Clim-Air Windabweiser für Mazda 3 BM & BN

27. April 2019     /     Projekt Kotori, Review     /     "Werbung"

Vor  über einem halben Jahr hatte ich mir die „Clim-Air Windabweiser“ bestellt, weil es mich schlicht und ergreifend enorm nervt, bei Regen und Schnee die vorderen Fenster nicht öffnen zu können, um für frische Luft zu sorgen. In neun von zehn Fällen regnet es dann nämlich rein oder im nächsten Kreisverkehr platscht gar ein ganzer Schwall Wasser, der sich auf dem Dach angesammelt hat, hinein, und versaut mir den mit viel Herzblut sauber gehaltenen Innenraum. Beides nicht schön. Also sollten die georderten „ClimAirs“ Abhilfe schaffen. Obwohl ich von den Windabweisern von der ersten Minute an ziemlich angetan war – qualitativ hochwertig verarbeitet, schöne Optik! -, musste ich sie damals letzten Endes leider zurückschicken. Ich brachte es schlicht und ergreifend nicht fertig, sie korrekt zu installieren.

Die Tage, Wochen und Monate zogen ins Land – und ich liebäugelte nach wie vor mit Windabweisern. Nicht zuletzt, weil mir der vergangene Winter nochmals vor Augen geführt hat, wie dringend notwendig die Teile sind. Und, weil es schlicht keine vernünftige Alternative gibt. Dann stolperte ich vor einigen Tagen durch Zufall über dieses YouTube-Video:

Gezeigt wird zwar nicht die Installation an einem Mazda 3 BM (oder BN), sondern an einem Ford Fiesta, doch das Video und die darin dargestellte für meine Begriffe relativ einfache und aufwandslose Montage motivierten mich, mir die „ClimAir Windabweiser“ ein weiteres Mal nach Hause liefern zu lassen. Kein Vergleich zu dem unfassbar altbacken anmutenden Installationsvideo des Herstellers, bei dem der schwierigste, nein, aufwendigste Part, nämlich das Einclippen des langen Mittelteils, weggelassen wurde.

Lange Rede, kurzer Sinn: Seit gestern sind beide „ClimAir Windabweiser“ an den Front-Seitenfenstern von Projekt Kotori installiert, tun was sie sollen und schauen dabei alles andere als hässlich aus. Ich finde sogar, dass sie sich super in die Linienführung des Wagens einfügen und aufgrund dessen sogar echte Erstausrüster-Qualitäten aufweisen!

Montage

1. Abkleben
Zuerst habe ich den gesamten schwarzen Plastikrahmen der beiden vorderen Seitenfenster mit speziellem Kfz-Kreppklebeband abgeklebt, um die Oberfläche vor Kratzern zu schützen. Dies ist auch dringend notwendig, denn die aus Acrylglas gefertigten Windabweiser nennen herstellungsbedingt sehr scharfe Kanten ihr Eigen!

2.1 Windabweiser montieren
Anschließend wurde der Windabweiser hinter dem Spiegeldreieck eingeschoben, mit einer Hand fixiert, in dieser Position gut festgehalten, und dann den hinteren Teil des Windabweisers vor der B-Säule eingeklemmt. Dies ist möglich, indem der Windabweiser mit Gefühl aber dennoch einigem Druck durchgebogen wird. Wurde dies erledigt, hängt der Windabweiser quasi im Seitenfensterrahmen durch und weist im Mittelteil eine enorme Wölbung auf.

2.2 Windabweiser montieren
Anschließend musste nun noch der gesamte Mittelteil hinter die Gummidichtung geschoben werden. Hier kam das zuvor von mir aufgeklebte Kreppband zum tragen, welches nicht nur die Plastikoberfläche schützt, sondern überdies die Einschiebelippe des Mittelteils ohne großen Aufwand hinter die Gummidichtung gleiten und eben dort verschwinden lässt. Dazu musste ich den Windabweiser abermals leicht durchbiegen, um die Lippe Stück für Stück einschieben zu können. Da ich gewissenhaft abgeklebt habe, war die Gefahr von Schrammen, die von dem scharfkantigen Acrylglas hervorgerufen werden könnten, sehr gering. Ich habe mir zumindest keine eingehandelt!

