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InaiMathi Blog

Ein Traum von einem Schiff

Ein Traum von einem Schiff - © Scherz Verlag

Es muss ganz klar einer jener Tage gewesen sein, an denen ich mal wieder von unfassbarer Langeweile geplagt wurde. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie sich dieser Titel sonst in meine iPad-Bibliothek verirrt haben sollte! Meine wie immer schonungslos ehrlich formulierten Leseeindrücke habe ich in der folgenden Rezension zu „Ein Traum von einem Schiff“ kompakt zusammengefasst…

Ein Traum von einem Schiff
von Christoph Maria Herbst
2010, Unterhaltung, 208 Seiten
Scherz Verlag

Der Autor
Christoph Maria Herbst, geboren 1966 in Wuppertal, verkörpert u. a. die Titelfigur in der beliebten ProSieben-Serie „Stromberg“, für die er den Deutschen Fernsehpreis, den Grimme-Preis, den Bayerischen Fernsehpreis und dreimal den Deutschen Comedypreis erhielt. Darüber hinaus nahm er diverse Engagements am Theater wahr und verdingte sich zeitweise als Synchronsprecher, u.a. im Publikums-Hit „Willkommen bei den Sch’tis“ sowie im Animationsfilm „Horton hört ein Hu“.

Klappentext
Nicht nur für Stromberg-Fans: das erste Buch von Christoph Maria Herbst! Drei Wochen unterwegs mit der „schwimmenden Schwarzwaldklinik“ – Traum oder Alptraum? Schauspieler Christoph Maria Herbst war im Januar 2010 zum ersten (und letzten?) Mal auf dem TV-Traumschiff engagiert und hat seine Erlebnisse rund um diese Winterreise auf dem Dampfer der Nation aufgezeichnet. Bei der Ankunft in Panama ist sein Koffer immer noch in Madrid, auf höchster See jagt er Pantoffeldiebe, an der chilenischen Küste wird er als Stromberg erkannt und beschimpft, und auf Bora Bora ist er viel zu hautnah dabei, als ein Zyklon die ganze Inselgruppe neu sortiert. Unvergessene Begegnungen mit Montezuma und liebenswerten öffentlich-rechtlichen Fossilen, aufgezeichnet mit höchst unterhaltsamem ironischen Blick auf Kollegen und Eingeborene, Sitten und Gebräuche. Ein traumhafter Lesespaß rund um eines der letzten Abenteuer unserer Zeit! – Quelle

Der erste Satz

„Hallo, Christoph! Hörst du mich?“

Kritik
Eigentlich, ja eigentlich ist „Ein Traum von einem Schiff“ die Zeit nicht wert, die es braucht, um diese Rezension hier auf die Schnelle zusammen zu kloppen. Aber ich schreibe sie dennoch, schließlich soll nicht noch jemand den Fehler machen, sich dieses Machwerk eines offensichtlich gelangweilten deutschen Comedy-Stars vom Grabbeltisch seiner örtlichen Buchhandlung mitzunehmen und sich später schwarz zu ärgern, dass er die 5,90 Euro nicht anderweitig investiert hat!

Machen wir es kurz: Dieses Buch als Unterhaltungsliteratur zu deklarieren, ist absolut unangebracht. „Gebundene Langeweile“ träfe es um Längen besser. Der Autor Christoph Maria Herbst, bekannt u.a. aus der ProSieben-Hit-Comedy „Stromberg“, lässt sich auf rund 200 Seiten über seinen mehrwöchigen Dreh auf der MS Deutschland, dem „Traumschiff“ aus der gleichnamigen ZDF-Reihe, aus. Dabei kommt quasi niemand gut weg. Mal abgesehen von Harald Schmidt (!) und der eigenen Agentin. Man könnte glatt meinen, man hat es mit einem waschechten Misanthropen zu tun, der nichts besseres zu tun hat, als sich mal wieder so richtig schön auszukotzen.

Das Schlimme: Herbsts sowohl gegen die Kollegen als auch gegen die Branche gerichteten Hasstiraden sind dabei noch nicht einmal ansatzweise kurzweilig, geschweige denn lustig oder gar „ironisch“ geraten, wie es der meiner Meinung nach komplett fehlgeleitete Klappentext des Buchs so angestrengt zu suggerieren versucht, sondern einfach nur dumpf. Nett formuliert zwar, das mag sein, aber Gott, es kommt wie bei allem im Leben halt eben nicht nur auf die Verpackung an – es ist der Inhalt, der letzten Endes zählt, und eben dieser ist dem Herrn Herbst dann doch überaus dürftig geraten.

Und so blättert man von Seite zu Seite und fragt sich spätestens nach den ersten paar (ziemlich kurzen) Kapiteln, „Was mache ich hier eigentlich? Habe ich verdammt noch mal nix besseres zu tun?!“ – wenn Literatur zur Qual wird! Nein, ernsthaft: dieser Traum von einem Schiff ist so dermaßen langweilig, so dröge, so abgrundtief ätzend, dass man sich ab Halbzeit – wenn man es denn so weit schafft – wirklich zwingen muss, überhaupt weiter zu lesen, statt das Buch komplett desinteressiert in die Ecke zu pfeffern und nie mehr anzurühren.

Fazit
Wer einen Stromberg’esquen Klopper nach dem anderen erwartet, wird herbe enttäuscht werden: „Ein Traum von einem Schiff“ ist eine einzige künstlich aufgeblasene Ansammlung von aneinandergereihten Belanglosigkeiten, wie sie mir bis dato erst sehr selten untergekommen ist. Selbst eingeschworene Hardcore-Fans von Christoph Maria Herbst (gibt es die?) sollten dieses unterirdische Machwerk lieber links liegen lassen. – Schnelle Geldmacherei in Reinkultur und Zeitverschwendung par excellence!

— InaiMathi, am 24. Oktober 2011

Ein Traum von einem Schiff

Genre: Unterhaltung
Veröffentlichung: 2010
Umfang: 208 Seiten
Autor: Christoph-Maria Herbst
Verlag: Scherz Verlag
Wertung
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