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InaiMathi Blog

Interview mit Dietmar Wunder

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Dietmar, nun hat es also doch noch mit unserem Interview geklappt. Es freut uns wirklich sehr, dass wir mit Dir eine weitere absolut hochkarätige Persönlichkeit aus der Branche für unsere Interview-Reihe gewinnen konnten!

Dietmar Wunder
Danke, für das liebe Kompliment und es freut mich auch sehr, dass wir es endlich geschafft haben.

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Wie hat man sich die Karriere des Dietmar Wunder vorzustellen? Schildere uns zu Beginn doch bitte Deinen Werdegang von den Anfängen bis heute…

Dietmar Wunder
Also mein Werdegang ist nicht langweilig für mich gewesen. Schon in der Schule fand ich Schauspielen großartig, war in Theatergruppen, aber nach dem Abi meinte ich nach Suche in Richtung Musik und Schauspiel, lerne doch was „Richtiges“ und siehe da, ich wurde Optiker, richtig so mit Lehre Gesellenprüfung und so weiter. Dazu muss ich sagen, mein Vater ist Optiker und „Optiker Wunder“ gibt es schon seit 1905. Da war natürlich auch meine Überlegung, die Tradition fortsetzen. Aber schon während meiner Lehre holte mich das Gaukeln wieder ein und ich nahm abends noch Schauspielunterricht. Es hat mich nicht losgelassen. Als ich dann die Optik drei Jahre ausprobiert hatte, verschlug es mich an die Uni, Schauspiel an Schulen war mein Ziel. Und nach etwa einem Jahr und weiterem Unterricht – ich fing in der Zeit auch an Unterricht zu geben und zu coachen – hatte ich das Glück an die Privatschule von Maria Körber zu kommen. Sie war auch diejenige, die meinte, also wir trainieren Dir erst mal den „Berlinaa“ Akzent ab und jetzt geht es erst mal richtig los mit Ausbildung. Dabei dachte ich doch, ich kann das schon ganz gut.
Naja, es folgten zwei Jahre richtig gute Ausbildung. Ich hab Maria und Ihrem Mann, Joachim Kerzel, sehr viel zu verdanken. Während der Ausbildung durften wir Theater spielen, manchmal drehen, und so kam ich auch zum Synchron. Ich spielte beim „Jedermann“ mit, und ein gewisser Wolfgang Ziffer, eine Prominenz im Synchron, gab mir auf meine schüchterne Anfrage: „Ich find Synchron so interessant“, dabei hatte ich überhaupt keine Ahnung wie das funktioniert, meine erste Synchronrolle: einen stotternden Mann in der Serie „Happy Days“, und siehe da, er wurde eine Serienrolle. Ich hab geschwitzt, das war echt ein Hammer! Aber ich hab Wolfgang wirklich zu verdanken, dass ich meinen ersten Termin bekam. Danach gab mir Joachim Kerzel eine Rolle, einen schwarzen Schauspieler. Joachim Kerzel meinte: Mensch irgendwie passt Du auf Schwarze. Naja, das holte mich ja dann auch wieder ein. Ich hab es dann wirklich vielen lieben Kollegen zu verdanken, dass ich sehr schnell im Synchron Fuß fasste. Ein weiteres großes Dankeschön geht an Santiago Ziesmer, der mich unermütlich bei den Firmen vorstellte. Währenddessen spielte ich weiter Theater an den Berliner Kammerspielen, dem Hansatheater und in Hannover, also meine Theaterlaufbahn ging zum Glück weiter.
Ab und zu stand ich auch vor der Kamera, aber der richtige Einstieg ins Drehgeschäft ist mir leider verwehrt geblieben, – bisher! Träume soll man ja weiter haben und durch die Rollen oder die Regie, die ich im Synchron erleben kann, ist ein großer Teil dieses Traums jetzt schon wahr geworden. Der Rest meiner „Laufbahn“ ist glaub‘ ich bekannt . Ich hatte das Glück meine erste große Serienrolle dann bei „Twin Peaks“ zu sprechen. Danach folgte dann recht schnell eine meiner schönsten Rollen, die von Joel Fleischman in „Ausgerechnet Alaska“. Ich hatte das Glück, recht schnell große interessante Rollen zu sprechen, was nicht selbstverständlich war und das weiß ich bis heute zu schätzen.
Meine Regielaufbahn begann vor etwa neun Jahren: Ich durfte einspringen als Co-Regisseur und fand Regieführen gleich von Anfang an großartig und auch da hat man mir schnell das Vertrauen geschenkt und ich hab auch hier wunderbare Filme und Serien „regiert“. Inzwischen – Mann, meinen ersten Take hab ich `91 gesprochen fällt mir gerade so ein, okay is‘ schon ein bisschen her – also heute ist Sprechen und Regieführen Hälfte Hälfte geworden, das ist ganz wunderbar.
Außerdem sind Werbung, CD-Rom und – ganz wunderbar – Hörspiele dazu gekommen. Was ich die ganze Zeit auch gerne gemacht habe und mache ist Unterricht und Schauspielcoaching. Auch an der Uni durfte ich mit jungen Schauspielern meine Erfahrungen und Ideen vom Synchron teilen. Und nicht zu vergessen: Ich durfte schon einige Male in der Berliner Komödie am Kurfürstendam, der Boulevardtheaterbühne Berlins, sehr interessante Stücke spielen. Also ich muß ehrlich sagen, ich habe eine wunderbare Zeit und viel Interessantes in meinem Beruf erlebt und es gibt noch viel zu tun und ich hab richtig viel Spaß dabei!

