LG UltraGear Gaming-Monitor 27GL850-B

2. März 2020     /     Gaming, Review     /     "Werbung" [?]

Jüngst war ich auf der Suche nach einem neuen Gaming-Monitor, damit all das, was sich mein grandioser Spielerechner aka „Big Black Box“ da so zusammenrechnet und -rendert, auch entsprechend ansehnlich wiedergegeben werden kann. Wichtig waren mir drei Dinge: Native WQHD-Auflösung (aka 1440p), ein schnelles IPS-Display (<5ms Reaktionszeit, 144Hz), HDR sowie die Möglichkeit die G-Sync-Funktion (Synchronisieren der Monitorfrequenz mit der von der Grafikkarte ausgegebenen Bildrate, was eine absolut smoothe Darstellung und die Reduzierung von Screen-Tearing auf ein absolutes Minimum zur Folge hat) meiner Nvidia-Grafikkarte nutzen zu können. Oh, und last but not least sollte sich der Preis des Monitors dann noch im bezahlbaren Rahmen befinden; ein mittlerer dreistelliger Betrag war hier mein Limit.

Nach einigem hin und her und zwei wenig erfolgreichen Testkäufen des „Acer Predator XB1“ – einmal als imho Augenkrebs erzeugendes TN-Panel-Modell, einmal mit IPS-Display, welches mich dann aber auch nicht 100-prozentig überzeugen konnte -, habe ich mich letzten Endes für den „LG UltraGear 27GL850-B“ entschieden. Und nach einigen Wochen im Dauereinsatz (u.a. mit Titeln wie „Escape from Tarkov“, „Assetto Corsa Competizione“, „DiRT Rally 2.0“, „Assassin’s Creed Odyssey“ & „Tom Clancy’s The Division 2“) kann ich guten Gewissens sagen schreiben, dass ich die Entscheidung bis dato nicht bereut habe!

Was den „LG UltraGear 27GL850-B“-Monitor in meinen Augen zu einem grandiosen Stück Hardware auch selbst für anspruchsvollere PC-Spieler macht, steht in meiner folgenden Produkt-Rezension.

Review

Der „LG UltraGear 27GL850-B“ wird in einem wirklich großformatigen Umkarton nach Hause geliefert, in welchem sich neben dem eigentlichen Gaming-Monitor außerdem noch diverses Zubehör wie u.a. Anschlusskabel (HDMI & Display-Port), eine optionale Halterung für das Headset, eine ebenfalls optionale Mauskabelführung, eine Treiber-CD sowie eine gut geschriebene, in mehreren Sprachen vorliegende ausführliche Betriebsanleitung befinden.

Der schwarze und mit seinen roten Akzenten ziemlich stylish geratene Monitor muss allerdings vor seiner ersten Inbetriebnahme noch zusammengebaut werden: Dabei gilt es, zuerst einen aus zwei Einzelteilen bestehenden, höhenverstellbaren Standfuß zusammen zu schrauben und diesen dann mit dem Display zu verbinden. Die Montage ist glücklicherweise kein Akt und binnen weniger Minuten erledigt. Fertig zusammengebaut kann der Monitor dann in zwei praktischen Ausrichtungen genutzt werden: klassisch horizontal oder auch mit einem vertikal konfigurierten Display. Letztere Ausrichtung bietet sich an, wenn man ihn beispielsweise als Streamer als Zweitmonitor zum Anzeigen eines Chat- und/oder Kommentar-Feeds nutzen möchte, wofür ich persönlich das gute Teil allerdings niemals verwenden würde! 😉 Der Monitor steht recht stabil auf dem Schreibtisch, ist jedoch – gerade bei Nutzung von Maus und Tastatur als Eingabemothode – für meinen Geschmnack ein wenig zu anfällig für Vibrationen und damit verbundenes leichtes Zittern des Displays. Hier wäre es sicherlich gut gewesen, wenn LG ein wenig mehr in die Dämpfung, beziehungsweise die Entkopplung des Displays vom restlichen Standfuß investiert hätte, um ggf. Stöße besser kompensieren zu können.

Auf der linken Hälfte der Geräterückseite sind einige unterschiedliche Anschluss-Möglichkeiten vorhanden, wie Display-Port (DP 1.4), zwei HDMI-Schnittstellen (HDCP 2.2), Kopfhöreranschluss (3,5mm Klinke), zwei USB 3.1-Anschlüsse, sowie der Anschluss für das ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Stromkabel. Letzteres ist dankenswerterweise ausreichend lang, um einmal quer über den Schreibtisch nach unten zur Steckdosenleiste geführt zu werden.

