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InaiMathi Blog

WWE Encyclopedia (2nd & Enhanced Edition)

WWE Encyclopedia (2nd & Enhanced Edition) - © Brady Games

Weihnachten 2012 stand in vielerlei Hinsicht im Zeichen der WWE: So wurde ich von meiner Freundin unter anderem mit der CM Punk „Best In The World“ DVD-Box bedacht (siehe meine DVD-Kritik), durfte mir ein offizielles „Haters ♥ Me“-T-Shirt von The Miz überstreifen und mir die wunderbare „WWE Encyclopedia – 2nd & Enhanced Edition“ in mein ominöses Regal de Books stellen.

Insbesondere letzteres hat es mir angetan, denn zugegeben: Bis ich den gottgleichen Status eines WWE-Über-Fanboys erreicht habe, dauert es noch ein ganzes Weilchen. Bin erst seit vergangenem Jahr so richtig regelmäßig bei den PPVs und Shows dabei – CM Punk ftw!! – und muss mich erst noch einarbeiten in das viel zitierte WWE-Universum, dessen durchaus vorhandene Komplexität für den unbedarften Laien nicht auf den ersten Blick auszumachen ist. Die glorreiche Attitude Era der WWF ging Ende der 1990er Jahre sowieso vollkommen an mir vorbei, genau so wie die Hochzeiten der ehemaligen WCW und der von Paul Heyman aus der Taufe gehobenen ECW. Was liegt also näher, als mich mit dieser unfassbar umfangreichen WWE-Enzyklopädie ein wenig tiefer ins Wrestling-Metier einzulesen?

Im Rahmen dieser ausführlichen Buchrezension möchte ich en detail darauf eingehen, ob die „WWE Encyclopedia“ in ihrer zweiten und ergänzten Fassung wirklich nur etwas für absolute Hardcore-Anhänger der WWE, ihrer Superstars und Diven sowie des Wrestling-Sports an sich ist, wie einige behaupten, oder ob auch Wrestling-Neulinge wie ich durchaus ihre Freude mit dem dicken Wälzer haben können? – In diesem Sinne…

WWE Encyclopedia – 2nd & Enhanced Edition
von Brian Shields & Kevin Sullivan
2012, Enzyklopädie, 400 Seiten
DK Publishing / Brady Games

WWE Raw-Intro

Inhalt
„Experience the excitement of WWE in the new updated edition of WWE Encyclopedia, the definitive slam-by-slam look at the worldwide entertainment phenomenon. Get detailed histories on all of the championships, profiles of your favourite wrestlers past and present and take a look at every incredible wrestling move you have ever seen. Plus, come face to face with your favourite WWE stars including John Cena, The Rock, Kane, Triple H and many more. The updated WWE Encyclopedia is the ultimate wrestling experience, so step into the ring and get up close and personal with the superstars of WWE.“ – Quelle

Der erste Satz

„I am proud to share with you our updated and expanded encyclopedia detailing the complete history of WWE.“

WWEKritik
Es ist schon ein wahrlich gewaltiger Wälzer, den die beiden verantwortlichen Autoren Brian Shields und Kevin Sullivan und die herausgebende World Wrestling Entertainment da rausgehauen haben! Ein so umfangreiches Nachschlagewerk über die WWE, die nach wie vor populärste Wrestling-Liga der Welt, hat es meines Wissens nach bis dato noch nicht gegeben. Nun, zumindest wenn man den ähnlich umfangreichen Vorgänger mal außen vor lässt. In dieser Buchrezension soll es allerdings um die erweiterte Neuauflage der „WWE Encyclopedia – 2nd & Enhanced Edition“ gehen.

Liegt die gut und gerne 400 Seiten starke und ihren Dimensionen sehr großformatige Enzyklopädie vor einem auf dem Tisch, sticht zuallererst einmal die durchweg hochwertige Aufmachung ins Auge: Auf dem mattierten Umschlag gibt sich das Who-is-Who der WWE die sprichwörtliche Klinke in die Hand: Angefangen vom unvermeidlichen John Cena, über Randy Orton, Triple H, Steve Austin, The Miz und Brock Lesnar, bis hin zum amtierenden WWE-Champion CM Punk, dem legendären Undertaker aus Death Valley und den sexy Diven Kaitlyn und AJ Lee. Nimmt man das Hardcover aus dem Schutzumschlag heraus, kommt eine weiße Hochglanzoptik zum Vorschein, auf der schon beinahe majestätisch das ikonische Logo der WWE prangt. – Eine, in Anbetracht des Preises von gerade einmal etwas über 20 Euro, wirklich sehr, sehr hochwertige Verarbeitung, was bei Publikationen, die wie die vorliegende Enzyklopädie nun nicht gerade dem sich wie geschnitten Brot verkaufenden Mainstream zuzurechnen sind, keine Selbstverständlichkeit ist!

