Ducky One 3 Mini_

Neu          2. Juli 2026          Review          9 Min  •  1.966 Wörter          "Werbung"
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Auf meiner Quest, eine kompakte Tastatur für meinen Linux-Gaming-PC zu finden, habe ich mir – nach der „Logitech G512 X“ im vergangenen Monat (siehe meine Review), die sich leider letzten Endes als Reinfall entpuppt hat – nun eine weitere Tastatur, namentlich die „Ducky One 3 Mini“ angeschaut.

Das taiwanesische Brand „Ducky“ hat sich mit der gebotenen Herstellungsqualität seiner Tastaturen, die wie ich finde über der vieler großer Brand angesiedelt ist, weltweit einen Namen gemacht. Zudem ist die Marke bekannt für die Möglichkeit, die Hardware spielend leicht optisch an seine persönlichen Vorlieben anpassen zu können: Angefangen mit den Key-Caps, über das genutzte USB-C-Kabel bis hin zu den verwendeten Switches, die nach Lust und Laune ausgetauscht und durchgewechselt werden können. Was mir als Linux-User ebenfalls gefällt: Wie alle Tastaturen des Herstellers kommt auch die „Ducky One 3 Mini“ ohne zwingend zu installierendes Software-Tool aus. Mit dem Computer verbunden, lassen sich Makros und RGB-Effekte bequem per Tastenkommandos einstellen und verwalten.

Wie sich die „Ducky One 3 Mini“ im zweiwöchigen Test in zahlreichen Gaming- und Produktiv-Szenarien geschlagen hat, klärt meine ausführliche Produkt-Review.

Review

Als mir der Paketbote das Paket mit meiner neuen „Ducky One 3 Mini“ in die Hand drückte, dachte ich ganz erstaunt bei mir: „In dieses kleine Paket passt eine ganze Tastatur rein?!“ Dann fiel mir wieder ein: Kompakt sollte sie sein, klein und handlich, damit ich auf dem Schreibtisch neben meinem Case, Monitor-Setup-up, Digital-Drawing- und Streaming-Equipment endlich wieder ein wenig mehr Platz habe. Ich öffnete den Karton und warf einen Blick hinein. Neben der bestellten „Ducky One 3 Mini“ lag darin diverses Zubehör wie alternative Key-Caps, eine Key-Cap-Zange sowie ein kleiner Greifer, mit dessen Hilfe sich die eingesetzten Key-Switches entfernen lassen, sowie ein rund anderthalb Meter langes USB-C-Kabel, um die Tastatur mit dem Computer verbinden zu können. Überdies wurden von Ducky mehrere Aufkleber und eine mehrsprachige Betriebsanleitung beigelegt.

Die Tastatur selbst wurde mit einer weichen Schutzfolie umwickelt, um sie im Karton liegend vor Beschädigungen zu bewahren. Darüber hinaus wurden die Tasten mit einer durchsichtigen Plastikabdeckung geschützt, die sich ohne Weiteres auch weiterhin nutzen lässt, etwa um zu verhindern, dass bei längerer Nichtnutzung Staub und sonstige Verschmutzungen in die Zwischenräume der Tasten eindringen.

Ducky One 3 Mini

Die „Ducky One 3 Mini“ ist, wie eingangs erwähnt, grundsätzlich eine sehr kompakt Tastatur. Um genau zu sein, handelt es sich um eine sogenannte 60%-Tastatur, welche Maße von 310cm (Länge) x 110cm (Tiefe) x 40cm (Höhe), insgesamt 61 Tasten im deutschen QWERTZ-Layout sowie Makro-Funktionalität und eine stylish anzusehende RGB-Hintergrundbeläuchtung mit insgesamt 16 Millionen Farben ihr Eigen nennt. Die verbauten Key-Caps bestehen aus schwarzem, leicht aufgerautem PBC-Kunststoff, Buchstaben, Zahlen und Symbole sind transparent gehalten, damit das Licht der RGB-Beleuchtung durchscheinen kann. Eine Besonderheit ist die optische Gestaltung der Leertaste: Auf dieser prangt ein Motiv aus dem chinesischen Mondkalender. Welches Motiv genau die Leertaste schmückt hängt davon ab, in welchem Jahr die Tastatur hergestellt wurde; eine freie Wahl ist meines Wissens nach leider nicht möglich. Auf der Leertaste meiner „Ducky One 3 Mini“ ist beispielsweise ein Tiger zu sehen (siehe Foto und hier für bewegte Bilder), was mir sagt, dass die Tastatur im Jahr des Tigers 2022 produziert wurde.

