IM     Twitter     Instagram     YouTube     Twitch

InaiMathi Blog

NBA 2K15

NBA 2K15 - © Take Two Interactive

Was anderen ihr Jahr für Jahr zwanghaft angeschafftes FIFA-Update, ist mir mein geliebtes NBA 2K: Seit Jahren schon bin ich begeisterter Anhänger von 2K Sports‘ immens populärer Basketball-Simulation. Und doch ist es weit ehr als ein paar mehrere hundert durchzockte Stunden, das mich mit „NBA 2K“ verbindet: Denn obgleich ich stets ein großer NBA-Fan war, hatte ich mich – durchaus vorhandener Sympathien zu den Chicago Bulls zum Trotz – nie auf ein bestimmtes NBA-Team festgelegt. Doch dann kam „NBA 2K14“ und der Ingame-Draft, bei dem ich mangels vorhandener Skills am damals für mich noch relativ ungewohnten PS4-Dualshock-Controller (siehe meinen Produkttest) „lediglich“ von den Utah Jazz gedraftet wurde, einem Team, welches in der Regel im hinteren Tabellendrittel anzutreffen ist und in den vergangenen Jahren nichts, aber auch wirklich rein gar nichts mit dem Kampf um einen Platz für die NBA-Playoffs zu tun hatte.

Oh, was war ich gefrustet! Anstatt mich mit LeBron James, Kevin Durant, Kobe Bryant und Co. zu messen, hing ich in einem Locker Room mit Youngsters wie Gordon Hayward, Derrick Favors, Trey Burke, Alec Burks und Co. ab – sprich: mit dem 1. FC Köln der NBA, nur dass die Geißböcke am Ende der vergangenen Saison wenigstens verdient die Zeitliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg ins Oberhaus der Liga feiern konnte. – Aus anfänglicher Antipathie dem Franchise gegenüber entwickelte sich trotz unzähliger verlorener Parien langsam aber sicher eine waschechte Hassliebe, die sehr viel herber nicht hätte sein können. Wie habe ich das Franchise verflucht, wenn wir am Ende einer umkämpften Matches wieder einmal als die Verlierer vom Platz gingen, ganz einfach weil die individuellen Fehler, bzw. die noch fehlenden Skills meiner Mitspieler den Unterschied gemacht haben. Wie sehr habe ich gefeiert, wenn wir es dank großartiger Teamleistung dann doch geschafft haben, einen vom Namen her vermeintlich größeres Team niederzuringen! Inzwischen bin ich großer Fan der (einst) glorreichen Utah Jazz und fiebere gespannt der anstehenden NBA-Saison 2014/15 entgegen, auf dass diese erfolgreicher verlaufen möge, als die vergangene – was angesichts der bekannt verheerenden W-L-Bilanz der abgelaufenen Spielzeit kein Ding der Unmöglichkeit sein dürfte.

„NBA 2K14“ ist für mich somit nicht nur irgendein Videospiel, sondern DAS one and only Videospiel, welches mir eine meiner größten Leidenschaften näher gebracht hat und mit dem ich, obwohl es alles andere als perfekt war – und mangels anständiger Patches bedauerlicherweise noch immer ist -, einige hundert Stunden meines Lebens zockenderweise „verschwendet“ habe, was ihm innerhalb meiner Sammlung definitiv zu einem besonderen Stellenwert verhilft! Mit „NBA 2K15“ steht seit dem 10. Oktober 2014 bereits die aktuelle Iteration von 2K Sports‘ Basketball-Franchise in den Händlerregalen, der einiges besser machen will als der viel gescholtene Vorgänger. Zumal mit EA Sports‘ „NBA Live 15“ (siehe Abbildung links) ein wohl deutlich wiedererstarkter Konkurrent in den Startlöchern steht, der sich ebenfalls anschickt, den Genrethron anzugreifen. Die Frage ist lediglich: Wie viele der im Vorfeld des Releases rausgehauenen, in Fanboy-Ohren äußerst wohlklingenden Ankündigungen und großspurigen Versprechen werden sich letzten Endes als leeres Marketing-Geschwätze entpuppen? – Kleiner Tipp: nicht wenige!

NBA 2K15
2014, Sportspiel, PlayStation 4
Visual Concepts / 2K Sports
www.nba2k.com

Spieletrailer

Beschreibung
„Mit über 70 ‚Spiel des Jahres‘-Auszeichnungen ist das ‚NBA 2K‘-Franchise die ultimative Spieleerfahrung in Sachen Basketball-Simulation. Mit Superstar und MVP Kevin Durant auf dem Cover wird ‚NBA 2K15‘ auch dieses Jahr neue Maßstäbe hinsichtlich lebensechter Grafik, ultra-realistischem Gameplay und noch vielem mehr setzen.“ – Quelle

