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Profesionell Redder Van De Prinsessen. Een halve dag.
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Geocaching-Guide: Eigenen Geocache anlegen und pflegen

Man mag es zu Beginn seiner Geocaching-Laufbahn nicht wahrhaben wollen, aber ja, irgendwann kommt definitiv der Tag, an dem im Caching-Radius um die Homebase auch wirklich der allerletzte Traditional geloggt, der längste Multi-Cache abgelaufen und auch der anspruchsvollste Mystery enträtselt wurde. Spätestens dann kommt man als engagierter Geocacher an den Punkt, an dem man einfach mehr will als sich bloß auf den Nachschub anderer zu verlassen. Man möchte vielmehr endlich selber ein Stück weit Verantwortung übernehmen und spielt mit dem Gedanken, einen eigenen Geocache zu konzipieren, anzulegen und natürlich auch zu pflegen. Was sich auf den ersten Blick relativ simpel anhört, ist in der Realität mit einer gehörigen Portion Arbeit und – was viele unterschätzen – mit so manchen versteckten Kosten verbunden.

Im Rahmen dieses kompakten Geocaching-Guides möchte ich all jenen, die, wie einst auch meine Wenigkeit, mit dem Gedanken liebäugeln, auf Geocaching.com einen eigenen fantastischen Cache anzulegen, wie ihn die Welt bis dato noch nicht gesehen hat, hilfreiche Tipps und Hinweise an die Hand geben, welche, wenn beachtet und zu Herzen genommen, das Vorhaben spürbar erleichtern sollten?

Welche Größe darf’s denn sein?
Zu allererst muss man sich darüber klar werden, welche Dimensionen der Geocache letzten Endes haben soll? Will man eher erstmal mit einem kleinen Small starten und schauen, wie die allgemeine Resonanz der Community ausfällt und was sonst so passiert, oder soll den Cacher am Ende eine ausgewachsene Box erwarten, welche genügend Platz bietet, um so manches Kleinod zu deponieren? Oder soll’s gleich von Beginn an ein bockschwerer, lediglich wenige Zentimeter kleiner und über dei Maßen gut getarnter Nano-Behälter sein, an dem sich ganze Horden von passionierten Schatzsuchern möglichst die Zähne ausbeißen sollen?

Je nachdem, für welche Art Geocache man sich schlussendlich entschieden hat, bietet GroundSpeak.com, seines Zeichens Betreiber der weltweit führenden interaktiven Plattform für Geocacher, www.Geocaching.com, offizielle Cache-Behälter sowie weitere nützliche Utensilien und Zubehör zum Kauf an. Diese können praktischerweise unkompliziert und schnell via Amazon.de geordert werden, ein Import aus fernen Ländern ist allen Gerüchten zum Trotz nicht vonnöten. Derzeit stehen die folgenden drei Starter-Sets zimelich hoch im Kurs…

Die 3 Goldenen Regeln
Wer einen neuen Geocache anlegt, sollte dabei die folgenden drei goldene Regeln beachten oder zumindest in seinen Planungen beherzigen:

  1. Nur solche Geocaches anlegen, deren Suche einem selbst Spaß machen würde!
  2. Finger weg von Privatgelände!
  3. Sicherheit geht vor!

Es gibt beinahe nichts Schlimmeres als einen Geocache, der einen im Verlauf der Suche stundenlang durch die Pampa schickt, bei dem es schlicht und ergreifend weder was zu sehen noch zu lernen gibt und an dessen Ende den geneigten Cacher vielleicht maximal ein müder Nano-Behälter erwartet, bei dem standesgemäß nicht mal die theoretische Chance auf einen Trackable oder Geocoin vorhanden ist. Sowas will keiner, das macht einfach keinen Spaß!
Deshalb: Wer sich dran macht, zuhause am heimischen Reißbrett einen neuen Geocache zu konzipieren, sollte diesen möglichst so planen, dass er nicht zu leicht und nicht zu schwer, nicht zu lang und nicht zu kurz und vor allen Dingen stets launig zu lösen ist. Auch was die Route bei einem Multi angeht, sollte man den Schatzsuchern nur solche Gebiete und Gegenden zumuten, die man auch selber ohne mit der Wimper zu zucken zu jeder Tages- und Nachtzeit durchschreiten würde. Ein Cache, dessen Route einen durch alte Kanalisationen, mitten durch tiefe Wälder, gefährlich nahe an Schnellstraßen entlang, durch irgendwelche verlassene Areale und über stillgelegte Rangierbahnhöfe führt, nur um sagen zu können: “Mein Cache ist der spektakulärste!”, ist nicht bloß unnötig, sondern zudem auch ziemlich lame!

