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InaiMathi Blog

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele - © Oetinger Verlag

„Lies doch endlich mal Panem!“ Panem hier, Panem dort, Panem überall! Panem, Panem, Panem! Tja, und so kam es wie es kommen musste: „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ wurden in der Buchhandlung meines Vertrauens besorgt und kurz drauf auch endlich gelesen. Wobei… „gelesen“ es nicht so ganz trifft, „verschlugen“ hingegen schon eher! Meine Eindrücke und Kritik habe ich versucht im Rahmen der folgenden kurzen Rezension zusammenzufassen…

P.S: Dies ist meine erste Buchrezension! Bis ich alle Tricks, Kniffe und den typischen Jargon drauf habe und das Ergebnis sich wirklich „rund“ liest, werde ich wohl noch einige Rezis schreiben müssen. Von daher, mit eventueller Kritik bitte nicht zu hart sein… ;)

Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele
von Suzanne Collins
2009, Jugendbuch, 414 Seiten
Oetinger Verlag

Die Autorin
Suzanne Collins wurde 1962 in New Jersey, USA geboren. Sie schrieb Drehbücher für preisgekrönte Kinderserien im amerikanischen Fernsehen und zeichnet als Autorin für hochgelobte Jugendbuch-Reihen wie „Gregor“ und „Die Tribute von Panem“ verantwortlich. Collins lebt mit ihrer Familie und einigen Katzen in Connecticut.

Inhalt
Nordamerika, 75 Jahre in der Zukunft. Die Vereinigten Staaten wie wir sie heute kennen existieren nicht mehr. Stattdessen setzt sich der nordamerikanische Kontinent oder das, was nach Klimawandel und zig verheerenden Naturkatastrophen von ihm übrig geblieben ist, nur mehr aus 12 so genannten Distrikten zusammen, die gemeinsam den Staat Panem bilden und vom Kapitol aus mit eiserner Hand regiert werden. In Distrikt 12, einem heruntergekommenen Arbeiterdistrikt, wo die Ärmsten der Armen Zuflucht gefunden haben, wo kläglicher Hunger einen Teil des alltäglichen Lebens darstellt, wo die Menschen allen Widrigkeiten zum Trotz noch wissen, was Nähe, Wärme und Freundschaft ist, lebt die 16-jährige Katniss, ihres Zeichens Jägerin aus Leidenschaft und ein echtes Ass mit Pfeil und Bogen! Seit dem Tod ihres Vaters ist sie quasi das Oberhaupt ihrer Familie und so kümmert sie sich Tag ein Tag aus aufopfernd um ihre Mutter und ihre kleine Schwester Prim.

Einmal im Jahr, wenn die Hungerspiele abgehalten werden, wird das ohnehin schon harte Leben in Panem jedoch noch einen kleines Bisschen härter! Diese „Spiele“ sind ein grausames Event, welches von der Regierung des Landes allein zur Belustigung der Schönen und Reichen in der Hauptstadt veranstaltet wird. Die Regeln gestalten sich dabei simpel wie pervers: Jeder Distrikt ist dazu verpflichtet, zwei so genannte Tribute zu entsenden, ein Mädchen und einen Jungen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, welche anschließend in einer gigantischen Arena aufeinander treffen, um sich gegenseitig das Lebenslicht auszuknipsen – was live im TV bis in die entlegensten Ecken des Landes übertragen wird. Jener Tribut, der als letzter übrig bleibt, darf sich neben Ruhm und Ehre auf ein weitestgehend sorgenfreies Leben in der Geborgenheit seines Heimatdistrikts freuen!