Kritik
Zu Beginn sei erst einmal klargestellt: PC- und Videospiele zu typischen Mannschaftssportarten wie Fußball, Icehockey, American Football oder eben Basketball halte ich grundsätzlich für eine ziemlich langweilige Angelegenheit. Team A spielt gegen Team B und das bessere (oder oftmals schlicht und ergreifend glücklichere) geht nach so und so vielen Minuten als Sieger vom Platz Court Spielareal. So weit, so öde. Wofür ich mich hingegen sehr begeistern kann, sind Sportspiele, die einen Karriere-Modus im Angebot haben, in dessen Rahmen ich einen nach meinen Vorstellungen kreierten Spieler im Verlauf mehrerer Saisonen vom grünohrigen Rookie bis zum absoluten Superstar hochleveln kann. Wenn ich mich recht zurückerinnere, hat einst „FIFA 09“ damit angefangen. Seither vertrete ich die strikte Auffassung, dass ein jedes Sportspiel, ganz egal welcher Entwicklerschmiede es entstammt, einen solchen Karrieremodus bieten muss, um von mir ernstgenommen zu werden. Diese, meine Review zu „NBA 2K15“ bezieht sich somit zu großen Teilen auf die beiden Modi MyCareer und MyPark, in deren Mittelpunkt jeweils besagter MyPlayer steht. In beiden Modi habe ich bereits in „NBA 2k14“ den überwiegenden Teil der Spielzeit totgeschlagen.

„NBA 2K15“ ist auf dem Papier ein absolutes El Dorado für alle Baskatball-Fans: Das Game bietet dank offizieller NBA-Lizenz alle Teams, Arenen, Spieler und die vollständigen Roster der Saison 2014/15 und umfasst sowohl einen handlungsgetriebenen Karrieremodus (MyCareer), die Möglichkeit gemeinsam mit anderen MyPlayern der eigenen Streetball-Leidenschaft zu frönen (MyPark), ein durchaus fesselndes Sammelkartenspiel mit der Chance, sich den NBA-Roser seiner Träume zu basteln (MyTeam), sowie die Möglichkeit, in einzelnen Partien gegen die CPU oder online gegen menschliche Gegner anzutreten. Darüber hinaus kann wie schon im Vorjahr in „MyGM“ ein NBA-Franchise übernommen und möglichst zum Erfolg geführt werden. Wer es reizvoll findet, kann sich auch nach eigenem Gutdünken eine eigene Basketball-Liga zusammenstellen und auf dieser Weise sogar mit einem der 25 besten Euro-League-Teams (u.a. FC Bayern München Basketball, Brose Bamberg Basketball, ALBA Berlin oder Real Madrid Basketball) die aktuelle Euro-League-Saison nachzocken. Mein Weg führte mich jedoch ohne größere Umwege zum Karrieremodus von „NBA 2K15″…

Dort stieß ich schnell auf das erste große neue Feature des Games: die Möglichkeit, die Optik des eigenen MyPlayers per FaceScan-Technologie erstmals relativ exakt nach seinem Vorbild zu gestalten. PlayStation-4-Besitzer nutzen zum Einscannen der eigenen Visage die PlayStation Cam (aka PlayStation Eye), wer hingegen eine Xbox One im Wohnzimmer stehen hat, muss auf die Fähigkeiten von Microsofts Bewegungssteuerung Kinect vertrauen. Vorausgesetzt, man hält sich genau an die auf dem Bildschirm eingeblendeten Anweisungen, klappt das Einscannen des eigenen Gesichts erschreckenderweise erstaunlich gut. Allerdings sollte man weiß Gott nicht zuviel erwarten. Kleinere Fehler bei der Erkennung waren bei mir an der Tagesordnung und bis ich mit dem Ergebnis gänzlich zufrieden war, waren mehrere Scans vonnöten und gut und gerne anderthalb Stunden zogen ins Land. Alles in allem ist FaceScan ein großartiges neues Feature, allerdings bietet EA Sports‘ MMA-Kampfsportspiel „UFC 2014“ (siehe meine Review) ein ähnliches Feature an, weshalb man nicht wirklich behaupten kann, dass 2K das Rad, bzw. den FaceScan vollkommen neu erfunden hat – eher feingetuned. Beeindruckend ist die Technologie trotzdem!

Überhaupt gefällt mir der gesamte MyPlayer-Editor bedeutend besser als die deutlich abgespeckte Version aus dem Vorjahr: Damals war man bei der Erstellung des MyPlayers bekanntlich auf mehrere vorgegebene Spieler-Modelle beschränkt, die btw allesamt Entwicklern von 2K Sports und Visual Concepts nachempfunden waren. In „NBA 2K15“ kann man seiner Kreativität erstmals wieder komplett freien Lauf lassen. Angefangen von den grundlegenden Körpermaßen, über allerkleinste Gesichtsdetails bis hin zur Stimme, wo erstmals zwei verschiedene Sprecher zur Auswahl stehen – der altbekannte sowie ein neuer, der imho einen Tick arroganter rüberkommt -, bietet „NBA 2K15“ mannigfaltige Möglichkeiten, sich als virtuelles Alter Ego im Spiel zu verewigen. Wer seinen MyPlayer im Ingame-Shop ausstatten möchte, kann dies auch in diesem Jahr weitestgehend nach Belieben tun. Dabei hat man die Qual der Wahl zwischen Klamotten, Schuhen und sonstigen Accessoires diverser Marken wie Adidas, Nike, Jordan und Reebok, die allesamt eines gemeinsam haben: sie haben keinerlei Auswirkungen auf die Stats. Übrigens: Auch in diesem Jahr stelle ich mir die Frage, weshalb mein Spieler nicht dieselben Items tragen tragen darf wie andere NBA-Pros? So hat es beispielsweise exakt ein Paar Knee-Sleeves ins Spiel geschafft, und dieses ist KD-gebrandet. Toll! Insbesondere dann, wenn man mit Kevin Durant als Spieler oder seinem Team, den Oklahoma City Thunder, wenig anfangen kann.

