Lexol Vinylex

1. Juli 2018   •   Review

Wenn es um die Pflege und den Schutz von viel beanspruchten Plastik- und Gummi-Bauteilen an Ex- und Interieur des Fahrzeugs geht, habe ich ich im Verlauf der letzten Jahre zahlreiche Produkte ausprobiert – als da wären der „Sonax Innenraum-Reiniger“, „Sonax Cockpit-Reiniger“, „Auto Finesse Spritz“ & „Surf City Garage Dash Away“ (alle Innenraum), sowie „Meguiar’s Ultimate Black“ (für „Außen) – und all diese Mittel meist für für gut, aber eben nicht perfekt befunden. Nach längerer Suche wurde ich schließlich in einem fachlich ziemlich superben Fahrzeugpflege-Forum auf „Lexol Vinylex“ aufmerksam gemacht. Ich orderte das Zeug – und bin seitdem hellauf begeistert von seiner Anwendung und den erzielten Ergebnissen!

Bei „Vinylex“ handelt es sich um ein Detailing-Produkt, das die behandelte Oberfläche nicht bloß reinigt, sondern sie „auffrischt“ und darüber hinaus auch langanhaltend schützt. Mit dem Zeug lässt sich nicht nur ausgeblasste Kunststoffflächen wieder schön abdunkeln, sondern auch Gummis an Fenstern und Türen behandeln und pflegen, so dass diese nicht mehr so schnell austrocknen und brüchig werden. Außerdem – und das ist meiner Meinung nach der eigentliche Clou – ist es möglich, mit „Vinylex“ leichte oberflächliche Schrammen aus Kunststoffteilen zu überdecken, beispielsweise solche an Türeinstiegen, so dass diese nicht mehr bei jedem Ein- und Ausstiegen ins Auge fallen!

Alles weitere zu „Lexol Vinylex“ folgt in meinem ausführlichen Test.

Review

„Lexol Vinylex“ wird in einer kleinen Sprühflasche geliefert, die es auf eine Füllmenge von 500ml bringt. Ein großes Manko ist der verbaute Sprühkopf, der aufgrund seiner unpräzisen Druckpumpe eine wirtschaftliche Dosierung des Produkts erschwert. Wer irgendwo eine saubere Flasche samt passendem Zerstäuber herumliegen hat, sollte darüber nachdenken entsprechend umzufüllen. Herstellerangaben zufolge, kann „Vinylex“ auf sämtlichen aus Plastik und/oder Gummi fabrizierten Bauteilen verwendet werden. Als da wären Cockpit-Elemente samt Dashboard, Fenstergummis, Türdichtungen, und ja, sogar ausgeblichene Reifenflanken zu nennen, die sich mit Hilfe des Pflegeprodukts wieder auf Vordermann bringen lassen. Lexol verspricht „Reinigung, Schutz und Konservierung“ in nur einem Arbeitsgang.

Die Anwendung gestaltet sich dabei sehr einfach: Einfach zwei, drei Spritzer unverdünntes „Vinylex“ auf ein sauberes Mikrofasertuch oder idealerweise auf ein Mikrofaser-Applikator-Pad geben und mit kreisenden Bewegungen auf der zu behandelnden Plastik-Oberfläche verteilen und mit allenfalls sehr geringem Druck einmassieren. Vorhandener Schmutz wird von den enthaltenen Reinigungsstoffen noch kurzer Zeit gelöst, entfernt und ins Pad/Tuch aufgenommen. Zudem dringt „Vinylex“ in die behandelte Oberfläche ein und frischt diese auf. Besagte Auffrischung hat einen optisch deutlich dunkleren Look zur Folge, der schon fast an einen gerade aus der Fabrik gerollten Neuwagen erinnert. Da das Produkt sehr ergiebig ist, können auch schon mal mehrere Teile mit nur einem einzigen benetzten Tuch behandelt werden. Geruchstechnisch ist das Zeug kein Überflieger, allerdings sind mir schon weitaus aggressiver „duftende“ Pflegeprodukte untergekommen.

Zwar erzeugt das Produkt keinen speckigen Glanz, allerdings bleiben matte Oberflächen, die die speckige 90er-Jahre-Optik Gott-sei-Dank inzwischen abgelöst haben, jedoch auch nicht gerade matt. Wer nicht so sehr auf einen „shiny“ Look steht – und mag dieser auch noch so schwach sein -, sollte im Anschluss an die Behandlung nochmal mit einem frischen Mikrofasertuch hinterher gehen, um den erzielten Effekt abzuschwächen. Die Auffrischung des Farbtons bleibt erhalten.

Mit „Lexol Vinylex“ behandelte Oberflächen bleiben bei normaler Beanspruchung gut drei bis vier Monate lang gepflegt, abgedunkelt und dank des enthaltenen „Premium UV-Schutzes“ vor (weiterem) Verbleichen und Austrocknen geschützt. Dann sollte die Prozedur wiederholt werden. Dies gilt insbesondere für die häufig direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzten Cockpit-Elemente.

Ein besonderes Einsatz-Szenario für „Lexol Vinylex“ möchte ich an dieser Stelle auch noch erwähnen: Das Produkt ist oft imstande, die höchst unschönen Abriebspuren der Schuhsohle am Türeinstieg zu entfernen oder zumindest deutlich abzuschwächen, so dass diese nicht mehr so sehr auffallen. Zumindest solange es sich wirklich lediglich um Abrieb handelt und Plastik-Oberfläche, beziehungsweise deren Struktur nicht beschädigt wurde. Einfach das Produkt pur direkt aus der Sprühflasche auf die Türverkleidung etc aufsprühen, kurz einwirken und arbeiten lassen, und anschließend mit einem sauberen MFT abnehmen. Unschöne weisse Striemen, bei denen es sich in der Regel um leichten Abrieb der Oberflächenstruktur handelt, lassen sich ebenfalls mit „Vinylex“ behandeln und abschwächen, wenngleich auch nicht zur Gänze entfernen. Eine merkliche Verbesserung sollte aber in jedem Fall eintreten.

„Vinylex“ eignet sich zudem auch für den Einsatz am Fahrzeug-Exterieur. So können beispielsweise dunkle Plastik-Stoßstangen oder weitere Verkleidungsteile damit gereinigt und wieder aufgefrischt werden. Ich für meinen Teil ziehe dafür jedoch nach wie vor das ebenfalls von mir getestete „Meguiar’s Ultimate Black“ (siehe meine Review) vor. „Vinylex“ nutze ich ausschließlich für Innenraum, Fenstergummis und Türdichtungen – und ebendort leistet es mir wirklich hervorragende Dienste!

Fazit

Ich bin nach wie vor heilfroh, dass ich damals in dem einen Fahrzeugpflege-Forum über die Empfehlung für „Lexol Vinylex“ gestolpert bin. Das Produkt ist einfach ein fantastischer Helfer für alle jene, die ihr Fahrzeug nicht nur äußerlich Pflegen und gut in Schluss halten möchten, sondern auch das Interieur vor dem Altern schützen wollen, damit man sich auch in Jahren noch wohlfühlt und entspannt über die Autobahnen und Landstraßen Europas düsen kann. Die Anwendung könnte einfacher schon fast nicht sein und erzeugt bei korrekter Vorgehensweise sehr großartige Ergebnisse!

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