Apropos: Ein Geocache sollte nie, niemals nie, unter keinen Umständen auf Privatgelände versteckt werden! Es sei denn, der Besitzer hat seine ausdrückliche, bestenfalls schriftlich fixierte Einverständnis gegeben, dass der Behälter dort deponiert werden darf. Doch dazu bedarf es entweder guter Freunde oder ein eigenes Grundstück, aber mal ehrlich: Wer will schon das ganze Jahr über Fremde auf seinem Besitz rumrennen haben?! Meistens gehen Leute, die einen ungefragt auf ihrem Grund und Boden versteckten Geocache entdecken, hin, und entsorgen dies ggf. muhevoll präparierte Dose auf direktem Wege im Hausmüll. Also besser erst gar nicht drauf ankommen lassen und einen Platz suchen, der für jedermann zu jeder Zeit frei zugänglich ist und bei dem das Potential für rechtliche Streitigkeiten gar nicht erst vorhanden ist. Schont Nerven und den Geldbeutel!

Ein beliebter Fehler, den man beim Verstecken eines Caches begehen kann, ist übrigens auch, dass man das Versteckt von der aktuell vorherrschenden Jahreszeit beeinflusst auswählt. Soll heißen: Was im Frühjahr oder Sommer noch wie eine dichte Hecke ausschaut, hat im Herbst, allerspätestens im Winter nicht mehr allzu viel mit einer gemeinsam. Wo im Sommer noch die direkte Sicht auf einen Cache durch dichtes Blattwerk verdeckt wurde, herrscht Ende des Jahres freie Einsicht. Es empfiehlt sich also, seine Verstecke so auszuwählen, dass diese Bestand haben, ganz egal, welche Jahreszeit gerade vorherrscht.

Ebenso ist darauf zu achten, dass die Route den Suchenden zu keiner Zeit durch Gefahrengebiete führt. Ein Cache sollte schon allein aus diesem Grund stets so versteckt sein, dass der Suchende von der Schatzsuche blessur- und bruchfrei zurückkommt! Auch hier ist zu bedenken, dass Routen, die im Frühjahr und Sommer, den beiden Zeiten im Jahr, in denen schätzungsweise die meisten Geocacher unterwegs sind, noch gefahrlos zu begehen sind, gegen Jahresende, wenn Schnee liegt und Glatteis nicht mehr weit ist, erheblich gefährlicher zu beschreiten sind!
Insbesondere Caches, die auf Geocaching.com vom Owner ausdrücklich als familienfreundlich gekennzeichnet wurden, sollten tunlichst darum bemüht sein, die Suchenden, unter denen sich potenziell Kinder befinden können, keiner Gefahr auszusetzen oder an Plätzen vorbeizuführen, von denen man die Kleine – zumindest als verantwortlich handelnde Eltern – allgemein hin eher fernhalten sollte. Dies gilt insbesondere für Nachtcaches!

Ein Wort über den Schutz der lokalen Flora und Fauna: Wer beabsichtigt, seinen Geocache nicht in der Stadt, sondern in der freien Natur anzulegen, bzw. zu verstecken, sollte darauf achten, dass weder durch den Akt des Versteckens, noch durch die anschließende Suche durch Cacher die umliegende Pflanzen- und Tierwelt beeinträchtigt, bzw. zerstört wird. Auch historische Lokalitäten verbieten sich in den meisten Fällen als Location für einen physischen Geocache. – Dies ist eine insbesondere von sogenannten Anti-Cachern oft vorgetragene Beschwerde, der man als verantwortungsvoller Owner möglichst keinen zusätzlichen Nährboden geben sollte.