Nun musste nur noch ein NBA-Franchise gefunden werden, bei dem der eigene MyPlayer anheuern kann. Und auch in dieser Hinsicht unterschiedet sich „NBA 2K15“ grundlegend von seinem Vorgänger: Während man im vergangenen Jahr noch gedraftet wurde und somit keinerlei Einfluss hatte, zu welchem NBA-Franchise es einen verschlägt, ist man dieses Mal als ungedrafteter Free-Agent unterwegs, der händeringend nach einem ihn aufnehmenden Team sucht. Dieses war mit den Utah Jazz schnell gefunden, allerdings lediglich auf einer 10-Tage-Basis, so dass meine Leistungen in den Spielen darüber einscheiden würden, ob ich, bzw. mein Alter Ego im beschaulichen Saltlake City eine Zukunft haben würde. Wie schon im Vorjahr wird einem ein Mentor zur Seite gestellt – im Falle der Utah jazz ist dies lustigerweise Youngster Trey Burke -, der einen unter seine Fittiche nimmt und mit Rat und Tat zur Seite steht. Sehr cool: War in „NBA 2K14“ noch ausgiebige Untertitel-Lektüre angesagt, wurden diesmal annähernd alle Dialoge voll vertont, was definitiv der ansonsten äußerst großartigen Atmosphäre zugute kommt! Alles in allem bin ich ziemlich angetan von der neuen Karriere-Storyline, auch wenn sie in ihren Grundzügen recht stark jener aus dem Vorjahr ähnelt.

Grundlegend überarbeitet haben die Jungs und Mädels von Visual Concepts das Leveling des MyPlayers. Anstatt auf dem Court verdiente Virtual Currency (VC) gegen neue Stats einzutauschen, kann man seinen Spieler in „NBA 2K15“ lediglich in sechs verschiedenen übergeordneten Bereichen skillen. Als da wären: Jump Shooter, Inside Scorer, Athlete, Playmaker, Rebounder und Defender. Wer eine offensive Spielweise bevorzugt, inventiert seine hart erarbeiteten VC also primär in die Bereiche Athlete, Playmaker und die beiden Shooting-Varianten. Wer eher in der Defense beheimatet ist oder dieser von Zeit zu Zeit unterstützend unter die Arme greifen will, sollte auch Rebounding- und Defender-Skills nicht vernachlässigen – zumindest in der perfekten Theorie der Entwickler. Da man in „NBA 2K15“ die Credits quasi hinterher geschmissen bekommt, insbesondere wenn man – wie ich – standesgemäß auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad Hall-of-Fame unterwegs ist, wird es letzten Endes bei den meisten Spielern mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen, dass sie ihren MyPlayer über kurz oder lang in nahezu allen Bereichen auf Maximum skillen, anstatt ihn in lediglich ein oder zwei Bereichen zu spezialisieren, wie das in der Realität normalerweise der Fall ist.

Ein weiteres grundlegend neues Element sind Skill-Badges: Diese werden dem MyPlayer für besondere Verdienste auf und neben dem Parkett verliehen. Wer in seine Spielweise zahlreiche spektakuläre Moves wie beispielsweise Ankle Breaker einfließen lässt, bekommt irgendwann ein entsprechendes Badge verliehen, welches die entsprechenden Moves bei korrekter Ausführung noch effektiver macht. Leidenschaftliche Dunker bekommen schnell einen Posterizer-Badge verliehen, 3er-Spezialisten werden irgendwann mit einem entsprechenden Sharp-Shooter-Badge bedacht, der abgezockte 3-Punkt-Würfe auch über den Verteidiger hinweg ermöglichen, und wer oft durch spektakuläre Pässe auf sich aufmerksam macht, bekommt ebenfalls ein entsprechendes Badge verliehen. Gleiches gilt für besonders gute Verteidiger, passionierte Rebounder, gewiefte Stealer und so weiter und so fort. Insgesamt gibt es über 100 unterschiedliche MyPlayer-Badges, sowohl aktive als auch passive, die wiederum jeweils in drei Effektivitätsstufen vorliegen: Bronze, Silber und Gold. Während die Steigerung von Bronze auf Silber noch relativ günstig zu haben ist, schlägt die finale Wertigkeitssteigerung von Silber auf Gold dann doch schon mal mit deftigen 1000 VC oder mehr zu Buche. Doch auch dieses System, welches – zumindest am Flipchart der Entwickler – eine spezialisierte und somit realitätsnahe Spielweise belohnen soll, lässt sich leicht umgehen und zu seinem eigenen Vorteil nutzen. Dies ist wohl auch einer der Gründe, weshalb die Macher auf eine detaillierte Auflistung aller Badges, ihrer Ingame-Auswirkungen und den zu erfüllenden Voraussetzungen für eine Freischaltung verzichtet haben.

