Vergangene Woche wurde bekannt, dass die US-Einzelhandelskette GameStop, deren Geschäftsmodell auf dem An- und Verkauf von gebrauchten PC- und Videospielen fußt, gewillt ist, die ungleich größere Online-Auktionsplattform eBay zu übernehmen. – Auf GamersGlobal hatte ich eine kurze News dazu geschrieben.
Inzwischen ist klar: Aus der Übernahme von Goliath durch den kleinen David wird wohl nichts, denn eBay hat das unterbreitete Übernahmeangebot offiziell abgelehnt.
Begründet wird dies von eBay unter anderem mit „operativen Risiken“, die mit dem Verkauf der Plattform an GameStop scheinbar einher gingen, sowie mit der Art und Weise wie die Übernahme finanziell gestemmt werden würde. Zwar versichert GameStop, Kreditzusagen in Höhe von 20 Milliarden Dollar in der Hinterhand zu haben, doch wie genau die verbleibende Differenz zum Kaufpreis überbrückt werden soll, – unklar. In einem offenen Brief an Ryan Cohen, seines Zeichens CEO von GameStop, lässt das ebay Board-of-Directors wissen, man sei nach eingehender Prüfung des Übernahmeangebotes letztlich zu dem Schluss gekommen, dass dieses „weder glaubwürdig noch attraktiv“ ist, weswegen man sich gegen eine Übernahme ausspricht.
Rund 56 Milliarden US-Dollar wäre GameStop bereit, für eine Komplettübernahme von, bzw. einen Erwerb der restlichen Aktienanteile an eBay, die sich noch nicht im Besitz des Unternehmens befinden, auf den Tisch zu legen. Aktuell hält GameStop rund 10 Prozent der Anteile an dem Internet-Auktionshaus, – und dabei wird es nun voraussichtlich auch erst einmal bleiben.