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InaiMathi Blog

ZTE Blade V8

ZTE Blade V8 - © ZTE Mobile

Über einen Nachschub an interessanten Smartphones kann ich mich dieser Tage nun wirklich nicht beschweren: Nachdem ich bereits Anfang des Jahres das Gigaset GS160 reviewen durfte, welches sich im Praxistest als sehr gutes Einsteiger-Smartphone entpuppt hat, landete vor einigen Tagen das ZDE Blade V8 des chinesischen Herstellers ZDE Mobile auf meinem Schreibtisch.

Zu allererst einmal sei gesagt: Ich habe nichts gegen so genannte „China-Handys“. Zwar mag dieser Ruf hierzulande nach wie vor eher negativ belastet sein, allerdings sollte man nicht vergessen, dass auch der heilige Gral der Smartphones, das iPhone aus dem Hause Apple, quasi ein eben solches ist. Der Verpackungsaufdruck „Designed by Apple in California, assembled in China“ kommt schließlich nicht von ungefähr. Wenn mich nicht alles täuscht, werden iPhone und das Blade V8 sogar vom selben Unternehmen zusammengeschraubt – nämlich von Foxconn.

ZTE Blade V8
2017, Android-Smartphone
ZDE Mobile
www.ZDEmobile.de

Kritik
Wie das bei den meisten modernen Smartphones, die dieser Tage veröffentlicht werden, der Fall ist, wird auch das ZDE Blade V8 in einem kleinen schmucken Umkarton geliefert. In diesem befinden sich neben der eigentlichen Hardware und der zugehörigen obligatorischen Betriebsanleitung (in die wohl niemals jemand einen Blick werden dürfte…) auch einige nützliche Zubehör-Utensilien. Als da wären das Ladekabel sowie ein Paar Headphones, welche zwar recht nett ausschauen, allerdings von der gebotenen Klangqualität nicht sonderlich zu überzeugen wissen. Ich für meinen Teil vertraue auch weiterhin auf meine verlässlichen Sony XBA-H1 Headphones. Kleiner Gag am Rande: Besagter Umkarton des ZDE Blade V8 lässt sich auch als „3D-Brille Light“ zweckentfremden, so man dies denn möchte.

Kommen wir zu den Specs des ZDE Blade V8 – und die können sich wirklich sehen lassen, insbesondere wenn man sie mit denen einiger deutlich teurerer Smartphones vergleicht. Beim Blade V8 handelt es sich von seinen Dimensionen her um ein wirklich großes, beinahe schon wuchtiges Handy (148,4mm hoch x 71,5mm breit x 7,7mm tief), was man vor der Anschaffung auf jeden Fall bedenken sollte. Das verbaute IPS-Display selbst bringt es auf 5,2 Zoll (13,2cm) und eine Auflösung von 1080×1920 Pixel. 1080p HD-Inhalte können somit ohne Qualitätsverlust dargestellt werden. Ebenfalls beeindruckend: Egal ob man sich auf dem Display seine neuesten Schnappschüsse, ein grafisch anspruchsvolles Game oder sonst etwas betrachtet – die Darstellung weiß zu überzeugen. Ich kann mich nicht erinnern, wann mir zuletzt ein solch fantastisches Smartphone-Display untergekommen ist!
Im Inneren der Hardware werkelt eine schnelle Qualcomm Snapdragon 435 Octa-Core Prozessoreinheit, die es auf eine Taktung von 1.4 GHz x 4 + 1.1 GHz x 4 bringt. Arbeitsspeicher (RAM) ist ebenfalls zur Genüge vorhanden, nämlich stolze 3 Gigabyte, so dass auch anspruchsvolle Apps und Games in der Regel superschnell laden und anschließend problemlos, sprich ruckelfrei laufen. Der interne 32 GB-Speicher bietet zudem ausreichend Raum für Apps, Fotos, Musik und andere Dinge, die man auf seinem Smartphone gerne mit sich herumtragen möchte. Bei Bedarf kann der Speicherplatz um bis zu 128 GB erweitert werden. Einfach im Elektronikmarkt seines Vertrauens (oder Amazon.de) eine entsprechende Micro-SD-Speicherkarte kaufen, diese in den selben Slot, in welchem auch schon die SIM-Karte(n) des Mobilfunkanbieters ihren Dienst tun, einlegen – fertig!
Darüber hinaus kann das ZDE Blade V8 mit den folgenden erwähnenswerten Features aufwarten: WLan (802.11 b/g/n), Bluetooth 4.1, GPS-Empfänger, Accelerometer, Annäherungssensor, Umgebungslicht, Hall, Gyroskop, Kompass sowie mit einem Fingerabdruck-Scanner.