An dieser Stelle sei außerdem angemerkt, dass mir bereits eines Tages nach Release im Park die ersten MyPlayer mit einem ganz offensichtlich erkauften 90er-Rating über dem Weg gelaufen sind. Dies fand ich relativ witzig, immerhin hatte es im Vorfeld mehrfach geheißen, das überarbeitete Skill-System würde dafür sorgen, dass man lange Zeit keine perfekten (sprich: 99er) MyPlayer antreffen werde, die Spiele im Park oder on The Stage nach Belieben dominieren können. Ich glaub, man kann getrost sagen: Vorhaben gescheitert! Solange 2K weiterhin Virtual Currency gegen bare Münze zum Kauf anbietet und somit bestimmten Spielern die Möglichkeit gibt, die Kreditkarte zu zücken und sich gegenüber anderen einen spielerischen Vorteil zu verschaffen, wird es immer einige Ungeduldige geben, die es vorziehen den einfachen Weg zu gehen.
Ich würde mir übrigens wünschen, dass all jene MyPlayer, die mit erkauften VC über die Maßen hochgelevelt wurden, für alle Spieler sichtbar speziell gekennzeichnet werden. Quasi als eine Art Markierung getreu dem Motto: Du magst zwar nach Belieben dominieren, aber bild‘ dir da ja mal nicht zu viel drauf ein!

Kommen wir zum Herzstück von „NBA 2K15“: dem Gameplay auf dem Parkett. 2K Sports hat Jahr für Jahr den Anspruch eine Simulation des Basketballsports auf die Beine zu stellen, und ja: „NBA 2K15“ ist exakt dies – allerdings mit Abstrichen. Doch zuerst einmal das Positive: Erstmals hat man das Gefühl, wirklich Teil einer dynamischen, lebensecht agierenden NBA-Mannschaft zu sein, anstatt wie bisher allein gegen das gegnerische Team (und seine hilflos agierenden KI-Mitspieler) um den Sieg zu kämpfen. Die künstliche Intelligenz der CPU-Spieler wurde immens aufgebohrt: Erstmals werden die über das verbesserte, deutlich übersichtlichere Play-Call-System oder vom Trainerteam vorgegebene Spielzüge auf dem Parkett verhältnismäßig akkurat umgesetzt: Mitspieler laufen sich selbstständig frei, laufen geschickt einen Cut zum Korb, stellen auch mal von sich aus einen sinnigen Screen, ohne dass dieser extra angefordert werden muss, und sind darüber hinaus auch als Kombinationspartner für komplexere Spielzüge zu gebrauchen. Zumindest, solange die Vorgaben des Coaches befolgt werden, darüber hinaus die Teamchemie stimmt und die MyPlayer-Bewertung nicht unter ein mittelmäßiges C-Rating sinkt, wofür man sich allerdings schon recht dämlich anstellen muss. Wer sein zugewiesenes Match-Up in Schach hält, sich teamdienlich zeigt und uneigennützig Pässe verteilt, Assists sammelt, seinen Teamkollegen auf dem Weg zum Hoop geschickt Screens stellt, die schließlich zum Korberfolg führen, und auf dem Parkett auch sonst im Sinne des großen gemeinsamen Ziels agiert, dürfte keinerlei Probleme mit phasenweise herumzickenden Teamkollegen bekommen.

Ein großer Kritikpunkt aus dem Vorgänger „NBA 2K14“ findet sich jedoch auch in „NBA 2K15“ wieder – und ich hätte gelinde gesagt im Strahl kotzen können, als mir bewusst wurde, dass dem so ist: Die Entwickler sind abermals hingegangen und haben einige – wenn auch bei weitem nicht alle – Spielausgänge der ersten zwei SPielzeiten geskriptet, um bestimmte Storyline-Ereignisse in Cutscenes besser verkaufen zu können. So steht von vornherein fest, dass dieses und jenes Spiel verloren gehen wird, um beispielsweise anschließend im Practice-Gym fleißig 3er üben zu können, an deren schlechten Verwertung die eingefahrene Niederlage vom Trainer-Team festgemacht wurde. Ein andermal haperte es an den Freiwürfen, die angeblich nur ungenügend verwandelt wurden, weshalb die Partie letzten Endes knapp verloren gegangen ist. Jedoch ist es dermaßen offensichtlich, dass das Spiel „im Hintergrund“ darauf hinarbeitet, dass das vom Spieler kontrollierte Team verliert: So scheint die halbe Mannschaft plötzlich verdrängt zu haben wie man Basketball spielt, die Wurfgenauigkeit sinkt von zeit zu Zeit (meistens immer dann, wenn es zu gut läuft) ins Bodenlose und selbst einfachste Korbleger und Würfe aus dem Paint, die im Grunde jeder ambitionierte Amateur verwandeln würde, wollen von jetzt auf gleich einfach nicht mehr gelingen. Das gegnerische Team scheint in solchen Phasen wiederum aus lauter Michael-Jordan-Klonen zu bestehen, denen selbst die unmöglichsten Würfe gelingen, die Verteidiger überwinden als stünden sie nicht auf dem Parkett, und der Vorsprung wächst infolge dessen quasi minütlich um vier, fünf Punkte an, bis man irgendwann für sich realisiert und eingesehen hat, dass das wohl nichts mehr werden wird (oder besser gesagt nichts werden darf) mit dem glorreichen Sieg. – Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass solch ein System in einem primär leistungsgetriebenen Sportspiel nichts, aber auch wirklich rein gar nichts verloren hat. Wenn ich verliere, dann bitte weil ich mit meinem Team spielerisch unterlegen war und nicht, weil die Entwickler es so wollten, damit die und die Cutscene besser verkauft werden kann. Gleiches gilt für einen Sieg: Ich möchte nicht gewinnen dürfen, weil es grad gut zur Storyline passt, sondern weil mein Team auf dem Parkett schlicht und ergreifend die bessere Performance abgeliefert hat. Hey, immerhin soll das doch MEINE KARRIERE sein, oder etwa nicht?!

