiziellem Jazz Cap-Merchandise so offeriert wird. Die Ösen für die Luftzirkulation wurden zudem in Alu-Optik gefertigt und setzen sich somit vom grauen Stoff ab. Dass die allgemeine Verarbeitungsqualität bei der Traditionsmarke Mitchell & Ness in der Regel sehr gut ist, muss an dieser Stelle nicht extra erwähnt werden, oder?

Utah Jazz NBA-Cap
Mitchell & Ness
Flat-Brim, Strapback, 100 % Polyester
34,90 Euro (Amazon.de)

Project CARS 2 bereits in Entwicklung

Project CARS - © Slightly Mad Studios3, 2, 1… go! Seit vergangenem Donnerstag steht Slightly Mad Studios ambitionierte Rennsimulation „Project CARS“ nach knapp vierjähriger Entwickungszeit und einigen frustreichen Verschiebungen endlich in den Händlerregalen. Selbstredend werde ich dem Titel eine ausführliche Review widmen, weshalb ich an dieser Stelle nicht allzu viel vorweg nehmen möchte. Nur so viel: „Project CARS“ ist all das, was die Gran Tourismos, Forzas und DriveClubs (muahaha!) gerne wären, jedoch beileibe nicht sind: eine knüppelharte Simulation des Rennsports, die mir als Autonarren immer wieder aufs Neue die Freudentränen in die Augen treibt, entwickelt von passionierten Motorsport-Fans für Motorsport-Fans. Oldtimer, Road Cars, GT, LeMans-Prototypes, Karts, diverse Formel-Nachwuchs-Rennserien, GP2, bis hin zur Königsklasse Formula A, – ein absoluter Traum!

Obwohl „Project CARS“ erst gestern für PlayStation 4, Xbox One und PC veröffentlicht wurde und Racer in den Vereinigten Staaten sich sogar noch bis zum 12. Mai gedulden müssen, bis sie ihr Exemplar dieser imho großartigen Rennsimulation in den Händen halten, gibt’s bereits jetzt gute Nachrichten zu verkünden, die Fans des Franchise sicherlich freuen dürften: Wie Ian Bell, seines Zeichens CEO von Slightly Mad Studios, im offiziellen pCARS-Forum bekanntgegeben hat, befindet sich der Nachfolger „Project CARS 2″ bereits in der Mache. „A very short update for now as I’m jet-lagged to hell and back but the good news is that we will be continuing the WMD setup for pCARS2.“ Wie Bell weiter ausführt, wird bei „pCARS 2″ der gleiche Entwicklungsansatz Anwendung finden wie schon für den ersten Teil, sprich: Crowdfunding durch die Community, deren Feedback die Entwicklung des Titels maßgeblich beeinflussen wird.

Wie die Website CarThrottle.com berichtet, wird „Project CARS 2″ nicht mehr nur ausschließlich Rad-an-Rad Racing auf permanenten Asphalt-Rennstrecken featuren, sondern sich überdies auch einer weiteren, nicht ganz uninteressanten Renndisziplin widmen: RallyCross! Das ist definitiv eine interessante News, schließlich war RallyCross ursprünglich schon für Teil 1 eingeplant, bis man sich irgendwann während der Entwicklung entschied, sich für „Project CARS“ ausschließlich auf Asphalt-Rennsport zu beschränken.

Wann der „pCARS“-Nachfolger erscheinen wird, hat Slightly Mad Studios natürlich noch nicht verraten. Da die Macher jedoch mehrmals versichert haben, „Project CARS“ zwei Jahre lang mit Updates und DLCs zu versorgen, kann man davon ausgehen, dass der Release irgendwann in 2017 erfolgen wird.

