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InaiMathi Blog

Kölnpfad - Der Kölner Rundwanderweg

Kölnpfad - Der Kölner Rundwanderweg - © J.P. Bachem Verlag

Ein Sommer auf dem Kölnpfad – so lautet unser Plan für die Sommermonate, wenn denn das Wetter mitspielt, wovon ich an dieser Stelle einfach mal ausgehe. Der Kölnpfad wird die erste große Wanderung sein, die ich zusammen mit meiner Herzallerliebsten angehen werde, und aus diesem Grund bedarf es diesbezüglich einiger Vorbereitung, damit die ganze Unternehmung nicht schon vor dem Start grandios scheitert. Der jeweils aktuelle Stand unserer Planung, Bilder und Fotos vom Kölnpfad sowie andere Infos zum Wanderweg rund um Köln, finden sich im Wanderportal hier im Blog!

Um auf alle Eventualitäten bestens vorbereitet zu sein, haben wir uns vor einigen Wochen auf die Suche nach einem guten Wanderführer zum Kölnpfad gemacht und sind dabei in unserer örtlichen Buchhandlung auf „Kölnpfad – Der Kölner Rundwanderweg“ von Steffi Machnik aus dem J.P. Bachem Verlag gestoßen. Dieser bietet neben wissenswerten Basisinfos zu jeder einzelnen der insgesamt elf Kölnpfad-Etappen, übersichtliche Streckenkarten, mit zahlreichen Impressionen versehene Hinweise zu Sehenswürdigkeiten entlang der Wanderroute und vieles mehr. Ach, und sogar der selbsternannte Wanderpapst Manuel Andrack, bekannt u.a. als ehemaliger Redaktionsleiter von Bonito TV und Sidekick von Harald Schmidt in seiner LateNight-Show (siehe meine Review zu „Die Harald Schmidt Show – Die ersten 100 Jahre“), und neuerdings selber Autor zahlreicher Sachbücher zum Thema Wandern (siehe meine Review zu „Das neue Wandern“), hat einen eigenes Kapitel beigesteuert!

Ob da letzten Endes noch irgendetwas schiefgehen konnte, klärt meine ausführliche Buchrezension zu Steffi Machniks Wanderführer „Kölnpfad – Der Kölner Rundwanderweg“ aus dem J.P. Bachem Verlag.

Kölnpfad – Der Kölner Rundwanderweg
von Steffi Machnik
2012 (3. Auflage), Wanderführer, 239 Seiten
J.P. Bachem Verlag
www.Koelner-Eifelverein.de

Die Autorin
Steffi Machnik, geboren irgendwo im Oberbergischen Land, lebt und arbeitet als Journalistin, Fotografin und freie Autorin in Köln. Sie arbeitete als Redakteurin für den „Kölner Wochenspiegel“ und schrieb sechs Jahre lang für den Lokalteil des „Kölner Stadt-Anzeigers“. Ihr erstes Wanderbuch, „Kölnpfad – Der Kölner Rundwanderweg“, erschien im Jahr 2008 im J.P. Bachem Verlag. Derselbe Verlag verlegte Ende 2012 auch ihr zweites Sachbuch, „Feierabend-Touren – 16 kurze Wanderungen durch Köln“, welches von Wander-Interessierten ebenfalls in den höchsten Tönen gelobt wird. Machnik ist zudem Gründungsmitglied von VeedelMedia, einem in Köln ansässigen Kleinst-Verlagshaus für Kölner Stadtteilmagazine.

Beschreibung
„Der KÖLNPFAD, der Kölner Rundwanderweg, ist eine Idee des Kölner Eifelvereins. Auf einem speziell gekennzeichneten Weg können Kölner und ihre Gäste ihre Stadt umrunden. Der Weg führt 171 Kilometer durch rechts- und linksrheinisches Stadtgebiet mit einem Schlenker ins Bergische Land. Die gesamte Strecke wird in 11 Etappen mit einer Länge zwischen 9 und 22 Kilometern unterteilt, deren Start und Ziel jeweils mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Kölner Stadtgeschichte kann erwandert werden, wobei das Augenmerk nicht nur auf die Sehenswürdigkeiten gelenkt wird, die direkt am Weg liegen, sondern markante Punkte „um die Ecke“ werden ebenso vorgestellt, insbesondere für Familien mit Kindern. Einkehrmöglichkeiten, das Streckenprofil sowie Wanderkarten gehören zu jeder Tourenbeschreibung dazu.“ – Quelle