Äußerst cool und eine deutliche Steigerung im Vergleich zur im Grunde recht drögen Sprint Half-Time-Show aus dem Vorjahr, sind die komplett vertonten Halbzeitansprachen der Team-Coaches: In einer schön inszenierten Sequenz bekommt man sowohl visuell als auch akustisch aufgelistet, was in den ersten beiden Vierteln geklappt und eher nicht so gut hingehauen hat, wo die eigenen Schwachpunkte waren und mit welcher Taktik der Gegner eventuell kleinzukriegen ist. Aufmerksam hinzuschauen und zuhören lohnt sich allemal, denn wer sich die taktischen Vorgaben des Coaches zu Herzen nimmt und sie in der zweiten Halbzeit nach bestem Wissen und Gewissen befolgt, steigert nicht nur die Teamchemie und hat infolge dessen beim Coach einen dicken Stein im Brett, sondern kommt fortan auch einfacher zu Korberfolgen. Nach einigen Matches wiederholen sich die einzelnen Pep-Speeches zwar, nichtsdestotrotz ein sehr schönes System der individuellen Fehleranalyse und allemal atmosphärischer als ein dröger Statistik-Bildschirm!

Allerdings kann einem das neue System auch einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen: Wer nach eigenem Gutdünken punktet, dabei jedoch die taktische Vorgabe des Coaches missachtet, die da lauten könnte, die Offensivbemühungen lediglich über einen ganz bestimmten Spieler laufen zu lassen, macht sich peu á peu unbeliebt, was im Gegenzug die allgemeine Teamchemie sinken lässt. Dies führt wiederum dazu, dass das Zusammenspiel mit den Teamkollegen nicht mehr ganz so gut klappt, bis diese sich schließlich komplett verweigern, was eine spontane Aufholjagd bei einem Rückstand, der sich bereits im zweistelligen Punktebereich bewegt, äußerst schwierig und auf den beiden höchsten Schwierigkeitsgraden sogar nahezu unmöglich gestaltet. Irgendwann macht jeder einfach nur noch sein eigenes Ding – und das auf einem recht niedrigen Niveau. Gegebenenfalls ein echter Teufelskreis! Zumal man ab und zu Opfer einiger Legacy-Bugs wird, die unverständlicherweise noch immer nicht ausgemerzt wurden: So werden Bälle im Aus gerne mal dem falschen Team zugerechnet, beim Einwurf gegen einen Spieler geworfen, was sie erneut ins Aus springen lässt oder aber der Match-Up-Marker springt kurz hintereinander wirr von einem Gegner zum anderen, so dass die Defense-Arbeit zu einem echten Lotteriespiel avanciert.

Sehr zugesagt hat mir hingegen die Präsentation von „NBA 2K15“: Ganz egal ob das Menü-Interface, die stylischen TV-Einblendungen oder schlicht und ergreifend die Umsetzung der Atmosphäre in der Halle: 2K Sports und Visual Concepts haben in der Beziehung einen tadellosen Job abgeliefert! Mir hat die Inszenierung im Stile einer typischen Übertragung im US-Fernsehen schon im vergangenen Jahr ausgesprochen gut gefallen, doch das, was nun in „NBA 2K15“ abgefeuert wird, ist noch mal eine ganz andere Liga! Angefangen von einem sexy Cheerleader-Squad, das den Zuschauern vor dem Tip-Off und in den zahlreichen Pausen und Unterbrechungen während des Spiels einheizt, über witzig die Grundlinie entlang turnende Team-Maskottchen und Fans, die Big-Heads einiger NBA-Superstars hochhalten (würde mich als Hintermann ja tierisch nerven!), bis hin zu den obligatorischen Interviews von Doris Burke, die neben den etablierten Stars inzwischen endlich auch den MyPlayer vor ihr Mikrofon zerrt, um ihm mehr oder minder sinnige Fragen zu Spielverlauf zu stellen, und btw Gott sei Dank nicht mehr nur ein einziges, Woche für Woche identisches Outfit im Schrank hängen hat, bietet das Game annähernd alles, was man von NBA-Übertragungen im amerikanischen TV gewohnt ist. Zudem wurden die Pressekonferenzen nach der Partie durch unterschiedlich kritisch nachhakende Journalisten und eine junge, hübsche PR-Tante im chicen Designerdress dezent aufgebohrt. Ebenfalls sehr atmosphärisch: Im Fall eines drohenden Blowouts, also einer hohen Niederlage der Heimmannschaft, leeren sich im letzten Viertel kontinuierlich die Zuschauerränge, bis schließlich gegen Ende hin nur noch einige wenige verbliebene Die-Hard-Fans der Niederlage ihres Teams vor Ort in der Halle beiwohnen.