Auch das restliche Gehäuse der Tastatur wurde vollständig aus robustem PBC-Kunststoff gefertigt, was ich der „Ducky One 3 Mini“ jedoch im Unterschied zu der vor ein paar Wochen rezensierten „Logitech G512 X“ (siehe meine Review), die ebenfalls überwiegend aus Plastik gefertigt war, nicht übel nehme. Die Ducky wirkt im Vergleich deutlich stabiler, was auch auf ihre allgemeine Kompaktheit zurückzuführen sein dürfte. Das Tastatur-Gehäuse ist jedenfalls wunderbar starr, lässt sich auch mit etwas Kraft nicht verwinden und auch während längerer Schreibarbeiten gibt die Tastatur – im Unterschied zur erwähnten Konkurrenz aus dem Hause „Logitech“ – keinerlei Knackgeräusche oder sonstigen unschönen Geräusche von sich, die den positiven Gesamteindruck mindern könnten.

Ducky One 3 Mini

Überhaupt, das Schreib- und Tippgefühl: Mir gefällt sehr, wie sich die „Ducky One 3 Mini“ beim Tippen von Texten und Code anfühlt. Obwohl es sich, wie nun bereits mehrfach erwähnt, um eine sehr kompakt dimensionierte Tastatur handelt, besitzen die einzelnen Tasten ausreichend Auflagefläche, Grip für die Fingerspitzen und genügend Abstand zueinander, um auch von Menschen wie mir, die über größere Hände verfügen, jederzeit problemlos bedient werden zu können. Die verbauten „MX-Silver-Switches“ des deutschen Herstellers Cherry nennen zudem einen für mein Empfinden perfekten Druckpunkt sowie einen geradlinien Anschlagsweg mit konstantem Widerstand ihr Eigen, was sich sowohl beim Zocken als auch während längerer Schreibarbeiten ziemlich gut anfühlt und die Finger nicht so schnell ermüden lässt.

Die Aktivierungshöhe der verbauten Cherry-Silver-Switches liegt dabei übrigens bei 2,0 Millimetern, während ein voller Tastenanschlag bei 4,0 Millimetern ausgelöst wird. Eine Sensor-Abfragerate von 1.000 Hertz sorgt überdies für eine prompte Registrierung eines erfolgten Anschlags. Letztere sind übrigens nicht zu leise, so dass jederzeit gutes Audio-Feedback gegeben wird, aber auch nicht zu laut, was wiederum in der ein oder anderen Situation ablenken würde. Für meine Begriffe ist die Lautstärke der Tasten genau richtig.

Woran man sich nach dem Umstieg auf eine 60%-Tastatur wie die rezensierte „Ducky One 3 Mini“ auf jeden Fall gewöhnen muss, ist der Umstand, dass so ziemlich jede einzelne der insgesamt 61 verbauten Tasten – mit Ausnahme von Leertaste, Enter und R-Shift – mindestens doppelt, die meisten sogar dreifach belegt sind. So liegt auf der Taste „1“ etwa die Zahl 1, wird zusätzlich Shift betätigt, wird aus der 1 ein „!“, wird zudem noch die Functions-Taste (FN) gedrückt gehalten, wird die Taste „1“ stattdessen als „F1“ registriert. Das ist notwendig, denn die Tastatur verfügt über keine dedizierten F-Tasten; auch den SF-Area sowie ein Num-Pad sucht man dem kleinen Formfaktor geschuldet vergebens. Stattdessen kann die Funktionalität sämtlicher „fehlender“ Tasten über Tastatur-Kommandos abgerufen werden. Ein paar Beispiele für zu lernende Kommandos: Um die Taste „Einfügen“ zu drücken, muss erst die Functions-Taste gedrückt gehalten und anschließend die Taste „I“ betätigt werden, Entfernen liegt indes auf „FN + Return“, die vier Pfeiltasten hingegen auf „FN + L / , / . / -„.