Kritik
Wie so vieles in den letzten Jahren, beginnt auch das Buch „Kölnpfad – Der Kölner Rundwanderweg“ mit einem Vor- und Grußwort von CDU-Mann Fritz Schramma, seines Zeichens Oberbürgermeister a.D. der Stadt Köln und außerdem einer der Initiatoren des im Jahr 2008 aus der Taufe gehobenen Kölnpfads. Wenig später wird’s dann persönlich: ein Gruppenfoto jener Wandergruppe, auf dessen Streben hin der jetzige 171 Kilometer lange Kölnpfad Realität geworden ist. Mit dabei die Autorin dieses Buches, Steffi Machnik, Manuel Andrack sowie viele Mitglieder des Kölner Eifelvereins, welcher das Kölnpfad-Buch in Zusammenarbeit mit dem J.P. Bachem Verlag mit herausgegeben hat.
Es folgen zwei erläuternde Seiten zu den für den Kölnpfad typischen Streckenmarkierungen, bzw. Wanderzeichen, wie sie im Buch bezeichnet werden, sowie – sollte man während seiner Wanderung spontan Lust verspüren, sich komplett zum Affen zu machen und ein Liedchen der Bläck Fööss anzustimmen – der komplette Liedtext, inklusive der Noten – wohl für den Fall, dass man mit einem Keyboard unterm Arm unterwegs ist – des Songs „Kölnpfad – einmöl öm Kölle röm“ von Hans Knipp und der Kölner Kultband Bläck Fööss. – Alles in allem ein schöner, gelungener Einstieg in die Materie, doch nun sollte es dann bitte losgehen mit dem Wandern, ja?

Auf den verbleibenden der knapp 240, auf dickes strapazierfähiges Papier gedruckten Seiten, welche von einem ebenfalls äußerst widerstandsfähigen, mit einer speziellen schmutz- und relativ wasserabweisenden Versiegelung versehenen Umschlag, der wiederum mit Klappbroschüren im vorderen sowie im hinteren Teil, auf denen sowohl eine detaillierte Streckenkarte vom Kölnpfad als auch die passende Kartenlegende abgedruckt wurden, aufwarten kann, geschützt werden, widmet sich Autorin Steffi Machnik dann wirklich nahezu komplett dem Thema Wandern auf dem Kölnpfad! Auf Seite 18, um genau zu sein, geht’s los: die erste Kölnpfad-Etappe steht an! Da sich die Aufbereitung der Infos zu jeder Etappe stets wiederholen, möchte ich an dieser Stelle die erste Wanderung dafür nutzen, eine exemplarische Beschreibung und Bewertung abzugeben, welche sich auf alle noch folgenden Teilabschnitte übertragen lässt.

Den Auftakt einer jeden Routenbeschreibung bildet die übersichtliche Streckenkarte: Auf dieser ist sowohl der komplette Pfad eingezeichnet als auch zahlreiche weitere Informationen zur näheren Umgebung. Beispielsweise nah an der Route liegende Restaurants zum Einkehren für den Fall, dass es einen zwischendurch dann doch einmal überkommt, lauschige Parkanlagen zum kurzen Rasten und Verschnaufen, interessante Grabungsstätten, sehenswerte Kirchen und Denkmäler sowie sonstige kulturell interessante Punkte abseits der eigentlichen Route. Ebenfalls praktisch: Alle entlang der Strecke gelegenen KVB-Haltestellen sind ebenfalls auf der Karte jeder einzelnen Etappe eingetragen, so dass man für den Fall der Fälle auf der sicheren Seite ist und schnell reagieren kann.
Einmal umgeblättert, folgt der nächste grundsätzliche Bestandteil eines jeden Etappenberichts: die Wegbeschreibung. Der Auftakt führt den geneigten Hobby-)Wanderer von Köln-Rodenkirchen nach Klettenberg. Auf knapp zwei Doppelseiten erklärt die Autorin den Weg durch die Kölner Veedel. Das ganze zwar eher sachlich-trocken zu Papier gebracht, doch die Wegbeschreibungen gestalten sich keineswegs uninteressant: Immer wieder wurden Tipps und Tricks, Hinweise zu markanten Wegpunkten, an denen man sich auf seiner Wanderung orientieren kann, und – natürlich – zahlreiche Fotos eingestreut, welche die Texte definitiv lesenswert machen!
Nach dem objektiven Teil folgt der eher subjektiv angelegte: Machnik nimmt sich noch einmal der Etappe und ihrer Route an und schildert ihre ganz eigenen Eindrücke, geht ein wenig ausladender auf kulturelle Höhepunkte (und Niederungen) entlang der Strecke ein, und lässt darüber hinaus auch die bewegte Geschichte Kölns mit ihren mannigfaltigen Höhen, Tiefen und Wendungen nicht außer Acht. Bei der ersten Etappe sind so knapp 17 Seiten an zusätzlichen Informationen zusammengekommen. Dieses hohe Niveau konnte zwar nicht durchgängig gehalten werden, doch das ist durchaus nachvollziehbar. Immerhin sind nicht alle Etappen des Kölnpfads so derart gehens- und sehenswert wie die rund 22 km lange Strecke von Rodenkirchen nach Klettenberg. Natürlich darf man keine absolut korrekte geschichtliche Abhandlung erwarten und auch wer wahnsinnig ausschweifende Beschreibungen zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand sucht, wird sicherlich enttäuscht sein, denn die gibt es schlicht und ergreifend nicht. Aber mein Gott, es handelt sich immer noch um einen Wanderführer mit Fokus auf die Wanderroute und eben nicht um ein Nachschlagewerk zum Thema Kultur in Köln, nicht vergessen!
Etwas besonderes haben sich die Macher für die dritte Etappe von Bocklemünd, über Auweiler-Esch bis in den Norden nach Roggendorf-Thenhoven einfallen lassen: Hier hat ausnahmsweise mal nicht Autorin Steffi Machnik das Gros der Infos beigesteuert, sondern stattdessen Streckenpate Manuel Andrack (siehe meine Review zu „Das neue Wandern“), was sich auch gleich am dezent anderen Stil bemerkbar macht.
Den Abschluss bildet ein kompaktes Fact Sheet, auf dem noch einmal die wichtigsten Infos zur jeweiligen Etappe zusammengetragen wurden: Hier werden die grundsätzliche Streckenlänge sowie die voraussichtliche Dauer der Wanderung genau so aufgeführt, wie das Etappenprofil und die optimale Anfahrt mittels dem öffentlichen Nahverkehr. Für all jene, die gerne mal eine Abkürzung nehmen, werden hier auch eben diese aufgeführt – so denn vorhanden. Abgerundet wird das Fact Sheet durch die Auflistung diverser Einkehrmöglichkeiten wie Gaststätten, Kneipen, Restaurants und Hotels. – Alles in allem eine sehr gelungene Aufbereitung der einzelnen Streckenabschnitte, wie ich finde!

