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Profesionell Redder Van De Prinsessen. Een halve dag.
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Wird Michael Schumacher von Mercedes AMG sabotiert?

Seit Daimler Anfang der Saison 2010 wieder mit einem eigenen offiziellen Werksteam in der Königsklasse des Motorsports vertreten ist, bin ich begeisterter Anhänger von Mercedes GP Mercedes GP Petronas Mercedes AMG, der “deutschen F1-Nationalmannschaft” in der Formel 1. Denn es klingt schon ziemlich geil: Deutsches Team, ein Motor mit ordentlich Pferdestärken unterm Kolben und Technik aus überwiegend deutschen Landen sowie Nico Rosberg (Wiesbaden) und Rekordweltmeister Michael Schumacher (Kerpen bei Köln) als Fahrerpaarung – eine schlagkräftige Kombination, die Grand Prix-Erfolgen und irgendwann auch einem Weltmeistertitel würdig erscheint. – Zumindest in der Theorie. In der Realität sieht die Sache, wie der geneigte F1-Fan inzwischen sicherlich mitbekommen haben dürfte, ein wenig anders aus.

Während Nico Rosberg im dritten Rennen der Saison 2012 in Bahrain  endlich seinen ersten triumphalen F1-Grand Prix-Sieg ever feiern konnte und auch sonst durch die Bank Punkte für die Silberpfeile einfährt, klebt seinem Teamkollegen Schumacher, wie schon in den beiden Jahren zuvor, das Pech an den Hacken: Gerade einmal zwei mickrige Punkte auf dem Konto sprechen eine deutliche Sprache. Dass es für ihn in diesem Jahr so schlecht läuft wie noch niemals zuvor in seiner bisherigen Karriere, liegt jedoch keinesfalls an ihm, sondern an fünf technischen Defekten geschuldeten Ausfällen in bisher sieben Saison-Rennen. Es ist unfassbar: Wenn an einem der beiden Mercedes AMG ein Defekt auftritt und sei er noch so trivial, dann mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit am Monoposto mit der Startnummer 7 von Michael Schumacher! Die Frequenz der Ausfälle erinnert mich beinahe schon fast an seine erste Saison in Diensten von Ferrari, die als das Seuchenjahr 1996 in die Analen eingegangen ist.

Und ich frage mich nicht erst seit gestern: Wie kann es sein, dass bei Schumacher in schöner Regelmäßigkeit die Technik ihren Geist aufgibt (etwas, was in der heutigen Formel 1, in der auf Teufel komm raus auf die Standfestigkeit der Boliden geachtet wird, ein absolutes No-Go darstellt), vor dem Start grundlegend falsche Taktik-Entscheidungen getroffen werden und auch sonst nur recht wenig zusammen passt, während Rosberg weder das eine noch das andere zu beklagen hat – ganz im Gegenteil: Für ihn scheint es die mit Abstand erfolgreichste Saison seiner Karriere zu werden.
Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug versucht zwar händeringend, die sich bei Schumacher ganz allmählich aufschaukelnden Wogen zu glätten, spricht nach wie vor von Vertrauen zum und Zusammenhalt im Team, doch ich nehme ihm dies alles schon lange nicht mehr ab. Ganz ehrlich: Bei ihm müssen die Alarmsirenen doch langsam aus dem Dauerschellen nicht mehr rauskommen, denn: Die permanente Negativpresse kann gewiss nicht im Sinne der deutschen Motorsport-Ikone Michael Schumacher sein, der wie zu hören ist, seinen Vertrag doch tunlichst um zwei oder drei Jahre verlängern soll, und noch viel mehr sollte es im Sinne von Mercedes-Benz sein, die eigene Premium-Marke als der strahlende Stern zu präsentieren, der sie nun mal ist, und nicht als chronisch vom Pech verfolgtes Pleiten-Pech-und-Pannen-Team.

