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Profesionell Redder Van De Prinsessen. Een halve dag.
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Einmal quer durch Esch und zurück zum See [Geocaching]

Dieser Post ist ein Erfahrungsbericht zu dem Geocache Escher Runde reloaded (GC2E5YK) und kann, muss aber nicht Spoiler enthalten. Wer sich den Spaß an der Suche nicht verderben will, weiß sicherlich was zu tun ist...

Sommer, Sonne, Strand und… – nein, (leider) kein azurblaues Meer, sondern eine neue Runde Geocaching mit der herzallerliebsten Cachingpartnerin! Dieses Mal ging es aufgeteilt auf insgesamt zwei Tagen einmal quer durch mein wunderbar verträumtes Dörfchen Esch im Norden meiner Heimatstadt Köln!

Angefixt durch unseren kurzen, jedoch ziemlich knackigen Geocaching-Trip durch Pulheim von Anfang der Woche, dachten wir uns: Hey, wieso in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so dermaßen nah, dass wir im Prinzip einfach zur Haustür raus, paar mal links und zwei, drei Mal rechts abbiegen müssen und – schwupps! – schon können wir uns vor lauter potenzieller Caches vor der eigenen Türschwelle quasi gar nicht mehr retten. Diesmal fiel unsere Wahl auf einen Cache, der uns – wie bereits geschrieben – einmal quer durch Esch führen sollte: die Escher Runde reloaded, ein mittelschwerer Multi-Cache. Vorbei am Escher Badesee mitsamt seiner überfüllten Asigrill-Area aka Sundown Beach, durch’s Neubaugebiet im Süden, hoch in den nördlichsten Teil der Gemeinde mit seiner Marienkirche, entlang an den drei großen Escher Bauernhöfen und den zig versteckten Marienstatuen und urigen Gedenkstätten und schlussendlich wieder zurück zum See. Aber der Reihe nach…

Tag 1 – Dienstag, 24. Juli 2012
Das Schöne am Geocaching ist ja, dass man, sobald man mit Karte und Kompass in der Hand unterwegs ist, selbst Orte, die einem seid Kindestages vertraut sind, mit vollkommen anderen Augen sieht. Ich wohne seit meinem fünften Lebensjahr in Köln-Esch und muss sagen, dass ich dieses kleine, beschauliche Veedel noch nie so dermaßen bewusst wahrgenommen habe!

Der Startpunkt zu diesem Geocache führte uns wie bereits eingangs erwähnt zum Escher See. Hier erwartete uns die erste Aufgabe, die auch flux gelöst war, so dass wir der Variable A bereits den ersten Wert zuordnen konnten. Von hier aus durfte ich erstmals auf meinem iPhone meine großartige neue GC Tools-App bemühen, denn um den zweiten Wegpunkt mit dem nächsten Rätsel zu finden, mussten wir Peilung nehmen.

Um ehrlich zu sein: Unsere Trägheit und die unerbittlich knallende Sonne waren der grund, weshalb wir schon hier beinahe die Flinte ins Korn (wächst hier in der Gegend wirklich!) geschmissen hätten. Wir zerbrachen uns den Kopf, googelten uns am Handy die Finger wund, zogen schließlich sogar die normalerweise allwissende Wikipedia heran, suchten uns (von der Bank aus, wohlgemerkt) halb tot nach dieser ominösen Mission, bzw. in welchem Jahr diese gegründet wurde, von der in der Beschreibung die Rede war – fanden jedoch rein gar nichts, was auch nur annähernd mit einer Mission im eigentlichen Sinne in Verbindung gebracht werden konnte. Dann, ich raffte mich auf, um noch einmal den Platz abzuschreiten und nach dem geforderten Jahr Ausschau zu halten. Dann, plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Die Antwort auf das Rätsel hin die ganze Zeit vor unseren Augen rum und wir waren scheinbar einfach nur zu erschöpft, eventuell auch zu verpeilt, ums zu bemerken. Naja, wie auch immer: die Koordinaten zum nächsten Wegpunkt der Schatzsuche war schnell errechnet und wir machten uns auf den Weg.

Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass die ursprüngliche Cache-Beschreibung nicht mehr ganz zutreffend war. Die Location, die bei mir ziemliche Kindheitserinnerungen wach rief, hatte sich nämlich zwischenzeitlich verändert, so dass das ursprünglich an dieser Stelle vorgesehene Rätsel des Cache-Erstellers nicht mehr lösbar war. Zum Glück hatte dieser inzwischen einen Workaround erstellt, so dass wir unsere Suche nach dem Schatz ohne größere Verzögerung fortsetzen konnten.

Als nächstes ging es in den nördlichsten Teil der Gemeinde – dachten wir zumindest. Bei unseren Berechnungen der Koordinaten hatte sich verdammt noch eins ein Zahlendreher eingeschlichen, so dass wir am eigentlichen Wegpunkt, der sich ein wenig näher am Ortskern befand, nichts ahnend vorbeimarschiert sind. Schließlich fanden wir uns doch an geforderter Location ein – und standen erst einmal auf dem Schlauch. Gesucht war eine vierstellige schwarze Zahl, von welcher wir die einstellige Quersumme bilden sollten. Klingt einfach, doch dachten wir zuerst viel zu logisch, um auf die Lösung zu kommen. Dank der Genialität der Herzallerliebsten kamen wir, nachdem zirka anderthalb Busse an uns vorbeigefahren waren, trotzdem noch auf die Lösung des Rätsels.

Lustigerweise führte uns die folgende Etappe doch noch hoch in den nördlichst gelegenen Teil Eschs, wo uns eine eher uninspirierte Aufgabe erwartete. Diese war schnell gelöst – und wir daraufhin so dermaßen am Ende, jedenfalls physisch, dass wir beschlossen, an dieser Stelle erst einmal abzubrechen. Praktischerweise führte uns unser Weg nach Hause unmittelbar am nächsten Wegpunkt vorbei, so dass wir diesen kurz ansahen, jedoch beschlossen, das eigentliche Rätsel erst gegen Abend anzugehen.

Wie geplant machten wir uns gegen 21 Uhr abends noch einmal auf den Weg zu den Koordinaten der sechsten Etappe. Hier war das Alter einer gewissen Sophia Lemper gesucht, was nicht sonderlich schwierig herauszufinden war, wenn man weiß, dass der guten Frau hier in Esch eine eigene Gedenkstätte gewidmet wurde, auf der so manches Details über sie vermerkt ist.

Die letzte Station des Tages führte uns an der dezent miefigen Ziegenwiese vorbei zum Frohnhof, schräg gegenüber des alten und einzigen Friedhof hier im Dorf. Aufgrund der Tatsache, dass die Sonne bereits fast gänzlich verzogen hatte, beschlossen wir, hier endgültig Schluss zu machen. Die Aufgabe war unter diesen Sichtverhältnissen einfach nicht mehr lösbar und wir zogen es vor, uns nicht strafbar zu machen, indem wir nicht etwa mit Taschenlampen bewaffnet auf einem Privatgrundstück rumrennen.

Wieder zuhause angekommen sah unser zu einem Notizzettel umfunktionierter Saturn-Kassenbon übrigens wie folgt aus. Die Schrift ist, und das tut mir wirklich leid, liebe Stalkerinnen und Stalker, nicht die meine, sondern die von Kleinbrina. Ich soll btw darauf hinweisen, dass dies ihre Schnellschreibeschrift / Es-muss-schnell-gehen-Schrift / Sauklaue ist. Dies nur mal so am Rande… ***Vorsicht, Spoiler!***

