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InaiMathi Blog

SPAM-Ablagerungen auf dem Server!

WP LogoGestern Abend, ich scrollte mich gerade bei Tumblr durch eine nicht enden wollende Flut von Pics der sexy Planeswalkerin Chandra Nalaar und dachte an nichts böses, kam es zum absoluten Supergau: der Speicherplatzbedarf von InaiMathi.de und der angeschlossenen PHP-Datenbank überstieg den von meinem Hoster zur Verfügung gestellte Rahmen, – oder mit anderen Worten: der Server war voll! Nichts ging mehr: Weder konnte ich einen neuen Post veröffentlichen, noch einen alten bearbeiten oder zumindest am Template Änderungen vornehmen. Im Backend meines Hosters wurde ich von der freunlich, aber bestimmt formulierten Aufforderung begrüßt, doch schleunigst dafür zu sorgen, dass die Dateien, die für die „Überfüllung“ verantwortlich sind, vom Server verschwinden, sonst werde mir ein weiteres jährliches Upgrade des Speicherplatzes berechnet.

Puh! – Der Abend war quasi gelaufen. Um nicht zu sagen: im Arsch! Denn anstatt mich gemütlich auf die Couch zu flätzen und mich entweder weiter „Bioshock Infinite“ hinzugeben (grandioses Spiel übrigens!) oder aber in „Magic – The Gathering 2013“ (das ich als nicht viel weniger grandios empfinde) ein wenig durchs Multiversum zu planeswalken, stand nun die Fehlersuche samt unmittelbar angeschlossener Aufräumarbeiten an. Das Problem, mit dem ich mich konfrontiert sah, war nur: Wo sollte ich anfangen? Was, verdammt nochmal, könnte bitte dafür gesorgt haben, dass die Datenbank meines Webservers von heute auf morgen, quasi über Nacht, zugemüllt wurde ohne dass ich persönlich Hand angelegt hatte?! – Nun, im Prinzip lag es auf eben dieser: die Spam-Kommentare mussten es sein! Seit einigen Wochen sieht sich InaiMathi.de, bzw. meine Wenigkeit mit einem massiven, von seiner allgemeinen Beschissenheit stetig weiter steigenden SPAM-Problem konfrontiert. Tagtäglich trudeln zig hundert SPAM-Kommentare im WordPress-Backend ein, von denen ein Großteil zwar von Akismet abgefangen und wenig später auch gelöscht wird und somit gar nicht erst groß in Erscheinung tritt, allerdings – und jetzt wird’s interessant – nichtsdestotrotz in der Datenbank aufschlagen und diese mit der Zeit immer weiter zumüllen, bis – wie in meinem Fall geschehen – irgendwann nichts mehr geht, bzw. das gebuchte Speicherplatz komplett belegt ist und der Hoster somit auf automatisierter Basis die sprichwörtliche Reißleine zieht.

Da der Support um diese Uhrzeit nicht mehr zu erreichen war und ich mich händeringend um mein durchaus gutes Ranking bei Google sorgte, informierte ich mich, wie ich denn mal innerhalb meiner Datenbanken auf dem Server umschauen kann. Dies ist, im Unterschied zu so manch anderem Webhosting-Anbieter, nämlich nicht von Haus aus möglich, sondern erfordert die Installation, bzw. das aufspielen diverser Tools. – Und diese Tools hätte ich wirklich sehr gerne aufgespielt, allerdings war mir dies aufgrund des komplett zugemüllten Servers nicht möglich. Also schaute ich noch einmal ins Backend meines Blogs und dort in den Kommentarbereich, Unterordner Spam. Und siehe da: über 17.500 SPAM-Kommentare (!) hatten sich dort innerhalb der letzten paar Tage (!!) angesammelt, die alle darauf warteten, von Akismet endgültig ins Nirvana geschickt zu werden. Mit einem simplen Knopfdruck auf „Spam leeren“ war dies erledigt – und ich dachte, gelte ebenso für mein Speicherplatz-Problem. – Doch Pustekuchen! Denn wie ich relativ schockiert feststellen musste – nein, mir war dieser Umstand bis dato absolut nicht bewusst -, ist die Löschung eines SPAM-Kommentars im WordPress-backend nicht gleich der Löschung von eben diesem in der Datenbank auf dem Server! Sprich: Während ich über all die Jahre immer weiter gelöscht habe, bzw. von Akismet habe löschen lassen, wurde die Datenbank durch diese vermeintlich gelöschten SPAM-Kommentaren immer weiter zugemüllt, bis schließlich – wie gestern geschehen – nix mehr ging. Noch einmal, und dieses Mal bitte von irgendwo Stift und Papier organisieren, mitschreiben, das Zettelchen anschließend rahmen lassen (oder alternativ bei IKEA einen günstigen Rahmen besorgen; hier bietet sich insbesondere der „Nyttja“ an) und übers Stille Örtchen hängen:

Wer denkt es reiche aus, SPAM-Kommentare nur im WP-backend zu löschen, der irrt. Und zwar gewaltig!