2.3 Windabweiser montieren
Zum Abschluss der Montage habe ich das Fenster langsam in mehreren Schritten nach oben hin geschlossen, so dass der eingebaute Windabweiser durch die sich schließende Fensterscheibe letztlich immer weiter in die Gummidichtung des Fensters gepresst wurde und sich mit der Zeit an diese neue Form anpassen kann. Hersteller CLim-Air gibt indes einen Zeitraum von 12 Stunden vor, in dem das Fenster nicht geöffnet werden soll. Daran habe ich mich gehalten – und sogar noch einige Stunden oben drauf gelegt.

3. Fertig!
Ich glaube, ich hatte beim ersten Versuch einfach viel zu viel Respekt vor der ganzen Sache – und überdies Angst, mir fiese Kratzer und irgendwelche unnötigen Schrammen einzuhandeln, die mir dann natürlich bei jedem Ein- und Aussteigen ins Auge springen würden. Deshalb bin ich nun beim zweiten Versuch auf Nummer Sicher gegangen und habe entsprechend abgeklebt – und joa, es hat sich ausgezahlt, denn der Einbau war alles in allem wirklich keine große Sache. Clim-Air ist somit vollständig rehabilitiert in meinen Augen! 😉

Review

Die fertig montierten „Clim-Air Windabweiser“ schauen an meinem Mazda 3 BM Sport sehr gut und stimmig aus. Sie sind aufgrund ihrer Herstellung aus Acrylglas extrem widerstandsfähig, robust (aber gleichzeitig flexibel) und fügen sich, wie ich finde, schon sehr harmonisch in die fließende Linienführung der Fahrzeug-Karosserie ein. Sie tragen nicht auf und werten den Wagen keinesfalls ab, wie das imho bei manchen anderen Windabweisern der Fall ist, die in der Regel entweder vollkommen aufgesetzt, billig oder aufgesetzt und billig ausschauen. Auch verdecken die beiden Windabweiser – zumindest in meinem Fall; Fahrersitz aufgrund meiner Körpergröße von über 1,90m nahezu komplett nach hinten versetzt – nicht die freie Sicht auf die Außenspiegel und es gibt auch keinerlei Probleme, wenn man diese auf dem Parkplatz oder in der heimischen Garage einklappt. Alles in allem hat der Hersteller hier einen optimalen Kompromiss aus Funktionalität und gelungenem Design gefunden!

Da ich mich für die sportlich-schwarzen Ausführung der beiden Windabweiser entschieden habe, bieten sie zudem einen recht guten Schutz gegen seitliche Sonneneinstrahlung, was sie auch in eher trockenen Jahreszeiten zu einem gleichermaßen treuen wie sinnigen Begleiter am Fahrzeug macht. Ich habe jedenfalls – Stand jetzt – nicht vor, sie in den nahenden Sommermonate wieder zu demontieren, – die bleiben knallhart dran! JDM-Style ftw! In Kombination mit einem anständigen schwarzen Sonnenblendstreifen im oberen Bereich der Frontscheibe schauen die Teile auf jeden Fall sehr gut aus! Positiv finde ich auch, dass sie Oberfläche der Windabweiser zum Zeitpunkt der Lieferung keinerlei Imperfektionen (feine Haarrisse, Kratzer oder gar stumpfe Stellen) aufgewiesen hat, – und das, obwohl der Versandkarton leider an einer Ecke sichtbar beschädigt (aufgerissen) zugestellt wurde – das verantwortliche Lieferunternehmen war GLS.

