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InaiMathi Blog

Gaming-Highlights im Herbst: Project C.A.R.S., NBA 2K15 & WWE 2K15

PlayStation LogoMal ehrlich: Ich bin schon ein wenig enttäuscht von meiner PlayStation 4. Nachdem das kleine sexy Biest vor gut einem Jahr auf der Electronic Entertainment Expo (E3) und Gamescom noch als das so ziemlich beste Gadget seit der Erfindung der elektrischen Eieruhr angepriesen wurde und sich mein Hype-Level auf einem entsprechend abgehobenen Niveau bewegte, hat sich inzwischen Ernüchterung breit gemacht – und ich bin mir ziemlich sicher, dass es da nicht nur mir so geht.

Klar, die PS4 ist eine wirklich großartige Videospielkonsole und eine Bereicherung für jedes Wohnzimmer, keine Frage. Allerdings habe ich dieser Tage nach wie vor nicht wirklich viele Gründe, die Kiste einzuschalten. Mit der PS4-exklusiven Remastered-Edition des gut und gerne anderthalb Jahre alten PS3-Systemsellers „The Last of Us“ kam vor knall zwei Wochen mal wieder ein ziemlich guter hinzu, jedoch war der innerhalb weniger Abende durchgezockt und mit dem ersten Replay will ich mir noch ein Weilchen Zeit lassen. Somit ist es inzwischen nur noch „NBA 2K14“, das mich Abend für Abend den DualShock 4 malträtieren lässt. Ich empfinde es als unfassbar ernüchternd, wie wenige wirklich spielens- und somit auch kaufenswerte Games bis dato für PS4 veröffentlicht wurden. Im Prinzip herrscht in allen beiden Next-Gen-Regalen nach wie vor gähnende Leere, die wirklichen Spieleperlen, die ein jeder Gamer, der was auf sich hält, in seiner Sammlung wissen sollte, kann man an einer hand abzählen. Ein klares Zeichen für meine bereits im November letzten Jahres geäußerte These, dass die Konsole viel zu früh – zumindest früher als von Sony und Microsoft ursprünglich geplant – auf den Markt geworfen wurde. Dies gilt übrigens auch für Microsoft und dessen Xbox One.

Einen nicht von der Hand zu weisenden Vorteil hat der aktuelle Mangel an echten Blockbuster-Games natürlich: Mehr Moneten bleiben am Monatsende über für andere, vielleicht sogar sinnigere Anschaffungen. Die Frage ist lediglich: Will man das? Und vor allen Dingen: Wofür habe ich Anfang des Jahres über 500 Euro für eine neue Konsole ausgegeben und habe zwei BLoD-Attacken überlegt, wenn ich mir die Anschaffung eigentlich hätte sparen können? Doch wie es aussieht, werden Sony und Konsorten im nahenden Herbst einen Blitzkrieg Frontalangriff auf mein Bankkonto starten: Mit „NBA 2K15“, „WWE 2K15“ und dem wie es scheint in nahezu allen Belangen, die mir als Vollblut-Racher wichtig sind, augenscheinlich superben „Project C.A.R.S.“ von Slightly Mad Studios werden im Oktober und November gleich drei potenzielle Release-Day-Buys auf den Markt geschmissen, die sich – so viel ist sicher – bis ins Frühjahr 2015 einen heißen Kampf um mein liebendes Gamer-Herz liefern werden.

Während ich davon ausgehe, dass „NBA 2K15“ (Release: 10. Oktober 2014) sich in etwa auf dem hohen Niveau des Vorgängers bewegen, alles in allem jedoch eher einem Vollpreis-Update feat. viel Feintuning der Spielmechaniken und selbstredend auf den neuesten Stand der Dinge gebrachte Team-Roster und Player-Stats gleichkommen wird, – also erneut für hunderte Spielstunden und zahlreiche NBA-Meisterschaften mit den Utah Jazz gut sein dürfte, erwarte ich von den beiden anderen Games, nicht mehr und nicht weniger als dass sie sich an die Spitze ihres jeweiligen Genres setzen und alsbald in meiner persönlichen Videogames Top-25-Liste auftauchen werden.

