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InaiMathi Blog

Eclipse - Bis(s) zum Abendrot

Eclipse - Bis(s) zum Abendrot - © Summit Entertainment

Zugegeben: Die erste Filmumsetzung eines Romans aus dem von Autorin Stephenie Meyer erdachten „Twilight“-Universum, namentlich „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“, fand ich zu meinem Entsetzen Erstaunen gar nicht mal so schlecht (siehe meine Rezension). Der lediglich ein Jahr drauf erschienene Nachfolger „New Moon“ konnte da erwartungsgemäß schon nicht mehr ganz mithalten.

Mittlerweile habe ich auch den dritten Teil, „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ sehen müssen gesehen, und ganz ehrlich: ich kann den nach wie vor grassierenden Hype um Edward, Bella, Jacob und wie sie alle heißen immer weniger nachvollziehen. – Die genauen Gründe dafür liefert meine ausführliche Review…

Eclipse – Bis(s) zum Abendrot
(Eclipse)
mit Robert PattinsonKristen StewartTaylor Lautner
Fantasy, USA / Kanada, 2010
Summit Entertainment

Trailer

Inhalt
„Gerade als Bella Swan ihre Entscheidung getroffen hat, für ihre Liebe zu Vampir Edward das größte Opfer zu bringen, erreicht die uralte Feindschaft zwischen den Werwölfen und den Vampiren einen kritischen Punkt. Nicht nur, weil sich Werwolf Jacob unbeirrt als bessere, weil menschlichere romantische Alternative zu Edward anbietet, sondern weil Vampire und Werwölfe sich erstmals annähern und einen Pakt schließen müssen, um einen neuen Feind aufzuhalten, der Bella, Edward und das ganze Städtchen Forks bedroht.“ – Quelle

Kritik
„Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ macht dort weiter, wo die Prequels „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ und „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ aufgehört haben: Die mehr oder weniger fesselnden Storylines von Vampir-Teenager Edward, seiner Braut in spe Bella und dem Werwolf Jacob werden routiniert weitergesponnen und ganz allmählich immer weiter verwoben. Zusätzlich wird erneut der mysteriöse Vampir-Clan der Volturi behandelt, von dem ich mir, wie bereits in meiner vorangegangen Rezension zu „New Moon“ geschrieben habe, spannungstechnisch einiges erhoffe. Der grundlegende Aufbau des Films ähnelt dabei dem der beiden Vorgänger: Viel Herzschmerz, massig „Anschmachtmaterial“ für die überwiegend weibliche Fanbase, sowie zwei mehr oder minder packend inszenierte Kämpfe Marke Gut gegen Böse und der obligatorische Showdown gegen Ende sollen’s erneut richten. Doch diese bewährte, da bislang hunderte von Millionen Dollar einspielende Milchmädchenrechnung geht – zumindest für meinen Geschmack – voll nach hinten los!

Vielleicht liegt es schlicht und ergreifend an der unabstreitbaren Tatsache, dass ich mit massig Männlichkeit gesegnet bin, dass mir ein Film, dessen knapp zweiständige Laufzeit zu gut zwei Dritteln von Rumgeschmachte und der Frage, ob die willige Braut sich denn nun für den bissigen Vampir oder am Ende doch eher für den treusorgenden Wolf entscheiden soll, beansprucht wird, nicht sonderlich zusagt. Im Grunde ist es wirklich einzig und allein diese Frage, die allgegenwärtig über allem schwebt: Edward oder Jacob – wer soll’s denn nun werden, liebe Bella? Da wird sich minutenlang plump angeschmachtet (nein, im Bett landen die beiden noch immer nicht, jedenfalls nicht so wirklich…), da wird sich immer und immer wieder höchst theatralisch auf die Unterlippe gebissen, was überhaupt etwas zu sein scheint, was Kristen Stewart sehr gerne zu tun pflegt, da wird rumgeposed, das lautner’sche Sixpack ins Bild gehalten und eben all das abgezogen, was bei der Zielgruppe des Films, den hormongeschwängerten 14-jährigen Mädels halt so ankommt – doch nicht bei mir! Des weiteren werden die Geschichten von zwei weiteren Mitgliedern des Cullen-Clans mehr oder weniger ausführlich gezeigt: die von Jessica und die von Jasper. – Mir als jemandem, der normalerweise solche Filme bevorzugt, deren Geschichte zumindest ein Quentchen Anspruch ihr Eigen nennt, war das Gebotene jedoch zu wenig, zu belanglos und darüber hinaus unheimlich vorhersehbar.

Wäre ja alles nur halb so tragisch, wenn das bisschen relevante Handlung, das es dann doch in den Streifen geschafft hat, wenigstens ansprechend inszeniert gewesen wäre. Aber auch hier: Fehlanzeige! „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ punktet weder mit besonders sehenswerten Szenerien (an den dichten kanadischen Wäldern habe ich mich mittlerweile satt gesehen), noch mit spektakulären Kämpfen oder irgendwelchen großartigen Effekten. Letzteres sollte einem angesichts des Blockbuster-Status, den das „Twilight“-Franchise genießt, dann doch zu denken geben. Manche Szenen wirken schon äußerst billig produziert, anderen wie z.B. dem großen Finale, sieht man den Studiodreh vor einer spärlichen Kulisse und Green Screen im Hintergrund geradezu an, was auch nicht unbedingt zu einem positiven Gesamteindruck beiträgt. Bei so ziemlich jeder einzelnen Szene im Film möchte man die Arme gen Himmel recken und den Machern entgegen schreien, dass man so viel mehr aus dem Stoff hätte machen können, sowohl was Dramaturgie als auch was die Präsentation anbelangt. Unfassbar, wie viel Potenzial da teils verschenkt wurde!

„Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ wirft dem Zuschauer immer mal wieder einen Storyfetzen hin, verpackt diese an sich gute Tat jedoch in einen so unfassbar trivialen Rahmen, dass man – zumindest als männliches Wesen – aus dem Kotzen gar nicht mehr oder nur noch mit viel Mühe wieder heraus kommt! Diese Masche ging nun zwei Filme einigermaßen gut, doch nun ist es mit meiner Geduld am Ende! Ginge ich mit den bisherigen drei „Twilight“-Streifen ganz hart ins Gericht, würde ich behaupten, dass man die bisherige Handlung auch ohne größere Probleme in lediglich einem Film hätte unterbringen oder zumindest „New Moon“ und „Eclipse“ hätte zusammenlegen können. – Davon haben die Produzenten zwecks Gewinnmaximierung aber natürlich abgesehen.

Fazit
Während mir „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ noch einigermaßen gefallen hat (siehe meine Review), finde ich die Reihe spätestens seit „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ schlicht nur noch überbewertet! Der Streifen hat nichts, was man als jemand, der sich nicht mit der Buchvorlage beschäftigt hat, unbedingt gesehen haben müsste. – Extrem leichte Kost und nur für echte Fans zumutbar!

— InaiMathi, am 28. Februar 2012

Eclipse - Bis(s) zum Abendrot

Genre: Fantasy
Release: 2010
Laufzeit: 114 Minuten
Studio: Summit Entertainment
Publisher: Summit Entertainment
Wertung
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