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InaiMathi Blog

Skate 4: Paar Gedanken zu den kursierenden Gerüchten & warum EA Sports all-in gehen sollte

Skate 3Erinnert sich noch wer an „Skate 3“? Dabei handelt es sich um eine für meine Begriffe bis dato unerreichte-realistische und nicht minder ambitionierte Skateboarding-Simulation, die von Black Box, einem ehemaligen EA-Studio, entwickelt wurde und bis dato leider aus Gründen – hab‘ irgendwo mal was von nicht sonderlich berauschenden Verlaufszahlen gelesen, die angeblich zu weit hinter denen der anderen EA-Franchises zurück lagen – keine Fortsetzung erfahren hat.

Wie ich vor ein paar Wochen hier im Blog bereits geschrieben habe, gibt es seit einiger Zeit auf Twitter, Instagram und einigen anderen Social-Media-Plattformen eine „Bewegung“, die sich #MakeEASkateAgain nennt. Dahinter verbergen sich offenbar zahlreiche Fans des „EA Skate“-Franchise, die Electronic Arts gleichermaßen dazu anregen wie bewegen wollen, uns irgendwann doch noch mit „Skate 4“ zu beglücken. Ich für meinen Teil stünde als Day-1-Buyer bereit! ;) Mitte Januar geschah dann schließlich das schier Unfassbare: Daniel Lingen, seines Zeichens Senior Conversation Manager bei EA (was auch immer man sich unter dieser Jobbezeichnung genau vorzustellen hat…), veröffentlichte auf seinem öffentlichen Twitter-Profil den folgenden Tweet, der bei mir und vielen, vielen anderen „Skate“-Fans annähernd ekstatische Freude ausgelöst hat:

Nun frage ich mich: Warum macht der gute Mann sowas? Einfach so aus einer Laune heraus? Etwa, um die nicht wenigen #MakeEASkateAgain-Unterstützer zu trollen? Oder hat EA am Ende etwa tatsächlich etwas in der Pipeline? Ich kann natürlich nicht für die gesamte „Skate“-Community sprechen, aber zumindest bei mir wurden durch besagten Tweet, der einfach nur den Twitter-Hashtag „#Skate4“ als Inhalt hat, Erwartungen geschürt. Ja, ich erwarte nun, dass Electronic Arts im Rahmen einer demnächst anstehenden Videospielmesse – wie zum Bleistift der kommenden Juni in Los Angeles stattfinden Electronic Entertainment Expo – „Skate 4“, bzw. einen wie auch immer benannten nagelneuen „Skate“-Serienteil ankündigt, gerne auch gleich einen kompletten Reboot des Franchise, und im Idealfall bereits mit einem in Stein gemeißelten Releasetermin im Sommer oder so. Alles andere wäre in meinen Augen eine herbe Enttäuschung. So unheimlich herb, dass ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen müsste, ob ich EA nach dem abermaligen „NBA Live“-Debakel überhaupt nochmal ernstnehmen kann, wenn Mitarbeiter einfach mal Erwartungen schüren, dann allerdings nicht imstande sind zu liefern!

„Skate 3“, der letzte Teil des „EA Skate“-Franchise, erblickte im Mai 2010 das Licht der Welt. Vor gut und gerne acht Jahren, – eine halbe Ewigkeit, zumindest wenn man Videospiel-Maßstäbe anlegt. Seit der Veröffentlichung ist eine Menge kühles Nass den Rhein (und jeden anderen Fluss) heruntergeflossen, viele Dinge haben sich verändert. Nicht nur in der Branche, sondern auch was die Lebenseinstellung vieler Menschen angeht. Zumindest ist Fun-Sport nach wie vor auf dem Vormarsch und inzwischen sogar noch ein gutes Stück weit populärer als damals schon. Ganz ehrlich: Ich finde, „Skate 4“ würde wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge in diese unsere Zeit passen!

Wirft man einen Blick über den Tellerrand hinaus und schaut auf die Konkurrenz, so fällt auf: Diese präsentiert sich nicht sonderlich stark (siehe Metacritics.com zu „Tony Hawk’s Pro Skater 5“) und die Nachfrage nach einem soliden AAA-Skateboarding-Videospiel ist unverändert hoch, da ungestillt. Das wäre doch mal eine echte Marktlücke, in die Electronic Arts stoßen könnte! Tut mir ja schon beinahe leid das so hart sagen schreiben zu müssen, aber das letzte wirklich gute Skateboarding-Game, das ich persönlich gezockt habe, war „OlliOlli“ (siehe meine Review) und dessen direkter Nachfolger „OlliOlli 2: Welcome To Olliwood“, jeweils entwickelt von Roll7. Problem: Beide Titel sind keine wirklich Simulation des Sports und beschränken sich auf eine Darstellung in stilisiertem 2D. Grandios sind sie trotzdem!

Einfach mal den folgenden Trailer anschauen und genießen, wie eine full-blown Skateboarding-Simulation ausschauen kann, wenn das Entwicklerteam mit Herz dabei ist:

Das „Skate“-Franchise zeichnet sich seit jeher durch einige Features aus, die es unter anderem von der Konkurrenz aka „Tony Hawks Pro-Skater“ unterscheidet. Grundsätzlich gestaltet sich das Gameplay, die getrennt vonstatten gehende Steuerung des Skaters und des Boards, sowie das Ausführen von Tricks und Stunts imho deutlich anspruchsvoller als anderswo. Das Pacing des Games ist aufgrund dessen auch einen Ticken langsamer. Die Spielwelt basiert auf Open-World-Prinzipien und lässt dem Spieler annähernd komplett freien Lauf, wie er die Dinge, beispielsweise seine Skateboarding-Karriere, in Angriff nimmt. Zudem gibt’s unzählige Möglichkeiten, seinen Skater zu personalisieren, was die Identifikation mit diesem vereinfacht. Auch technisch gesehen ist das Franchise – zumindest „Skate 3“ – ein echtes Brett, flimmert es doch mit ruckelfreien 60FPS (sic!) über den Bildschirm, bietet smoothe Animationen bei Tricks, schöne Texturen und überhaupt. Das Game schaut auch für heutige Begriffe noch gut aus!

Man stelle sich nur einmal vor, all die beschriebenen Elemente, das anspruchsvolle Gameplay, über die offene Spielwelt bis hin zum tiefen Customising würde nun für „Skate 4“ mithilfe der aktuellen FrostBite-Engine umgesetzt, die bei nahezu allen aktuellen Sportspielen (FIFA, Madden NFL, NHL, PGA Tour) aus dem Hause Electronic Arts, bzw. EA Sports zum Einsatz kommt.

In diesem Sinne: #MakeEASkateAgain!

— InaiMathi, am 19. Februar 2017
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