Giftgrün again

18. Oktober 2018   •   Gaming

Vor ziemlich genau fünf Jahren war er bereits in vollem Gange, der Konsolenkrieg: Es hieß USA gegen Japan, Microsoft gegen Sony, und im Raum stand die alles entscheidende Frage, wer die bessere Next-Gen-Videospielkonsole im Angebot hat. Nach einem schier endlosen Hin und Her entschied ich mich letzten Endes gegen Microsoft und die Xbox-Plattform, immerhin viele Jahre lang meine spielerische Konsolen-Heimat, und wechselte, wenn man das denn so sagen kann, ins feindliche Lager, sprich: in die wunderbare Welt von Sony PlayStation. Und was soll ich sagen, ich habe diesen Schritt aufgrund der schieren Anzahl von grandiosen Japano-Titeln, von denen viele nur für PlayStation erschienen sind, nicht einen Tag bereut!

Wer einen Blick in meine Videospiel-Sammlung geworfen hat, und sich dort insbesondere mal die ellenlange Liste meiner PS4-Games angesehen hat, dem wird aufgefallen sein, dass es mir vor allem die Exklusivtitel angetan habe. Ich entdeckte die „Gran Turismo“-Serie für mich, erlebte Abenteuer an der Seite von Kazuma Kiryu, habe mich in „Bloodborne“ durch Monsterhorden geschnetzelt, folgte in „The Last of Us – Remastered“ den Fireflies und – Junge! Junge! – zertrümmerte mit Kratos‘ mächter Kriegsaxt unzählige Dämonenschädel. Ja, PlayStation, das war in den letzten Jahren – und ist eben dies nach wie vor – „the best Place to play“, wie die Plattform dieser Tage beworben wird.

Doch, wer nicht ganz blind – oder voreingenommen – durchs Leben geht, wird mitbekommen haben, dass Microsoft aus seinen unfassbar grotesquen Fehlern bei der Produkteinführung der Xbox One gelernt zu haben scheint: Die Xbox One X ist dieser Tage die mit Abstand leistungsstärkste Videospielkonsole auf dem Markt, an die Leistungswerte die „super-charged“ PlayStation 4 Pro, von der vom ersten Tag an doch sehr enttäuscht bin, nicht heran. Somit gehört das Hauptargument, das stets gegen die Microsoft-Konsole angeführt wurde, nämlich dass diese der PS4 weit hinterher hinke, der Vergangenheit an. Darüber hinaus ist die Nutzererfahrung der Xbox One meiner Meinung nach der des aktuellen PlayStation OS weit überlegen. Das Dashboard wirkt so viel stylisher, durchdachter, aufgeräumter, persönlicher, man fühlt sich mehr als Teil einer großen Community – auf mich macht das alles schlicht einen ansprechenderen Eindruck. Zudem sind in den letzten Jahren gelaunchte Angebote, wie z.B. der „Xbox Game Pass“ hinsichtlich Preisgestaltung und Auswahl der verfügbaren Games sowas von sexy konzipiert; da kann Sony sich für „PlayStation Now“ mindestens eine Scheibe von abschneiden.

Was letzten Endes den Ausschlag für diesen Post hier gegeben hat: Als ich im Frühsommer im Rahmen der E3-Präsentation von Microsoft die Weltpremiere von „Forza Horizon 4“ sah, war mein erster Kommentar, nachdem die imho ziemlich grandiose Präsentation zuende war: „Sobald ein Bundle auf den Markt kommt, wird das sowas von bestellt!“. – Tja, was soll ich sagen…

Xbox One X Promo-Material von Microsoft

…ich konnte einfach nicht länger widerstehen.

Bestellt habe ich mir die Xbox One X-Konsole mit 1-TeraByte-Festplatte und einem farblich passenden Xbox-One-Controller (beides in Jet-Black). Mit im Bundle liegen zudem zwei Microsoft-Exklusivtitel, die mich persönlich wahnsinnig ansprechen: „Forza Motorsport 7“ und das eben bereits erwähnte brandneue „Forza Horizon 4“ jeweils als Download-Version via Xbox Marketplace Store. Aus Zugabe habe ich einen Gutschein-Code für besagten Store ergattern können, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich für das Hardcore-Jump’n’Run „Cuphead“ draufgehen wird, mit dem ich ebenfalls schon länger liebäugele.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich allein mit allen drei Xbox One-Games so dermaßen viel (vielleicht viel zu viel) Zeit verbringen werde, dass es überhaupt nicht weiter tragisch wäre, wenn die nächste Zeit nichts interessantes für die Xbox-Plattform mehr erscheinen würde. Wenn ich nun noch wüsste, welche Version von „Red Dead Redemption II“ die technisch überlegene ist… 😐

Ansonsten werde ich wohl ein paar Xbox-One-Must-Haves aus den letzten paar Jahren nachholen. Als da wären u.a. „Quantum Break“, „Re:Core“, „Sunset Overdrive“ sowie das von Crytek entwickelte „Ryse“. Alles Spiele, die mich reizen, die ich allerdings mangels Xbox-One-Konsole nicht zocken konnte.

Wie dem auch sei: Microsoft hat mich wieder!

Update, 25. Oktober 2018
Bezüglich der im Post aufgeworfenen Frage, welche Version von „Red Dead Redemption 2“ die technisch besser ist, hat DigitalFoundry eine Antwort. Geordert habe ich dann natürlich diese hier.

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