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InaiMathi Blog

Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe

Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe - © Oetinger Verlag

Wie heißt es doch so schön: Besser spät als nie! – Dieses Sprichwort habe ich mir vor ein paar Wochen zu Herzen genommen und mir „Die Tribute von Panem“-Trilogie zugelegt. Und ich muss sagen: Ja, inzwischen bereue ich meine einstige Verweigerungshaltung ein wenig! Denn selten kam mir eine solch fesselnde Jugendbuchreihe unter! Katniss und Peeta sind mir inzwischen irgendwie richtig ans Herz gewachsen (klingt dezent merkwürdig, ist aber so), und so wendete ich mich nach Beendigung des ersten Teils auch gleich seinem Nachfolger, „Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe“ zu. Folgend lest ihr meine Rezension…

Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe
von Suzanne Collins
2010, Jugendbuch, 431 Seiten
Oetinger Verlag

Die Autorin
Suzanne Collins wurde 1962 in New Jersey, USA geboren. Sie schrieb Drehbücher für preisgekrönte Kinderserien im amerikanischen Fernsehen und zeichnet als Autorin für hochgelobte Jugendbuch-Reihen wie „Gregor“ und „Die Tribute von Panem“ verantwortlich. Collins lebt mit ihrer Familie und einigen Katzen in Connecticut.

Klappentext
Die siebzehnjährige Katniss hat die grausamen Hungerspiele überlebt, zusammen mit ihrem Freund Peeta. Das bedeutet ein eigenes Haus in ihrem Heimatdistrikt 12, außerdem genug zu essen für ihre Familien. Aber all das kann Kat nur kurz genießen: Sie muss als Siegerin öffentlich für das verhasste Kapitol posieren und weiter mit Peeta das Liebespaar spielen. Auf der Tour der Sieger durch die unterjochten Distrikte werden die beide Zeugen von brutaler Gewalt, aber sie entdecken auch Anzeichen für einen Aufstand. Und dann schlägt das Kapitol mit voller Wucht zu: Um jeden Widerstand zu brechen, werden die Teilnehmer der diesjährigen Hungerspiele aus den Reihen aller früheren Sieger ausgelost – und Kat und Peeta müssen zurück in die Arena. Gegen zweiundzwanzig erfahrene Kämpfer treten sie an, aber mit gegenteiligen Zielen: Während Peeta Kat schützen will, wird Kat diesmal alles tun, damit Peeta überlebt. Allerdings haben sie beide keine Ahnung davon, was inzwischen hinter den Kulissen geschieht … – Quelle

Der erste Satz

„Ich halte die Thermoskanne in der Hand, obwohl sich die Wärme des Tees längst in der eisigen Luft verflüchtigt hat.“

Kritik
Wer meine Rezension zu „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ gelesen hat, wird sicherlich noch wissen, dass mir das Gesamtwerk zwar durchaus gefallen hat, doch da waren zwei, drei Dinge, die ich dennoch negativ ankreiden musste. Kritikpunkte, die aus meiner Sicht dem ganz großen Lesevergnügen irgendwie im Wege standen. Als da wären die teils recht blass gezeichneten Charaktere, insbesondere die gegnerischen Tribute, sowie einige meiner Meinung nach deplatziert wirkende Aktionen in der Arena. Letztere mögen vielleicht auch daran gelegen haben, dass bis kurz vor Schluss nicht richtig deutlich wurde, dass die Geschehnisse doch gut und gerne 100 Jahre in der Zukunft stattfinden! Tja, und so stellte ich mich, nachdem ich den Klappentext des Nachfolgers gelesen hatte, darauf ein, mehr vom selben vorgesetzt zu bekommen. Doch, oh Wunder, dem war nicht so! Suzanne Collins hat es in der Tat geschafft, beinahe alle meine Kritikpunkte, die ich gegenüber des ersten Teils geäußert hatte, zu zerstreuen – und ganz nebenbei den suchterregenden „Ich-will-unbedingt-wissen-wie-es-weitergeht“-Faktor noch weiter zu steigern! Herausgekommen ist ein Pageturner sondergleichen!

Doch der Reihe nach: Grundsätzlich erwartet den geneigten Leser mit „Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe“ eine in jeder Hinsicht würdige Fortsetzung des ersten Teils! Die Geschichte rund um Jägerin Katniss und ihren Freund Peeta nimmt spürbar an Fahrt und Dramatik auf, trachtet inzwischen doch niemand Geringeres als Präsident Snow höchstpersönlich nach dem Leben der beiden! Der Wiedereinstieg in die Welt von Panem klappte für mich absolut reibungslos, was natürlich auch daran gelegen haben dürfte, dass ich mir mit dem Weiterlesen nicht allzu lange Zeit gelassen habe. Aber auch wer zwischendrin mal ein wenig Pause gemacht hat, um sich vielleicht erst einmal einem anderen Buch zu widmen, dürfte recht schnell wieder reinfinden, da Geschehnisse aus Band 1 immer mal wieder erwähnt und somit wieder in Erinnerung gerufen werden. Was mir schon nach wenigen Seiten sehr positiv auffiel: Collins gab sich irgendwie mehr Mühe herauszustellen, wann und vor allem wo die Geschichte spielt: nämlich in einer düsteren Zukunftswelt, einer dystopischen Version unserer Gegenwart, sozusagen! Was sie ebenfalls ein wenig ausgebügelt hat, ist meine Schelte bezüglich der doch arg blassen Nebencharaktere: In der Arena schließt das Paar wider Willen sich notgedrungen erstmals mit mehreren anderen Tributen zusammen, darunter solch illustre Figuren wie Finnick, ein athletischer Karrieretribut aus Distrikt 4, die brachialen Axtschwingerin Johanna aus Distrikt 7, sowie zwei Tribute aus Distrikt 3, Beetee und Wiress, die beide, insbesondere jedoch Wiress aufgrund ihrer allgemeinen Verwirrtheit immer mal wieder für einen Lacher gut sind! Sie allesamt wurden gut eingeführt und beschrieben, sodass ich keinerlei Schwierigkeiten hatte, mir die Charaktere vor meinem inneren Auge vorzustellen! Schade: Wie schon im ersten Teil werden die Gegenspieler auch dieses Mal was ihre Charakterisierung betrifft eher vernachlässigt. Ok, das lässt sich vielleicht ein bisschen mit der Tatsache begründen, dass sie einfach nicht allzu oft in Erscheinung treten. Selbst während der Kämpfe in der Arena nicht. Wenn ich mich recht erinnere, sahen Katniss und Co. sich lediglich zweimal mit einem direkten Kampf gegen andere Tribute konfrontiert, was erstaunlich selten ist, dafür, dass sie sich inmitten einer Arena befinden, in der eigentlich die Fetzen fliegen sollten. Das war zwar auch der Fall, nur wurde dies eher durch die schon aus dem Vorgänger bekannten Kanonenschüsse verdeutlicht und weniger durch blutiges Gemetzel. Naja.

