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InaiMathi Blog

Ausblick auf die Formel 1-Saison 2012

Die offiziellen Testfahrten sind vorbei. Nun ist es nicht mehr lange hin, dann startet die Königsklasse des Motorsports endlich in ihre neue Saison. Obwohl die  F1-Saison 2012 im Vergleich zu den letzten Jahren keine allzu gravierenden Regeländerungen mit sich bringt, gab es dennoch die ein oder andere Feinjustierung im Regelement und so manchen höchst brisanten Fahrerwechsel, welche die gewohnte Hackordnung gehörig durchmischen könnten.

Im Rahmen dieses Posts werde ich mir die Top-5 der F1-Weltmeisterschaft 2012 teilnehmenden Rennställe vorknöpfen und versuchen, subjektiv einzuschätzen, wie diese im Laufe der hoffentlich spannenden Saison performen werden. Zusätzlich werde ich mich – wagemutig wie ich nun einmal bin – festlegen, wie das jeweilige Team am Ende der dieses Jahr ganze 20 Grand Prix umfassenden Saison im Rennen um die Konstrukteurs-WM abschneiden und welcher Fahrer schlussendlich das teaminterne Duell für sich entscheiden wird, sprich: welcher der beiden Piloten in der Fahrer-Weltmeisterschaft besser abschneidet.

Zu guter Letzt werde ich mich auch bei der Frage, wer denn dieses Jahr Nachfolger von Sebastian Vettel, also F1-Weltmeister 2012 werden wird, einfach mal gaaaaanz weit aus dem Fenster lehnen und ja, natürlich auch festlegen! – Auf geht’s…

Red Bull Racing
Ich sag’s mal so: Es müsste schon eine ganze Menge zusammenkommen, wenn Red Bull nicht auch dieses Jahr den anderen Teams davonfahren sollte. Die technische Überlegenheit ist allein durch den britischen Stardesigner Adrian Newey quasi in Stein gemeißelt. Der Mann weiß einfach, was es braucht, um das durch die FIA vorgegebene, eigentlich recht straff formulierte Reglement bis zum letzten auszureizen. Hinzu kommt der Fakt, dass der neue Red Bull RB8 einfach pfeilschnell ausschaut. Etwas, was man nicht von jedem der 2012er Boliden behaupten kann! Wie bei allem im Leben vermag die Optik (eines Boliden) natürlich rein gar nichts über den eigentlichen Speed auszusagen, und dennoch denke ich, dass Newey es wieder einmal hinbekommen hat. Die Tests liefen reibungslos, endeten regelmäßig mit Spitzenzeiten und ich bezweifele stark, dass die roten Bullen bereits alles gezeigt haben. Red Bull dürfte auch in dieser Saison das Maß der Dinge sein und somit das Team, welches es auf dem Weg zum Weltmeistertitel zu schlagen gilt!

Die Fahrerkombi Vettel / Webber mag zwar nach wie vor nicht die stärkste des F1-Starterfelds sein, doch beide Piloten sind klare Siegfahrer. Der eine (Vettel) mehr, der andere halt eben nur an einem für ihn optimal verlaufenen Rennwochenende. Vettel dürfte durch die beiden WM-Titel der letzten Jahren noch abgeklärter und routinierter auftreten und von der Konkurrenz mit noch mehr Respekt behandelt werden als 2011 schon. Er ist ohne Zweifel der derzeit beste Fahrer im Feld, noch vor einem Fernando Alonso oder Lewis Hamilton. Mark Webber hingegen wird, so leid es mir für dessen Fans tut, erneut von seinem Teamkollegen deklassiert werden.

Alles in allem sehe ich die Österreicher von Red Bull, trotz massig Druck durch die Konkurrenz McLaren-Mercedes, Mercedes AMG und Lotus, Ende der Saison auf Platz 1 der Konstrukteus-Wertung, und Sebastian Vettel sich auch in diesem Jahr die Formel-1-Weltmeister Trophäe abholen!
Konstrukteurs-WM: 1       Teamduell: Sebastian Vettel

McLaren Mercedes
McLaren-Mercedes ist auch in diesem Jahr das Team mit der mit Abstand stärksten Fahrerpaarung im Feld. Lewis Hamilton und Jenson Button sind beides ehemalige F1-Weltmeister und wissen was es braucht, um am Ende eines Grand Prix auf dem Siegertreppchen freudestrahlend in der Mitte zu stehen. Dabei schätze ich Jenson Button erneut einen Hauch stärker ein als seinen Teamkollegen Lewis Hamilton. Ich schätze Button als Piloten sehr, mag seinen „runden“ Fahrstil, zudem kommt er seit jeher besser mit den Eigenarten des McLaren zurecht – und daran wird sich auch diese Saison wohl nicht allzu viel ändern. Außerdem reißt ihn sein Privatleben im Gegensatz zum latent kollisionsgefährdeten Hamilton nicht regelmäßig in ein Tal der Tränen, aus dem er erst einmal nicht wieder herausfindet. Auch er hatte die ein oder andere (inzwischen anullierte) Trennung von seiner Liebsten zu verkraften, dennoch hat er stets alles gegeben!