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Unsere Leser kennen Dich – wie vorhin erwähnt – natürlich vor allem als wirklich brillante Synchronstimme von Adam Sandler. Doch auch für Cuba Gooding Jr. und Robert Downey, Jr. standest Du bereits im Studio. Eingeweihten bist Du außerdem als Autor und Synchronregisseur ein Begriff. So verantwortest Du beispielsweise die Dialogregie der VOX-Erfolgsserie „CSI: New York“. Was reizt Dich mehr? Die Arbeit am Mikrofon, auf dem Regiestuhl oder – wie Pierre Peters-Arnolds sagen würde – das Autorendasein im „kleinen Kämmerchen“?

Dietmar Wunder
Die Arbeit vor dem Mikro liebe ich. Die Schauspieler, die Ihr genannt habt, machen sehr viel Spaß, aber auch Don Cheadle („Hotel Ruanda“, „Oceans 11“) oder Sam Rockwell („Per Anhalter durch die Galaxis“) machen einen unglaublichen Spaß. In dem Moment, in dem ein Schauspieler richtig spielt, ist es eine tolle und große Herausforderung das ins Deutsche zu transportieren. Das will ich nicht missen. Die Regiearbeit wiederum liebe ich genauso, weil ich die Arbeit mit den Schauspielern liebe, die Chance, das Original so gut wie möglich ins Deutsche zu transportieren. Die Arbeit im stillen Kämmerlein ist toll, aber ich persönlich bin oft lieber „draußen“ beim Spielen. Ich bewundere die Autoren, die sich ausschließlich darauf konzentrieren.

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Der eben erwähnte und Dir sicherlich bestens bekannte Pierre Peters-Arnolds meinte in unserem Interview, dass Buch und Regie unbedingt zusammen gehören. Denn nur so habe man als Regisseur eine Basis, auf die man aufbauen könne. Siehst Du das genauso? Sind Synchronisationen schlechter, merkt man es Ihnen vielleicht sogar an, wenn Buch & Regie nicht in der Hand einer Person liegen?

Dietmar Wunder
Pierre hat natürlich schon Recht. Wenn ich mein Buch selber schreibe, weiß ich hundertprozent bescheid und muß mich nicht in ein Buch reinarbeiten. Aber ich hab auch schon wunderbare Produktionen mit den Büchern von anderen gemacht, habe aber schon meine Favoriten.
Es hängt davon ab. Man muß sich natürlich in das Buch von jemandem reinarbeiten, es überarbeiten, checken wie es gemeint ist. Das ist Voraussetzung, um mit einem „fremden“ Buch zu arbeiten. Es ist nicht gesagt, dass das Gesamtprojekt dann schlechter ist. Es kommt einfach meiner Meinung nach auf die Vorbereitung an.

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Wie hat man sich Deine alltägliche Arbeit als Autor und Regisseur genau vorzustellen? Wie sieht das „ganz alltägliche Chaos“ aus, dem Du Dich stellen musst?