Apropos Arena: Wer denkt, jetzt, da das Kapitol die beiden Protagonisten nochmals den Gefahren der Hungerspiele aussetzt, um sie und somit auch die Köpfe eines möglichen Aufstands gegen die Machenschaften der panem’schen Regierung aus dem Weg zu räumen, drehe „Gefährliche Liebe“ sich ausschließlich um knallharte Kämpfe, der irrt! Erst nach ca. 2/3 des Buchs, beziehungsweise nach 297 Seiten, um an dieser Stelle ausnahmsweise mal präzise zu sein, setzt Katniss ihren hübschen Fuß ein weiteres Mal auf grausamen Arenaboden! Das ist sehr spät und lässt wenig Raum für dramatische Auseinandersetzungen, könnte man meinen. Doch dem ist nicht so: Das Vorgeplänkel gestaltete sich diesmal erfreulich kurzweilig und man merkt, dass Collins bemüht war, alles und jeden für ein (hoffentlich) grandioses Finale in Stellung zu bringen! So erfährt man, wie sich Distrikt 12, den Katniss, ihre Familie und Freunde ihre Heimat nennen, seit den Hungerspielen im Vorjahr verändert hat. Es wird thematisiert, wie Gale, Katniss Jugendfreund und neuerdings „Cousin“, mit ihrer bevorstehenden „Zwangsheirat“ mit Peeta umzugehen gedenkt, und außerdem wird angedeutet, dass der ominöse Distrikt 13 allen Dementis der Regierung zum Trotz wohl doch noch existieren könnte, was quasi einem Gegenpol zum tyrannischen Kapitol gleichkommen würde. Spannend, spannend! Was die Arenakämpfe angeht: Die wirken dieses Mal noch einen Ticken mehr an den Haaren herbeigezogen und futuristischer, – und das ist auch gut so! Somit wird nämlich viel deutlicher, dass es sich bei den Hungerspielen um ein von den Machern bis ins letzte Detail geplantes und nicht zuletzt gesteuertes Event handelt, etwas was ich beim Vorgänger wie in meiner Rezension bemängelt ein bisschen vermisst habe.

Die zahlreichen Cliffhanger, die in die Geschichte eingebaut wurden, können allenfalls von einem äußerst masochistischen Standpunkt aus als positiv angesehen werden (*zwinker*): Was wurde aus Katniss‘ Stylisten Cinna? Wieso verheimlicht das Kapitol die Existenz von Distrikt 13? Was hat es mit dem Gerücht über Atomwaffen auf sich? Und natürlich: Was wurde aus Peeta, Johanna und den zig anderen Revoluzzern, die Katniss während der Arenakämpfe des 75. Jubel-Jubiläums zur Seite standen? „Gefährliche Liebe“ endet wirklich an einem unfassbar besch… -eidenen Punkt, so lässt es sich glaube ich noch am sachlichsten ausdrücken! Ein Glück, dass ich mir mit der Reihe ein wenig Zeit gelassen und sie mir erst jetzt, ein paar Monate nach der Veröffentlichung des dritten und letzten Bandes „Flammender Zorn“ zugelegt habe. Dieses Jahr Wartezeit hinter sich zu bringen, muss verdammt übel gewesen sein, puh…

Fazit
Mir persönlich hat „Die Tribute von Panem – Gefährliche Liebe“ eine Menge Spaß gemacht! Das Gros meiner Kritikpunkte am Vorgänger wurde ausgebügelt, die Handlung gestaltet sich willkommen dramatisch und auch sonst kam mir beim Lesen keine einzige Stelle unter, die ich als langweilig oder weniger gelungen bezeichnen würde! „Gefährliche Liebe“ ist schlicht und ergreifend ein grandioses Jugendbuch, das den Leser – wie schon Teil 1 es vermocht hat – in seinen Bann zieht. Und so bleibt mir an dieser Stelle wirklich nur zu sagen, dass jeder, der den Vorgänger genau so fantastisch fand wie ich, definitiv auch mit Teil 2 der „Panem“-Trilogie seine Freude haben wird und sich getrost ein weiteres Mal mit Katniss und Peeta ins Abenteuer stürzen darf!

Hier geht’s zu meiner Rezi von „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“…

— InaiMathi, am 24. Juni 2011

Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe

Genre: Jugendbuch
Veröffentlichung: 2010
Umfang: 431 Seiten
Autor: Suzanne Collins
Verlag: Oetinger Verlag
Wertung
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