Über einen traditionellen Ein/Aus-Schalter verfügt der rezensierte „LG UltraGear 27GL850-B“-Gaming-Monitor hingegen nicht. Die Bedienung läuft komplett über ein System-Menü, auf das mithilfe eines an der Unterseite der Geräts, leicht links versetzt neben dem aufgedruckten LG-Logo befindlichen Mini-Joysticks zugegriffen werden kann. Ein Druck auf eben diesen öffnet ein Popup-Menü, über das der Monitor ein und ausgeschaltet, der genutzte Eingang (Display Port, HDMI 1 oder HDMI 2) gewählt, der Gaming-Modus aktiviert und/oder zahlreiche Einstellung hinsichtlich Bildqualität und Optimierung vorgenommen werden können. Besonders interessant finde ich dabei die Möglichkeit, das wiedergegebene Bild schärfen zu können, was die gelieferte Bildqualität insbesondere bei Auflösungen, die unter der nativen liegt – wie z.B. 1080p -, verbessern kann. Auch die Lautstärke des ausgegebenen Audiosignals kann ebenfalls unter Zuhilfenahme des Joysticks nach eigenem Gusto angepasst werden: Dazu den Joystick einfach nach links (leiser) oder rechts (lauter) bewegen und wieder loslassen, sobald der gewünschte Pegel erreicht wurde. Das Gerät verfügt über keine eingebauten Lautsprecher, was mir persönlich allerdings schnuppe ist, da ich eh nur mit Headset zocke.

Der Monitor kommt von Werk aus mit mehreren vorkonfigurierten Nutzungsprofilen (Spieler 1, Spieler 2, FPS, RTS, Lebendig, Leser, HDR-Effekt & sRGB), von denen alle – wie man sich denken kann – auf ein leicht anderes Einsatzszenario abgestimmt wurden. Ich persönlich brauche diese Modi allerdings nicht wirklich: Mir reicht das standardmäßig eingestellte „Spieler 1“ vollkommen aus. In diesem Modus läuft der Monitor nämlich mit 144 Hz, hat G-Sync aktiviert und die Reaktionszeit des Nano-IPS-Displays liegt Herstellerangaben zufolge bei lediglich 4ms (Einstellung: „Fast“), was selbst für schnelle Genres wie Shooter und Rennspiele noch vollkommen ausreichend ist. Wer mag, kann die Reaktionszeit jedoch auch auf 1ms (Einstellung: „Faster“) stellen, was jedoch einen ziemlich unschönen Ghosting-Effekt (extrem auffälliges Nachziehen/Verwischen von Objektkanten) zur Folge hat.Insofern kann man sagen, dass die von LG angepriesene Reaktionszeit von superschnellen 1ms zwar durchaus gegeben ist, allerdings dürfte sie aufgrund der beschriebenen höchst negativen Auswirkung auf die allgemeine Bildqualität nur bei den wenigsten Nutzern zum Einsatz kommen. Einzig die Helligkeit (60 Prozent) sowie den Kontrast (70 Prozent) habe ich ein kleines bisschen nach unten gesetzt.

Denn: Die vom „LG UltraGear 27GL850-B“ gelieferte Bildqualität ist in meinen Augen ansonsten nämlich herausragend! Das entspiegelte und mit einer Größe von 27 Zoll für meine Begriffe angenehm dimensionierte matte IPS-Display des Monitors wird – zumindest in meinem Fall – von so gut wie keinem unschönen Backlight Bleeding heimgesucht, – lässt sich bei IPS-Monitoren sowieso kaum komplett vermeiden. Dafür strahlen einen herrlich satte Farben – abgedeckt werden laut LG rund 99 Prozent des sRGB-Farbraums –, super Kontraste (selbst ohne eingeschaltetes HDR-10!) sowie dank der für meine Begriffe für Gaming herrlich optimalen nativen Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln (aka 1440p / WQHD) knackig-scharfe Konturen an! Ernsthaft, und ohne an dieser Stelle über die maßen übertreiben zu wollen: Wer einmal einen IPS-Monitor vor sich auf dem Schreibtisch stehen hatte und daran sein Lieblingsspiel gezockt hat, wird nie mehr auf ein TN-Panel zurückwechseln wollen; das ist ohne Übertreibung ein riesiger Unterschied, quasi wie Tag und Nacht, eine echte Offenbarung!

