Microsoft lässt „Halo“-Reboot von Activision entwickeln_

Neu          22. September 2026          Gaming          2 Min  •  383 Wörter

Im Zuge der laufenden Kosteneinsparungsmaßnahmen Restrukturierungsmaßnahmen im Hause Microsoft, genauer gesagt innerhalb des seit geraumer Zeit schon vor sich hin darbenden Geschäftsbereichs Gaming, wurde nun bekannt, dass die Redmonder die Entwicklungshoheit an ihrem FPS-Franchise „Halo“ unlängst von 343 Industries und den sogenannten Halo Studios abgezogen und an Activision übertragen haben.

Activision wird demnach für die Entwicklung der nächsten, bis dato noch namenlosen und unterminierten Iteration des legendären Xbox-Shooter-Franchise verantwortlich zeichnen, – und somit jener Publisher, der gefühlt zuletzt vor 15 Jahren einen einigermaßen relevanten Shooter auf den Markt gebracht hat und dessen diverse Studios in den vergangenen Jahren schwer damit beschäftigt waren, sich am nicht minder legendären „Call of Duty“-Franchise zu versündigen, ja, es geradezu vor die Wand zu fahren.

Auch bei dieser Business-Entscheidung könnte man also sagen, dass wieder einmal der sprichwörtliche Bock zum Gärtner gemacht wurde. Doch ich möchte an dieser Stelle auch nicht vorschnell urteilen. Vielleicht gelingt Activision bei „Halo“ ja tatsächlich das, was man im Falle von „CoD“ seit Jahren nicht schafft: Einen qualitativ hochklassigen Shooter zu entwickeln, der auf der Haben-Seite sowohl eine starke Kampagne, als auch einen packenden Multiplayer mitsamt funktionierender Anti-Cheat-Lösung sein Eigen nennt.

Wir werden sehen, ob’s klappt. Allzu große Hoffnungen mache ich mir allerdings nicht.

Doch das ist bei weitem nicht alles, was derzeit im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen aus dem Microsoft-Campus in Redmond, Washington nach außen dringt: Der britische Videospiel-Entwickler Rare, auf dessen Konto zahlreiche ikonische Nintendo-Videospiele gehen, gehört nun zur Activision-Unternehmensgruppe und wird fortan wohl als Support-Studio fungieren. Obsidian Entertainment wird wiederum in Bethesda Softworks integriert. Zu guter Letzt werden dann noch die verbliebenen Reste von Turn 10 Studios, den Machern der „Forza Motorsport“-Reihe, und Playground Games, die wiederum für das „Forza“-Spinoff „Forza Horizon“ sowie für den demnächst erscheinenden „Fable“-Reboot verantwortlich zeichnen, zusammengelegt.

Überdies werden in den kommenden Tagen noch einmal rund 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Xbox Game Studios von ihrem Arbeitgeber darüber informiert werden, dass sie sich einen neuen Job suchen müssen. Dies ist Teil einer zweiten Entlassungswelle, zu der Microslop sich gezwungen sieht, da in Zeiten horrender Ausgaben für KI das Geld knapp ist der Quartalsgewinn wohl nicht üppig genug ausfällt.

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