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InaiMathi Blog

New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde

New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde - © Summit Entertainment

Nachdem mir „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“, die Filmumsetzung des ersten „Twilight“-Romans aus der Feder von Autorin Stephenie Meyer, ganz gut gefallen hat (siehe meine Filmkritik), wurde mir heute Abend von meiner Freundin der Nachfolger „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ vorgesetzt.

„New Moon“ kam im November 2009, also lediglich ein Jahr nach Teil 1 in die Kinos und war für das Produktionsstudio Summit Entertainment ein voller Erfolg: Mit einem internationalen Box-Office-Ergebnis von knapp 710 Mio. Dollar bei im Vergleich recht humanen Produktionskosten von nur 50 Mio. Dollar, von denen ein Großteil für die Gagen der beiden Stars Robert Pattinson und Kristen Stewart draufgegangen sein dürfte, kann der Streifen ohne Übertreibung als finanzieller Blockbuster bezeichnet werden, – wobei dies alles bekanntlich nichts über die eigentliche Qualität auszusagen vermag…

New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde
(New Moon)
mit Kristen StewartRobert PattinsonTaylor Lautner
Fantasy, USA / Kanada, 2009
Summit Entertainment

Trailer

Inhalt
„Für immer mit Edward zusammen zu sein – Bellas (Kristen Stewart) Traum scheint wahr geworden! Kurz nach ihrem 18. Geburtstag findet er jedoch ein jähes Ende, als ein kleiner, aber blutiger Zwischenfall ihr fast zum Verhängnis wird. Edward (Robert Pattinson) hat keine andere Wahl: Er muss sie verlassen. Für immer. Bella zerbricht beinahe daran, einzig die Freundschaft zu Jacob (Taylor Lautner) gibt ihr die Kraft weiterzuleben. Da erfährt Bella, dass Edward in höchster Gefahr schwebt. Und sein Schicksal liegt in ihren Händen. Sie muss zu ihm, rechtzeitig, bis zur Mittagsstunde…“ – Quelle

Kritik
„New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ stellt quasi das krasse Kontrastprogramm zum ersten Film dar: Drehte sich „Twilight“ beinahe ausschließlich um das romantische Techtelmechtel und die sich anbahnende Liebe zwischen Bella und dem Vampir Edward, so werden im Sequel insbesondere der in meinen Augen nicht so spannende Charakter Jacob und seine Gefühle für Bella in den Vordergrund gerückt. Bedeutet im Klartext: Ladies (und eventuell auch der ein oder andere männliche Zuschauer) dürfen sich auf das mehr oder weniger imposante Sixpack von Taylor Lautner freuen, müssen aber zugleich die Abwesenheit von Robert Pattinson verkraften, der als Inkarnation von Edward Cullen im gesamten Film vielleicht 20 Minuten zu sehen ist. Was schon nach wenigen Minuten negativ auffällt: „New Moon“ leidet unter denselben Kritikpunkten, die man auch schon dem Vorgänger vorwerfen konnte, sprich vermeidbare Längen, eine äußerst schnulzige, auf die umworbene Teenie-Zielgruppe zugeschnittene Schmachtszene nach der anderen, und generell viel zu kurz kommende (relevante) Handlungsabschnitte.

Die Storyline des Films bemüht sich vorwiegend um zwei Dinge: Zum einen wird – wie bereits oben kurz angeschnitten – der Charakter Jacob weiter in das „twilight“-Universum eingeführt, zum anderen der mysteriöse Vampir-Clan der Volturi vorgestellt, welcher die Geschichte rund um Edward und seine Bella um ein weiteres, in Zukunft sicherlich spannendes Handlungselement bereichern und massenhaft Möglichkeiten der Storyentwicklung bieten dürfte. Während ich die Volturi sehr interessant fand, hat mich der Part rund um Jacob und das Geheimnis um ihn und seine indianischen Brüder eher angeödet. Auch hier sei noch einmal klargestellt: Ich zähle ganz sicher nicht zu der von „Twilight“-Schöpferin Stephenie Meyer und den Machern primär anvisierten Zielgruppe des Streifens, und dennoch drängt sich mir die Frage auf, welchen tieferen dramaturgischen Sinn es hat, die Typen den halben Film lang oben ohne rumrennen zu lassen? Das ist einfach nur Mittel zum Zweck – und kommt darüber hinaus ziemlich oberflächlich rüber! [/moralapostel]

