XP in Battlefield 2042_

26. November 2021          Gaming

Seit knapp zwei Wochen ist EA DICEs Squad-Shooter „Battlefield 2042“ nun spielbar und je länger ich mich auf den Schlachtfeldern der nahen Zukunft herumtreibe, desto häufiger fallen mir – neben zahlreichen Bugs und Glitches – diverse Gameplay-Elemente auf, die ich eher suboptimal umgesetzt finde. Einige haben sich im direkten Vergleich zum Vorgänger „Battlefield V“ sogar zurückentwickelt. Zu letzteren gehört meiner Meinung nach unter anderem die Art und Weise, wie in „BF2042“ die Erfahrungspunkte (XP) berechnet werden mit denen neue Ränge, Waffen, Gadgets, Vehikel etc freigeschaltet werden.

Battlefield 2042 Paik

„Battlefield“-Veteranen erinnern sich sicherlich noch: In „BF V“ – und selbst dessen Vorgängern „Battlefield 1“ und „Battlefield 4“ – wurden einem quasi für jeden Mist XP gutgeschrieben: Angefangen mit ausgeführten Kills und Assists, über das Entdecken und sogar das Anschießen von Feinden, erfolgreiche Head-Shots, Kunstschüsse (z.B. besonders weite Entfernung zum Ziel), bis hin zu Kills aus/von Fahrzeugen, Helikoptern und Flugzeugen, eingenommenen und verteidigten Punkten, usw. Die Menge der füre die jeweiligen Aktionen eingestrichenen Erfahrungspunkte wurde dabei in der Regel individuell berechnet. Das hat mich stets motiviert und überdies auch animiert, weiter an meinen Skills zu feilen.

In „Battlefield 2042“ schaut die Sache indes ein wenig anders, irgendwie trostloser aus: Hier werden meist pauschal 50 Erfahrungspunkte berechnet, egal wie spektakulär oder unspektakular der Kill ausgeführt wurde und wie viel spielerischer Skill bei der Ausführung involviert war. So unterscheidet das Spiel nicht zwischen einem MG-Kill aus 3 Metern Entfernung und einem 100m-Kill mit dem Marksman-Rifle. Auch ein plumper Schuss mit dem Panzergeschütz in die Menge wird mit genau so viel XP bedacht wie ein sauber platzierter Headshot mit dem Scharfschützengewehr vom anderen Ende der Map aus. Zusätzliche Boni für Präzision, Entfernung etc, die all jenen zugute kämen, die „Battlefield“ nicht bloß als einen weiteren Spielmodi von „Call of Duty“ betrachten, gibt’s in „Battlefield 2042“ leider nicht (mehr).

Warum ist das so?!

Ich würde wirklich gerne wissen, wer beim verantwortlichen Entwicklerstudio DICE auf die glorreiche Idee kam, ein „belohnendes“ Feature, das für viele Spielerinnen und Spieler stets längerfristige Motivation versprach, zu streichen und stattdessen ein fixes System, bei dem überhaupt kein Unterschied mehr gemacht wird, wie ein Kill zustande gekommen ist – ob mit spielerischem Skill oder komplett ohne -, durchzuwinken? – Das aktuelle System ist definitiv ein Rückschritt und senkt für mich maßgeblich den Spielspaß sowie die Langzeitmotivation!

Pro-Tipp für Pro-Gamer :]
Wer sich fragt, warum ich den Post mit der guten Ms. „Lets make the impossible possible“ Paik illustriert habe: Wer zügig ohne Ende Erfahrungspunkte farmen will, spielt den Mode „Breakthrough“ auf einer Map mit Engstelle (z.B. Breakaway vor B1 oder Kalaidoskop bei A1), wählt Paik mit ihrem EMG-X-Scanner als Specialist aus, und spammt einfach wann immer möglich seine Prox-Sensor-Granaten in die Feindes-Trauben an der Engstelle oder eben einer anderen geeigneten Location auf der Map, an der sich viele Feinde zeitgleich aufhalten. Für jeden durch die Sensor-Granaten entdeckten Feind gibt’s 5 XP; wird dieser anschließend zeitnah gekillt (auch von anderen Spielern), gibt’s nochmal 50 XP obendrauf. Ja, 50 XP, als wäre es ein eigener Kill! Vor allem zu Beginn einer Partie, wenn sich die feindlichen Specialists noch nicht über die Map verteilt haben, hagelt es mit dieser ausgefuchsten Taktik Assists und Erfahrung ohne Ende – und das, ohne einen einzigen Schuss abgeben zu müssen!

Wenn das nicht fair und ausgewogen ist…

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