Be Quiet! Shadow Rock TF 2

21. Januar 2020     /     Gaming, Review     /     "Werbung" [?]

Neulich habe ich meinen PC aufgerüstet und aus einem flotten HP Omen ‚Obelisk‘ einen ziemlich schnellen Gaming-PC gemacht, indem ich geschätzte 80 Prozent der verbauten Komponenten gegen (noch) leistungsstärkere ausgetauscht habe. Unter anderem stand auch der Austausch des bisher genutzten Intel Boxed-CPU-Kühlers auf dem Programm, denn bei anspruchsvollen Titeln wie z.B. „Assassin’s Creed Odyssey“ oder dem ebenfalls ziemlich fantastischen „Star Wars Jedi: Fallen Order“ waren die Prozessor-Temperaturen mit Werten von nicht selten über 85 Grad Celsius nicht mehr feierlich, so dass dieser – quasi zum Schutz vor einer drohenden Überhitzung und einer aufgrund dessen u.U. auftretenden Beschädigung – immer wieder selbstständig Leistung runtergeregelt hat, was bei einem auf Performance ausgelegten Gaming-System nun nicht sonderlich optimal ist, wie man sich denken kann.

Nach einiger Recherche im Netz, habe ich mich letzten Endes, auch der guten Reputation des Herstellers Be Quiet!, insbesondere jedoch dieses wirklich sympathischen Produktvideos geschuldet, für einen „Shadow Rock TF 2“-CPU-Kühler entschieden, welcher seitdem im Case für frischen Wind und eine optimalere Wärmeableitung sorgt. Bei diesem handelt es sich um einen sogenannten Top-Down-Kühler, der nicht nur die CPU allein kühlt, sondern auch das Mainboard sowie die unmittelbar an den CPU-Sockel angrenzenden System-Komponenten wie u.a. die Spannungswandler sowie die Arbeitsspeicher-Riegel.

Ohne an dieser Stelle zu viel vorweg nehmen zu wollen: Ich bin sehr begeistert von dem Produkt und bereue es definitiv nicht, dem ollen Intel-Boxed-Kühler den Laufpass gegeben zu haben! Warum mich der „Shadow Rock TF 2“ von Be Quiet!  so begeistert, wie der Einbau des Lüfters geklappt hat und was sonst noch so erwähnt werden sollte, klärt meine nachfolgende Produktrezension.

Einbau

Vor dem Einbau sollte man sich davon überzeugen, dass der durchaus großformatige, aber mit seinen Maßen von 17,8cm x 13,3cm x 17,8cm eben auch nicht extrem große „Shadow Rock TF 2“ CPU-Kühler im PC-Gehäuse überhaupt ausreichend Platz hat.

Der „Be Quiet! Shadow Rock TF 2“ wird mittels vier Schrauben am Mainboard befestigt. Diese werden von der Hinterseite angezogen, so dass es von Vorteil ist, wenn man ein PC-Case sein Eigen nennt, bei dem sich die rechte Seitenwand demontieren lässt, um die Rückseite des Motherboards freizulegen. Ist dies nicht der Fall, muss stattdessen der umständliche Weg gewählt und für den Einbau das Mainboard temporär demontiert werden. Wärmeleitpaste ist praktischerweise bereits von Werk aus aufgetragen, so dass diese theoretisch nicht mehr benötigt wird. Ich für meinen Teil habe diese jedoch im Rahmen der ganzen Montageaktion gegen „Arctic MX-4“-Wärmeleitpaste ersetzt. Immens wichtig ist es beim Anziehen der vier Schrauben darauf zu achten, keinesfalls zu viel Kraft anzuwenden; Hersteller Be Quiet! empfiehlt, sie allenfalls „handfest“ anzuziehen. Im Anschluss daran natürlich nicht vergessen, den Kühler noch an den „PC Fan“-Anschluss des Mainboards anzuschließen, um ihn mit Strom zu versorgen! 😉

Alles in allem würde ich sagen, dass erfahrene Systembauer keinerlei Schwierigkeiten haben dürften, den Kühler auf ihrer CPU anständig zu montieren. Für mich war es eine Premiere, so dass ich für die ganze Aktion rund eine Dreiviertelstunde benötigt habe.