Auch das Gehäuse des ZDE Blade V8 muss sich vor der Konkurrenz nicht verstecken: Der Gerätekörper wurde aus Aluminium gefertigt, während die Front aus Glas besteht. Das Display wurde übrigens nicht einfach bloß auf das Gerät „aufgepfropft“, sondern es handelt sich um ein sogenanntes Curved-Display, welches an den Ecken, bzw. den Übergängen zum Alu-Body leicht abgerundet wurde, was einen harmonischeren Übergang zur Folge hat und sich für den Nutzer angenehmer anfühlt. Zwei getrennte Knöpfe für die Lautstärkeregelung sowie der Ein/Aus-Schalter befinden sich an der rechten Geräteseite und sind – zumindest in meinem Fall – mit dem Daumen jederzeit gut erreichbar. Auch hier hat Hersteller ZDE Wert auf die kleinen aber feinen Details gelegt: Wie oft kam es schon vor, dass das Handy alles in allem zwar hochwertig verarbeitet werde, allerdings die haptischen Knöpfe lediglich aus minderwertigem Plastik gefertigt wurden, was sie enorm viel anfälliger für Defekte macht. Bei einem meiner letzten Smartphones (Motorola Moto X) wurde zum Beispiel der aus Plastik gefertigte Ein/Aus-Schalter von einem in derselben Hosentasche mitgeführtem Schlüsselbund unschön eingedrückt und beschädigt, was eine Reparatur zur Folge hatte. Apropos Haptik: Wie das iPhone setzt auch das Blade V8 auf einen Hardware-Home-Button, der sich mittels seiner farblich abgesetzten Umrandung in Chrome-Optik deutlich von der Front des Smartphones abhebt. Ebendort ist übrigens auch der erwähnte Fingerabdruck-Scanner verbaut worden. Links und rechts neben dem Home-Button befinden sich wie von Android gewohnt Schaltflächen für „Zurück“ sowie eine Übersicht sämtlicher im Vor- wie Hintergrund laufender Applikationen. Sind diese Schaltflächen verfügbar, wird dies kurz mittels Aufleuchten eines blauen Indikator-Lämpchens visuell angezeigt. Ein solches Indikator-Lämpchen befindet sich auch an der linken Stirnseite des Geräts: Dieses blinkt während laufenden Ladevorgängen und zeigt somit auch bei ausgeschaltetem Display an, wenn das Gerät wieder vollen Saft zur Verfügung hat.
Ein wenig gestört hat mich einzig und allein der CE-Aufdruck auf der Rückseite des Smartphones. Zwar ist dieser hierzulande rechtlich vorgeschrieben, allerdings haben andere Hersteller wie beispielsweise Apple bekanntlich Mittel und Wege gefunden, diesen zu „verstecken“, bzw. den Aufdruck komplett zu umgehen.

Ich für meinen Teil finde: Das Blade V8 ist durch und durch hochwertig verarbeitet, mit seinem brillanten Curved-Display und seinem Gewicht von gerade einmal 142 Gramm ein echter Handschmeichler und schaut – so viel Oberflächlichkeit muss einfach mal erlaubt sein – für ein „China-Handy“ verdammt gelungen, ja, um nicht zu sagen ziemlich sexy aus!

Das ZDE Blade V8 nennt insgesamt drei Kameras sein Eigen, die allesamt nicht etwa versteckt angebracht wurden, sondern geradezu nach Aufmerksamkeit schreien, indem sie die Optik der Smartphone-Hardware markant prägen. Als da wären jeweils eine Autofokus-Cam sowie eine Fixfokus-Cam auf der Rückseite, die es auf gute 13 Megapixel, respektive 2 Megapixel bringen, sowie eine Front-Cam (Fixfokus) für spontane Selfies oder die ein oder andere Skype-Session, welche ebenfalls mit einer 13 MP-Linse daher kommt. Die spezielle Kamera-Konfiguration des Smartphones bietet zudem einige interessante Komfort-Features, wie z.B. Autofokus-Kontrolle, Touch Autofokus, einen auf Wunsch automatisch vorgenommenen Weissabgleich, Korrektur der Helligkeit und Belichtung, sowie die Möglichkeit bereits im Voraus festlegen zu können, in welchem Format, bzw. in welcher Auflösung Fotos und Videos gespeichert werden sollen. Das Maximum liegt bei 4160×3120 Pixel für Foto- und 1080p für Videoaufnahmen.
Die eingebaute Dual-Kamera auf der Rückseite ist dabei nicht etwa eine überflüssige Spielerei für Tech-Nerds, sondern ermöglicht auch dem Otto-Normal-Nutzer einige nette Funktionen, mit denen nicht jedes Smartphone auf dem Markt aufwarten kann. So können beispielsweise Bokeh-Aufnahmen angefertigt werden, bei denen lediglich ein bestimmter Bereich der Szenerie scharfgestellt ist. Oder aber „eindrucksvolle 3D-Aufnahmen“, wie sie vom Hersteller ZDE angepriesen werden, – wobei ich eben diese wirklich für eine eher unsinnige Spielerei halte.

