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InaiMathi Blog

Servicewüste Deutschland #3: NetCologne und die Disconnect-Seuche

Knapp drei Wochen ist es inzwischen her, dass wir uns für einen neuen DSL-Anbieter entschieden haben und von Vodafone zu NetCologne gewechselt sind. Mit der von den Düsseldorfern gebotenen Leistung waren wir schon länger nicht mehr wirklich zufrieden, und da wir bei NetCologne monatlich rund zehn Euro weniger zahlen, dafür jedoch deutlich schnelleres DSL-Internet (die Geschwindigkeit hat deutlich, um knapp 60 Prozent (sic!) zugelegt, was hier auf dem Land schon ordentlich ist) sowie natürlich den obligatorischen Festnetz-Telefonanschluss bekommen, wären wir schön blöd gewesen, hätten wir die sich bietende Chance verstreichen lassen und uns von Vodafone stattdessen weiter mit allenfalls durchschnittlichem Service abspeisen lassen!

Es könnte alles so schön sein, wäre mir vor einigen Tagen nicht erstmals etwas aufgefallen: Während einer gemütlichen Partie „NBA 2K16“, einem Videospiel, das bekanntermaßen in einigen Spielmodi eine permanente Onlineverbindung voraussetzt, zeigte mir die Konsole wie aus heiterem Himmel an, dass die DSL-Verbindung getrennt wurde. Wenige Sekunden später stand die Leitung dann jedoch schon wieder. Dumm nur, dass die Trennung exakt in jedem Monat geschah, als das Spiel einen Spielstand auf die Onlineserver hochladen wollte. Der Endspielstand der Partie konnte wegen der Trennung nicht gespeichert werden und war somit hinfällig. Sehr ärgerlich! Abends kam dann das weiße Kaninchen angehoppelt und zeigte mir den Stinkefinger, – soll heißen: Die Internetverbindung war erneut kurz weg, nur um sich wenige Sekunden später wieder zurückzumelden, ganz so als wäre nichts gewesen. Seither bekomme ich quasi täglich mit, wie sich die DSL-Leitung für eine kurze Weile, meist lediglich wenige Sekunden verabschiedet. Beim Websurfen oder chilligem Video-Gucken auf YouTube, Netflix oder anderswo sind die kurzen Ausfälle zwar noch verschmerzbar, da die Streams in der Regel durch einen Buffer gegen eben diese kurzen Verbindungsabbrüche abgesichert sind und ich somit nicht beeinträchtigt werde. Im Falle von Videospielen, die eine konstante Internetleitung voraussetzen – und das sind heutzutage nicht wenige -, ist die Situation wiederum eine gänzlich andere. Insofern ist das regelmäßige Disconnect-Drama, welches wir dieser Tage mit NetCologne erleben, auf Dauer absolut nicht hinnehmbar!

Bevor jemand fragt: Natürlich hatte ich mich vor dem Wechsel schlau gemacht, was uns denn im Schoße von NetCologne erwarten würde. Und sicher, in einschlägigen Internetforen wird immer wieder von Problemen mit NetCologne-DSL berichtet. Allerdings sollte man realistisch sein und sich fragen: Bei welchem Anbieter ist es denn bitteschön nicht der Fall, dass sich frustrierte, von Problemen geplagte Kunden im Web auskotzen? Dass NetCologne jedoch in einer derart hohen Frequenz von Störungen – lies: DSL-Disconnects – heimgesucht wird, hätte ich nicht gedacht! So schreibt ein User auf der weiter oben verlinkten Seite durchaus vielsagend: „Warum kriegen die Pisser von NetCologne nicht mal eine Woche lang eine stabile Leitung ohne Verbindungsabbrüche hin!? Wieder ständige Disconnects im Kölner Norden!“ – Das, liebe Leute bei NetCologne, wäre schlicht und ergreifend grottig!

Bin gespannt, wie sich der NetCologne-Kundendienst äußern wird. Tbc…

Update, 2. Dezember 2015
An dieser Stelle ein kurzes Update zur NetCologne Disconnect-Seuche: Glücklicherweise gehören die beschriebenen Verbindungsabbrüche seit nunmehr einigen Wochen der Vergangenheit an! Auf Nachfrage beim Kundensupport von NetCologne wurde mir mitgeteilt, dass die immer wieder auftretenden Disconnects „mit derzeit laufenden Arbeiten am DSL-Netz zu tun“ hätten und „schon bald der Vergangenheit angehören“ würden, was sich – so scheint es zumindest – bewahrheitet hat. *klopft auf Holz*

Wenn dies so bleibt, kann ich schon jetzt sagen, dass sich der Wechsel von Vodafone zu NetCologne auf jeden Fall gelohnt hat. Denn bis auf das oben beschriebene Problem, das sich ja nun zum Glück in Luft aufgelöst hat, sind wir mit dem Angebot vollends zufrieden.

— InaiMathi, am 23. Oktober 2015
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