Doch was nützt das bei weitem beste Fahrer-Duo, wenn der Monoposto noch immer ein wenig hinterher hinkt? Für mich macht es den Anschein, als wäre McLaren bei den Testfahrten zwar an Red Bull dran, aber eben nicht vorbeigezogen. Oder blufft da etwa jemand? Beide Piloten klagten jedenfalls über mehr oder weniger heftige Probleme das Handling des McLaren MP4-27 betreffend. Die lassen sich mittels harter und unermüdlicher Entwicklungsarbeit in der heimischen Fabrik zwar abstellen, und doch denke ich, dass McLaren-Mercedes schon beim Saisonauftakt in Melbourne im Hintertreffen ist und Red Bull, die wohl im Gegensatz zu dem Briten noch nicht alles gezeigt haben, hinterher hechelt. Ebenfalls auffällig: Als bis dato einziges Team setzt die Mannschaft aus Woking, GB auf ein harmonisches, da rundes und optisch schön anzusehendes Nasenkonzept, während alle anderen Teams bei ihren diesjährigen Boliden auf eine berühmt-berüchtigte, unfassbar hässliche Stufennase setzen. Die einen mehr, die anderen weniger. Wird sich dieser fundamental andere Herangehensweise am Ende für McLaren auszahlen, oder wird das Team spätestens nach den Überseerennen, wenn der Formel-1-Tross nach Europa zurückkehrt, die zweifellos gelungene Optik zugunsten einer besseren Aerodynamik opfern? – Ich tippe ja auf letzteres, kann mich aber auch irren…

Nach den 20 Grand Prix der Formel-1-Saison 2012 sehe ich das Team McLaren-Mercedes mit angemessenem Respektabstand zu Red Bull auf einem guten zweiten Platz der F1-Konstrukteurs-Wertung und Jenson Butten Dank einer regelmäßig guten Performance in den Rennen in der WM-Wertung vor seinem ebenfalls stark abschneidenden Teamkollegen Lewis Hamilton liegen.
Konstrukteurs-WM: 2       Teamduell: Jenson Button

Ferrari
Vielleicht lehne ich mich an dieser Stelle zu weit aus dem Fenster: Ferrari wird in meinen Augen, so leid mir das tut, in dieser Saison wie schon in den beiden Vorjahren nicht allzu viel reißen. Doch damit nicht genug: Ich denke, dass sie weiter abfallen und in der Endabrechnung am Ende der Saison noch hinter zwei anderen Teams landen werden! Während der Testfahren im Vorfeld der Saison 2012 hatte ich verstärkt den Eindruck, die Scuderia aus Maranello weiß nicht, wo sie mit den Optimierungen beginnen soll, so viele Baustellen bietet der verkorkste F2012. Die auffällig seltenen Statements von Alonso und Massa versprühten ebenfalls nicht gerade Optimismus und Meldungen über einen (wieder mal) durch sein Büro in Maranello polternden Luca di Montezemolo sprechen ebenfalls ganze Trilogien. Ferrari hat eine Menge Entwicklungsarbeit vor sich, wenn sie im Saisonverlauf nicht vollends den Anschluss an die Top-3 verlieren wollen. Eine echte Siegchance, ganz egal bei welchem Grand Prix, räume ich der Scuderia stand jetzt nicht ein – oder nur mit sehr viel Hilfe „von oben“.