Ein wenig schade ist allerdings, wie abrupt der interessierte Leser aus dem Buch „herausgeschmissen“ wird. Nach dem kurzen Fact Sheet zu der letzten, der elften Kölnpfad-Etappe, folgt lediglich noch ein Register, dannach ist Schluss. Einfach so. Kein entspanntes Ausklingen lassen, keine lobenden Worte für das gegebenenfalls erfolgreiche Bewandern des Kölnpfades. Nichts. Rein gar nichts! Das empfinde ich persönlich als unglücklich, denn so, wie sich der Abschluss des ansonsten sehr gelungenen Wanderführers in seiner aktuell dritten Auflage präsentiert, macht er einen ziemlich unrunden Eindruck. Naja.
Auch, dass Basiswissen quasi vorausgesetzt wird und der geneigte Hobbywanderer aufgrund dessen keinerlei Hilfestellung an die Hand bekommt, wie man sich auf die Wanderung des Kölnpfads vorbereiten sollte, beispielsweise welches Schuhwerk angebracht ist, Tipps und Tricks zur optimalerweise mitzuführenden Verpflegung etc, ist unglücklich. Insbesondere, da dieses Buch mit seiner Thematik mit Sicherheit auch eine andere Zielgruppe als bloß die der Hardcore-Wanderer ansprechen dürfte.

Pro
+ übersichtliche Streckenkarten
+ ausführliche Wegbeschreibungen
+ subjektive Eindrücke der Autorin
+ detailliertes Fact Sheet zu jeder Etappe
+ hilfreiche Infos zum Anforderungsprofil, etc.
+ viele Impressionen vom Wegesrand
Contra
– Basiswissen wird vorausgesetzt
– keinerlei Empfehlungen hinsichtlich des Equipments
– zu abruptes Ende

Fazit
Mit „Kölnpfad – Der Kölner Rundwanderweg“ hat Steffi Machnik ein Standardwerk zum Thema Wandern auf dem Kölnpfad geschaffen, das ich jedem, der mit dem Gedanken spielt, sich die herausfordernden 171 Kilometer rund um Köln anzutun, wärmstens ans Herz legen möchte! Die Aufbereitung der Informationen ist sehr gelungen, die Geschichten und kleinen Anekdoten von abseits des Weges lesenswert und kurzweilig. Mir persönlich ist kein anderer Wanderführer zum Kölnpfad bekannt, der auch nur annähernd in die Regionen dieses Standardwerks vorstößt!

— InaiMathi, am 1. Juni 2013

Kölnpfad - Der Kölner Rundwanderweg

Genre: Wanderführer
Veröffentlichung: 2008
Umfang: 239 Seiten
Autor: Steffi Machnik
Verlag: J.P. Bachem Verlag
Wertung
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