Dietmar Wunder
Regieführen ist für mich eine wunderbare Arbeit. Ich versuche mit meinen Schauspielerkollegen das Original so gut es geht umzusetzen. Dazu gehört es, eine Sprache zu finden, die das Original ins Deutsche transportiert – bei CSI: „New York“ zum Beispiel, fand‘ ich es ganz wichtig, die Charaktere so authentisch und modern wie möglich sprechen zu lassen, sei die verschliffene Sprache oder Ausdrücke, die zeitgemäß sind – weiterhin die Charaktere zu übernehmen. Hat der eine bestimmte Art zu reden, ist er immer ein bißchen zu laut, drückt er sich vielleicht sehr vornehm aus?
Dann gehört natürlich noch die Besetzungsarbeit dazu, die Vorbereitung der Folgen und die Organisation. Das Schreiben wiederum ist eine sehr zurückgezogene Arbeit. Du bist allein, suchst die Sprache, recherchierst, suchst „mundgerecht“–aussehende Worte und kommst erst dann wieder zum Vorschein, wenn das Buch fertig ist. Natürlich arbeiten viele gleichzeitig an Projekten, so dass es nicht immer so ist, dass man ein Projekt allein erarbeitet. Aber insgesamt ist die Arbeit, wenn sie gut vorbereitet ist, zum Glück ein geordnetes Chaos, was Spaß macht und Dich vor Aufgaben stellt.

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Wie lang sitzt man überhaupt an den Büchern einer Serien-Staffel? Werden die auf mehrere Wochen oder gar Monate verteilt und widmest Dich zwischenzeitlich auch anderen Projekten?

Dietmar Wunder
Wie ich gerade schon sagte, oft ist man an mehreren Projekten dran, aber in der Regel nicht an zwei Regien gleichzeitig. Aber man spricht noch da, bereitet das nächste Projekt schon vor, und so weiter.
Wie lange sitzt man an einem Buch? Ganz unterschiedlich. Manche von uns sind irre schnell und schaffen eine Folge an einem Tag. Andere brauchen länger. Ich persönlich brauch meine Zeit. Es hängt auch immer von der Komplexität des Projektes ab. Ist viel zu recherchieren, sprechen die Charaktere viel, ist der Dialog sehr nahe aufgenommen, sprich: sieht man jedes Wort genau? Das heißt, der Text muß dann genau draufsitzen.

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Aufgrund der Tatsache, dass der überwiegende Teil der Filme und Serien entweder in Berlin oder München bearbeitet wird, bist Du immer recht viel unterwegs. Kurz vor unserem Interview warst Du beispielsweise für eine Synchronarbeit in München. Ist dieses ewige Hin und Her auf Dauer nicht wahnsinnig stressig?

Dietmar Wunder
Also was es mich betrifft, so finde ich das immer noch spannend und aufregend. Erstens lernst Du immer neue Kollegen kennen, bist in anderen Studios, in anderen Städten. Zweitens ist die Arbeit in jeder Stadt alleine durch die Mentalität anders, und da fand und finde ich München großartig, aber auch Köln ist wunderbar. Und drittens gehört das ja auch irgendwie zu unserem Gauklerleben dazu, das „Fahrende Volk“ zu sein. Aber es kann natürlich auch stressig sein, und manchmal muß man auch aufpassen, dass es nicht zu viel wird und man ein Zuhause zum Ausruhen hat und das auch pflegt.

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Ganz nebenbei…
Bei der eben angesprochenen Synchronarbeit handelte es sich nicht zufällig um den neuen Film „Click“ mit Adam Sandler in der Hauptrolle?

Dietmar Wunder
Deswegen war ich nicht in München. „Click“ machen wir erst jetzt, aber mehr wird nicht verraten, soll ja eine Überraschung werden.

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Stress hin oder her: Du verbreitest anscheinend stets eine wirklich mitreißend positive Arbeitsatmosphäre. Ich erinnere mich da beispielsweise an die Synchronarbeiten zu „Die Insel“ im Juni 2005, für die Du die Synchronregie verantwortest. Alle beteiligten Sprecher – insbesondere diejenigen, mit denen wir Kontakt haben – schwärmten damals regelrecht von der großartigen Zusammenarbeit mit Dir! Ganz direkt gefragt: Was machst Du anders?

Dietmar Wunder
Ich freue mich sehr und immer wieder, wenn sich meine Kollegen so positiv äußern. Was ich anders mache? Ich weiß es nicht. Ich versuche eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich jeder wohlfühlen soll. Für mich war und ist es immer sehr wichtig, dass ich mich aufgehoben fühle. Und ich versuche da auch auf jeden einzugehen. Jeder Schauspieler ist anders, braucht eine andere Art von Zusammenarbeit. Und da ich selbst da vorne stehe, weiß ich, wie wichtig dieses Gefühl von Geborgenheit ist.
Man sagt mir ja nach, dass ich der Pingel bin und der, der gerne und viel lobt. – Is‘ doch gut, jedenfalls redet man über mich. Nein, Spaß beiseite, für mich ist eine gute Arbeitsatmosphäre die Vorrausetzung für eine tolle Arbeit und ich glaube, dass man das auch im Resultat hört und sieht, vielleicht auch spürt.