Schaut man sich die Fahrerpaarung von Ferrari an, so fällt auf, dass sie unterschiedlicher nicht sein könnte: Auf der einen Seite wäre da Fernando Alonso, der unangefochtene Superstar im Team, ein zweifacher Weltmeister, der trotz zweier Ferrari-Jahre, in denen er zugegebenermaßen nicht wirklich viel hat reißen können, noch immer allerorten Respekt erfährt und sprichwörtlich auf Händen getragen wird – im Gegenzug auf der Rennstrecke jederzeit 120 Prozent gibt, alles aus dem Boliden heraus kitzelt und dabei verblüffenderweise kaum Fehler macht. Tja, und dann wäre da noch Felipe Massa, der gebrochene 10-Sekunden-Weltmeister von 2008, Gelegenheitssieger aus längst vergangenen Zeiten, sowie ehemaliger Schüler und Kart-Freund von Michael Schumacher. Seit seinem tragischen Unfall während des Grand Prix von Ungarn 2009, wo er die Aufhängungsfeder eines vor ihm fahrenden Wagens an den Helm bekam und in Folge dessen auf dem linken Auge beinahe erblindet wäre, ist er einfach nicht mehr derselbe. Von seinem einst zweifellos vorhandenem Speed ist nicht mehr viel übrig geblieben. Er fährt seit seinem Comeback Anfang der Saison 2010 durchgehend hinterher und muss sich seinem übermächtig erscheinenden Teamkollegen Alonso in schöner Regelmäßigkeit geschlagen geben – mal, weil er einfach schlicht und ergreifend der eindeutig langsamere Pilot ist, mal weil es das Team so will. Er ist eben die klare Nummer 1b.

2012 könnte für die Scuderia Ferrari zu einem Schicksalsjahr werden. Sollte der traditionsreiche Rennstall mit dem ‚Cavallino rampante‘ im Wappen nicht dauerhaft aus dem Tief, in dem er sich seit gefühlten Jahren befindet, befreien und endlich an die ruhmreiche Dominanz alter Schumacher-Zeiten anknüpfen können (lustig, wenn man bedenkt, wie sehr die Schumacher-Ära von einigen fanatischen Tifosi einst verteufelt wurde, als Alonso bei den Roten vorgestellt wurde…), wird es, so denke ich zumindest, eng für die derzeitige Teamleitung um Stefano Domenicali. Ich sehe Ferrari auf einem ernüchternden Konstrukteursplatz 4, mit viel Pech sogar hinter dem neuen Lotus Team (ehem. Renault). Wer bei den Fahrern am Ende die Nase ganz klar vorn haben wird, liegt auf die Hand: Fernando Alonso! Für Felipe Massa dürfte es die Ehrenrunde werden.
Konstrukteurs-WM: 5       Teamduell: Fernando Alonso

Mercedes AMG
Schaut man lediglich auf die knallharten Fakten, so hat Mercedes AMG alles was es braucht, um beim Rennen um die Formel-1-Weltmeisterschaft 2012 ein gehöriges Wörtchen mitzureden: Als da wäre zum einen mit Ross Brawn einen Teamchef, der weiß wie es sich anfühlt, einen WM-Titel zu gewinnen, zum anderen mit Mercedes einen starken deutschen Premium-Hersteller im Hintergrund, der ebenfalls darum bemüht sein dürfte, dass sich über kurz oder lang gesehen Erfolge einstellt. Und last but not least mit Nico Rosberg und dem siebenmaligen Rekordchampion Michael Schumacher zwei sehr starke, auf Augenhöhe fahrende Piloten, die sich sowohl durch jungen Tatendrang und Ehrgeiz als auch durch Erfahrung auszeichnen. Vielleicht brauchte es wirklich zwei Saisons, bis sich all das aufeinander eingespielt hat, denn nun scheint der Knoten endlich aufgegangen zu sein. Die bei den Wintertests erzielten Zeiten des Mercedes F1 W03 waren durch die Bank vielversprechend, die Zuverlässigkeit scheint, anders als im pannengeplagten Vorjahr, ebenfalls zu stimmen und auch die beiden Fahrer äußern sich sehr positiv, beinahe schon euphorisch gestimmt über die Performance des neuen Mercedes Silberpfeils. Dazu beigetragen hat wohl auch der Fakt, dass Mercedes sich schon sehr früh auf die Entwicklung des 2012er Renners konzentriert hat, während andere Teams wie Red Bull, McLaren und Ferrari alle verfügbaren Ressourcen noch voll in die Entwicklung des letztjährigen Wagens gesteckt haben. Außerdem scheint die Mannschaft aus Brackley, UK und Stuttgart noch den ein oder anderen technischen Trick in der Hinterhand zu haben, Stichwort: „F-Schacht-System“.