Car P0rn

Was bei Schlag den Raab im Argen liegt

schlag-den-raabVergangene Nacht um kurz nach halb zwei gewann Kieferchirurgin Maria K. bei „Schlag den Raab“ den Jackpot von 1,5 Mio. Euro. Nicht unbedingt durch Leistung oder Skills, sondern insbesondere enormem Glück geschuldet, welches sie in den letzten beiden Spielen doch noch am bis dahin haushoch überlegenen Stefan Raab hat vorbeiziehen lassen. Als ich die Kandidatin mit Freund (?) und Familie feiern sah, dachte ich so bei mir: Mensch, wäre es nicht mal an der Zeit, dass bei „Schlag den Raab“ Kandidaten eine Chance erhalten, die es wirklich nötig haben?

Schauen wir uns doch einfach mal all die Menschen an, für die in neun von zehn Fällen zu Beginn der Show angerufen werden kann, um sie als Kandidat ins Rennen um den Millionen-Jackpot zu schicken: Als da wären angehende oder bereits praktizierende Ärzte, augenscheinlich aus gesicherten Verhältnissen stammende Studenten, die überdies kurz vor ihrem Masterabschluss stehen, Bundeswehrsoldaten oder Polizisten höheren Dienstrangs, sonstige Beamte, ehemalige Profisportler und und und – kurz gesagt: größtenteils Menschen, die offenbar gut betuchten Verhältnissen entstammen, beziehungsweise einen Geldsegen nicht sonderlich nötig haben, weil sie sowieso schon überdurchschnittlich gut verdienen oder dies bald werden. Zudem, und das ist ebenfalls Standard bei „SDR“, gehen die meist stets zahlreichen Hobbys nach, darunter Aktivitäten wie Bergsteigen, Kite-Boarding, Motocross, Sky-Diving, irgendwas mit Beach-Volleyball, was man halt so treibt, wenn man zwischen dem stressigen Job, sozialem Leben und Familie mal eine halbe Stunde Zeit findet. Ach, vier Wände aus dem Katalog nennen die meisten von Ihnen überdies auch ihr Eigen. Dieses Schema zieht sich wie der sprichwörtliche rote Faden durch alle bisherigen „Schlag den Raab“-Ausgaben, wobei natürlich auch hier vereinzelte Ausnahmen die Regel bestätigen.

Ich frage mich schon länger, warum ProSieben nicht einfach mal die Eier hat, weshalb der nicht nicht willens ist, eine Kandidatenriege zu casten, deren Vertreter es – um es mal plump zu sagen – nötiger haben? Aus welchem Grund werden Leute, die nicht gerade dem aktuell geltenden Schönheitsideal entsprechen, sprich: wie z.B. die eingangs erwähnte Maria spindeldürr sind, irgendwann mal Meister in einer unbedeutenden Randsportart waren, oder sich schlicht und ergreifend kein Hochschulstudium leisten konnten, bzw. können, aktiv von der Produktionsfirma und ProSieben diskriminiert? Bereits vor einiger Zeit frug ich hier im Blog, wo denn der stark adipöse „Schlag den Raab“-Kandidat bleibt. – Bis heute habe ich ihn nicht ausmachen können, nicht einmal im Rahmen der eingangs erwähnten Kandidatenwahl.

Nein, ich bin weiß Gott nicht missgünstig. Schön, dass die Kandidatin das unfassbare Glück auf ihrer Seite hatte, Raab in den letzten beiden Spielen (Ball in einer Röhre balancieren & Floh schnippen) doch noch auszustechen, nachdem man sich als geneigter TV-Zuschauer lange Zeit des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass sie sich mit der drohenden Niederlage bereits abgefunden hat, was nicht zuletzt ihrem scheinbaren Mangel an grundlegendem Allgemeinwissen zuzuschreiben war. Fachidioten ftw!