Verabschiedet hat „NBA 2K“ sich von der bisherigen Half-Time-Show, die zumindest im MyCareer-Modus kommentarlos gestrichen wurde. Auch wichtige Einblendungen wie Statistiken zu bestimmten, von den drei Kommentatoren thematisierten Spielern und/oder Teams, fehlen aufgrund eines kritischen Day-1-Bugs komplett – bin gespannt, wie lange das noch der Fall ist, bzw. wann ein entsprechender Patch nachgereicht wird, der sich dem Problem annimmt. Dasselbe gilt für den am Ende eines jeden Matches gekürten Player-of-the-Game und die entsprechenden Highlights-Szenen des ausgezeichneten Spielers – ebenfalls ein Legacy-Bug, bei dem ich mich frage, wie er sich abermals in den Programmcode schmuggeln konnte – es sei denn, man hat in ausschweifender Manier Copy’n’Paste betrieben. In meinen Augen relativ unverständlich ist zudem die Tatsache, dass die im Vorfeld so in den Himmel gehypten Pre-Game-Shows mit Ernie Johnson und Shaquielle O’Neal nicht im MyCareer-Modus verwendet werden. WTF?!

Über so manchen WTF?!-Moment bin ich zudem im Multiplayer-Modus MyPark gestolpert. Zuerst einmal: Ich liebe die neue spielerische Tiefe und den Konkurrenzgedanken hinter dem neuen MyPark! Anstatt für sich gegen andere in lässigen Street-Ball-Partien anzutreten, schließt man sich einer von insgesamt drei Basketball-Communities an. Zur Auswahl stehen die Sunset Beach Ballers, die Old Town Flyers sowie die Rivet City Rough Riders – das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl! Durch gewonnene Spiele verdient sich der eigene MyPlayer allmählich Ruf, was ihn wiederum im MyPark-Level steigen lässt. Ein höherer Rang bringt einige Vorteile mit sich, zum Beispiel stylishe MyPlayer-Klamotten, zahlreiche spektakuläre Park-Moves und exklusive MyPlayer-Badges, die nur im Park freigeschaltet werden können. In wöchentlichen Turnieren treten die drei Communities gegeneinander an. Die Sieger dürfen sich über wechselnde Preise (meist VC und Rabatte auf Boosts) freuen. Eine besondere Herausforderung hält zudem der neue Multiplayer-Modus „The Stage“ bereit. Wer dort antritt, spielt um Virtual Currency, was der ganzen Sache einen gänzlich eigenen Reiz verleiht.
Klingt alles ziemlich cool. Was mir missfällt ist die technische Umsetzung: Die Wartezeiten im MyPark, insbesondere jedoch im Jordan-Rec-Center, wo nach realistischen NBA-Regeln gespielt wird, sind zuweilen unzumutbar – zumindest für Spieler, die abends mehr als zwei, drei Partien zocken wollen. Im Rec-Center kann es theoretisch bis zu 40 Minuten dauern, bis das Spiel, für das man sich angestellt hat, endlich beginnt. Zudem scheint die von 2K Sports bereitgestellte Server-Infrastruktur nicht die stärkste zu sein. Anders kann ich mir die inzwischen schon fast chronischen Ausfälle nicht erklären. Auch der konstante Lag, mit dem man sich im „NBA 2K“-Multiplayer nun bereits seit einigen Jahren konfrontiert sieht, ist mittlerweile nur noch lachhaft!

Kommen wir zur Steuerung von „NBA 2K15“: Diese wurde weitestgehend unverändert aus dem Vorgänger übernommen und gestaltet sich demzufolge nach wie vor recht komplex, aber mit ein wenig Übung durchaus beherrschbar. Lediglich das marginal überarbeitete Play-Call-System liegt nun auf dem Digipad, was ich für meinen Teil für eine sehr gute Entscheidung halte. D-Left plus D-Down ruft beispielsweise die allseits beliebte Isolation aus. Für weniger gelungen halte ich hingegen das neue Shoot-Meter: Mich persönlich lenkt es tendenziell eher ab, als dass es mir bei der Ausführung eines perfekten Wurfs unterstützend unter die Arme greift. Glücklicherweise lässt sich das Shoot-Meter optional deaktivieren. Beim Thema Wurftiming verlasse ich mich seit jeher lieber auf meine visuelle Wahrnehmung und mein Gespür! Ein großer Kritikpunkt am Vorgänger, der vor allem von Hardcore-2K-Fans immer und immer wieder angeprangert wurde, war u.a. die Tatsache, dass Spieler oftmals in bestimmten, viel zu langen Animationen „gefangen“ waren, da diese sich – einmal gestartet – nicht mehr abbrechen ließen. Dies ist auch in „NBA 2K15“ wieder der Fall, allerdings tritt dieses Problem nun bei weitem nicht mehr so häufig auf wie noch in „NBA 2K14“. Dafür scheint nun die automatische Passsteuerung nicht mehr ganz so präzise zu sein wie noch in früheren Teilen der „NBA 2K“-Reihe. Ebenfalls nicht angenommen haben sich die Entwickler der Kritik am grundlegenden Wurfsystem, bzw. dem Umstand, dass Würfe und Dunks per X-Button deutlich einfacher zu timen sind. Wer zum Beispiel im Park ausschließlich per X-Button spielt, hat nach wie vor einen Vorteil gegenüber der die Sticks nutzenden Konkurrenz, was ich für meinen Teil als ziemlich unfair empfinde.

