Microsoft lässt „Halo“-Reboot von Activision entwickeln_

22. September 2026          Gaming          2 Min  •  449 Wörter

Im Zuge der laufenden Kosteneinsparungsmaßnahmen Restrukturierungsmaßnahmen im Hause Microsoft, genauer gesagt innerhalb des seit geraumer Zeit schon vor sich hin dümpelnden Geschäftsbereichs Gaming, wurde nun bekannt, dass die Redmonder die Entwicklungshoheit an ihrem FPS-Franchise „Halo“ unlängst von Halo Studios (ehem. 343 Industries) abgezogen und an Activision übertragen haben.

Activision wird demnach für die Entwicklung der nächsten, bis dato noch namenlosen und unterminierten Iteration des legendären Xbox-Shooter-Franchise verantwortlich zeichnen, – und somit jener Publisher, der gefühlt zuletzt vor 15 Jahren einen einigermaßen relevanten Shooter auf den Markt gebracht hat und dessen diverse Studios in den vergangenen Jahren schwer damit beschäftigt waren, sich am – vergleichen mit „Halo“ – nicht minder legendären „Call of Duty“-Franchise zu versündigen, ja, dieses geradezu vor die Wand zu fahren.

Auch bei dieser Business-Entscheidung könnte man also konstatieren, dass wieder einmal der sprichwörtliche Bock zum Gärtner gemacht wurde. Doch ich möchte an dieser Stelle auch nicht vorschnell urteilen, sondern den just neu ernannten Herren über die IP eine faire Chance geben. Vielleicht gelingt Activision bei „Halo“ ja tatsächlich das, was man im Falle von „CoD“ seit Jahren nicht schafft: Einen qualitativ hochklassigen Shooter auf die Beine zu stellen, der auf der Haben-Seite sowohl eine starke Kampagne, als auch einen packenden Multiplayer mitsamt funktionierender Anti-Cheat-Lösung sein Eigen nennt und nicht nur durch negative Reaktionen der Fanbase von sich reden macht.

Wir werden sehen, ob’s klappt. Allzu große Hoffnungen mache ich mir allerdings nicht.

Doch dieser Business-Move ist bei weitem nicht alles, was derzeit im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen aus dem Microsoft-Campus in Redmond, Washington nach außen dringt: So gehört der britische Videospiel-Entwickler Rare, auf dessen Konto u.a. zahlreiche ikonische Nintendo-Videospiele gehen, nun zur Activision-Unternehmensgruppe und wird fortan wohl als Support-Studio fungieren, das hier und da beiträgt, jedoch auf absehbare Zeit keine eigenen großen Projekte stemmen wird. Die ausgezeichnete RPG-Schmiede Obsidian Entertainment wird wiederum vollständig in Bethesda Softworks integriert. Und zu guter Letzt werden dann noch die verbliebenen Reste von Turn 10 Studios, den Machern der „Forza Motorsport“-Reihe, und Playground Games, die wiederum für das „Forza“-Spinoff „Forza Horizon“ sowie für den demnächst erscheinenden „Fable“-Reboot verantwortlich zeichnen, zusammengelegt und ein neues Studio formen.

Darüber hinaus werden in den kommenden Tagen noch einmal rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Xbox Game Studios von ihrem Arbeitgeber darüber informiert werden, dass sie sich nach einem neuen Job umsehen müssen. Schuld ist eine zweite Entlassungswelle, zu der Microslop sich gezwungen sieht, da in Zeiten horrender Ausgaben für KI das Geld knapp ist der Quartalsgewinn wohl nicht üppig genug ausfällt.

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