Worauf ich hinaus möchte: ProSieben ist ein Fernsehsender, der sich vornehmlich mit Glamour und viel Bling-Bling schmückt: Schöne Menschen aka „Topmodels“ hier, freshe Gute-Laune-Serien dort, das ganze garniert mit in einer jugendtauglichen Ansprache und mit ja nicht zu viel Anspruch versehen, damit sich auch ja viele angesprochen fühlen. Jedoch stets über dem angesiedelt, was im Hause RTL so Tag für Tag über den Äther geschickt wird. oder ganz plump zusammengefasst: Im ProSieben-Programm sind Normalos, die leicht übergewichtige allein-erziehende Mutti mit Uschi Schmidt von nebenan, oder der hart schuftende Bauarbeiter, der sich nach Schichtende erst einmal ein Kühles zischt, kaum präsent. Stattdessen wird dem Zuschauer eine Welt präsentiert, die sich nahezu ausnahmslos aus lauter dem Schönheitsideal entsprechenden, offenbar nicht unerfolgreichen (oder zumindest aufstrebenden) jungen Leute zusammensetzt. Bei „Schlag den Raab“ ist dies nicht anders. Nicht, dass ich was gegen junge Leute hätte, bin ja selbst einer von ihnen. Aber warum ist das so? Weshalb blenden Produktion und Sender die Realität so vehement aus?

Ich für meinen Teil hatte den Eindruck, keinem der fünf gestrigen Kandidaten, die zu Beginn der Show zur Wahl standen, ging es schlecht. Keiner von ihnen, so meine rein subjektive Annahme, wird von solch immensen Alltagssorgen finanzieller Art geplagt, dass er oder sie den Millionengewinn wirklich nötig hatte. Und so geht das schon seit Jahren. Warum also werden privilegierte Menschen, die es im Leben i.d.R. sowieso seit jeher besser gestellt als das Gros ihrer Mitmenschen, anderen, die aus einer niedrigeren Ebene unserer Gesellschaft kommen, ganz offensichtlich vorgezogen? Weil Geld die Welt regiert?

Der Idealist in mir findet das ungerechnet und grundlegend falsch.

Faketopia – Der Anfang vom Ende der Sat.1 TV-Parallelgesellschaft

Newtopia - © Talpa / Sat.1Sie sind ausgezogen, um – so zumindest der Plan – eine, nun ja, „neue Gesellschaft“ zu gründen: 15 Pioniere, darunter klischeebehaftete Landwirte, angebliche Business-People, Simple-Minds sowie Anhänger der alternativen Lebensstile, die meisten von ihnen interessanterweise mit einschlägiger Reality-TV-Erfahrung im Gepäck, haben ihr alten Leben hinter sich gelassen, um sich auf einem Stück Land in Königs-Wusterhausen unweit Berlins eine neue Existenz aufzubauen. Dabei werden sie rund um die Uhr von Dutzenden TV-Kameras beobachtet, die Highlights gehen Woche für Woche beim Privatsender Sat.1 über den Äther. Willkommen in „Newtopia“, dem aufwendigsten deutschen TV-Fake der letzten Jahre, – und einem der wenigen, die es fertiggebracht haben sich selbst demontieren!

Fake? Nein, nein… „Newtopia“ sei ehrliches Reality-TV, hatte es von der Produktionsfirma Talpa (wurde jüngst von John DeMol an iTV verkauft) und dem ausstrahlenden Sender Sat.1 immer geheißen. Aufkommende Spekulationen, wonach die Pioniere, wie die Teilnehmer des TV-Experiments betitelt werden, nicht frei Schnauze handeln, sondern stattdessen von der Produktion immer wieder vorgegeben bekommen, wohin sich die „neue Gesellschaft“ denn bitte zu entwickeln hat, wurden bislang strikt abgeschmettert. Doch spätestens seit vergangener Nacht wissen wir: Bei „Newtopia“ handelt es sich, wie zum Beispiel auch bei „Berlin Tag & Nacht“ oder „Köln 50667″, um Scripted-Reality-Mist, nur eben in einem erheblich größerem Maßstab aufgezogen! Wie unter anderem das Medienmagazin DWDL.de berichtet, ist dem Produktionsteam von Newtopia in der Nacht auf den heutigen Montag, den 13. April 2015 ein grober Schnitzer unterlaufen, womit man den Schwindel quasi in Eigenregie hat auffliegen lassen. – Was genau ist passiert?