Ich lehne mich an dieser Stelle nun einfach mal ganz weit aus dem ungeöffneten Fenster und behaupte, dass da in den Reihen von Mercedes AMG nicht alles mit rechten Dingen zu geht. Denn: Man lasse sich die folgende Auflistung mal auf der Zunge zergehen…

  • Australien – Getriebeprobleme
  • China – nicht festgezogenes Vorderrad
  • Bahrain – Seilzug am Heckflügel defekt
  • Monaco – Benzinzufuhr streikt
  • Kanada – klemmender Heckflügel
  • to be continued…

Bewusste Sabotage gegen Michael Schumacher?

Schumacher hat in seiner über zwanzigjährigen Formel 1-Karriere viel erreicht. Mehr als jeder andere Grand-Prix-Pilot in der Geschichte des Motorsports. Niemand hat mehr Rennsiege auf dem Konto (91), keiner fuhr mehr Pole Positions heraus (69), nicht viele gingen mit ihren Kontrahenten (Hill, Villeneuve, Häkkinen, u.a.) härter um und machte sich in Folge dessen bei eben diesen und den konkurrierenden Teams unbeliebter als Michael Schumacher. – Es folgen drei gute Gründe, weshalb “Schumis” Rennen von niemand geringerem als seinem eigenen Team, und ich meine hier nicht Mercedes AMG in Gänze, sondern lediglich einzelne Teammitglieder, sabotiert werden könnten:

Britisches Team
Im Grunde könnte man sagen, die deutsche Nationalmannschaft in der Formel 1, als welche Mercedes AMG immer mal wieder gerne bezeichnet wird, ist eine Mogelpackung. Der Rennstall hört zwar auf den Namen Mercedes AMG, doch seinen Sitz hat er nicht etwa in Stuttgart oder sonst wo in Deutschland, sondern im kleinen beschaulichen Brackley, GB. Der überwiegende Teil der Mechaniker besteht aus Briten, die, wie man allgemein hin weiß, auf Deutschland und insbesondere auf den siebenmaligen Weltmeister nicht sonderlich gut zu sprechen sind. Wieso also nicht dem alten “Feind” für die vielen, vielen Jahre, in denen Briten in der Formel 1 quasi nicht allzu viel gerissen haben und lediglich Dank eines Schotten (und nach Schumachers Beinbruch in der Saison 1999 auch Dank eines Iren) Erfolge einfuhren, nachträglich eins auswischen?

Rubens Barrichello
Der lustige Brasilianer hat nie überwunden, dass er bei Ferrari die glasklare Nummer 2 war und in all den Jahren dort nie einen Hauch einer Chance gegen die Klasse eines Michael Schumacher hatte – es sei denn, man lies ihn gewinnen. Selbiges gilt im Übrigen auch für die Zeit bei Brawn GP, als er erneut in einem Siegerauto saß, jedoch auch gegen Jenson Button klar den kürzeren zog. Und so heult er sich in schöner Regelmäßigkeit öffentlichkeitswirksam aus, lässt kein gutes Haar an Schumacher und seiner Zeit bei Ferrari und stichelt unermüdlich immer weiter und weiter und weiter – auch wenn es inzwischen keine Sau mehr interessiert. Ich kann mir vorstellen, dass es ihm gelungen ist, das ehem. Honda- und Brawn GP-Team Zeit seines Wirkens dort mit seinen ständigen Hasstiraden, etc. gegen Schumacher einzustimmen.

Jock Clear
Jock Clear ist mittlerweile Renningenieur von Michael Schumacher und somit einer der engsten Vertrauten des Kerpeners bei Mercedes AMG. Clear ist bereits seit längst vergangenen BAR-Honda-Zeiten im Team und führte Jacques Villeneuve (1997) zu seinem WM-Titeln. Letzterer ist nach wie vor einer von Schumachers Erzrivalen und ich kann mir gut vorstellen, dass die Privatfehde der beiden, die nicht erst seit dem Saisonfinale 1997 im spanischen Jerez deutlich an Brisanz gewonnen hat, ziemlich oft thematisiert wurde. Zudem war Clear in der Saison 2009 als leitender Renningenieur von Rubens Barrichello tätig, was dem ganzen zusätzlich Pfeffer gibt.