Auf ein recht knappes Vorwort von WWE-Chairman Vince K. McMahon folgt das Inhaltsverzeichnis, welches standesgemäß einen kompakten Überblick der Inhalte bereithält. Das nicht nur von seinen Maßen her riesige Nachschlagewerk ist dabei wie folgt gegliedert:

  • Superstars und Diven
  • WWE Studios
  • Merchandise & Memorabilia
  • WWE Referees
  • WWE on TV
  • WWE Fan-Signs
  • WWE Interviews
  • WWE Hall of Fame
  • 20-0: The Streak

WWE EncyclopediaWeiter hinten im Buch findet sich zudem eine ausführliche Auflistung jener Superstars und Diven, die es – ob ihrer Leistungen, wegen besonders guter Connections zu den Oberen der WWE, oder weshalb auch immer – in die Enzyklopädie geschafft haben. Rund 400 Wrestlerinnen und Wrestler sind es in dieser erweiterten zweiten Auflage der „WWE Encyclopedia“ schlussendlich geworden. Und als Fan der WWE kann ich guten Gewissens sagen: In diesem Werk fehlt quasi niemand, den man in irgendeiner Art und Weise vermissen könnte! Selbst Jeff Jarrett ist mit einer eigenen Bio im Buch vertreten und, ja, sogar der umstrittene Chris Benoit ist mit dabei, was angesichts der Vorkommnisse um seine Person eher die Ausnahme von der Regel ist, zumindest in offiziellen Publikationen der WWE!

Wobei… doch: Mit Damien Sandow und Antonio Cesaro glänzen gleich zwei aktuelle Superstars durch Abwesenheit. Und das, obwohl sie in so ziemlich jeder Folge der beiden WWE-Flagship Shows Monday Night Raw und Friday Night SmackDown zu sehen sind und somit eigentlich unbedingt in dieses Buch gehört hätten.

Die Wrestler-Steckbriefe umfassen, neben einem mehr oder weniger aktuellen Foto, wissenswerte Basisinfos wie Ringname, Herkunftsort und -land, die Größe, sowie – mit Ausnahme der Ladies – das in den Archiven der WWE hinterlegte offizielle Kampfgewicht, sowie die Signature Move(s) eines jeden Superstars. Des weiteren gibt’s eine Biographie in Textform, in deren Rahmen die wichtigsten und denkwürdigsten Karriere-Stationen sowie eventuelle Titelregentschaften thematisiert werden. Je nachdem, mit wie viel Rum sich ein Superstar während seiner Karriere (bereits) bekleckert hat, fallen die Biographien mal mehr, mal weniger ausführlich aus. So bekommen etwa Wrestling-Ikonen wie The Undertaker, Hunter Hearst Helmsley Triple H, populäre Gruppierungen von Wrestlern (Hallo, verehrte deutsche WWE-Kommentatoren!) aka Stables vom Schlag der legendären D-Generation X und aktuelle WWE-Aushängeschilder wie John Cena von den Autoren jeweils eine ganze Doppelseite oder sogar noch mehr Platz eingeräumt, während sich Bill DeMott oder auch eine Eve Torres, ihres Zeichens immerhin amtierende Championess der WWE Divas Devision, für gewöhnlich mit lediglich einem kleinen, unscheinbaren Platz am unteren Seitenrand begnügen müssen, was auch einige Rückschlüsse auf ihr Standing innerhalb der WWE zulässt.