Kommen wir zum Akku: Dieser ist fest im Geräteinneren verbaut und bringt es auf eine Kapazität von 2730 mAh, was in meinem Fall mehr als ausreichend war, um mit lediglich einer einzigen Akkuladung durch den Tag zu kommen. Überhaupt muss ich die gebotene Akkuleistung sehr loben: Das Energie-Management des ZDE Blade V8 hat sich im Test als herausragend entpuppt, denn der Verbrauch hält sich in ausgesprochen engen Grenzen. Nach rund 12 Stunden regelmäßiger Nutzung (u.a. Browser, Twitter, Facebook, Instagram, Games, Nutzung der Kamera) brachte es das Gerät auf einen noch verbleibenden Akku-Ladestand von ziemlich beeindruckenden 55 Prozent, – das ist meiner Meinung nach Weltklasse! Laut Hersteller ZDE liegt die Standby-Zeit bei 450h, während die reine Gesprächszeit mit 19h angegeben wird. Geladen wird das Blade V8 über einen handelsüblichen Micro-USB-Anschluss, welcher sich praktischerweise an der Unterseite des Smartphones befindet.

Was immer wieder gerne vergessen wird: Mit einem Smartphone lässt sich nicht nur im Web surfen, Fotos aufnehmen und mit der ein oder anderen Apps Zeit überbrücken, – nein, mit einem Smartphone lässt sich auch hervorragend telefonieren – und das Blade V8 bildet was das angeht keine Ausnahme! Die gebotene Sprachqualität ist, egal ob auf traditionellem Wege mit dem Handy am Ohr oder in der gefühlt immer beliebter werdenden Freisprechfunktion, für meine Begriffe sehr gut. Allerdings kommt die gebotene Sprachqualität natürlich auch immer ein wenig auf den jeweiligen Mobilfunkanbieter an.

ZDE setzt bei seinem Blade V8 auf Android 7 Nougat, die neueste Version des Android-Betriebssystems. Diese bringt alle Vor- und Nachteile mit sich, die Version 7.0 halt eben so mit sich bringt. Details zu „Nougat“ lassen sich ggf. ergooglen. Nichtsdestotrotz haben es sich die Chinesen nicht nehmen lassen, das User Interface einer grundlegenden Generalüberholung zu unterziehen. Herausgekommen ist das „Mifavor-UI“ in seiner Version 4.2, das sich, wie ich finde, am besten mit „klickibunti“ beschreiben lässt. Die einen mögen es, die anderen empfinden es als grafisch nicht sonderlich gelungen, da wohl zu sehr auf den Geschmack des asiatischen Markts mit seiner zweifellos vorhandenen Vorliebe für knallig-bunten Kitsch zugeschnitten. Ich für meinen Teil habe jedenfalls sofort nach der Erstinbetriebnahme ohne größere Umwege einen alternativen Android-Launcher installiert – hier bieten sich u.a. der superbe Nova-Launcher oder alternativ Microsofts Arrow-Launcher an -, zusätzlich aus dem Google Play-Store ein ansehnliches Icon-Pack geladen und das UI mit wenigen Klicks Taps meinen Vorlieben angepasst. Beim Android-OS ist all dies glücklicherweise problemlos möglich!

Pro
+ qualitativ hochwertige Verarbeitung
+ attraktive Optik
+ leistungsstarker Prozessor & RAM
+ gute Sprachqualität
+ Dual-Kamera & Front-Cam
+ enorm lange Akkulaufzeit
+ liegt gut in der Hand
Contra
– MiFavor-UI
– CE-Aufdruck auf der Geräterückseite
– kaum Angebot an Zubehör

Fazit
Dem chinesischen Hersteller ZDE ist mit seinem brandneuen ZDE Blade V8 ein großer Wurf gelungen, wie ich finde. Das Android-Smartphone weiß mit seiner durch und durch wertigen Anmutung, attraktiven Hardware-Ausstattung sowie mit einigen interessanten Komfort-Features zu begeistern, die man sonst nur von deutlich hochpreisigeren Smartphones der Premium-Hersteller gewohnt ist. Verglichen mit den omnipräsenten Platzhirschen Samsung, Apple und wie sie nicht alle heißen ist der Anschaffungspreis von gerade einmal 269,99 Euro (UVP) ein echtes Schnäppchen. Auf keinen Fall sollte man den Fehler machen, sich vom hierzulande eher unbekannten Hersteller ZDE Mobile täuschen zu lassen und das ZDE Blade V8 als ein weiteres schnödes „0815-Budget-Handy made in China“ einzuordnen, wie Geräte dieser Art von dem ein oder anderen Experten (oder Leuten, die sich für einen solchen halten) gerne mal bezeichnet werden. Wer auf Statussymbole verzichten kann, bekommt mit dem Blade V8 ein sehr gutes Smartphone zu einem ausgesprochen grandiosen Preis, das über nahezu jeden Zweifel erhaben ist!

Da ich für getestete Hardware – und somit auch für das ZDE Blade V8 – keine finale Sertung vergebe, belasse ich es an dieser Stelle mit einer abschließenden glasklaren Kaufempfehlung!

— InaiMathi, am 17. März 2017
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