Mit irgendeinem WordPress-Update, es muss kurz vor der Einführung der revolutionären Version 3.0 gewesen sein, wurde entschieden, dass das Löschen von SPAM, etc. im Backend nicht mehr länger den Server, bzw. die auf eben diesem betriebene Datenbank betreffen darf, was bedeutet, das im Backend gelöschte SPAM-Kommentare nicht – ich wiederhole – nicht auch automagically aus der Datenbank gelöscht werden. Das gilt übrigens nicht nur für Kommentare, sondern für so ziemlich alles, was über das WP-Backend administriert werden kann: angefangene Posts, die irgendwann „in den Papierkorb“ verschoben und später von dort gelöscht wurden, weil man nach einer Schreibflaute einfach nicht mehr wusste, worauf man ursprünglich hinaus wollte, angelegte jedoch (z.B. wegen eines eingeschlichenen Rechtschreibfehlers) nie verwendete Tags, sinnlose Seitenvorlagen und eben gelöschte Kommentare. Dieser ganze Trash (und btw noch weitaus mehr) sammelt sich über all die Wochen, Monate und ggf. auch Jahre in der Datenbank an und sorgt dafür, dass der in Anspruch genommene Speicherplatz immer weiter zunimmt, obwohl am Blog so gut wie keine gravierenden Änderungen vorgenommen werden!

Ich entschied mich für die radikalste Lösung, die mir auf die Schnelle (und in meiner allgemeinen Aufgebrachtheit) so in den Sinn kam: Backup ziehen, dann den Server komplett leerräumen und die Datenbank löschen und anschließend den Blog komplett neu aufsetzen. – Ok ok, ich beschreib’s die Tage noch ein wenig ausführlicher, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht der einzige Blogger bin, der jemals in diese Situation kommen wird. Nachdem dies erledigt war, war ich schon ziemlich nervös, als ich mich daran machte, einen Blick auf meine Serverstatistik zu werfen: Hatte die von mir eilig verordnete Radikalkur Wirkung gezeigt? Und wenn ja, um wie viel hat InaiMathi.de abgespeckt? Würde sich mein Blöckchen in etwa in denselben Regionen bewegen wie meine Wenigkeit vor zweieinhalb Jahren?

Tja, was soll ich sagen? Ja, die Kur hat in der Tat eingeschlagen wie eine Bombe – und dies trotz der Abstinenz von so ziemlich allem, was eine Kur erst so erstrebenswert macht: Lag die Speicherplatzauslastung vor dem Neuaufsetzen des Blogs noch bei +12 Prozent (ich musste also lediglich aus Kulanz meines Hosters nicht draufzahlen; Danke dafür!), bringt es InaiMathi.de aktuell lediglich auf eine Auslastung von knapp 15 Prozent. Mit anderen Worten: Rund 85 Prozent des mir zur Verfügung stehenden Speicherplatzes sind noch – oder besser gesagt: sind wieder frei! Und mit nochmals anderen Worten ausgedrückt: Mehr als 5/6 der Datenbank waren sinnlos mit alten Überbleibseln aus drei Jahren Bloggeschichte sowie mit Haufenweise unerwünschten SPAM-Kommentaren belegt, von denen ich eigentlich dachte, sie mit einem simplen Klick auf „Spam löschen“ ein für alle Mal aus der Welt geschafft zu haben. Unfassbar, wie ich finde! Damit dies auch so bleibt, habe ich mir neben der aktuellsten Version von Akismet nun auch ein spezielles WordPress-Plugin organisiert, welches – zumindest bis jetzt – zuverlässig Schutz vor SPAM bietet – und das auf so lächerlich simple Art und Weise, dass ich mich frage, warum ich da nicht schon viel früher drauf gekommen bin und mir meinerseits so ein Plugin geschrieben habe?! Aber wie dem auch sei, die Rede ist von Anti-Spam. Das WP-Plugin war zügig geladen und mit nur zwei, drei Klicks installiert. Unbedingte Empfehlung meinerseits!

Von jetzt an, so habe ich mir fest vorgenommen, werde ich die oben beschriebene Prozedur alle zwei, drei Monate wiederholen. Ein leerer Server samt einer aufgeräumten Datenbank im Rücken sind nicht nur aus irgendwelchen nerdigen Gründen erstrebenswert, sondern sorgen darüber hinaus auch für immens schnellere Ladezeiten der Website/des Blogs/whatever, und schonen natürlich zwangsläufig auch den Geldbeutel. – Von daher: Bitte nachmachen!

— InaiMathi, am 11. Mai 2013
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