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Nochmal zurück zu Adam Sandler…
Was hältst Du eigentlich persönlich von ihm? Seid Ihr Euch bisher schon mal vorgestellt worden? Bei einer Film-Premiere zum Beispiel…

Dietmar Wunder
Ich halte Adam für einen sehr guten Schauspieler, der ein gutes Gespür für das Filmgeschäft hat. Auch wenn er hier nicht so bekannt ist und seine Art von Humor sicher nicht jedermanns Sache ist. In Amiland ist er bekannt und sehr beliebt. Seine Filme haben immer eine ganze besondere, jeweils sehr unterschiedliche Atmosphäre und immer hat er Supersoundtracks ausgesucht.
Begegnet bin ich ihm leider noch nicht, aber nach „Mr. Deeds“ hat er in einem Interview gesagt, dass er mit meiner Arbeit sehr glücklich war und sich auf deutsch sehr gut getroffen fand und er fand es sehr schade, dass wir uns nicht persönlich kennengelernt haben. Da war ich doch schon echt sehr geschmeichelt. Wer weiß, vielleicht ein andermal…

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Mal ganz naiv gefragt:
Wie kam es eigentlich, dass Du zu seiner Feststimme wurdest?

Dietmar Wunder
In „Little Nicky“ hab ich ihn das erste Mal gesprochen und dann gab es bei „Mr. Deeds“ ein Probesprechen und da haben sie sich für mich entschieden. Danach hab ich immer wieder gehört, dass sie meine Synchro sehr am Original empfinden. Adam Sandler hat eine eigene Art zu sprechen, immer wieder eine schöne Arbeit.

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Was ist es für ein Gefühl, wenn Du beim Zappen unerwartet auf eine Produktion triffst, an deren Synchronisation Du beteiligt warst? Hört man da noch mal ganz kritisch hin?

Dietmar Wunder
Das ist immer ein spannendes Gefühl. Früher war es noch aufregender als heute, weil man seine eigene Stimme ja immer anders hört als andere. Oft sagen die Leute ja, oh nein so hör ich mich an, das geht Dir als Schauspieler nicht ganz so, aber trotzdem ist es am Anfang oft ungewohnt. Mit der Zeit hast Du natürlich einen gewissen Abstand und kannst Dich neutraler hören, aber die Selbstkritik, egal ob als Sprecher oder Regisseur, ist bei mir immer da.

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Was schaut Dietmar Wunder privat?

Dietmar Wunder
Ehrlich gesagt, nicht viel Fernsehen. Vielleicht, weil ich so oft beruflich vor dem Fernseher sitze. Wenn, dann meist Filme, die ich bewusst sehen will oder verpasst habe.

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Kannst Du Dich noch an Deine erste Synchronrolle, beziehungsweise an Deine erste Produktion als Autor / Regisseur erinnern?

Dietmar Wunder
Meine erste Rolle als Sprecher, hatte ich ja schon erzählt, war dieser stotternde Student in „Happy Days“, mein erster Film als Regisseur war „Karate Kid II“ und mein erstes Buch mit Regie war „Catalina Carpa“, ein fünfziger Jahre Tanzfilm im Strandmilieu, schön abgefahren.

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Auf das Ergebnis welcher Produktion bist Du besonders stolz? Ganz gleich, ob als Sprecher, Autor oder Regisseur…

Dietmar Wunder
Einige meiner intensivsten und schönsten Produktionen als Sprecher waren natürlich „Ausgerechnet Alaska“, „Rob Morrow“, „American History X“ , in dem ich Edward Norton gesprochen habe, „Jerry Maguire“, da war ich Cuba Gooding Jr. und „Hotel Ruanda“, da habe ich Don Cheadle gesprochen. Diese Produktionen waren einfach mit die emotionalsten Arbeitserlebnisse. Als Regisseur gab es viele tolle Produktionen. In jüngster Zeit waren es „Breakfast on Pluto“, „Die Chroniken von Narnia“‚ sowie auch „Die Dolmetscherin“. Aber wie gesagt, es gab auch viele andere.

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Wie schaut es mit der Schauspielerei aus? Die letzte Filmproduktion, in der Du zu sehen warst, liegt ja mittlerweile über ein Jahr zurück. War die Zeit bis jetzt für Dich komplett drehfrei?