Gegen 2 Uhr nachts wurden die Pioniere durch ein akustisches Signal aus dem Schlaf gerissen, woraufhin sie sich allesamt in der Scheune versammelt haben. Die Livestream-Kameras, welche das Geschehen in „Newtopia“ rund um die Uhr für den kostenpflichtigen Internet-Livestream einfangen, zeigten von da an nur noch schlafende Kühe. Einzig die unter dem Scheunendach installierte 360-Grad-Cam wurde nicht abgeschaltet und blieb live drauf und deckte – nicht nur allein für Hardcore-Fans der Show – ziemlich schockierende, eindeutige Szenen auf, die einer Demontage des gesamten Formats gleichkommen…

Audio-Mitschnitt

Die Pioniere hatten sich um einen Tisch in der Newtopia-Scheune versammelt. Mit dabei auch Talpa-Mitarbeiterin „Jacky“, die Executive Producerin von „Newtopia“. Sie hatte einen Kasten Bier mit in die Scheune gebracht und kündigte an, dass das Rauchverbot, welches normalerweise in der Scheune gilt, bis auf Weiteres aufgehoben worden sei. Zudem merkte sie an, dass sie betrunken ist, was sie sich, ihrem durchaus gut zu vernehmenden Lallen geschuldet, allerdings auch hätte sparen können. Der Grund ihres nächtlichen Besuchs: Es müsse dringend etwas geklärt werden. Und zwar eine Szene, die sich ein paar Stunden zuvor am Sonntagabend ereignet hatte.

Vier Kandidaten (Derk, Diellza, Andre und Peyman) waren einige Stunden zuvor für über eine Stunde in einem als „Technikraum“ deklarierten Bereich des „Newtopia“-Sets verschwunden, was von den anderen Pionieren nicht unbemerkt blieb. Also lauschten sie an der Tür und stellten die Vier anschließend zur Rede. Dabei kam es wohl – weder habe ich den Livestream abonniert, noch verfolge ich die Berichterstattung um die Show, somit verlasse ich mich hier auf Schilderungen aus Foren wie dem IOFF.de oder BBFun.de – zu einer lautstarken Auseinandersetzung unter den Bewohnern, weshalb der Livestream kurzzeitig unterbrochen wurde. Wie DWDL.de schreibt, sei den vier Pionieren vom Talpa-Produktionsteam aufgetragen worden, mehr Spannung in die Show zu bringen. Grund dürften die seit Wochen vor sich hin dümpelnden Einschaltquoten gewesen sein. Weiters machen Gerüchte über eine vorzeitige Einstellung des Formats die Runde. Konkret wurde den Pionieren nahegelegt, die Kühe zu verkaufen und in der Scheune ein „Newtopia“-Restaurant zu eröffnen, welches auch für Außenstehende geöffnet hätte. Letztes sei auch der ausdrückliche Wunsch John DeMols. Mit diesem Projekt wären zudem die Kandidaten Steffen und Tatjana nicht mehr so nutzlos, so die Producern. Dies sollten die vier Auserwählten Bewohner demnächst den anderen vorschlagen und tunlichst dafür Sorge tragen, dass die unterbreiteten Vorschläge auch in die Tat umgesetzt werden. – So viel zum Thema, es werde nicht aktiv in die laufende Produktion eingegriffen. Ja ne, is‘ klar!