Notizen

Tag 2 – Mittwoch, 25. Juli 2012
Am Mittwoch-Nachmittag machten wir uns mit frischer Energie und aufgeladenen Handys erneut auf in Richtung Frohnhof. Dort angekommen und vor den großen Eisentoren stehend, vergewisserten wir uns nochmals davon, wie viele Federn der ehemalige Besitzer des Hofs denn nun sein Eigen nennt und errechneten sogleich die neuen Koordinaten zum nächsten Wegpunkt. Dieser führte uns nochmals quer durch das Dorf, um genau zu sein in die Dorfmitte mit seiner einzigen Kreuzung. Dort angekommen wurde uns jedoch bewusst, dass wir einen grundlegenden Fehler gemacht haben mussten. Die Marienstatue, welche wir laut Cache-Beschreibung aufsuchen sollten, war zwar da, jedoch war nirgends ersichtlich, wann diese denn nun errichtet wurde. Also überlegten wir, wie wir denn nun weiter fortfahren sollen. Ich machte mir zudem Gedanken über die diversen Marienstatuen und Gedenkstätten hier in Esch. Wo hatte ich schon einmal eine mit ersichtlichem Jahresdatum gesehen? – Richtig, an der Griesberger Straße, schräg gegenüber vom Damianshof!

Wenige Gehminuten später kamen wir an. Und ja, uns sprang sofort die Jahreszahl ins Auge, die unterhalb des leicht zugewachsenen Sockels angebracht war. Dennoch waren wir uns alles andere als sicher, ob es denn wirklich die korrekte Maria war. Wir wägten das Für und Wider ab und entschieden uns schließlich, es drauf ankommen zu lassen und den allerletzten Wegpunkt, den zum Finale, mit Hilfe dieser Jahreszahl auszurechnen.

Die letzten Koordinaten dieser wirklich schon jetzt sehr gelungenen Tour durch unser kleines Dörfchen Esch sollte uns erneut ins Naturschutzgebiet rund um den See führen. Um an dieser Stelle nicht allzu viel zu spoilern, denn eventuell will ja jemand, der auf diese schöne Route erst durch diesen Post hier aufmerksam geworden ist, selber nach dem Cache suchen, verrate ich nur, dass der letzte Wegpunkt an einer Stelle liegt, mit der man nun nicht unbedingt gerechnet hätte. Oder vielleicht doch?! Wir machten uns jedenfalls wieder auf den Weg und kamen zirka eine Viertelstunde später am See an. Doch was dann passierte, war wie schon bei unserem ersten Versuch in Pulheim eher ernüchternd statt aufbauend und motivierend…

Denn: Der Ort, an dem der Cache auf uns warten sollte, war erstens nicht gerade leicht zugänglich, und außerdem wimmelte es dort nur so vor Schmutz, Unrat und anderen, nun ja, recht überraschenden Dingen, auf die wir hätten verzichten können, weil sie eher in die Hände der Drogenfahndung gehören. Aber naja. Es war jedenfalls eine äußerst mühevolle und langwierige Suche, die von der unermüdlich vom Firmament runterknallenden Sonne und den subtropischen Temperaturen (zumindest fühlten sie sich so an…) noch zusätzlich erschwert wenn nicht sogar torpediert wurde. Nachdem wir ungelogen über eine Stunde die Gegend um die Final-Koordinaten abgegrast hatten, war es uns dann doch zu blöd: Wir brachen die Suche hier ab und nahmen uns fest vor, es an einem idealeren Zeitpunkt Ende Sommer / Anfang Herbst noch einmal zu versuchen. Leider, muss man sagen, denn so nah am Ziel zu sein und dann wieder abbrechen zu müssen, ist schon ein herber Schlag in Gesicht… – Schade, aber launig, sehens- und gehenswert war die Tour durch’s Dorf allemal!

To be continued…

1 Kommentar

  1. kleinbrina sagt:

    Das war wirklich eine schöne Tour, vor allem, weil ich Esch dabei noch einmal vollkommen neu kennen lernen durfte. :)
    Die nächste Multi-Cache kommt bestimmt. <3

Heul nicht, sag was!

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