Die Next-Gen-Fassung von „NBA 2K14“ (sprich: die Version für PlayStation 4 und Xbox One) war eines der optisch beeindruckendsten Sportspiele aller Zeiten und ganz ohne Zweifel das bestaussehendste Basketball-Videospiel ever! Der Nachfolger „NBA 2K15“ führt diese gute Tradition fort, allerdings fällt der Unterschied inzwischen nicht mehr ganz so frappierend ins Auge wie noch im Vorjahr. Das „Wichtigste“ vorneweg: Das Game läuft in scharfen 1080p bei gleichzeitigen butterweichen 60FPS. Die Spielermodelle, insbesondere jene von Starspielern wie Kevin Durant, LeBron James, Carmello Anthony und Co., wurden noch einmal überarbeitet und optisch weiter aufgebohrt, die verwandten Texturen höher aufgelöst und die Animationen (sowie die Übergange von einer zur anderen) wirken deutlich weicher, nicht mehr so abgehakt. Vereinzelte Clippingfehler gibt’s nach wie vor, u.a. wenn die blockende Hand des Verteidigers durch den Arm des Werfers schlägt. Laut Angaben von 2K Sports wurden mehr als 5000 neue Animationen ins Spiel eingebaut – was da alles als neue Animation zählt, will ich ehrlich gesagt gar nicht wissen. Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch, dass „NBA 2K15“ aufgrund der höheren Vielfalt an Animationen, die in einer bestimmten Situation abgespielt werden können, deutlich realistischer wirkt. Ebenfalls optisch beeindruckend sind die in „NBA 2K15“ enthaltenen Basketball-Tempel: Allerdings sei angemerkt, dass diese nicht auf den Meter genau ihren realen Vorbildern entsprechen. So hängt beispielsweise in der Energy Solutions Arena, dem Zuhause der Utah Jazz, bereits seit einigen Monaten ein sündhaft teurer Videowürfel unter der Hallendecke, von dem im Spiel noch nichts zu sehen ist.
Während das Treiben auf dem Parkett erneut umwerfend in Szene gesetzt wurde, fällt die restliche Optik des Spiels ein wenig ab: So sind Coaches, die Cheerleader und Interviewerin Doris Burke bei weitem nicht so detailliert gestaltet worden wie die Modelle der NBA-Spieler. Die ruckel- und zuckeligen Animationen von Doris Burke und ihrem Gesprächspartner laden zudem Interview für Interview zum ausgiebigen Fremdschämen ein. Auch die Zuschauer auf den Rängen hätten langsam mal ein gründliches Makeover verdient. Vor allem: Wieso schauen sie noch immer nicht dem Ball, bzw. dem ballführenden Spieler hinterher, sondern starren stattdessen stocksteif geradeaus, ganz so als ob sie das Spiel nicht die Bohne tangieren würde? Wären vielleicht drei, vier Zeilen Programmcode mehr gewesen, aber naja. Auch die aufgrund der dann und wann einen Ticken zu spät einsetzenden Physikengine fröhlich durch die Gegend flatternden Spieler-Jerseys haben es erneut ins fertige Spiel geschafft. Szenenapplaus für diese Meisterleistung!

Nichts, oder zumindest nicht allzu viel zu meckern gibt es an der Soundkulisse des Spiels. Die für annähernd jeden US-Sport so typische Orgel, Team-spezifische 3er-Jingles und Anfeuerungsrufe der Fans, das Quietschen der Schuhsohlen auf dem frisch gebohnerten Basketball-Parkett – das alles ist schon sehr hörenswert. Am Soundtrack, der in diesem Jahr von niemand geringerem als Pharrell Williams zusammengestellt wurde, scheiden sich dem Vernehmen nach die Geister und da Geschmäcker grundsätzlich verschieden sind, spare ich mir eine detaillierte Bewertung. Nur so viel: mir tut der „NBA 2K15“-Soundtrack nicht weh, gleichzeitig finde ich ihn aber auch nicht hörenswerter als den aus dem Vorjahr, der mit „Radioactive“ von den Imagine Dragons wenigstens einen echten Ohrwurm sein Eigen nannte. Als beinahe schon unzumutbar empfinde ich übrigens die Design-Entscheidung, während Ladepausen, von denen es in „NBA 2K15“ nicht wenige gibt, die Musikberieselung einzustellen. Stattdessen sieht man sich immer wieder aufs Neue mit elendig langer, monotoner Stille konfrontiert.
Eine herbe Enttäuschung ist zudem der erneut von Kevin Harlan, Clark Kellogg und Steve Kerr eingesprochene Gameplay-Kommentar. Wobei: Die Formulierung „erneut eingesprochen“ ist dieses Jahr nicht gänzlich zutreffend, da lediglich einige wenige hinzugekommene Spielernamen, die ein oder andere Überleitung, sowie Werbung für das Online-Angebot NBA.TV neu aufgenommen wurden. Der Rest wurde nahezu unverändert aus dem Vorgänger „NBA 2K14“ übernommen.