Clever: Die farbliche Gestaltung der Infotexte gibt auf subtile Weise Auskunft darüber, in welchem Zeitraum der jeweilige Superstar in der WWE sein Debüt gegeben hat und hilft so immens bei der Einordnung des Gelesenen. Neben Wrestlern, den unangefochtenen Stars der WWE, werden auch weitere Angehörige des WWE-Universums beleuchtet: Etwa berühmte Ringsprecher, populäre Interviewer und geliebte Promoter wie der legendäre Paul ‚Mr. ECW‘ Heyman. Zuweilen recht merkwürdig ist übrigens die Tatsache, dass einige Wrestler gleich mehrfach aufgeführt sind, so etwa Raven, der auch in seinem Gimmick Johnny Polo vertreten ist, – naja.

WWE EncyclopediaCool sind regelmäßig eingestreute Datentabellen und ausladende Timelines, welche sich mit bedeutenden Storylines und Titelwechseln innerhalb der WWE befassen und diese nachvollziehbar machen. So existieren beispielsweise mehrere informative Auflistungen, wie, wann, wo und von wem zu wem der WWE Championship-Belt gewandert ist (siehe Foto), oder aber wie sich ein spezielles PPV-Event, etwa die alljährlich abgehaltene Wrestlemania, über all die Jahre seines Bestehens hinweg entwickelt hat. Natürlich komplett mit der Angabe der jeweils abgehaltenen Main-Events, den aus ihnen hervorgangenen Siegern und gegebenenfalls den daraus resultierenden Titelwechseln.

Schade ist lediglich, dass die Aktualität der Ausgabe scheinbar im Zeitraum des ersten Quartals 2012 aufhört, was merkwürdig ist, handelt es sich bei der hier rezensierten Ausgabe der „WWE Encyclopedia“ doch immerhin um die zweite, den Autoren zufolge gegenüber der Erstausgabe deutlich erweitere Fassung, welche erst Ende vergangenen Jahres herausgebracht wurde. Außerdem rühmen sich die Macher damit, gegenüber der ursprünglichen Ausgabe annähernd 400 neue Einträge ergänzt zu haben. Da ich jedoch nicht im Besitz besagter Erstauflage der Enzyklopädie bin, kann ich beide Versionen leider nicht miteinander vergleichen, um herauszufinden, wo genau besagte 400 Einträge und Ergänzungen zu finde sind.

Was ihre Anmutung anbelangt, präsentiert sich die WWE-Enzyklopädie, wie eingangs bereits angedeutet, überaus wertig! Das Layout der einzelnen Seiten und die gesamte Aufbereitung der Informationen und Statistiken kommen dabei sehr amerikanisch daher; auf eine angenehme Art wirkt die „WWE Encyclopedia – 2nd & Enhanced Edition“ sogar ein bisschen retro und oldschoolig: Große Fotos der Superstars und Diven, Textkästen, ausladende Grafikelemente und sontiger Schnick-Schnack dominieren das Seitenlayout des Buches. Das ist wie geschrieben gut so und spiegelt einfach diesen unverwechselbaren Stil wieder, welcher sich durch so ziemlich jede US-Sportpublikation zieht und sich so angenehm vom hiesigen Standard unterscheidet. Am besten einfach darauf einlassen und – wie ich – für gut befinden!

Fazit
Die „WWE Encyclopedia – 2nd & Enhanced Edition“ aus der Feder von Brian Shields und Kevin Sullivan ist ein unglaublich informatives wie durch und durch hochwertiges Nachschlagewerk zu all things WWE-Wrestling geworden, und ein echter Hingucker in jedem Bücherregal. Die Publikation widmet sich in noch nie dagewesenem Umfang den Superstars der größten und populärsten Wrestling-Liga der Welt, so dass man es ohne zu übertreiben als neues Standardwerk in Sachen World Wrestling Entertainment bezeichnen und es ausnahmslos jedem Fan nur wärmstens ans Herz legen kann. Auch wenn man den angepriesenen Teil mit der Aktualität nicht so genau nehmen sollte. – Anhänger von CM Punk, John Cena, The Miz und den anderen Superstars aus der WWE und einfach alle, die sich ein wenig eingehender mit dem Thema Wrestling beschäftigen wollen, können bedenkenlos zuschlagen: Ein in jeder Hinsicht grandioses Buch!

— InaiMathi, am 11. Januar 2013

WWE Encyclopedia (2nd & Enhanced Edition)

Genre: Sachbuch
Veröffentlichung: 2012
Umfang: 400 Seiten
Verlag: Brady Games
Autor: B. Shields & K. Sullivan
Wertung
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