Die Executive Producerin entschuldigte sich bei den Pionieren dafür, dass lediglich vier eingeweiht wurden. Dies sei wohl ein Fehler gewesen. Einige Kandidaten, wie beispielsweise Hans, fühlten sich daraufhin nachvollziehbar vor den Kopf gestoßen und brachten ihren Unmut lautstark zur Sprache. Wenn Produktion und Sender etwas wollen, solle dies doch bitte allen Teilnehmern der Show und eben nicht nur einem kleinen Kreis mitgeteilt werden, so seine Forderung. Die Talpa-Mitarbeiterin erklärte, seitens der Zuschauer – die sie in ihren Ausführungen herablassend als „Junkies“ bezeichnet – sowie des Senders Sat.1 würde mal wieder ein wenig Action, „etwas Großes“ gefordert. Man habe sich schon Pläne für die Kandidaten ausgedacht, so „Jacky“. Beispielsweise die Eröffnung eines Newtopia-Tattoo-Studios auf dem Gelände der Produktion. Pikant dabei: Exakt dies hatte die Pionierin Kate bei ihrem Einzug vorgeschlagen. Hm… etwa auf Anweisung des angeblich doch nicht eingreifenden Produktionsteams hin?

Wie auf Screenshots einiger Livestream-Gucker zu sehen ist, stößt nun ein weiterer Talpa-Mitarbeiter zur in der Newtopia-Scheune versammelten Gruppe hinzu. Die Produzentin, immer noch hörbar am lallen, fährt mit einem Mix aus beteuern, motivieren und beklagen fort. Ihr Job sei unheimlich schwer, und eigentlich dürfe sie jetzt in diesem Augenblick auch gar nicht bei den Pionieren in der Scheune sein. Sie habe „echte Probleme“, es sei schlimm. Plötzlich erschallte aus der Regie die kurze Durchsage „Batteriewechsel!“, die Diskussion zwischen der Talpa-Produzentin und den „Newtopia“-Pionieren ging trotzdem noch ein wenig weiter. Dann, nach über 50 Minuten Selbst-Demontage, wurde schließlich der Ton der 360-Grad-Kamera ausgeschaltet. Zu spät.

Tja, ich weiß schon, warum ich „Newtopia“ nie eine Chance gegeben habe – und auch nicht mehr geben werde, denn die oben geschilderten Szenen dürften mit ziemlicher Sicherheit der Anfang vom Ende der TV-Parallelgesellschaft in Sat.1 gewesen sein.

Die verantwortliche Executive Producerin „Jacky“ hat inzwischen übrigens ihre persönliche Facebook-Seite offline geschaltet. Der über sie hereingebrochene Shitstorm war im Zusammenspiel mit dem Kater dann wohl doch nicht zu ertragen. Apropos Facebook: Dort versucht Sat.1 zu retten, was von „Faketopia“ noch zu retten ist: In einer offiziellen Stellungnahme entschuldigt man sich bei den Zuschauern für die denkwürdige Aktion der vergangenen Nacht. Lustigerweise dafür, dass es ausgestrahlt wurde, nicht jedoch dafür, dass es überhaupt stattfand, was schon einer ziemliches Farce gleichkommt! Das Gespräch der Talpa-Mitarbeiterin sei „eine doofe Aktion“ und nicht mit Team und Sender abgestimmt gewesen. Man kläre gerade auf, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Außerdem stehe eine Absetzung von „Newtopia“ nicht zur Debatte. Der Sender glaube weiterhin an das Format und seine Pioniere.

Bin gespannt, wie lange noch.

Update, 14. April 2015
Witzig: Sat.1 und Talpa Germany bestehen weiterhin darauf, dass ihre TV-Farce „Newtopia“ echt ist. Die Talpa-Mitarbeiterin habe allein gehandelt, Talpa spricht von einem „menschlichen Fehler“. Man mische sich zudem nicht aktiv ins Geschehen ein. Insbesondere dievoranstehende Beteuerung ist witzig, da das nächtliche Spontantreffen schließlich nur einberufen worden ist, weil es am Vortag zu Einmischungen von außen gekommen war. Die finden jedoch keinerlei Erwähnung.

Update, 15. April 2015
Talpa Germany hat sich inzwischen offenbar von „Newtopia“-Producerin „Jacky“ getrennt. Damit hätte man also sein Bauernopfer gefunden. Denn: Der zweite Talpa-Mitarbeiter, welcher an der nächtlichen Aktion beteiligt gewesen ist – angeblich ein gewisser Lars -, darf weiterwurschteln.