Pro
+ Gameplay-Fokus liegt auf Simulation
+ zockt sich sehr stimmig
+ motivierende, spielerisch sinnige Pep-Speeches
+ beeindruckende technische Umsetzung
+ realistisches Skill-System (MyPlayer)
+ aufgebohrter MyPark-Modus
Contra
– zahlreiche (Legacy-)Bugs
– teils geskriptete Spielausgänge im Karrieremodus
– fehlende Pre-Game-Show im Karrieremodus
– annähernd komplett recycelter Kommentar
– überlastete Multiplayer-Server
– lange Lade- und Wartezeiten im MyPark
– Pay2Win

Fazit
Für mich ist „NBA 2K15“ eine Enttäuschung auf hohen Niveau: Nach dem großen Entwicklungsschritt im vergangenen Jahr, war nun Feintuning angesagt, und eben dies haben 2K Sports und Visual Concepts nur mangelhaft erledigt. Während das Gesamterlebnis „NBA 2K15“ definitiv runder wirkt, quasi wie eine Version 2.0 des letztjährigen Titels, wurde unverständlicherweise versäumt, langjährigen hochgradig nervigen Bugs den Garaus zu machen. Zudem kann das neue, bzw. überarbeitete Coach- und Teamchemie-System zeitweise zu einer echten Spielspaßbremse avancieren. Und die geskriptete Spielausgänge, die ich bereits im Vorjahr angeprangert hatte, sind ebenfalls wieder mit von der Partie. Die Idee hinter dem neuen MyPark-Modus mit seinen drei Fraktionen und den regelmäßig stattfindenden Turnieren ist grundsätzlich sehr launig, nur erweist sich die Umsetzung, hier insbesondere die technische, bedauerlicherweise abermals als mangelhaft.

Mit „NBA 2K15“ haben 2K Sports und Visual Concepts auch in diesem Jahr eine grundsätzlich sehr gute Basketball-Simulation auf die Beine gestellt, die jedoch wie schon die Vorgänger unter einigen spielerischen wie unübersehbaren technischen Defiziten leidet sowie von einigen heftigen Bugs heimgesucht wird und aufgrund dessen ihr wahres Potenzial, welches hier und da durchschimmert, nicht vollends entfalten kann.

Update: 9. Dezember 2014
Nachdem 2K Sports mittlerweile drei Patches nachgereicht hat, macht „NBA 2K15“ einen deutlich runderen Eindruck. Zahlreiche nervige Bugs wurden ausgemerzt und auch die KI der CPU-Teamkollegen wirkt nun deutlich mehr „auf der Höhe“, was sich allein darin bemerkbar macht, dass sie nun auch im vierten Viertel noch wissen, wie man eine ordentliche Partie Basketball spielt. Zudem wurden einige Jerseys und Arenen auf den neuesten Stand gebracht. Das Rating wurde um einen Stern auf derer vier angehoben.

— InaiMathi, am 21. Oktober 2014

NBA 2K15

Genre: Sportspiel
Release: 10. Oktober 2014
Plattform: PlayStation 4
Spielzeit: 100 Stunden
Entwicklerstudio: Visual Concepts / 2K Sports
Publisher: Take Two Interactive
Wertung
NBA 2K15 von Visual Concepts / 2K Sports jetzt online bei Amazon.de bestellen  ➞

Videospiel-Reviews

NBA Live 18 (Demo)
★ ★ ★ ★
DiRT 4
★ ★ ★
NieR:Automata
★ ★ ★ ★ ★
NBA Playgrounds
★ ★
3on3 FreeStyle
★ ★ ★ ★
Pro Evolution Soccer (PES) 2017
★ ★ ★
Trials Fusion
★ ★ ★ ★
Titel Entwicklerstudio Wertung
NBA Live 18 (Demo) EA Sports ★ ★ ★ ★
DiRT 4 Codemasters ★ ★ ★
NieR:Automata Platinum Games ★ ★ ★ ★ ★
NBA Playgrounds Saber Interactive ★ ★
3on3 FreeStyle JoyCity ★ ★ ★ ★
Pro Evolution Soccer (PES) 2017 Konami Digital Entertainment ★ ★ ★
Trials Fusion RedLynx ★ ★ ★ ★
Weitere Videospiel-Reviews

Kommentare

comments powered by Disqus