„WWE 2K15“ (Release: 30. Oktober 2014), dürfte zu dem mit großem Abstand optisch beeindruckendste Wrestling-Videospiel aller Zeiten avancieren. Da vom grundlegend überarbeiteten Gameplay jedoch bis dato noch nichts vorgestellt wurde und Optik bekanntlich nicht alles ist, bin ich mir noch nicht wirklich sicher, wie viel Zeit ich mit John Cena, CM Punk, Roman Reigns, Dean Ambrose, Dolph Ziggler, den sexy Diven und Co. letzten Endes totschlagen werde. Bin jedoch recht optimistisch, dass 2K Sports das Ding nach der Übernahme von Yukes zu einer echten Spielspaßgranate vom Schlage eines „NBA 2K14“ hochgezüchtet hat. Insbesondere der gepimpte, erstmals storygetriebene Karriere-Modus von „WWE 2K15“ hat es mir angetan. Ich persönlich würde es begrüßen, wenn die Präsentation des Games in etwa in dieselbe Richtung ginge, die schon Electronic Arts mit „EA Sports UFC 2014“ eingeschlagen hat. Auch die grundlegende Steuerung darf sich gerne an dem MMA-Titel orientieren, auch wenn es einiger Einarbeitungszeit bedarf.

Und zu guter letzt wäre da noch „Project CARS“, „pCARS“ (Release: 28. November 2014) oder wie auch immer die hippen Leute da draußen diesen feuchten Traum eines jeden Motorsport-Enthusiasten nennen mögen. Ich verfolge die Entwicklung von „Project CARS“ nun bereits seit einigen Jahren und gehöre sogar zu den Backern der ursprünglich angekündigten PC-Version. Anfangs verfolgte ich das Projekt nur beiläufig, da „Forza Motorsport 4“ mir auf der alt-ehrwürdigen Xbox 360 seinerzeit so ziemlich alles bot, was ich mir von einem packenden Konsolen-Rennspiel erwarte. Doch seit mir nach meinem Wechsel ins viel gerühmte PlayStation-Lager langsam aber sicher bewusst wurde, dass Sony es wohl nicht ge***issen bekommen wird, zum Launch der PS4 eine anständige Renn-Simulation im Line-Up zu haben – nein, „DriveClub“ ist in meinen Augen keine Sim im eigentlichen Sinne, und „Need For Speed: Rivals“… nun ja, ich hab’s binnen 48 Stunden wieder zu Geld gemacht -, schaute ich mich gezwungenermaßen nach ernstzunehmenden Alternativen um und hoffe, diese nun in diesem höchst ambitionierten Projekt von Slightly Mad Studios gefunden zu haben.

Das britische Entwicklerstudio hat zwar bisher im Grunde nur mit imho tendenziell eher halbgaren Arcade-Racern wie „Need For Speed: SHIFT“ und dessen direktem Nachfolger „NFS: SHIFT 2“ auf sich aufmerksam gemacht, allerdings haben die Jungs und Mädels sich für „Project C.A.R.S.“ auf die Fahnen geschrieben, die in jeder Hinsicht realistischste Rennsimulation aller Zeiten zu kreieren. Und dieses Vorhaben könnte tatsächlich gelingen, immerhin waren einige Schwergewichte der internationalen Sim-Racer-Community unmittelbar an der Entwicklung des Titels beteiligt, was sich übrigens auch im Namen widerspiegelt: Project Community Assisted Racing Simulator. Während das Xbox-exklusive „Forza 5“, das Sony-exklusive „Gran Tourismo“-Franchise, Codemasters „F1 2014“ und wie sie alle heißen von sich behaupten, waschechte Renn-Simulationen zu sein (was durchaus stimmt, immerhin wird versucht Rennsport zu simulieren), letzten Endes jedoch größtmögliche Zugänglichkeit anstreben, um eine möglichst weit gefächerte Käuferschaft anzusprechen, setzt „pCARS“ den Entwicklern zufolge auf schraubengenauen Realismus und ein anspruchsvolles Handling-Modell – was quasi seit Sierras legendären „Grand Prix Legends“ (die Älteren werden sich unter Umständen noch entsinnen können…) in dieser Form und Kompromisslosigkeit nicht mehr gesehen wurde.

Ja doch: Während die GamesCom 2014 für mich in vielerlei Hinsicht eine herbe Enttäuschung war – die Sony-Pressekonferenz lief quasi ohne ein echtes Highlight ab, was ich mehr als bedenklich finde -, freue ich mich auf diese drei Spiele ganz besonders. Alle drei sind bei Amazon.de vorbestellt und ich kann’s quasi nicht mehr erwarten, dass mein Konto um ein paar Euronen erleichtert wird. ;)

— InaiMathi, am 13. August 2014
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