Shonan-Monorail in Kamakura, Japan

5. Januar 2019     /     Blog

Von Zeit zu Zeit finden sich auf YouTube neben all den Lets Plays, Katzen- und React-Clips auch sehenswerte Inhalte wie der oben. Im eingebetteten Video zu sehen ist eine Mitfahrt im Führerhaus der japanischen Shonan-Monorail, die seit ihrer Inbetriebnahme im März 1970 im Tokyoter Vorort Kamakura zwischen den beiden Endhaltestellen Oboe und Enoshima pendelt.

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich für meinen Teil bin seit meiner Jugend, in der ich u.a. solche Mangas wie „Maison Ikkoku“ oder auch „Ranma Nibunnoichi“ zu meiner Lieblings-Lektüre gehörten, zutiefst fasziniert von der japanischen Vorstadt. Dieses Urige, Inperfekte, die vielen auf beengtem Raum gebauten – jedoch keineswegs unansehnlichen – Gebäude, schiefe Strommasten und offen an Häuserfassaden hängenden Sicherungskästen, Kanäle sowie schmale Seitenstraßen in denen kleine beinahe schon unscheinbare Läden und Bars auf Besucher warten. Hier. All dies meist mit schöner sehenswerter Natur in unmittelbarer Nähe. Das kommt schon einem krassen Kontrast zur Hightech-Metropole Tokyo mit ihren tiefen Häuserschluchten gleich, – und ja, darauf stehe ich sehr!

Also am besten ein paar Snacks bereitlegen und einfach mal das knapp 16-minütige Video in voller Länge auf sich wirken lassen und auf diesem Wege eintauchen in die Faszination „japanische Vorstadt“, die leider in der Regel zu kurz kommt, wenn hierzulande mal über Japan berichtet wird. Auf YouTube findet sich übrigens eine zweite Führerstandsmitfahrt, welche auf der selben Strecke aufgenommen wurde und die Rückfahrt von Enoshima nach Oboe zeigt.

Zum Schluss noch ein Fun-Fact: Laut der allwissenden Wikipedia, unterhält die Shonan-Monorail seit Sommer 2018 eine Partnerschaft mit der Wuppertaler Schwebebahn. Sowohl in Kamakura als auch in Wuppertal wurden Bahnwaggons mit der identischen Lackierung versehen, womit auf die zwischen den beiden Unternehmen bestehende Partnerschaft aufmerksam machen soll. Was ich übrigens auffällig finde: In Japan scheint man sich um seine Monorail ein wenig mehr zu kümmern als hierzulande. Jedenfalls schauen die dortigen Bahnanlagen erheblich gepflegter aus als in Wuppertal, wo imho ein gewisser Siff auszumachen ist. Kann aber auch an der Stadt selbst liegen.

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