Digitale Unabhängigkeit_

Neu          6. Januar 2026          Blog
gnubreW

In Zeiten der Trump-Wirren 2.0 wird einmal mehr offensichtlich, wie sehr sich Europa in den vergangenen Jahrzehnten abhängig gemacht hat von den Vereinigten Staaten und wie fatal das enden kann, wenn auf der anderen Seite des großen Teichs einmal ein Irrer eine Zeit lang das Ruder übernimmt.

Google, Amazon, X (ehem. Twitter), Facebook, Instagram, TikTok, Reddit, Twitch – alles immens populäre Online-Plattformen, die sich im Besitz von US-Amerikanischen Big-Tech-Unternehmen befinden. Für Europa hingegen scheinen das Web und seine Möglichkeiten, um es mal mit Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel zu sagen, nach wie vor gefühltes „Neuland“ zu sein. Wo sind sie denn, die europäischen Online-Plattformen von internationaler Relevanz, die ihre User respektieren und deren Rechte hochhalten, Datenschutz groß schreiben und keinen Raum für alternative Fakten und Hetze bieten? Was das angeht sind Europa im Allgemeinen und die Europäische Union im Speziellen quasi abgehängt und wir Europäer sehen uns zu reinen Konsumenten von Online-Werbung und Daten-Lieferanten für die genannten US-Plattformen degradiert.

Für Europa wird es höchste Eisenbahn, sich zu emanzipieren und digital unabhängig(er) zu werden!

Ich habe es schon an anderer Stelle hier im Blog geschrieben: Der einfachste Weg, sich digital von den Vereinigten Staaten zu emanzipieren und europäischen Alternativen zu Relevanz zu verhelfen, liegt im konsequenten Wechsel von US-Angeboten auf besagte europäische – oder zumindest auf Open-Source-Alternativen. Einfach mal den ersten Schritt machen und beispielsweise X, dessen Eigentümer offen von der Zerstörung der EU schwadroniert, vom Smartphone und Tablet kicken. Am besten die olle Datenkrake Facebook und das überwiegend hirntote TikTok direkt hinterher! – Wie man das und noch viel mehr mit nur wenigen Mausklicks (und ein paar Finger-Tipps) bewerkstelligt bekommt, wird auf der, wie ich finde, wirklich interessanten Website www.DI.day aufgezeigt, über die ich vor ein paar Tagen gestolpert bin. Das Kürzel „DI“ in der Domain steht für „Digital Independence“ und meint den Wechsel aus dem Reich der dieser Tage tief im Allerwertesten des Crazy-Orange-Dudes steckenden US-Tech-Bros auf die gute, die europäische Seite – hinein in die digitale Unabhängigkeit.

Ob man nun klein startet, etwa mit dem Wechsel der Browser-Suchmaschine, der in nicht mal einer Minute erledigt ist, es direkt mittel-aufwendig angeht in Form eines Umstiegs von Google Chrome auf einen Open-Source-Browser wie etwa Firefox, oder durchaus ambitioniert loslegt mit dem Wechsel des eMail-Anbieters, – so ein Sprung in die digitale Unabhängigkeit ist kein Zuckerschlecken und durchaus mit Auswand verbunden, doch langfristig lohnt er sich. Nicht nur im Hinblick auf das, was uns in den kommenden Jahren noch so erwarten dürfte.

Hier einige easy umzusetzende „Wechsel-Rezepte“ zum nachzubackennachmachen:

Für alle, die auf den Geschmack gekommen sind: Viele weitere europäische Alternativen zu US-Plattformen, Angeboten und Services, wie beispielsweise Google Maps, NordVPN, Dropbox, GitHub und Google Translate (bei den meisten Sprachen außer Englisch sind die gelieferten Ergebnisse grausam…), finden sich übersichtlich aufbereitet unter www.European-Alternatives.eu.

gnubreW
Diese Website nutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website wird der Verwendung von Cookies zugestimmt.