Durch die Dunkelheit_

8. November 2012          Geocaching          4 Min  •  875 Wörter

Abends, kurz nach fünf im Hauptquartier der Royal Geocachers of Awesomeness, und das Team dürstet es nach längerer Geocaching-Abstinenz mal wieder nach einem Cache hier im Kölner Norden. Unsere Wahl fiel auf „51 Grad Nord“, einen kurzen Multi-Cache im schönen Pulheim, nur wenige Fahrminuten von unserem Haus entfernt. Schnell die wichtigsten Geocaching-Utensilien zusammengepackt, ab ins Auto und schon waren wir unterwegs zur Location.

Die Sonne hatte sich der herbstlichen Jahreszeit geschuldet bereits verzogen, so dass dieser Cache sozusagen als unser erster Nachtcache bezeichnet werden darf. Zumindest hat es für meine Begleiterin Brina das ein oder andere Mal einen Haufen Überwindung gekostet, durch die Dunkelheit zu wandern, um den Cache zu heben – doch dazu später mehr. Wir stellten den Wagen auf unserem favorisierten Parkplatz nur unweit des Pulheimer Bahnhofs ab und legten die letzten vielleicht dreimundert Meter bis zum Startpunkt per pedes zurück. Auf dem Weg dorthin warfen wir nochmals einen Blick auf unsere Notizen, die wir uns im Vorfeld zum Cache gemacht hatten. An den Koordinaten sollten wir Ausschau nach „schmalen, ballonähnlichen“ Gebilden halten, deren Anzahl feststellen und darüber hinaus die Zahl der dort befindlichen Lampen, bzw. Strahler bestimmen. Beide Zahlen sollten später in eine Formel eingesetzt werden, aus der sich – zumindest bei korrekter Lösung – die Koordinaten des Finals ausrechnen lassen sollten.

Nach ein paar Gehminuten kamen Brina und ich schließlich am Startpunkt an und schauten uns dort um. Der etwas unpräzise formulierten Cachebeschreibung und unserer eigenen Schusseligkeit geschuldet, dauerte es eine ganze Weile, bis wir die echten „ballonähnlichen“ Gebilde, von denen in der Beschreibung die Rede war, von den nicht gemeinten korrekt unterscheiden konnten. Zweimal machten wir uns in eine falsche Richtung auf, nur um kurz vor dem – wie wir dachten – Zielpunkt festzustellen, dass sich dieser wohl eher nicht in einem verlassenen Waldgebiet und höchstwahrscheinlich auch nicht auf einem Privatgrundstück befindet. Aber solche Fehler gehören zum Geocaching einfach dazu, wo wäre denn da der Spaß, wenn alles gleich wie am Schnürchen klappen würde?!

Unser dritter Lösungsversuch erwies sich dann als der erhoffte Treffer ins Schwarze: Nachdem wir die ausgerechneten Koordinaten in die GC Tools Geocaching-App auf meinem iPhone eingegeben hatten, wurde uns ein Zielpunkt angezeigt, der sich nur unweit von unserer aktuellen Position befand. – Dort musste sich das Döschen befinden, ganz sicher! Dumm nur, dass sich die Sonne mittlerweile zur Gänze hinterm Horizont verkrochen hatte und das Industriegebiet um uns herum in völliger Dunkelheit lag. Während ich damit kaum bis gar keine Probleme hatte, sah das bei meiner Partnerin ein bisschen anders aus.

Solange wie wir uns unseren Weg durch besiedeltes Gebiet bahnten, ging es bei ihr noch so halbwegs. Doch spätestens zu dem Zeitpunkt, als nur noch offenes Feld vor uns lag, stand sie offenbar kurz davor, die Flinte ins Korn zu werfen. Zugegeben: Die Strecke, die noch vor uns lag, gestaltete sich ohne jeden Zweifel nicht als die einladendste. Der Weg zum vermeintlichen Zielpunkt lag in völliger Dunkelheit, von Laternen oder anderen lichtspendenden Dingen keinen Spur. Und da sich selbst der Mond wegen einer dicken Wolkendecke nicht blicken lies, waren unsere beiden Smartphones die einzigen verlässlichen Lichtquellen, die uns in dieser Situation noch blieben!