Wer nicht auf die von Geocaching.com angebotenen Behälter zurückgreifen und stattdessen auf eine Custom-Dose zurückgreifen will, muss sichergehen, dass diese auch als Geocache erkennbar ist und nicht mit in der Gegend herumliegenden Unrat verwechselt werden kann. Beispielsweise indem an mindestens einer gut sichtbaren Stelle auf der Dose das Geocaching-Logo angebracht oder mittels eines wasserfesten Edding-Stifts die Wortmarke aufgeschrieben wird. Auf Geocaching.com finden sich u.a. Logos und Beipackzettel in mehreren Sprachen, die zu diesem Zweck heruntergeladen und verwendet werden können. Überhaupt ist darauf zu achten, dass selbstgebastelte Caches den Wandel der Jahreszeiten und die damit einher gehenden Wetterkapriolen gut überstehen.

Wurde der Schatz an seinem Versteck deponiert, gilt es nur noch den Online-Antrag auf Geocaching.com auszufüllen. Anschließend bedarf es einigen Tagen bis Wochen Wartezeit, je nachdem wie schnell der Cache vom deutschen Reviewer-Team gecheckt wird. Nach erfolgreicher Überprüfung wird der Cache auf der Website zum Loggen freigegeben.

Regelmäßige Pflege ist ein Muss!
Wer denkt, sobald sein Geocache angelegt und auf Geocaching.com freigeschaltet wurde, wäre das Ding ein Selbstläufer, irrt gewaltig: Ein Geocache, ganz egal ob es sich dabei nun um einen Traditional oder Multi handelt, erfordert regelmäßige Pflege! Vertreter der letztgenannten Kategorie logischerweise mehr als die eher traditionellen. So sollte vom Owner regelmäßig direkt am Spot kontrolliert werden, ob sich das Döschen noch an Ort und Stelle befindet – und wenn nicht, ob es von eiligen Cachern nur etwas unachtsam re-deponiert oder aber eventuell von neugierigen Muggeln, Anticachern oder sonst wem komplett entwendet wurde, was sicherlich der Supergau wäre, aber durchaus vorkommt.

Auch sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob das Logbook noch genügend freie Plätze zum Eintragen bereit hält, denn es gibt fast nix Schlimmeres für einen engagierten Geocacher, als wenn sich dieser nach stundenlanger Suche nicht in ein Logbuch eintragen kann – ich spreche hier aus eigener Erfahrung. ;) Ist das Logbuch zum Zeitpunkt der Visite bereits auf der vorletzten Seite angekommen, empfiehlt sich ein rascher Austausch beim nächsten Spaziergang, um penetranten Kommentaren auf der Website zuvorzukommen.

Pro-Tipp: Ein ab und zu mit in die Box gelegter Trackable oder Geocoin können die Anziehungskraft eines noch relativ neuen Caches beträchtlich steigern! ;)

Was viele nicht wissen, worüber man sich als Owner jedoch auf jeden Fall im Klaren sein sollte: Nachdem ein Cache deponiert, freigeschaltet und somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde,  kann der Owner rechtlich zur Verantwortung gezogen werden! Location und Aufmachung seines Caches sollen also stets mit Bedacht gewählt werden, um eventuellen Komplikationen aus dem Weg zu gehen, bzw. diese gar nicht erst entstehen zu lassen!

Sei kommunikativ!
Geocaching ist ein Freizeitsport, der verbindet. Ich persönlich finde es immer wieder äußerst erstaunlich, wie viele Menschen, von denen man nie im Leben annehmen würde, dass sie sich für Geocaching interessieren, sich am Wochenende mit dem GPS-Gerät in der Hand auf die Suche nach einem Geocache machen! Dass man dabei relativ schnell miteinander in Kontakt kommt, dürfte klar sein.

Als Cache-Owner sollte man sich dieser sozialen Komponente keineswegs verschließen, sondern stets bereits sein, sich mit eventuell auftauchenden Fragen, aber auch mit Feedback und Kritik zu seinem Geocache auseinanderzusetzen. Insbesondere letzte wird früher oder später auf jeden Fall eintrudeln! Sei es nun für jeden nachvollziehbar und transparent in den Kommentaren auf Geocaching.com, persönlich per Mail oder auf welchem Weg auch immer. Denn: Wenn schon jemand hingeht und den eigenen Geocache mit einer Suche bedenkt, ist es das Mindeste, was man als Owner tun kann, wenn man auf eventuelles Feedback zeitnah regiert – und dies bitte möglichst auf Augenhöhe und nicht von oben herab, wie es leider einige zu tun pflegen!

Heul nicht, sag was!

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