IM     Twitter     Instagram     Reddit     YouTube     Twitch

InaiMathi Blog

WordPress 3.6.1: Zahlreiche ‚Unknown Search Terms‘ im WP-Backend? Google ist schuld!

WP LogoSeit ich vor gut und gerne dreieinhalb Jahren InaiMathi.de und in der Zwischenzeit auch diverse weitere Projekte ins Leben gerufen habe, interessiere ich mich sehr für das Reizthema SEO und insbesondere für die Art und Weise, wie Besucher meinen Blog im World Wide Web gefunden haben.

Ein paar Stammleser dürfte ich haben, ab und an gelangt auch mal jemand über einen geschickt gesetzte Link auf irgendeinem meiner Social Media Profile oder in einem Forum hierher. Die meisten Besucher gelangen allerdings via Google, Bing, Yahoo und Co. – sprich: über eine Suchmaschine hierher. Viele sind auf der Suche nach dem InaiMathi Font, andere suchen nach hilfreichen How-To Guides zum Thema Abnehmen oder dem Einbau eines Abblendlichts, und ganz andere wiederum tippen – offenbar wild wedelnd – höchst versaute Suchphrasen in ihre Google-Suchmaske ein. Die besten von ihnen trage ich übrigens in meiner Reihe „Best of Google Search“ zusammen.

Als Analysetool kommt hier im Blog jedoch schon lange nicht mehr das im Web quasi omnipräsente Google Analytics zum Einsatz (bin ja bekanntlich kein allzu großer Google-Freund), sondern stattdessen das „My Stats“-Plugin von WordPress.org. Dieses lieferte mir in den vergangenen Monaten und Jahren stets zuverlässig tagesaktuelle Statistiken zu meinen diversen Websites und Blogs ins Haus Backend. Doch seit einigen Tagen, genauer gesagt seit Mitte September tritt immer häufiger ein Problem auf, das mir nicht gefällt: Immer häufiger werden die von meinen Besuchern (also euch) verwandten Suchbegriffe nicht mehr korrekt angezeigt. Stattdessen heißt es immer öfter nur noch „Unknown Search Term“ und die Zahl hinter dem Link schwingt sich in immer luftigere Höhen auf. Und das ist nicht für mich als SEO-Junkie nicht absolut hinnehmbar! Vor ein paar Tagen etwa wurden über einen Zeitraum von 24 Stunden hinweg lediglich ganze zwei (!) Suchbegriffe identifiziert und entsprechend aufgelistet, während sensationelle 57 (!) unter „Unknown Search Terms“ gelistet wurden. Skandal!

Nun habe ich mich umgeschaut und bin dabei auf einen interessanten Post eines WordPress-Engineers gestoßen, worin es heißt, dass der Grund, weshalb das „My Stats“-Plugin seit einigen Tagen nicht mehr so zuverlässig arbeitet wie eigentlich gewohnt, wohl an einer neuen Methode liegt, wie Google Suchanfragen an seine Server übermittelt. Dies geschehe, so heißt es, neuerdings (lies: seit Googles Hummingbird-Update) immer öfter verschlüsselt, weshalb die verwendeten Suchbegriffe nicht mehr länger vom WP-Plugin ausgelesen und analysiert werden können. Bye bye, Keyword Data! Die Absicht dahinter mag eine durchaus gute sein, – für jemanden, der einfach nur ein wenig Analyse betrieben möchte, um seinen Blog entsprechend optimieren zu können, ist’s natürlich extrem doof.

Hier der interessante Teil des Blue-Posts im Wortlaut…

Very recently, Google started to rapidly expand the number of searches that it encrypts, which results in a higher proportion of “Unknown search terms” in your stats. According to some sources, this expansion will eventually result in encryption of all Google searches, so keywords may no longer be accessible.

This is being done for privacy reasons by Google when someone searches at Google.com, before a visitor arrives at your WordPress.com site. Therefore we don’t have any way to unhide the search terms.

Und wie es ausschaut, wird sich an diesem grundlegend doofen Status quo mittelfristig nicht mehr allzu viel ändern. Interessant wäre, ob Google Analytics nach wie vor Zugriff auf die übermittelten Keyword Data hat, quasi um das hauseigene Produkt noch ein wenig mehr zu pushen. Wenn dem so sein sollte, sollte ich mittelfristig vielleicht dann doch mal über einen Umstieg nachdenken, denn ein WordPress-Statistik-Plugin, welches nach wie vor zuverlässig arbeitet, ist mir nicht bekannt. Ebenfalls nicht uninteressant: Suchanfragen, die nicht über Google, sondern via Bing, Yahoo und wie die weitere nischige Konkurrenz so heißt, laufen, werden in gewohnter Manier ausgewertet, was damit zu tun haben dürfte, dass sie im Unterschied zu Google eben nicht verschlüsselt übermittelt werden. Hm…

Update, 9. Oktober 2013
Google Analytics funktioniert tadellos. Verrückt.

— InaiMathi, am 3. Oktober 2013
Der Artikel hat Dir gefallen? Dann unterstütze InaiMathi.de, indem Du demnächst über diesen Link bei Amazon.de einkaufst.  ➞