Dank einer Verkettung von, nennen wir sie im Sinne der Spannung an dieser Stelle einfach mal „unglücklichen Umständen“ sieht Katniss sich dieses Jahr mit den Gefahren der Hungerspiele konfrontiert, sprich sie wurde auserkoren, Distrikt 12 zu vertreten. Als zweiter Tribut neben ihr wurde Peeta bestimmt, ein schmächtiger Bäckersjunge und ganz bestimmt niemand, mit dem man in eine aussichtslose Schlacht ziehen würde. Die beiden kennen sich zwar nur flüchtig, und doch verbindet sie mehr als es auf den ersten Blick den Anschein macht… – nun aber sind sie Feinde, in einem Kampf auf Leben und Tod!

Der erste Satz

„Als ich aufwache, ist die andere Seite des Bettes kalt.“

Kritik
Als ich mit „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ begann wusste ich natürlich, auf was ich mich da einlasse: „Tödliche Spiele“ bildet den Auftakt zu einer Trilogie und so war es nicht weiter verwunderlich, dass die Geschichte rund um Katniss, Peeta und Co. etwas brauchte, um so richtig in Gang zu kommen. Schließlich mussten erst alle relevanten Charaktere eingeführt werden, dann das übliche aufbauschende Geplänkel, zig Rückblenden, eine Anekdote hier, eine Ausschmückung da – man kennt das ja. Spätestens jedoch mit Beginn der – zumindest im englischen Original – namensgebenden Hungerspiele konnte ich das Buch nur noch äußerst schwer aus der Hand legen; ich wollte einfach stets wissen, wie es weiter geht! Und das heißt bei mir schon was! Dazu trug nicht zuletzt die von Autorin Suzanne Collins für eine Geschichte dieser Machart perfekt gewählte Erzählperspektive des Ich-Erzählers bei: Das komplette Buch, jede Handlung, jedes Detail des durch und durch spannenden Versteckspiels, jede Emotion, egal ob Verzweiflung, Hass, Liebe oder Trauer – alles wird aus der Sicht Katniss‘ geschildert. Näher dran am Geschehen geht nicht! Dabei entwickelt sich mit der Zeit eine echte Bindung zu der wie ich finde sehr sympathischen Protagonistin, welche die abscheulichen, ja geradezu pervers inszenierten Grausamkeiten, die sie in der Arena vor den gaffenden Augen von Millionen und Abermillionen Zuschauern durchstehen muss, noch mal ein gutes Stück weiter intensiviert hat! Die verwendete Sprache ist dabei Jugendbuch-typisch eher einfach gehalten, vom Stil her aber auch für etwas ältere Leser wie mich noch durchaus ansprechend. Ich kam mir jedenfalls zu keinem Zeitpunkt unterfordert vor! ;)

Einer der wenigen Kritikpunkte sind meiner Meinung nach Katniss‘ Gegenspieler, die Tribute aus den anderen elf anderen Distrikten Panems. Ein Großteil von ihnen bleibt – verständlicherweise – komplett namenlos und dementsprechend blass gezeichnet, da sich die Handlung im Großen und Ganzen auf Katniss, Peeta und vier weitere Mit-Tribute beschränkt. Ein paar zusätzliche Infos wären im Sinne der Spannung allerdings durchaus wünschenswert gewesen. Doch selbst die vier Mit-Tribute, die im Verlauf der Hungerspiele mehr oder weniger oft prominent in Erscheinung treten, setzen sich aus absolut auswechselbaren Klischeetypen zusammen: Als da wären zwei Schläger (einer davon überraschenderweise mit Herz), ein gewitzt-hinterhältiges „Fuchsgesicht“ und ein kleines unschuldiges, herzensgutes Mädchen, das keiner Menschenseele etwas zu leide tun würde. Wer wirklich liebevoll ausgearbeitete Charaktere sucht, sucht diese leider vergebens! Vielleicht fiel Collins ja bei exakt diesem Punkt wieder ein, dass sie halt doch „nur“ ein Jugendbuch schreibt, – man weiß es nicht! Bitte nicht falsch verstehen: Im Falle der Hauptprotagonisten Katniss und Peeta, ja sogar bei ihrem Mentor, dem versoffenen Hungerspiele-Veteranen Haymitch, sowie bei Cinna, ihrem Stylisten, hatte ich „echte Typen“ vor Augen! Bei fast allen anderen Charakteren fiel es mir leider nicht so leicht, mir auszumalen, wie diese wohl sein könnten, was angesichts der ansonsten wirklich toll aufgezogenen Geschichte ein bisschen schade ist und einem leider die Möglichkeit nimmt, sich noch tiefer ins Geschehen hinein zu versetzen.

