IM     Twitter     Instagram     Reddit     YouTube     Twitch

InaiMathi Blog

Gedanken zu Sascha Roos

Formula 1Nee, was haben sich einige Leute im Vorfeld den Mund zerrissen. Der Abgang von Jacques Schulz als Formel-1-Kommentator bei Sky und die Neubesetzung von Sascha Roos (die im Prinzip gar keine echte Neubesetzung war, schließlich hat der Mann jahrelang den Boxengassenkanal betreut) wurde von einigen gar zum Untergang des Abendlandes hochstilisiert. Gleichzeitig wurde dem Mann eine gewisse Ahnungslosigkeit unterstellt, womit man ihn in so ziemlich dieselbe Ecke gerückt hat, in der sich ein gewisser Heiko Waßer inzwischen häuslich eingerichtet hat. Wie ich leider zugeben muss, auch von mir. Zwar lediglich aus einem ersten Impuls der Enttäuschung heraus, aber dennoch.

Das bereue ich inzwischen, denn ich lag falsch!

Sascha Roos ist, auf die Gefahr hin, dass das nun viel zu negativ rüber kommt, als durch die Sendung führender Formel-1-Kommentator neben Sky-Experte Marc Surer erstaunlich erträglich, wie ich im Verlauf der beiden Freien Trainings am heutigen Morgen feststellen durfte. Im Prinzip führt er in exakt derselben Manier durch die Übertragungen, wie schon Schulz all die Jahre zuvor: sachlich, unaufgeregt und dennoch durchaus emotional, wobei die Emotionen aufgrund der Quasi-Premiere und zweier grundlegend unspektakulären Sessions dann doch ein wenig zurückstecken mussten. Ich wage zwar zu behaupten, dass man von ihm nie, nie, nie die legendären Schulz’schen Schreiattacken erleben wird, von den tendenziell sexistischen Bemerkungen in Richtung Frauenwelt ganz zu schweigen, aber mein Gott, sei’s drum. ;)

Natürlich wird sich noch zeigen müssen, wie Roos sich während des Qualifyings und im Rennen am Mikro schlagen wird, wenn es ein bisschen mehr zu kommentieren gibt. Und insbesondere, ob er, ähnlich wie Schulz, gewisse Fahrer und Teams (Hamilton *hust* McLaren *hust*) besonders gern hat, ums mal vorsichtig auszudrücken. Deshalb, und lediglich aus diesem Grund, verkneife ich mir (vorerst), an dieser Stelle bereits von einem würdigen Ersatzmann zu schreiben.

Übrigens: Sascha Roos ist – anders als sein Vorgänger – sogar mit einem eigenen Account bei Twitter vertreten und ganz ehrlich: der Mann ist durchaus followbar: Er schreibt selbst und liefert sogar Fotos direkt von der Rennstrecke, was seinen Account sofort sympathisch macht. Hoffentlich hält er das durch!

— InaiMathi, am 15. März 2013
Der Artikel hat Dir gefallen? Dann unterstütze InaiMathi.de, indem Du demnächst über diesen Link bei Amazon.de einkaufst.  ➞