Autopflege & Wartung     Technik     Videospiele     Diverses

InaiMathi Blog

Guide: Autoscheiben streifenfrei reinigen & versiegeln für perfekte Sicht

Im ersten Teil meines großen How-To Guides zum Thema Autoreinigung habe ich mich mit der intensiven Reinigung des Fahrzeuglacks sowie dessen Konservierung befasst. Im nun folgenden Teil 2 möchte ich mich mit dem Thema Autoscheiben-Reinigung befassen und aufzeigen, wie man diese a) perfekt und streifenfrei gereinigt bekommt, und b) das erzielte Reinigungsergebnis abschließend mit einer langlebigen protektiven Schutzschicht versiegelt, damit jederzeit, ganz egal wann man unterwegs ist, ob im Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter, ob bei Tag oder in der Nacht, ob bei strahlendem Sonnenschein oder herunterprasselndem Sturzregen, eine optimale Sicht auf die Dinge vor, neben und hinter dem Fahrzeug gewährleistet ist.

Vorbereitung

Für ein möglichst optimales Ergebnis empfiehlt es sich, die folgenden Reinigungs-Utensilien zur Hand zu haben:

  • SONAX Scheibenklar-Reiniger (bei Amazon)
  • Mikrofaser-Reinigungstücher (bei Amazon)
  • 3 Mikrofaser-Trockentücher (bei Amazon)
  • ca. 250g Auto-Reinigungsknete (bei Amazon)
  • Meguiar’s Gold Class Paste Wax (bei Amazon)
  • 2 Mikrofaser-Poliertücher (bei Amazon)

Bei der Zusammenstellung der für für die Scheibenreinigung und Versiegelung notwendigen Produkte habe ich mich für einen soliden Mittelweg zwischen Qualität und anfallenden Kosten entschieden. Beim Online-Versandhändler Amazon.de schlagen sind die Produkte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels mit rund 65 Euro zu Buche. Bei Bedarf geht’s – natürlich – auch deutlich teurer, jedoch fällt das Leistungs-Plus der sogenannten „Premium-Reiniger“ meiner Meinung nach eher überschaubar aus.

Zeitaufwand für die Reinigung & Versiegelung aller Fahrzeugscheiben: ~45 Minuten.

InaiMathis Ultimative Scheibenreinigung

1. Schritt: Grundreinigung
Zu Beginn der Reinigung wird die Scheibe einer Grundreinigung unterzogen, um oberflächliche Verschmutzungen wie Staub, Dreck, Fliegenschiss und Vogelkot, sowie ggf. vorhandene Öl- und Fett-Schmierfilme erst anzulösen und anschließend weitestgehend zu entfernen. Zu diesem Zweck mischt man sich in einer  sauberenleeren Sprühflasche aus warmem Wasser (möglichst kalkfrei!) und gewöhnlicher Haushaltsseife eine Seifenlauge an, und sprengt die Scheibe mit einer dicken Schicht ein. Kurz einwirken lassen, mit klarem Wasser abspülen und zu guter Letzt mit einem sauberen Mikrofaser-Reinigungstuch die Scheibenoberfläche weitestgehend abtrocknen. Bei der Gelegenheit auch gleich die Wischblätter der Scheibenwischer mit einem geeigneten Reinigerder den Gummi nicht angreift oder der Seifenlauge säubern, oder gleich komplett gegen neue auswechseln. Das für die Reinigung der Scheibe und/oder Wischblätter benutzte Tuch anschließend zur Seite legen und für die noch folgenden Reinigungsschritte nicht weiterverwenden!

2. Schritt: Hartnäckige Verschmutzungen aufbrechen und entfernen
Im nächsten Arbeitsschritt nimmt man seinen favorisierten Scheibenreiniger zur Hand (in meinem Fall das oben verlinkte Scheibenklar der Firma Sonax) und netzt die Scheibe gemäß den auf der Verpackungsrückseite aufgedruckten Anwendungshinweisen ein. Nun das Mittel erneut kurz einwirken lassen und die Oberfläche mit einem frischen, unbenutzten Mikrofasertuch reinigen. Um eine gleichermaßen unwirtschaftliche wie umweltbelastende Verschwendung von Reinigerflüssigkeit durch Verdunstung zu vermeiden, sollten große Flächen wie die Windschutz- und/oder Heckscheibe möglichst in zwei Etappen gereinigt werden; erst die linke Hälfte der Scheibe, anschließend die rechte. Während der Reinigungsarbeiten das Tuch vorzugsweise in kleinen kreisenden Bewegungen über die Scheibe bewegen, um die noch auf der Scheibenoberfläche festsitzenden hartnäckigen Verschmutzungen von allen Seiten erst anzulösen, dann mit der Mikrofaserstruktur des Tuches aufzunehmen und zu binden.