Und noch ein Kritikpunkt: Dann und wann beschlich mich das Gefühl, die kleinen silbernen Fallschirme mit den Sponsorgeschenken wurden nur eingebaut, damit die Autorin ihre Protagonisten nicht in irgendeine Sackgasse schreiben konnte. Dann die spontan auftauchende Feuerwand, ein perfekt drappiertes Wespennest zur rechten Zeit, die Einflussnahme der Spielemacher auf die Witterung in der Arena, dann die merkwürdige Zombie-Mutanten-Attacke… – ich weiß nicht, spätestens bei den Mutanten wirkte das alles meiner Meinung nach recht konstruiert und nicht wirklich zum Rest des Buches passend, so nach dem Motto: „Puh, ich muss noch paar Seiten voll kriegen, was könnte ich denn jetzt mal eben auftauchen lassen?!“ Auch hier gilt: Ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass die Handlung in der Zukunft spielt (was übrigens bis kurz vor Schluss nur ungenügend herausgestellt wird, weshalb so eine Feuerwand oder die zig Killer-Mutationen vielleicht u.a. ein bisschen deplatzierten wirkten) und weshalb all diese Elemente überhaupt auftauchten, nämlich wie eingangs erwähnt zwecks der gezielten Bespaßung der Zuschauer. Und ja, es handelt sich um ein Jugendbuch, bei dem nicht alles jederzeit absolut logisch, geschweige denn nachvollziehbar sein muss, nur… – ach, ihr wisst sicherlich, was ich meine! ;)

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ um einen fantastischen, stellenweise beinahe schon gesellschaftskritischen Titel, der den Leser gefangen nimmt und nicht eher wieder loslässt, bis wirklich auch die letzte Seite umgeblättert und ausgelesen wurde. Und so möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass die oben in aller Breite aufgeführten Kritikpunkte meiner Meinung nach zwar durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, am Ende jedoch nicht so schwerwiegend sind als dass sie beim Lesen wirklich extrem negativ auffallen, geschweige denn das Buch über die Maßen abwerten würden!

Fazit
Suzanne Collins bietet dem geneigten Leser mit dem Auftaktband ihrer „Die Tribute von Panem“-Trilogie über 400 Seiten Unterhaltung vom Feinsten! Ok, die ein oder andere Passage mag bemüht, manch Charakter wenig ausgearbeitet rüberkommen, doch das tut dem grundsätzlich positiven Gesamteindruck des Titels wirklich keinen Abbruch! „Tödliche Spiele“ überzeugt mit einer – vom etwas langatmigen Einstieg mal abgesehen – durchweg spannenden, mitreißend erzählten Geschichte für Groß und Kle… nun ja, so klein sollte der Leser dann doch nicht sein, denn die Kämpfe in der Arena, die nicht selten in einem Blutbad enden, sind nicht unbedingt was für 10-jährige! Männliche Leser erfreuen sich dabei wohl vor allem am perfiden Mordsspektakel, Mädels (darüber hinaus) an der eingeflochtenen Romanze zwischen Katniss und Peeta. Tja, und der gigantische Cliffhanger, mit dem der Leser am Ende alleingelassen wird, macht definitiv Lust auf die verbleibenden beiden Bände der Reihe!

Hier geht’s zu meiner Rezi von „Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe“…

— InaiMathi, am 14. Juni 2011

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Genre: Jugendbuch
Veröffentlichung: 2009
Umfang: 414 Seiten
Autor: Suzanne Collins
Verlag: Oetinger Verlag
Wertung
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