Zum Glück hat Brina sich ihrer Angst gestellt anstatt aufzugeben, denn wir lagen was die von uns errechneten Koordinaten anbelagt goldrichtig: Nach einem zehnminütigen Marsch über matschige, unwirtliche Feldwege kamen wir schließlich an einer Stelle an, an der der Weg, auf dem wir uns bis dato bewegt hatten, urplötzlich zuende war. Wir schauten uns um. Der Zielmarker meiner App zeigte exakt auf diese Stelle hier, doch vom Geocache, bzw. einem Ort, der als Versteck herhalten könnte, keine Spur! Um uns herum herrschte absolute Dunkelheit. Lediglich das Geräusch der vielleicht 200 Meter entfernten Straße und die ab und an vorbeirauschenden Güterzüge ließen darauf schließen, dass wir nicht irgendwo in der Walachei gelandet waren, sondern doch noch immer nahe der Stadt. Wir überlegten, was sich hier wohl als Versteck eines Caches eignen würde – und entschieden uns für… aber seht am besten selbst…

Endlich mal wieder ein solider Small! Nachdem es sich bei den letzten Caches, die wir auf unseren Touren aufgespürt hatten, in der Regel immer um irgendwelche Nanos oder uninspirierte Dosen gehandelt hatte, hielten wir endlich mal wieder einen etwas größeren Geocache in unseren Händen! Nachdem wir uns im Logbuch verewigt hatten, wurde der Behälter zurück an seinen Platz gelegt und wir traten den Rückweg an.

Zurück im Wagen realisierten wir erst, was wir da gerade vollbracht hatten: Nicht nur, dass wir seit längerem mal wieder einen etwas größeren Cache geloggt hatten, nein, es handelte sich dabei auch noch ganz nebenbei um unseren ersten erfolgreich absolvierten Nachtcache. Ok, es war kein offizieller Nachtcache, trotzdem hat die Tour Lust auf mehr gemacht, so dass wir uns dieses Jahr sicherlich noch auf die Suche nach dem ein oder anderen begeben werden! Ich habe da insbesondere „The Rocky Horror Cacher Show“, einen in jeder Hinsicht anspruchsvollen Nachtcache rund um das verlassene Haus Fühlingen im Blick…

Colonia Claudia Ara Agrippinensium

7. September 2012          Geocaching          5 Min  •  994 Wörter

Endlich! Nach über einem Monat voller Rumrätseln, ins Blaue raten und dem ein oder anderen sich bereits ankündigenden Nervenzusammenbruch ist das Team TRGA dem Geheimnis der 1300 endlich auf die Spur gekommen. Geloggt wurde heute Abend in der Abenddämmerung. Es folgt mein Erlebnisbericht zu einem von Kölns wohl anspruchsvollsten Mystery-Caches. Es war ein sonniger Mittag Anfang August, als wir uns auf den Weg zum KVB-P+R in Köln-Bocklemünd gemacht hatten, um uns einem Geocache anzunehmen, der Brina und mir schon lange unter den Nägeln brannte: 1300….  

Luftschiffhafen zu Cöln

12. August 2012          Geocaching          5 Min  •  1.050 Wörter

Anfang der Woche verschlug es Brina und mich in den Kölner Stadtteil Bickendorf. Wir hatten uns vorgenommen, uns auf die Suche nach einem kurzen Multi-Cache von nur zwei etappen Länge zu begeben, der von seinem Owner auf den vielversprechenden Namen „Luftschiffhafen Cöln“ getauft wurde. Da Bickendorf im Nordwesten Kölns zu finden ist, und von Esch somit nicht allzu weit entfernt ist, ging die Anfahrt mit dem Wagen in allerhöchstens einer Viertelstunde über die Bühne. Wir parkten, nachdem wir wegen anhaltender Bauarbeiten beim ersten Mal glatt…  

Konsumtempel

7. August 2012          Geocaching          3 Min  •  529 Wörter

Wer vor hat, in Hamm im großen Stil Geld auszugeben, der sollte dem Allee-Center einen Besuch abstatten. Das große Shopping-Center liegt zentral und leicht zu erreichen in der Hammer Innenstadt, schräg gegenüber von der Ritter-Passage und den Einkaufsstraßen in der Altstadt von Hamm und bietet alles, was das konsumfreudige Shopperherz begehrt: Angefangen mit typischen Warenhausketten wie Galeria-Kaufhof, über Elektrofachmärke wie Saturn bis hin zu Boutiquen mit den angesagtesten Modelabels ist hier so ziemlich alles vertraten, was auf dem Gebiet Rang und Namen hat. Diese schiere Auswahl…  

