IM     Twitter     Instagram     Reddit     YouTube     Twitch

InaiMathi Blog

Neu im Bücherregal: Die komplette Zamonien-Romanreihe von Walter Moers

Ok, zugegeben: Es mag vielleicht ein klein wenig seltsam anmuten, wenn man das als Typ so formuliert, aber was soll ich machen, wenn’s doch so ist? – Ich bin verliebt in einen Kontinent namens Zamonien!

Wie der ein oder andere sicherlich am Rande mitbekommen hat, war ich die letzten paar Tage was meine Buchkäufe betrifft geradezu „on Fire“. Es ist echt unfassbar lange her, dass ich mir innerhalb von nur einer einzigen Woche so viele, und vor allem von der Anzahl der Seiten so dermaßen umfangreiche neue Bücher zugelegt habe. Um genau zu sein waren es derer sechs, nämlich…

Somit nenne ich nun alle bis dato erschienenen Zamonien-Romane aus der genialen Feder von Walter Moers (den ich ja eigentlich irgendwie nie leiden konnte; mittlerweile hat sich meine Meinung von ihm jedoch um volle 180 Grad geändert!) mein Eigen. Und ja, ich bin ein bisschen stolz, einen solchen literarischen Schatz in meinem dann doch sehr selektiv geführten Regal de Books stehen zu haben! An dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank an Cookie und an Esra, ohne deren wirklich grandiose Empfehlung ich meine Reise nach Zamonien wohl nie angetreten hätte.

Ursprünglich waren es ja nur die beiden „Die Träumenden Bücher“-Romane, die ich mir mitgenommen hatte. Nach knapp 100 Seiten war ich jedoch so dermaßen angetan von den Erzählungen des brillanten Hildegunst von Mythenmetz – ich saß quasi mit einem nicht verschwinden wollenden Dauergrinsen auf der Couch, was nicht nur die Freundin leicht grenzdebil fand, sondern auch meine Wenigkeit -, dass ich mir spontan dachte: Hey, warum legst du dir jetzt nicht einfach auch noch die restlichen Bände zu und machst dich bis zum Jahresende komplett zum Vollidioten? – Und da ich immer ein Mann der Tat war, bin und immer sein werde, setzte ich diese Überlegung sogleich in die – ja, richtig – in die Tat um!

Und nun sitze ich hier, begleite den noch ziemlich jungen Käpt’n Blaubär auf seinen Abenteuern (gerade ist er in Zamonien angekommen und plagt sich mit einem gewissen Professor Nachtigaller in einer noch gewisseren Nachtschule herum), und schwelge – und das ist echt so – in alten Kindheitserinnerungen. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich mich noch einmal eingehender mit Käpt’n Blaubär befassen würde. Aber wie heißt es doch so schön: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt! ;)

Das Schöne ist: Anders als man jetzt vielleicht denkt, sind die fantastischen Geschichten des Blaubären nicht für Kinder gedacht, sondern können (und sollten) ohne bleibende Schäden von Erwachsenen konsumiert werden. Bis jetzt liebe ich den rückblickenden Erzählstil, mag die sehr detailliert beschriebenen Szenerien, die so unheimlich liebevoll konstruierte Welt Zamoniens mit ihren vielen ziemlich bekloppt-sympathischen Charakteren. Oh, und dann wären da noch Moers‘ Illustrationen zu nennen, die einem das Umblättern versüßen und dabei helfen, sich die durchgeknallten Viecher, die da so rumrennen, vor dem inneren Auge ausmalen zu können, und und und. Mit anderen Worten: Zamonien hat mich gnadenlos in seinen Bann gezogen, und ich befürchte, es wird eine ganze Weile dauern, bis ich mich diesem wieder entziehen kann. Gerade, wo ich hier sitze und diese Zeilen in mein MacBook tippe, habe ich rund die Hälfte des ersten Bandes durch. Das sind gut und gern 350 Seiten, – und wenn ich richtig gezählt habe, warten drüben im Regal noch über zweitausend jungfräuliche Seiten darauf, von mir erstmals aufgeschlagen und gelesen zu werden. Fantastisch – wenn auch ein bisschen Angst einflößend!^^‘

Was ich mir auf jeden Fall vorgenommen habe, ist, jeden einzelnen der Zamonien-Romane zu rezensieren. Ja, ich weiß durchaus, dass ich damit nun ein wenig spät dran bin, immerhin erschien der erste, „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“, bereits im Jahre 1999, aber was soll’s? Ich möchte ganz einfach zu jedem dieser – wie ich hoffe – außergewöhnlichen Werke eine ausführliche Rezension in meinem Blog wissen. Es ist wirklich so, dass ich beim Lesen eines Buches schon sehr lange nicht mehr dieses enthusiastische Gefühl hatte, dass ich wirklich wissen will, wie verdammt nochmal und beim Klabautermann es weiter geht. Zuletzt war das vielleicht bei der „Die Tribute von Panem“-Trilogie oder den sexuellen Abenteuern der Charlotte Roche der Fall.

In diesem Sinne: Ich bin dann mal wieder in Zamonien und kukke, was der kleine Blaubär in seinen 13½ Leben noch so alles erlebt hat. Wer was von mir will, weiß sicherlich, wie er mich erreichen kann. Alternativ einfach eine Flaschenpost schicken. Die sollte auch ankommen, es sei denn, sie wird unterwegs von der Moloch gerammt oder gerät in den Rachen einer hungrigen Gourmetica Insularis. Kann alles passieren, theoretisch…

— InaiMathi, am 20. November 2011
Der Artikel hat Dir gefallen? Dann unterstütze InaiMathi.de, indem Du demnächst über diesen Link bei Amazon.de einkaufst.  ➞