Die „Ducky One 3 Mini“ verfügt außerdem über eine praktische Makro-Funktionalität. Eigene Makros können binnen weniger Sekunden angelegt werden. Wie genau das geht, kann der beigelegten Anleitung entnommen werden oder man schaut sich einfach das ein oder andere Tutorial auf YouTube an.

Ebenfalls erwähnenswert ist der „Game Mode“, mit dessen Hilfe die beiden Windows-Keys deaktiviert werden können, damit sie beim Zocken nicht mehr versehentlich das Windows-Startmenü oder den Linux Anwednungs-Starter triggern. Um beide Windows-Key zu deaktivieren, müssen „FN + Alt + Win“ für drei Sekunden gedrückt gehalten werden, bis die RGB-Beleuchtung der Tastatur zu blinken beginnt, wodurch die Aktivierung des Features visuell signalisiert. Deaktiviert wird es durch abermaliges Drücken und Festhalten von „FN + Alt + Win“.

Ducky One 3 Mini

Alles in allem schreibt es sich auf der kleinen „Ducky One 3 Mini“ ausgesprochen angenehm. Wer einen größeren Anstellwinkel der Tasten benötigt, wird sich freuen zu hören, dass die Tastatur über zwei ausklappbare Füßchen verfügt, die nicht bloß einen festen Winkel kennen, sondern sogar derer zwei. Allerdings muss ich sagen, dass der steilste Winkel, der bei der „Ducky One 3 Mini“ möglich ist, für meinen persönlichen Geschmack etwas zu viel des Guten ist. Den mittleren Anstellwinkel oder einfach nur die plan auf der Schreibtischplatte liegende Tastatur empfinde ich indes als angenehm, weshalb ich die beiden Füßchen gar nicht ausgeklappt habe. Aber ich bin mir sicher, dass selbst der steilste Winkel seine Fans finden wird. Eine Handballenauflage gibt es nicht; auch als optionales Zubehör kann eine solche nicht geordert werden.

So gar kein Fan bin ich von der Qualität der im Lieferumfang enthaltenen Standard-Key-Caps, genauer gesagt wie diese bedruckt worden sind. Ja, Hersteller Ducky hat sich – anders als etwa Logitech – löblicherweise die Mühe gemacht, die Tasten komplett deutschsprachig zu bedrucken. Die Tastatur nennt also die Tasten „STRG“, „ALT Gr“, „Bild hoch/runter“, „Druck“ und „Einfg“ und Co. ihr Eigen. Allerdings sind viele Buchstaben an ihren Konturen ausgefranst oder das Licht der RGB-Beleuchtung scheint nur ungleichmaßig hindurch, so dass es manchmal ausschaut als wären sie verschmutzt. Insbesondere bei einigen Buchstaben und Zahlen ist dies der Fall. Wer in dieser Hinsicht eher pingelig ist, dürfte einigen Grund zum Meckern finden.

Ducky One 3 Mini

Die RGB-Beleuchtung der „Ducky One 3 Mini“ ist für meine Begriffe mit das Beste, was mir bis dato bei Tastaturen untergekommen ist: Die Farben sind wirklich brillant, die Leuchtintensität super-intensiv, die Übergänge von einer Farbe in die nächste wunderbar fließend. Ein unschönes da gegebenenfalls ablenkendes Stottern oder Flackern der einzelnen LED-Leuchteinheiten findet ausdrücklich nicht statt, was ein ziemliches Upgrade zu meiner bisherigen Tastatur, einer „Vulkan Pro“ aus dem Hause Roccat (inzwischen Turtle Beach) darstellt.

Wie schon die Erstellung und Verwaltung der Makros, läuft auch die Konfiguration der RGB-Beleuchtung vollständig über Tasten-Kommandos ab, die entweder gelernt oder zumindest irgendwo griffbereit notiert werden wollen. Per gleichzeitigem Tastendruck auf FN + ALT + T kann zwischen mehreren Leuchtmodi gewechselt werden. Zur Auswahl stehen dabei Klassiker wie der berühmte Regenbogen, Farbübergänge, Regentropfen, Verläufe sowie die Möglichkeit, eigene RGB-Farbwechsel zu kreieren oder – für all jene, die es lieber etwas spartanischer bevorzugen – auch nur eine konstante Hintergrundfarbe festzulegen.