Wie bereits geschrieben, sehe ich in Michael Schumacher und seinem Teamkollegen Nico Rosberg zwei Fahrer, die sich ungefähr auf Augenhöhe bewegen. Schumacher, seines Zeichens siebenmaliger F1-Weltmeister, hat nicht verlernt wie man siegt, säße er in einem konkurrenzfähigen Boliden, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er die 91 vor seinem Rücktritt im Jahr 2006 eingefahrenen Siege mittlerweile schon aufgestockt hätte! Da können die Herren Eddie Jordan, Damon Hill, Rubens Barrichello, Eddie Irvine, Jos Verstappen, Johnny Herbert, Martin Brundle und wie seine ehemalige Rivalen, gedemütigte Teamkollegen und Missgönner alle heißen ätzen wie sie wollen, ich bleibe dabei: Schumacher ist nach wie vor ein echter Vollblut-Racer, gibt bei jedem Rennen, und scheint die Situation noch so aussichtslos, immer 150 Prozent! Dasselbe (abzüglich der Weltmeistertitel und der eingefahrenen Siege) kann man auch über Nico Rosberg sagen. Die beiden Jahre bei Mercedes AMG waren die bis dato stärksten in der bisherigen Formel-1-Karriere des gebürtigen Wiesbadeners. Allerdings, und da mache ich seit jeher keinen Hehl draus, sehe ich in Rosberg keinen zukünftigen Champion. Er ist zweifelsohne ein Siegfahrer, aber trotz der in die Wiege gelegten Rennfahrer-Gene keiner, der letzten Endes um den Titel mitfährt, geschweige denn ihn gewinnt!

Ich sehe in Mercedes AMG hinter Red Bull und McLaren die neue dritte Kraft, die im Laufe der Saison 2012, Dank der ein oder anderen dem Superhrin Brawns entsprungenen technischen Finesse und Taktikspielerei, für so manche Überraschung in Form von Siegen (durch welchen Piloten auch immer) gut sein könnte. Ferrari dürfte man regelmäßig hinter sich lassen. Auf der Fahrerseite sehe ich Nico Rosberg wie schon in den zwei Jahren zuvor dezent besser abschneiden als seinen Teamkollegen Schumacher, der sich jedoch endgültig berappeln und auf in etwa einem Niveau mit Rosberg unterwegs sein wird.
Konstrukteurs-WM: 3       Teamduell: Nico Rosberg

Lotus Renault
Den Briten von Lotus Renault ist mit der Verpflichtung von Ex-Champions Kimi Räikkönen in der Winterpause ein echter Coup gelungen! Doch damit hört es nicht auf: Der neue Lotus E20 scheint nicht nur optisch ein echter Hingucker zu sein, nein, schnell ist er, dem ein oder anderen testabbruch zum Trotz, ebenfalls! Das kommt nicht von ungefähr: zwei Fahrer- und Konstrukteurstitel mit Michael Schumacher und Fernando Alonso wurden in der jüngeren (und schon etwas betagteren) Vergangenheit eingefahren.

Was die Fahrerpaarung Räikkönen/ Grosjean betrifft, verhält es sich ähnlich wie bei Ferrari: Da wäre zum einen Kimi Räikkönen, seines Zeichens Formel-1-Weltmeister von 2007 (was der ein oder andere inzwischen vielleicht vergessen / verdrängt haben könnte), leidenschaftlicher Stoiker und durch und durch Finne. Außerdem hat er fahrerisch echt was drauf. Romain Grosjean hingegen, nun ja, fällt im direkten Vergleich selbstredend ein wenig ab. Ich möchte den Franzosen an dieser Stelle nun nicht mit Massa gleichsetzen, nein, doch denke ich, dass er im direkten Fight mit Räikkönen jederzeit eindeutig den Kürzeren ziehen würde. Räikkönen wird, man darf mich an dieser Stelle sehr gerne zitieren, nach wie vor um Siege fahren, Grosjean an guten Sonnentagen um Punkte.

In Lotus-Renault sehe ich die Wundertüte der Formel-1-Saison 2012: Ich traue der Mannschaft aus Enstone, GB einiges zu, wenn es gut läuft, vielleicht sogar ein oder zwei Siege. Am Ende sollte es für Platz 4 oder 5 in der Konstrukteurs-Wertung reichen. Räikkönen ist auch nach seinem Rücktritt vom Rücktritt ein Siegfahrer, daran konnten auch drei Jahre Rallye-Abstinenz in den Wäldern Finnlands nichts ändern. Er wird sich im Teamduell gegen Romain Grosjean durchsetzen.
Konstrukteurs-WM: 4       Teamduell: Kimi Räikkönen

Ob ich mit meiner Einschätzung der Kräfteverhältnisse Recht behalten oder gnadenlos Lügen gestraft werde, bleibt selbstredend abzuwarten. Nach dem ersten Freien Training im Albert Park in Melbourne, Australien wissen wir mehr. Bin auf Sky Sport HD live mit dabei! In diesem Sinne…

Keep racing! :)

iOS 5.1: Nerviger Camera Flash-Bug

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9 Monate im Zeitraffer

Das Wunder der Entstehung neuen Lebens im Zeitraffer. Neun Monate komprimiert in etwas über anderthalb Minuten. – Faszinierend!

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