CPU-Temperaturen im Vergleich

Test
Windows 10 (Desktop)
Assassin’s Creed Odyssey
DiRT Rally 2.0
Magic The Gathering Arena
Star Wars Jedi – Fallen Order
BQ! Shadow Rock TF 2
36°
74°
63°
42°
74°
Intel Boxed-Kühler
39°
89°
74°
54°
87°

Getestet wurde auf meinem Gaming-System, welches die folgenden Main-Specs sein Eigen nennt: Intel Core-i7-9700K @ 4,6GHz (OC), Nvidia GeForce RTX 2070, Hyper-X 16 GB DDR-4-RAM, Windows 10 Home. Der CPU-Temperaturen wurden mit CPUID HWMonitor v1.41 ausgelesen.

Review

Ich nutze den „Be Quiet! Shadow Rock TF 2“ um einen übertakteten Intel-Core-i7 @ 4,6GHz zu kühlen – und kann guten Gewissens sagen, dass sich das Upgrade definitiv ausgezahlt hat! Wie man an der obigen Tabelle gut ablesen kann, sind die Durchschnittstemperaturen der CPU seit dem Austausch des Boxed-Kühlers gegen den „Shadow Rock TF2“ deutlich gesunken. Dies hat wiederum dazu geführt, dass der Prozessor nicht mehr länger ans Temperatur-Limit stößt und dadurch eine Leistrungsdrosselung ausgelöst wird, welche wiederum nicht selten Performance-Einbrüche zur Folge hatte. Insbesondere bei technisch anspruchsvollen Titeln wie dem „Assassin’s Creed Odyssey“ oder auch „Star Wars Jedi – Fallen Order“ machen sich die niedrigeren CPU-Temperaturen immens bemerkbar. Ermöglicht wird all dies durch die sehr große Kühlfläche des „Shadow Rock TF2“ sowie durch die insgesamt fünf Kupferkerne, welche für einen raschen Abtransport der von der CPU übernommenen Wärme sorgen sollen. Das klappt, wie eben geschrieben und den ermittelten Temperaturen abzulesen, in der Praxis ausgesprochen gut, so dass es an der eigentlichen Funktionsweise des Kühlers nichts zu beanstanden gibt.

Cool: Im laufenden Betrieb ist der Kühler quasi nicht zu hören. Er ist wirklich sehr, sehr leise und macht dem Namen des Herstellers somit alle Ehre! In meinem Fall kommt er in einem geschlossenen „Be Quiet! Pure Case 600“ zum Einsatz, und selbst unter Volllast ist maximal ein wirklich sanftes Rauschen zu vernehmen. Bei aufgesetztem Headset kommt da indes gar nichts mehr an; kein Brummen, kein Rauschen, nichts! Be Quiet! gibt einen maximalen Geräuschpegel von 24,4dB(A) an. Wie dem auch sei, kein Vergleich zu dem penetranten Lautstärkepegel des permanent hochdrehenden Intel-Boxed-Kühlers, der mich insbesondere bei den beiden eingangs genannten Games, die beide an die Hardware schon einige Ansprüche stellen, schon sehr genervt hat, weils schlicht auf Dauer schon sehr vom Geschehen ablenkt. Der von Be Quiet! verbaute „Silent Wings 2“-Lüfter sorgt selbst in anspruchsvollen Situationen, in welchen der Lüfter dann doch mal bis zum Anschlag hochdrehen muss, um den Alu-Kühlkörper herunterzukühlen, für einen ruhigen und aufgrund dessen auch akustisch angenehmen Betrieb.