Ja, ich weiß, der Vorwurf der Sabotage ist gewagt und die von mir angeführten Gründe für eine teaminterne Verschwörung sind recht populistischer Natur. Und dennoch: Um ein höchst fragiles Gefährt wie einen Formel-1-Monoposto zu sabotieren, braucht es nicht viel. Eine lockere Stellschraube hier, ein etwas älteres Teil da und schon ist das Rennen für den Fahrer ruiniert. Das bringt gegebenenfalls auch eine einzelne Person zustande. Zumal die zuweilen unfassbar wirr anmutenden Taktikentscheidungen von Schumachers Team am Kommandostand tun ihr Übriges dazu beitragen, das Schlamassel perfekt zu machen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch in einer Hightech-Sportart wie der Formel 1 vereinzelte Wirrköpfe gibt, die nicht davor zurückschrecken, solche Aktionen zu bringen, um für sich persönlich – oder warum auch immer – Genugtuung zu erfahren. – Warum also nicht auch in den Reihen von Mercedes?

Bleibt zu hoffen, dass dem nicht so ist und Schumachers beinahe schon unheimliche Pechsträhne endlich ein Ende findet! Am besten schon beim nächsten Rennen, dem Großen Preis von Europa in Valencia.

2 Kommentare

  1. Wilhelm Schmitz sagt:

    Michael wäre besser zu einem richtigen Rennstall gegangen, sei es Lotus oder Sauber oder oder.
    Wir werden nie erfahren wie er über die vergangenen 3 Jahre bei Hauk und den “Mitspielern” denkt, dazu ist er zu professionell —
    Arm ist es, wie er dann abgesägt wurde und Hamilton wird für ein Podium jetzt auch 1 – 2 Jahre warten müssen.
    Habe mir vor 8 Monaten gerade einen CLS AMG gekauft — peinlich,peinlich ich denke mal ich werde Ihn eintauschen gegen Panamera Porsche… und wenn es nur ein stiller Protest ist.
    Formel eins war für mich nur interressant in der MSC – Zeit nun werde ich meine Wochenenden wieder freier gestalten können ( auch nicht übel)
    und Michael wünsche ich viel Glück mit seiner Familie für die Zukunft — und — keine Motorradrennen mehr.
    Wenn ich Ihn mal antreffe werde ich mich gerne mit Ihm mal darüber unterhalten – über die UNZULÄNGLICHKEITEN – der Mercedes AMG Rennspieler

    Grüße
    W Schmitz

  2. Markus sagt:

    Würde ich so unterschreiben. Bis auf den Teil von wegen Lewis Hamilton müsse sich auf eine längere Durststrecke einstellen…

    Ich persönlich bin der festen Überzeugung, Mercedes hat für kommendes Jahr irgendeinen Trumpf in der Hinterhand, der ihnen einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz beschert. Warum hätte ein Fahrer wie Hamilton, der bei McLaren quasi im gemachten Nest saß, sonst für drei Saisons unterschreiben? Nur wegen des höheren Gehalts? Selbst ihn schätze ich nicht als so raffgierig ein!

    Nein, ein Traditionsrennstall wie der mit dem Stern wird sich ganz sicher auf Dauer nicht mit solch desaströsen Ergebnissen wie denen der letzten drei Jahre zufrieden geben. Dass der Wille vorhanden ist, langfristig wieder oben mitzumischen, sieht man schon allein daran, dass Daimler die noch fehlenden 40 Prozent Anteile am Team erst neulich (zurück-)gekauft hat. Das ist ein ziemliches Commitment. Die wollen in der Königsklasse was erreichen, ganz eindeutig!

    Ob sie’s schaffen werden? Man wird sehen. Ich als Mercedes-Fan und -Fahrer würd’s ihnen auf jeden Fall wünschen!

Heul nicht, sag was!

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