Zu einem echten Traum wird es dann, sobald man zusätzlich einen PC mit Nvidia-Grafikkarte sein Eigen nennt, der dieses Lieblingsspiel mit mindestens 60FPS dargestellt bekommt. Ab dieser Schwelle ist es nämlich möglich, G-Sync-Fähigkeit des Monitos zu nutzen, bzw. sie kommt ab eben dieser Schwelle erst zum Tragen. Gleichzeitig sei gesagt, dass der Effekt besser wird, je höher die Framerate liegt! Und so funktioniert’s: Der „LG UltraGear 27GL850-B“ ist in der Lage, die Wiederholrate des Displays an die von der Grafikkarte ausgegebene Framerate anzugleichen – zumindest solange sich diese zwischen mindestens 60FPS und maximal 144 FPS (liegt die Framerate höher, nimmt das sichtbare Tearing wieder zu) bewegt -, was zu einer wirklich wahnsinnig- um nicht zu sagen butterweichen Darstellung mit merklich niedrigerer Latenz führt, die absolut ruckel- und stotterfrei daherkommt und überdies auch nicht (mehr) von nervigem Screen-Tearing heimgesucht wird. Der beschriebene G-Sync-Effekt hat vor allem bei schnellen Spielen wie Shootern („Doom“, „Apex Legends“ u.a.) oder Rennspielen („Assetto Corsa Competizione“ & „DiRT Rally 2.0“ u.a.) eine enorme positive Auswirkung auf das Gameplay! Allerdings: Fällt die Framerate einmal unter die magische Grenze von 60 FPS merkt man dies sehr, dann dann ist es vorbei m it der butterweichen Darstellung. Ein entsprechender Puffer hin zur beschriebenen Untergrenze von 60FPS sollte also auf jeden Fall stets vorhanden sein!

Um G-Sync zu erleben, muss das Feature im Nvidia Control-Panel jedoch einmal bei der Ersteinrichtung des Monitors aktiviert werden. Und das wird mit nur wernigen Mausklicks wie folgt erledigt:

  • Das Windows-Startmenü öffnen und die Applikation „Nvidia Control Panel“ ausführen
  • Dort das Menü „Anzeige“ ausklappen und den Punkt „G-Sync einrichten“ anklicken
  • Nun noch bei „G-Sync & G-Sync-Kompatibilität“ einen Haken setzen

Fortan jedes Spiel einfach ohne V-Sync und einem Frame-Cap bei 144FPS ausführen und G-Sync erledigt den Rest: Kein Ruckeln, kein Stottern, kein durch Screen-Tearing zerrissenes Bild! Darüber hinaus ist ein smoothes Bild ganz einfach enorm augenschonender als ein flimmerndes, durch Tearing zerrissenes, wie ich finde. Neben Nvidia G-Sync wird übrigens auch AMD Free-Sync unterstützt, damit sich der „LG UltraGear 27GL850-B“ auch in Verbindung mit einer AMD-Grafikkarte (u.a. Radeon-Series) nutzen lässt und auch solche Nutzer in den Genuss einer butterweichen Darstellung kommen können.

Dass man es im Falle von LG mit einem Unternehmen aus Fernost, genauer gesagt aus Südkorea zu tun hat, wird einem übrigens spätestens beim Blick ins Zubehör bewusst, wo die Jungs und Mädels einen guten Sinn für kleine aber feine Details bewiesen haben: Im Lieferumfang enthakten ist nämlich auch eine kleine unscheinbare Haltespange fürs Mauskabel, mit deren Hilfe das Kabel an der Unterseite des Monitors fixiert werden kann. Wahlweise rechts oder links, je nachdem ob ein Rechts- oder Linkshänder vor dem Monitor sitzt. Durch diese Fixierung bleibt das Kabel des Nagers nicht mehr so leicht an anderen gegenständen, die sich ebenfalls auf dem Schreibtisch befinden, hängen. – Praktisch!

Fazit

Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich im Verlauf der Review bereits einmal  von „Offenbarung“ gesprochen habe. Ich halte es nicht mal für eine große Übertreibung, denn als eine solche habe ich den Umstieg auf den „LG UltraGear 27GL850-B“ Gaming-Monitor tatsächlich empfunden! Die Hardware liefert ein herausragendes Bild, brillante Farben, Kontraste sowie HDR-Effekte, was im Gesamtpaket alles übertrifft, was ich bis dato auf meinem Schreibtisch so an Monitoren stehen hatte. Und das waren einige! G-Sync (b zw. Free-Sync) sind dann zusätzlich noch das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem I, sorgt die Technologie immerhin darüber hinaus für ein absolut ruckelfreies, latenzarmes Spielerlebnis.

Kann mich an dieser Stelle nur wiederholen: Ein absolut grandioser Gaming-Monitor für PC- & Videospieler, der bis auf seinen tendenziell ein wenig zu vibrationsanfälligen Standfuß in meinen Augen keinen großen Makel sein Eigen nennt und den ich aufgrund dessen bedenkenlos empfehlen kann!

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Zuletzt aktualisiert: 7. März 2020
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