Nachhaltig in Erinnerung geblieben sind mir im Prinzip nur zwei Szenen: Zum einen eine wölfische Auseinandersetzung zwischen Jacob und Laurent, einem Abgesandten von Viktoria, die Bella nach dem Leben trachtet – in der übrigens relativ deutlich wird, dass „New Moon“ mit gerade einmal rund 50 Mio. Dollar ganz sicher nicht das gigantischste Budget aller Zeiten sein Eigen nennt, denn die CGI-Wölfe machen – zumindest auf mich – einen sehr hölzern animierten, eher dilettantischen Eindruck.
Außerdem eine Szene mit Bella: Nachdem Edward und die Cullens aus ihrem Leben verschwunden sind, fällt sie in ein tiefes dunkles Loch, aus dem sie so schnell nicht mehr herauszukommen scheint. Sie sitzt regungslos in ihrem Zimmer im Haus ihres Vaters und schaut gedankenverloren aus dem Fenster hinaus auf die Straße. Die Kamera bewegt sich dabei in Kreisbahnen mehrmals um sie herum, draußen verabschiedet sich der Sommer, bei der nächsten Umrundung ist es bereits Herbst und schließlich fällt der erste Schnee – und Bella sitzt noch immer vollkommen verzweifelt da und weiß nicht weiter. Eine sehr schöne Art und Weise, einen größeren Zeitsprung zu visualisieren und darüber hinaus ein überaus ergreifender Moment – für mich die stärkste Szene im ganzen Film!
Nicht ganz mithalten kann da das Finale im Hauptquartier des Volturi-Clans, welche sich lustigerweise am anderen Ende der Welt befinden. Um an dieser Stelle nicht zu viel zu verraten: Die Geschehnisse dort sind recht vorhersehbar, von fesselnder Dramatik kaum eine Spur! Und so ist auch der Showdown kurz vor Ende des Films für den Zuschauer auch kein wirklicher Showdown im traditionellen Sinne, sondern eher eine, nun ja, ausschweifend präsentierte Erkenntnis.

„New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ reicht nicht ganz an den durchschnittlichen Vorgänger „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ heran. Was die Inszenierung betrifft, ist es den Machern gelungen, die düster-melancholische Grundstimmung des ersten Teils erneut einzufangen und der untermalende Soundtrack passt ebenfalls wieder, doch das Herzstück des Films, die Storyline, welche sich überwiegend um den Charakter Jacob dreht, hat mich persönlich überhaupt nicht tangiert. Die Einführung der Volturi, welche im ersten „Twilight“-Streifen lediglich mal kurz am Rande erwähnt wurden, hat den Film letzten Endes aber doch noch gerettet und macht Lust auf mehr!

Fazit
Für alle Fans von Edward Cullen seiner Vampirbraut in spe ist auch der zweite Teil der „Twilight“-Saga, obwohl dieser das Niveau des Vorgängers nicht halten kann, definitiv ein Muss. Wer hingegen mit dem Stoff noch nicht in Berührung kam oder grundsätzlich mit der Vampir- und Werwolf-Thematik nicht viel anfangen kann, sollte „New Moon – „Bis(s) zur Mittagsstunde“ lieber links liegen lassen.

— InaiMathi, am 25. Februar 2012

New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde

Genre: Fantasy
Release: 2009
Laufzeit: 98 Minuten
Studio: Summit Entertainment
Publisher: Summit Entertainment
Wertung
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