Im montierten Zustand haben die „Clim-Airs“ auf mich bis dato nicht den Eindruck gemacht, als müsste ich Angst haben, sie auf der Autobahn oder überhaupt bei etwas zügigeren Fahrweise zu verlieren. Die Teile klemmen wirklich bombenfest in der Scheibenführung, da wackelt nichts, da hat nichts Luft! Kein Vergleich zu billigen verklebten Windabweisern aus China und Co., die einem ja gerne auch mal, spätestens dann, wenn die Haftwirkung des Klebers nachlässt, um die Ohren, bzw. weg fliegen – oder zumindest zu vibrieren anfangen. Auch muss bei den „Clim-Airs“ nicht nachträglich noch eine Fixierungsklammer in die Scheibenführung eingeschoben werden, mit der man sich, wenn es ganz blöd läuft, u.U. sogar noch die Seitenscheibe beschädigt.

Ein paar Wort zur immer wieder attestierten Geräuschentwicklung: Ich für meinen Teil habe nicht feststellen können, dass die „Clim-Air Windabweiser“ über die Maßen starke Fahrtwindgeräusche produzieren. Ein gewisses Rauschen hatte ich auch in der Vergangenheit schon ausmachen können, sobald das Fenster heruntergelassen war. Wenn die Geräuschkulisse wirklich angestiegen sein sollte, dann nur bei höheren Geschwindigkeiten auf der Landstraße und/oder Autobahn, was meiner Meinung nach jedoch normal ist, denn die Dinger stehen nunmal formbedingt voll im Fahrtwind. Da der M3 von Werk aus ein eher lauterer Wagen ist – sportlich eben! 😉 -, bereitet mir dieser allenfalls geringfügige Anstieg der Fahrtwindgeräusche nun aber auch keine Kopfzerbrechen oder gar schlaflose Nächte.

Etwas ärgerlicher finde ich da schon die auf den Windabweisern angebrachten Werbeaufkleber des Herstellers. Diese, bzw. deren Kleber ist extrem hartnäckig und lediglich unter Zuhilfenahme von Waschbenzin oder Eulex wieder zu entfernen. Dies habe ich, der cleaneren Optik wegen, auch zeitnah vor. Hierzulande sind die Aufkleber übrigens nicht, wie im obigen Video, bläulich, sondern in komplett weißer Farbgebung gehalten.

Ansonsten tun die Windabweiser exakt das, was so ein Windabweiser nunmal tut: Sie ermöglichen es mir, selbst bei starkem Regen oder Schnee die beiden vorderen Seitenfenster einen 2-3cm großen Spalt weit zu öffnen, ohne dass besagter Regen, bzw. Schnee in den Innenraum gelangt. DIeser kleine Spalt reicht bereits mehr als aus, um im Cockpit einen steten Luftaustausch gewährleisten zu können. Da ich kein Raucher bin, kann ich zum Abzugsverhalten von stickiger, nikotinverseuchter Luft nichts sagen. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dassdie „Clim-Airs“ auch was das anbelangt ihren Zweck erfüllen.

Im Lieferumfang enthalten ist übrigens eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), welche es, sobald die „Clim-Air Windabweiser“ am Fahrzeug montiert wurden, stets mitzuführen gilt. Ich habe die ABE zu den anderen Unterlagen in einen dünnen Schnellhefter gepackt und diesen für den Fall der Fälle (wie z.B. die nächste TÜV-Untersuchung) im Handschuhfach meines Wagens verstaut.

Fazit

Wie gut, dass ich über das oben eingebettete YouTube-Montagevideo gestolpert bin, denn ansonsten hätte ich mich wohl irgendwann damit abgefunden, dass die „Clim-Air Windabweiser“ und mein Mazda 3 Sport wohl nie zueinander finden werden. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich sie mir gegönnt habe. Sie tun genau das was sie sollen, sind hochwertig verarbeitet und schauen zudem auch noch ziemlich gut, um nicht zu sagen stylish aus. Einzig der Einbau gestaltet sich ein wenig hakelig, aber mit ein wenig Geduld und Spuke Abklebeband ist auch dieser zu schaffen! 😉

Daumen hoch, ich bin sehr zufrieden!

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