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InaiMathi Blog

Starke Neuzugänge: Utah Jazz verstärken sich mit George Hill, Joe Johnson & Boris Diaw

Utah JazzOk, nachdem Anhänger der Utah Jazz beim diesjährigen NBA Draft nicht allzu viel zu feiern hatten – um nicht zu sagen: gar nichts -, hat sich das Blatt inzwischen grundlegend gewendet. In den vergangenen Tagen wurden vom Front-Office in Person von General-Manager David Lindsey einige wichtige Weichenstellungen vorgenommen, die mich als Jazz-Fan optimistisch in die Zukunft blicken lassen.

Zum einen, wurden mit George Hill (PG), Joe Johnson (SG/SF) und Boris Diaw (PF/C) drei Neuzugänge präsentiert, allesamt erfahrene NBA-Veteranen, die dem nach wie vor sehr jungen, unerfahrenen Jazz-Roster eine gewisse Tiefe verleihen, so dass man beim Rotieren nicht mehr allzu oft ins Schwitzen kommen sollte. Während der Trade von Hill, sowie die FA-Verpflichtung von Joe Johnson bereits seit einigen Tagen durch die Medien geisterten, hatte ich Rudy Goberts Nationalmannschafts-Kollegen Boris Johnson so überhaupt nicht auf dem Schirm.

Darüber hinaus haben sich die Jazz von zwei ihrer bisherigen Stars getrennt, beziehungsweise deren Verträge nicht verlängert und sie dementsprechend ziehen lassen: Trevor Booker, der mit wegen seiner teils spektakulären Spielweise fehlen wird, trägt ab sofort das Jersey der Brooklyn Nets, während Trey Burke, den ich seit allerspätestens der abgelaufenen Saison nur noch als Altlast empfunden habe, ab der kommenden Saison für die Washington Wizards als Point Guard fungieren wird. Ebenfalls nicht mehr länger ein Jazzman ist Oliver Hanlan. Dessen Rechte wurde im Rahmen des Diaw-Trades an die San Antonio Spurs übertragen.

Im Falle von Shelvin Mack, der erst im Frühjahr 2016 von den Atlanta Hawks nach Salt Lake City gewechselt war, haben die Jazz zudem eine Option gezogen, mit der sie den Point Guard eine weitere Spielzeit an sich gebunden haben. Kann man verstehen, immerhin braucht’s einfach einen verlässlichen PG #3, welchen er hinter Hill und dem zurückgekehrten Langzeitverletzten Dante Exum sicherlich abgeben wird.

Unklarheit herrscht derzeit noch bezüglich des deutschen Centers mit den „eigenwilligen Shooting-Mechanics“: Tibor Pleiss. Der wird mit Sicherheit keine weitere Saison mehr im Farmteam der Utah Jazz versauern abhängen wollen. Entsprechendes hat er unlängst im Rahmen eines Media-Interviews angedeutet: „For me, last year was really good to get some experience to improve in the D-League, to get some playing time and get used to the American style of basketball. So it was really cool last year, but now I really want to attack and focus on [the NBA] next season“, lässt der 27-Jährige im Gespräch mit der „Salt Lake Tribune“ wissen. Ob seine durch die Bank guten Performances in den Summer-League-Partien jedoch wirklich für den No.3-Spot hinter Gobert und Diaw ausreichen, weiß derzeit wohl nur Jazz-Headcoach Quin Snyder.

Für die Zeit bis zum Start des ersten Trainingslagers, welches wohl Anfang September steigen wird, hat Lindsey nun erst einmal ein paar ruhigere Tage verordnet. Bis dahin werde „wohl nichts mehr passieren“, so Lindsey, den man, wie ich finde, für die bisherige bärenstarke Transferphase absolut beglückwünschen kann. Ich für meinen teil kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einer neuen NBA-Spielzeit so dermaßen optimistisch entgegen geblickt habe.

In diesem Sinne: GO JAZZ GO!!

— InaiMathi, am 9. Juli 2016
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