Dietmar Wunder
2005 hab ich zwar ein paar Anfragen gehabt, aber musste sie aber leider absagen, weil sie mit Regieproduktionen zusammenfielen, die ich schon vorher zugesagt hatte. Oft ist das beim Drehen so, dass die Anfragen kurzfristig kommen.
Ansonsten hatte ich ja schon gesagt, dass ich gerne mehr drehen würde, aber es immer schwieriger wird dort Fuß zu fassen. Das sieht man auch daran, dass immer mehr Schauspieler weniger drehen und sich beim Synchron bewerben. Aber ich hatte gerade zwei Theateranfragen, eine musste ich leider aus Termingründen absagen, die andere produktionstechnisch ergeben. Also ich kann mich nicht beschweren und freu‘ mich schon auf die nächste Anfrage. Wieder mal spielen in „persona“ hab ich große Lust drauf!

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Für die nächste Zeit kannst Du also noch nichts ankündigen?

Dietmar Wunder
Ich bin, wie eben gesagt, gespannt.

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Laut Deiner Vita bist Du auch als Schauspiel-Coach tätig…

Dietmar Wunder
Wie ich Euch eben schon gesagt habe, gebe ich immer wieder Coachingstunden oder unterrichte. Etwas, das mir immer wieder Spaß macht. Auch ein Weg, der mich interessiert, aber da ist ja Regie schon eine Art von Ausübung in der Arbeit mit Schauspielern. Eine tolle Arbeit im Übrigen!

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Synchronisation, Schauspielerei… fehlen ja nur noch Hörspiele und das eben angesprochene Theater. Wie sieht es in den beiden Bereichen bei Dir aus?

Dietmar Wunder
Ich freu mich schon auf das nächste Mal auf das Stehen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Hörspiele, Lesungen und eigentlich vieles mehr, was mit Sprache zu tun hat, nimmt bei meiner Arbeit immer mehr zu, worüber ich mich sehr freue. Du hast oft viel mehr Freiheit, ähnlich wie auf der Bühne, deine eigene Interpretation einzubringen. Wieder mal eine weitere Farbe in unserem Beruf.

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Die obligatorischen Fragen zum Schluss:
Wenn keiner der Hollywood-Stars eine deutsche Feststimme hätte, für wen sollte man Dich dann besetzten?

Dietmar Wunder
Sowas ist echt schwer zu beantworten, weil ich die Stars meistens sehr gut besetzt finde und es natürlich oft auch liebenswerte Kollegen sind. Erstens bin ich über meine Feststimmen sehr glücklich und würde sie auch gerne weiter „verdeutschen“ und zweitens bin ich für Sean Connery und Mel Gibson noch zu jung…

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Gibt es Kollegen oder Studios mit denen Du besonders gerne zusammenarbeitest?

Dietmar Wunder
Es gibt eine Menge Kollegen, mit denen ich sehr gerne zusammenarbeite. Mit ein paar bin ich auch sehr gut befreundet. Also müsste ich eine Liste anfertigen und ich hätte Angst, dass ich jemanden vergesse. Über die Studios kann ich nur sagen, ich arbeite auch in dem Bereich mit vielen Studios sehr oft und gerne zusammen. Es ist immer schwer so etwas zu sagen, weil ich persönlich wenig Leute in diesem Job habe auf die ich mich nicht so richtig freue, wenn ich weiß, ich arbeite mit ihnen zusammen. Vielleicht habe ich da Glück.

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Ein Blick in die Zukunft:
Auf welche kommenden Produktionen, an deren Bearbeitung Du beteiligt bist, können sich die Synchronfans da draußen freuen?

Dietmar Wunder
Ich bin sehr auf „Klick“ mit Adam Sandler gespannt und auf die neue „CSI“-Staffel. Ansonsten läuft gerade „Dr. House“ mit Omar Epps und „Criminal Intent“ im Fernsehen und der Rest wird nicht verraten. Ich hoffe, man erkennt mich oder meine Handschrift dann, und das, was Ihr seht und hört, gefällt Euch.

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Ein paar Worte an Deine Fans…

Dietmar Wunder
Es ist immer ein tolles Gefühl, wenn man für das, was man aus Leidenschaft und mit viel Spaß macht, so viel Zuspruch bekommt und dafür danke ich Euch allen sehr!

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Wir bedanken uns und wünschen Dir für all Deine weiteren Projekte viel Erfolg und alles Gute!
Vielen Dank, dass Du dir Zeit für uns genommen hast!

Dietmar Wunder
Ich danke Euch und liebe Grüße aus Berlin, Euer Dietmar Wunder!

Das Interview mit Dietmar Wunder führte ich im Jahr 2006. Veröffentlicht wurde es auf SynchroWorld.de, einem mittlerweile eingestellten Branchenmagazin für Synchronschaffende.

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