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Profesionell Redder Van De Prinsessen. Een halve dag.
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Über Amazon, den Kindle und das vernachlässigte Y-Chromosom

Kindle-Leser haben’s besser: In schöner Regelmäßigkeit streift Amazon sich die Spendierhosen über und stellt exklusiv für Kunden, die – wie ich – einen Amazon Kindle E-Reader ihr stolzes Eigen nennen, kostenlose E-Books zum Download bereit. Etwas, wovon die Fruendin mit ihrem Sony Reader nur träumen kann! So gab es beispielsweise zu Ostern gleich fünf oder sechs E-Books als Geschenk, zu Beginn der Euro 2012 konnte man sich, wenn man denn wollte, drei gratis E-Books zum spannenden Thema Fußball runterladen, und heute erreichte mich per Mail der Hinweis, dass ich mir irgendeine olle Liebesschmonzette laden kann (deren Titel ich schon wieder verdrängt habe), da in ein paar Wochen der Nachfolgeband (dessen Titel ich ebenfalls schon wieder aus meinen Gehirnwindungen verbannt habe) bei Amazon.de erscheint. Cool cool.

So weit, so gut. Ich finde es wirklich großartig von Amazon, seine Kunden regelmäßig mittels solcher Goodies bei Laune zu halten – und in vereinzelten Fällen eventuell auch daran zu erinnern, dass sie sich vor Monaten mal einen solchen in meinen Augen wirklich sehr praktischen Reader zugelegt haben. Allerdings, und damit komme ich langsam aber sicher zum eigentlichen Grund dieses Postings hier, platzt mir langsam aber sicher der Kragen / die Hutschnur / whatever, denn:

Hier, Amazon! Wie wäre es, wenn ihr euch auch mal um eure Kindle-Leser, im Sinne von: die männlichen Besitzer eures Readers, ihr wisst schon, die mit dem ultrastylischen Y-Chromosom im Gencode, scheren würdet, anstatt alibimäßig alle Jahre mal mit paar billigen Fußball-Nachschlagedingern anzukommen, die eh kurz nach dem Laden gleich wieder gelöscht werden?

Ja, mir ist durchaus bewusst, dass wir Männer in der absoluten Minderheit sind. Das hat das heutzutage immer gehobener anmutende Hobby Literatur, welches, wenn man sich “da draußen” mal umschaut, allgemein hin eher die holde Weiblichkeit anzieht, halt eben so an sich. Allerdings ist es für mich als männlichen Leser, der durchaus regelmäßig und gerne zum Kindle greift, einfach absolut frustrierend zu sehen, dass in schöner Regelmäßigkeit von Amazon Gratis-Lektüre rausgehauen wird, und ich im Grunde nix davon habe. Ganz einfach, weil ich nicht auf irgendwelche billige Herzschmerzschmonzetten Marke Megakitsch, Chick-Lit oder ähnlich geartete Bücher stehe, sondern stattdessen bevorzugt zu Sachbüchern, Belletristik, Thrillern und Horror greife, wie man an meinen Regal de Books und an den von mir bisher rezensierten Büchern erkennen kann.

Was ist so schwer daran, Leserinnen und Lesern unterschiedliche E-Books zur Verfügung zu stellen? Ich meine, da ich meinen Kindle, wie u.a. in meiner ausführlichen Produkt-Review zum Kindle geschildert, noch bevor ich zum eigentlichen Einrichten kam bei Amazon.de registrieren musste und mit meinem in deren Datenbank eh bereits vorhandenen Kunden-Account verbunden habe, müsste doch ein solches, nach Geschlechtern separiertes Angebot ohne weiteres möglich sein. Oder etwa nicht?

Natürlich wäre ein solches Angebot mit höheren Aufwendungen seitens Amazon verbunden, immerhin müsste ein alternatives Line-Up für die Männer der Schöpfung organisiert und lizensiert werden, aber mein Gott. Deren Geschäft boomt nach wie vor – wofür nicht ganz unerheblich auch das Kindle-Produkt Line-Up sowie der Handel mit E-Books verantwortlich sein dürften. Warum also nicht einfach mal selbstlos etwas zurückgeben, hm?

Heul nicht, sag was!

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