Anschließend nimmt man ein ausreichend großes Stück Auto-Reinigungsknete zur Hand, netzt die Oberfläche der Scheibe mit warmem Wasser ein (dieses fungiert gewissermaßen als Gleitmittel) und gleitet mit der Knete in langsamen, möglichst gerade ausgeführten geraden Bewegungen darüber. Dabei sich ruhig ein wenig Zeit nehmen und die komplette Scheibe ordentlich abarbeiten. Die Knetmasse löst extrem festsitzende Verschmutzungen und nimmt sie auf. Sobald sich die zur Reinigung verwendete Fläche mit viel Schmutz zugesetzt hat (dunkele Verfärbungen), knetet man diese mit ein wenig Geschick so um, dass daraufhin wieder eine (annähernd) saubere Fläche zur weiteren Reinigung zur Verfügung steht.

Nun die komplette Scheibe nochmals mit Glasreiniger reinigen (siehe oben) und mit einem dicken, saugstarken Mikrofaser-Trockentuch abtrocknen. Durch die Behandlung mit der Auto-Reinigungsknete gelöste mikroskopisch kleine Verschmutzungen, die mit dem bloßen Auge normalerweise nicht wirklich zu erkennen sind, werden sich nun im Tuch bemerkbar machen. Auch das Trockentuch wird anschließend zur Seite gelegt und nicht weiterbenutzt!

3. Schritt: Scheibe gegen Neuverschmutzungen schützen
Im dritten und letzten Arbeitsschritt wird die gereinigte Scheibenoberfläche gegen neue Verschmutzungen geschützt, indem man eine dünne Wachsschicht aufpoliert. Dafür eigenen sich quasi sämtliche Canauba-Wachse (wie der oben verlinkte aus dem Hause Meguiar’s, den ich persönlich sehr schätze!) oder alternativ auch Autowachse auf synthetischer Basis. Die Wachsschicht sorgt zudem bei Nässe und Regen für einen Abperleffekt des Wassers auf der Scheibenoberfläche, der zwar nicht ganz an den berühmt-berüchtigten Lotus-Effekt vieler Spezial-Reiniger heranreicht, dafür jedoch von deutlich längerer Dauer sein kann (ungefähr 4-6 Monate!), und überdies in eisig-kalten Winternächten der Bildung einer Eisschicht vorbeugt.

Den Wachs in nicht zu ausladenden kreisenden Bewegungen und mit leichtem Druck auf die gereinigte Scheibe auftragen bis sich eine hauchdünne Schicht gebildet hat. Diese nun 5-7 Minuten lang einwirken lassen. Mit einem Finger testen, ob der angetrocknete Wachs streifenfrei auf der Scheibe verschoben werden kann. Erst dann können die überschüssigen Wachsreste mit einem sauberen Mikrofasertuch streifen- und schlierenfrei wegpoliert werden! Auch im Falle der Politur empfehlen sich kreisende Wischbewegungen, da dadurch den Mikrofasern ermöglicht wird, möglichst viel Restwachs abzutragen und zu binden. Auch hier lohnt es sich, sich Zeit zu lassen und ordentlich zu arbeiten. Versehentlich auf (schwarze) Plastikteile aufgetragener und von dort während des Poliervorgangs nicht entfernter Wachs verfärbt sich binnen weniger Stunden zu einer weißen Schicht, die nicht nur unschön ausschaut, sondern sich zudem auch deutlich schwieriger wieder entfernen lässt als frisch aufgetragener Wachs.

Zu guter Letzt wird die Scheibe mit einem sauberen weichen Poliertuch gefinisht. Hier sorgen erst kreisförmige, gefolgt von vertikalen Bewegungen für das beste Resultat, – nämlich strahlenden Glanz und perfekten Schutz gegen Neuverschmutzungen!

Done! :)

— InaiMathi, am 24. November 2017
Hinweis: Die im Rahmen meiner How-To Guides vermittelten Informationen, Tipps & Tricks wurden von mir nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Befolgung ausdrücklich auf eigene Gefahr! Für eventuell auftretende Schäden übernehme ich keine Haftung!
Der How-To Guide war hilfreich? Dann unterstütze InaiMathi.de, indem Du demnächst über diesen Link bei Amazon.de einkaufst.  ➞

Kommentare