Platzhalter

Positiv ist anzumerken, dass nicht nur allein die CPU samt Sockel gekühlt wird, sondern aufgrund der Tatsache, dass es sich um einem Top-Blower handelt, auch die unmittelbar angrenzenden, auf dem Mainboard verbauten System-Komponenten, wie beispielweise die RAM-Riegel, welche er überragt. Diese haben dabei übrigens noch Luft nach oben, so dass selbst RAM-Riegel mit aufgesetzten Kühlkörpern kaum Probleme haben dürften, unter dem Kühler ihren Platz zu finden.

Nicht ganz so gelungen finde ich indes die Befestigung des erwähnten „Silent Wings 2“-Lüfters auf dem Kühlkörper: Dieser wird lediglich mittels zweier metallener Haltespangen eben dort arretiert, was alles in allem eine relativ wackelige Angelegenheit ist. Darüber hinaus kommt – zumindest in Kombination mit meinem „Asus TUF Z390M-Pro Gaming“-Motherboard – eine der beiden Haltespangen meiner Geforce RTX 2070 ziemlich nahe (siehe Foto oben). Klar, da sind noch gut und gerne 8mm Platz zwischen Kühler und Grafikkarte, aber einen noch geringeren Abstand zur Oberseite der GraKa würde ich zumindest nicht riskieren. Dafür ist die Gefahr eines Kurzschlusses, der wohlmöglich das gesamte System irreversiebel beschädigen könnte -, zu groß. An dieser Stelle nochmal der Hinweis: Unbedingt darauf achten, die vier Halteschrauben auf der Rückseite des Mainbaords fest – aber eben nicht zu fest (sic!) – anzuziehen, damit der 680 Gramm schwere Lüfter auch in ein paar Monaten noch an seinem Platz sitzt und ausgelöst aufgrund ggf. während des Betriebs auftretender Vibrationen ja nicht absackt!

Ebenfalls sollte man darauf achten, dass nach dem Einbau noch genügend Abstand zur Seitenwand des Cases gegeben ist, damit der Lüfter ausreichend Luft zur Kühlung ansaugen kann.

Optisch gibt’s nichts zu meckern: Die Hardware schaut für meine Begriffe ausgesprochen gut aus und macht sich auch in den aktuell modernen PC-Cases mit großem seitlichem Sichtfenster sehr gut. Der spiegelnde „Be Quiet!“-Schriftzug auf dem amsonsten gebürsteten Aluminium-Kühlkörper ist ein echter Hingucker und wertet das Produkt auch optisch auf. Überhaupt macht der CPU-Lüfter von der ersten Minute an einen ausgesprochen hochwertigen Eindruck.

Fazit

Ich kann mich nur nochmal wiederholen: Das Upgrade auf den „Shadow Rock TF2“ von Be Quiet! hat sich in meinen Augen absolut gelohnt: Mein übertakteter Intel-Core-I7-Prozessor läuft nun um einiges kühler und kann seine volle Leistung aufgrund dessen konstanter abrufen, was ingame eine smoothere Framerate zur Folge hat. Der Einbau gestaltet sich auch für Anfänger absolut machbar und war, auch der wirklich gut verständlichen, mehrsprachig gehaltenen Montageanleitung geschuldet, recht zügig erledigt. Wer auf tiefe Einblicke steht, kommt ebenfalls definitiv auf seine Kosten, denn das großformatige, aus Aluminium und Kupfer gefertigte Kühlelement ist ein echter Eye-Catcher! Der sprichwörtliche I-Tüpfelchen ist die perfekte Laufruhe des CPU-Kühlers, der selbst in Extremsituationen kaum hörbar seinen Dienst verrichtet!

Von mir gibt es einen klare Empfehlung für den „Be Quiet! Shadow Rock TF2“. Großartig!

Zuletzt aktualisiert: 22. Januar 2020
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