Ekke Nekkepen

6. August 2012          Geocaching          2 Min  •  441 Wörter

Ekke Nekkepen ist der Name einer insbesondere in der norddeutschen Region bekannten Sagengestalt, Gottes des Meeres – und ganz nebenbei auch noch der Name eines lohnenswerten Geocaches im nördlichen Teil von Hamm, der Elefantenstadt am Rande des Ruhrgebiets. Zusammen mit der herzallerliebsten Brina war ich die Tage mal wieder dort und wie bereits an anderer Stelle geschrieben, haben wir die Gelegenheit genutzt, zur Abwechslung auch mal im schönen Hamm ein paar Caches aufzuspüren. Neben zwei Stationen der „Kanaltour“ durch Hamm und Bergkamen, waren das noch…  

Auweilers verträumte Kapelle

30. Juli 2012          Geocaching          4 Min  •  840 Wörter

Die Geschichte Auweilers, einem kleinen urigen Dorf von lediglich ein, zwei Höfen und einer Häusersiedlung Größe nur ein paar hundert Meter von Esch entfernt, ist eng mit der des erheblich einwohnerreicheren – und größeren – Nachbardorfes verwoben. – Dieser Logik weiter folgend, ist es somit nicht sonderlich verwunderlich, dass auch in Auweiler einige lohnenswerte Geocaches zu finden sind. Unter anderem der als Traditional gekennzeichnete Cache „Auweilers Erster“, für den wir uns schließlich auch entschieden haben. Und so machten wir uns letztens, als sich deprimierenden die…  

Stadtpark Pulheim

23. Juli 2012          Geocaching          6 Min  •  1.249 Wörter

Heute zum ersten Mal seit einer Ewigkeit wieder Geocaching gemacht oder gespielt oder was auch immer. Diesmal jedoch nicht auf eigene Faust, sondern zusammen mit der Freundin. Wir hatten uns als Wiedereingewöhnung einen netten Spot in Pulheim ausgesucht, der uns auf Anhieb sympathisch erschien: und zwar den Pulheimer Stadtpark. Tag 1 – 23. Juli 2012 Wer sich in Köln und Umgebung jetzt nicht so dolle auskennt, muss wissen, Pulheim ist ein kleines verschlafenes Städtchen nordwestlich von Köln, gehört allerdings nicht mehr zu Köln, sondern ist…  

Abblendlicht bei Mercedes-Benz A-Klasse W169 (2007-2009) wechseln

18. Juni 2012          How-To Guide          5 Min  •  963 Wörter

Normalerweise bietet der Mercedes-Service den Austausch einer defekten Glühlampe, sei es nun der normale Scheinwerfer, das Fernlicht, der Nebelscheinwerfer, das Bremslicht etc. für umme, also kostenlos an. Ich schätze mal als Serviceleistung, damit einem als Mercedes-Fahrer von Zeit zu Zeit immer mal wieder vor Augen geführt wird, dass man in einer sogenannten Premium-Marke auf den Straßen unterwegs ist und nicht etwa, nun ja, sagen wir in einem Fiat, Renault oder Opel. Bei unserer MB A-Klasse W169 war letztens das Abblendlicht durchgebrannt und musste ausgetauscht werden….  

Rockstar Games präsentiert: Tischtennis

8. Mai 2012          Review          9 Min  •  1.817 Wörter          "Werbung"

Normalerweise verbinden gestandene Gamer mit dem Entwicklerteam Rockstar Games eher harte Videospiel-Franchises wie „Grand Theft Auto“ (GTA) und allerhöchstens noch Ausreißer wie den Auftakt zur nicht minder brutalen Western-Saga „Red Dead Redemption“ oder auch den interaktiven Film Noire „L.A. Noire“ (uncut) – das war’s. Wer sich jedoch die Mühe macht und ein wenig tiefer im Portfolio des amerikanischen Entwicklerstudios stöbert, stößt mit Sicherheit irgendwann auf einen Titel, den man so nicht erwartet hätte: „Rockstar Games präsentiert: Tischtennis“. Bei dem Spiel handelt es sich, wie sein…  

Alan Wake

22. Januar 2012          Review          9 Min  •  1.988 Wörter          "Werbung"

Die Geschichte von „Alan Wake“ ist eine lange und wendungsreiche: Erstmals angekündigt wurde der „psychological Action-Thriller“, wie der Titel von Publisher Microsoft Game Studios vermarktet wurde, im Jahre 2002, damals noch für allererste Xbox und den PC. Dann wurde es lange Zeit recht still: die Jahre zogen ins Land, von „Alan Wake“ keine Spur. Irgendwann tauchte das finnische Entwicklerstudio Remedy Entertainment, auf dessen Konto unter anderem das vielfach prämierte „Max Payne“-Franchise geht, wieder aus der Versenkung auf, und ließ eine für viele Fans sicherlich schmerzhafte…  

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