Alles in allem ist das RGB-Feature gelungen, wenngleich die Auswahl an verschiedenen Leuchtmodi vielleicht etwas größer sein könnte. Blöd: Ich habe bis dato eine App namens OpenRGB verwendet, um die Beleuchtung von Tastatur, Maus, GPU, Arbeitsspeicher, Mainboard, etc. aufeinander abzustimmen. Leider wird die „Ducky One 3 Mini“ von der App nicht erkannt und steht demnach auch nicht als konfigurierbares Gerät zur Verfügung, so dass eine perfekt-synchrone Abstimmung mit der anderen RGB-Hardware meines Systems nicht mehr länger möglich ist.

Ducky One 3 Mini

Wie eingangs dieser Produkt-Review erwähnt, kommt die „Ducky One 3 Mini“ mit einigem Zubehör im Gepäck, worunter sich u.a. diverse alternative Key-Caps und das zum Wechsel benötigte Werkzeug befinden. So kann beispielsweise die Leertaste mit Tigermotiv (siehe Foto oben) durch eine komplett schwarze ohne schmuckes Design-Element ersetzt werden. Da ich jedoch einst im Jahr des Tigers das Licht der Welt erblickte, habe ich mit der wirklich gelungenen Optik der Leertaste kein Problem. Auch für die Tasten „Enter“, „Return“ und „Escape“ finden sich Alternativen, die allesamt in so einer Art bläulich-lilanem Farbton gehalten sind. Wer mag, kann darüber hinaus die Key-Caps der Tasten „W“, „A“, „S“ und „D“ durch solche mit aufgedruckten Pfeilen ersetzen.

Ebenfalls dem Karton beigelegt wurde ein USB-C-Kabel, welches es auf eine Gesamtlänge von 1,5 Metern bringt, was mehr als ausreichen sollte, um es mit einem freien USB-Anschluss am PC zu verbinden. Zwar handelt es sich nicht um ein billiges Plastikkabel, sondern um ein gesleevtes. Allerdings macht es nichtsdestotrotz nicht den hochwertigsten Eindruck. Keyboard-Enthusiasten werden das mitgelieferte Kabel aber mit Sicherheit sowieso durch ein hochwertiges, ansehnlicheres ersetzen.

Fazit

Ganz egal, ob nun beim Schreiben längerer Texte, Coden von Spiele- und Web-Projekten oder ganz einfach beim Zocken, – die „Ducky One 3 Mini“ macht in jedem Einsatzszenario eine ausgesprochen gute Figur! Diese 60%-Tastatur verbindet ultra-kompakte Maße mit einem ansehnlichen Design, sehr guter Handhabung und einer tollen RGB-Beleuchtung. Sie wirkt hochwertig und bringt genau den richtigen Grad an Customization mit, um sie auch für Enthusiasten interessant zu machen.

Bedenken sollte man jedoch, dass diese Tastatur hinsichtlich der gegebenen Dreifachbelegung vieler Tasten sowie der zu lernenden Tasten-Kommandos eine gewisse Lernkurve ihr Eigen nennt, die gemeistert werden will, wenn man ihr volles Potenzial ausschöpfen möchte.

Alles in allem eine tolle kompakte Tastatur, die ich guten Gewissens empfehlen kann!

Ducky One 3 Mini auf ed.nozamA
Ducky One 3 Mini
Hersteller
Ducky
Kategorie
Gaming-Tastatur
Konnektivität
Kabelgebunden
Plattform
Windows, Mac OS, Linux

Positiv

Switches mit angenehmem Druckpunkt & Klang
ultra-kompakte Maße
brillante LED-Beleuchtung
Custom-Leertaste "Year of the Tiger"
läuft unter Linux

Negativ

viele Tasten dreifach belegt
billiges USB-Kabel
Design der Leertaste nicht frei wählbar
    
Letztes Update: 3. Juli 2026
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